Ist da eigentlich noch Luft nach unten?

Ein Problem ist, dass ich nur ungern mit Leuten arbeite, die
besser sind als ich, die mehr können, also über mehr Wissen und Erfahrung
verfügen. Dummerweise ist es bei diesem Job so, dass alle anderen besser sind.
Gegen Alpha kann ich nicht anstinken, der Bewerbungsmann, dessen Nachfolger ich
spontan geworden bin, schreibt eindeutig bessere Bewerbungen als ich, die
Desillusionierte ist mir auch weit voraus und der Mann für die Akquise
unerreichbar für mich. Dagegen komme ich mir einfach nur blöd vor.
Demnächst arbeite ich mit einer Frau zusammen, die über 25 Jahre
bei Zeitarbeitsfirmen tätig war und somit ebenso über einschlägige berufliche Erfahrungen
verfügt. Meine Kenntnisse und Erfahrungen hingegen sind nur in unsinnigen Bereichen
ausgeprägt. Filme gucken, meckern, jammern, Unzufrieden sein. Darin bin ich fast
schon überqualifiziert. Dazu kommen immense Erfahrungen als Arbeitsloser. Da
ist mein Interesse, meine Kollegin, mit der ich für eine Maßnahme
verantwortlich sein soll, überhaupt kennenzulernen, ziemlich gering. Wenn ich
es Recht betrachte, dann läuft es gerade irgendwie nicht so prickelnd. Möglicherweise
befinde ich mich gerade in einer selbst errichteten Abwärtsspirale. Oder ich
denke einfach nur zu viel, was an den ungünstigen Umständen aber auch nichts
ändert.

2 Gedanken zu „Ist da eigentlich noch Luft nach unten?“

  1. hmmmm… möglicherweise ist es nur eine phase. da hilft es, nicht so viel zu denken und sich mit kollegen zu umgeben, die gerne da arbeiten. gute laune färbt ab.
    letztlich muss man einen job immer als job betrachten. ich muss sagen, fordern tut mich meiner auch nicht. die meiste zeit langweile ich mich. aber das ist ok für das geld. und ich hab nette kollegen und einen kurzen arbeitsweg.
    gibts irgendwas, was sie wirklich gern tun würden? ich beispielsweise würde, falls ich mal im lotto gewinnen und millionärin werden sollte, mich als ehrenamtlich pflegerin auf einer palliativstation melden. die vorleserin, oder sowas. händchen halten, leuten ihr lieblingsessen mitbringen, schnacken. das erschiene mir sinnvoll.

    1. Ich lasse mich nicht gerne färben. 😉
      Die Frage, wa sich gern tun würde, hat mich nun länge beschäftigt. Erwartungsgemäß kann ich sie nicht beantworten. Ein Lottogewinn könnte das möglicherwese ändern.

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