Wie ein Fass ohne Boden

Nicht alles, was an
einem Fahrzeug repariert werden kann, muss auch repariert werden. Leider sehe
ich das oft anders, weshalb ich erneut in der Werkstatt bin, um den Opel
reparieren zu lassen. Wieder einmal ist es die Klimaanlage, die nicht mehr
funktioniert und schnell steht fest, dass der Kondensator defekt ist. Insgesamt
zwei Stunden und 238€ später ist das Problem beseitigt und ich fahre direkt
weiter zur nächsten Werkstatt. Schließlich gehe ich arbeiten und muss dafür
sorgen, dass der Geldkreislauf fließt.
Der zweite
Werkstattbesuch des Tages ist reiner Luxus. Aber auch nur, weil ich mein
handwerkliches Geschick vor Jahren verloren habe, sofern ich je welches besaß.
Denn ehrlich gesagt sind defekte Lautsprecher nicht unbedingt etwas, was man
nicht selber auswechseln könnte. Und ich habe es auch versucht, doch bei meinem
Coupé müssen dazu die Rücksitze raus, was mich vor ein Problem stellt, welches
ich nicht lösen kann und vermutlich auch nicht lösen will. Da ich aber defekte
Lautsprecher als störend empfinde, lasse ich das Problem nun von Fachleuten
beseitigen, was natürlich alles andere als günstig ist. Und so zahle ich knapp
drei Stunden später 289€ und kann dafür endlich wieder ordnungsgemäß Musik
hören. Gleichzeitig beschließe ich, dass es nun genug ist und der Opel in den
nächsten Monaten, bis auf eine Kleinigkeit und natürlich unvermeidbare Dinge,
keine Reparaturen mehr spendiert bekommt. Auch kosmetische Eingriffe sind
gestrichen. Schließlich ist der Opel mein Zweitwagen und für das Geld, welches ich
mittlerweile zusätzlich investiert habe, hätte ich mir locker ein weiteres
Fahrzeug leisten  können. Das ist
irgendwie dämlich, passt andererseits aber perfekt zu mir.

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