Bus statt Benz 3

Seit ich mit dem Bus fahren muss, ist meine Laune, die
bekanntermaßen eh nicht gerade berauschend ist, richtig mies. Schon der Gedanke
daran morgens mit irgendwelchen Schülern in einem unbequemen Bus transportiert
zu werden erfüllt mich mit Ekel.
Als der Bus ankommt erkenne ich, dass er recht voll ist. Ich
bestelle beim Fahrer ein Tagesticket und er teilt mir mit, dass Tagestickets
erst ab neun Uhr verkauft werden. Hatte ich schon erwähnt, dass ich Busfahren hasse?
So bin ich gezwungen mehr Geld als geplant auszugeben. Ganze 2,60€ für einen
Transport, der alles andere als angenehm ist. Und natürlich bekomme ich nur
einen Platz entgegen der Fahrrichtung. Nächste Runde rückwärts. Da zahle ich
gerne etwas mehr. Im Bus ist es etwas zu warm und es dauert nicht lange bis mir
der Rücken weh tut. Der Gedanke, dass ich vermutlich auch noch nächste Woche
mit dem Bus transportiert werde, kann meine Laune selbstverständlich nicht
verbessern. Wenn ich nicht zu Boden starre, dann glotze ich irgendeinen Schüler
oder eine Schülerin an, weil ich ja verkehrt herum im Bus sitze und auch überall
Menschen stehen. Das ist so unangenehm. Vor allem, wenn die mich dann auch noch
anglotzen. Der Schüler neben mir starrt unentwegt aus dem Fenster, was wir gut gefällt,
an der unbefriedigenden Gesamtsituation allerdings gar nichts ändert.
Wenn man sich mit dem Bus irgendwohin transportieren lässt, dann
muss man meist irgendwann zurück. Zumindest geht es mir so. Und so darf ich am
frühen Nachmittag erneut tun, was ich nicht tun will. Dieses Mal habe ich etwas
mehr  Glück, da ich direkt hinter dem
Fahrer sitzen kann und so nicht in irgendein mehr oder weniger blödes Gesicht
sehen muss. Die Temperatur ist angenehm und dennoch graut es mir vor dem
Gedanken, dass ich die ganze nächste Woche noch in einem Bus transportiert
werden muss. Was für eine beschissene Entwicklung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.