Leere Hülle

Schon länger habe ich keinen echten Spaß mehr, erlebe das Leben
als eintönigen Brei und stehe nur noch auf, weil es ein Automatismus ist, der
mich aufstehen lässt. Aus eigenem Antrieb aufzustehen erscheint vollkommen
sinnlos, weil die Monotonie mich durch jeden beschissenen Tag spült. Ich bin
längst zu einer leeren Hülle geworden. Ein Mensch ohne Inhalt. Nach und nach
füllt sich diese leere Hülle nun mit Blei und anderen Gewichten und langsam
ertrinke ich in einem Meer aus Tränen. Aber es sind nicht meine Tränen in denen
ich ertrinke, weil leere Hüllen keine Tränen produzieren.

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