Tätigkeitsnachweis

Während ich mit Agnes einen Tagesausflug mache, bekomme ich eine
SMS vom Bewerbungsbetreuer. Der Chef hat ihm mitgeteilt, dass ich für den Monat
Juli noch den Tätigkeitsnachweis schreiben muss. Also für letzten Freitag und
die drei Urlaubstage diese Woche. Ich bin direkt sprachlos, weil mich so ein
Schwachsinn immer wieder aufs Neue zurück in die Realität des Wahnsinns holt.
Was um Himmels Willen ist an einem Tätigkeitsnachweis, in dem steht, dass ich
nichts weiter getan habe, als mich zu verabschieden und Urlaub zu haben, so
immens wichtig? Wer um Himmels Willen braucht so etwas und wem nützt es etwas?
Was soll so ein Scheiß und wieso werde ich an meinem Urlaubstag damit belästigt?
Diese ganzen dämlichen Berichte in die man allen möglichen Unsinn schreiben
kann, gehen mir immer mehr auf die Nerven. Die Arbeit, die man verrichtet
spielt keine Rolle, solange man nur alle Formulare ordnungsgemäß ausfüllt. Das
ist so krank, dass die dafür Verantwortlichen eigentlich den ganzen Tag vor
Schmerzen schreien sollten. Ich fülle dann dazu ein Protokoll aus, dass die gar
keine Schmerzen haben und alles gut ist. Kranke Welt.

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