Jobmonotonie

Nachdem ich einige
Zeit brauchte, mich an den Job zu gewöhnen, hat es mir im August wohl ganz gut
gefallen. Es lief irgendwie ganz fluffig und ich war vermutlich sogar
zufrieden. Doch seit Anfang September ist das 
längst wieder vorbei und ich mag eigentlich gar nicht mehr herkommen.
Angefangen hat es mit den anderen Maßnahmen, die unsere Räume in Beschlag
nehmen.  Dazu kommt, dass unsere
Teilnehmer immer unzuverlässiger werden. Diese Unzuverlässigkeit begann  ebenfalls mit der Wegnahme des großen Raums
und der Degradierung in den kleinen Raum. Bis dahin lief es hier gut und entspannt.
Mittlerweile läuft irgendwie gar nichts mehr und die Lust herzukommen,
schwindet von Tag zu Tag mehr.
Ausschlaggebend für
meine totale Unlust ist unverkennbar, dass ich mich hier mittlerweile nicht
mehr wohlfühle. Dazu bin ich unmotiviert, empfinde meine Anwesenheit hier als
unangenehm und  kümmere mich nicht mehr
wirklich um meine Teilnehmer, sofern denn mal welche da sind. Sind sie doch
anwesend, lasse ich sie einfach in dem kleinen Raum an dem runden Tisch sitzen
und sitze währenddessen dumm an meinem Schreibtisch, warte auf den Tod und
überlege, wie ich die Zeit bis dahin sinnvoller als hier verbringen kann. Dazu
fällt mir dummerweise keine Antwort ein.
Hier wurde leider aus
einer Maßnahme, die ich im Vergleich zu anderen Maßnahmen durchaus für gelungen
halte, ein großer unbedeutender Kackhaufen. Und dieser Kackhaufen lässt sich
vermutlich auch nicht wieder in eine angenehme Maßnahme umwandeln.
Wenn ich zwischendurch
doch mal nach Jobs suche, dann nicht für meine Teilnehmer, sondern für mich.
Innerhalb von kurzer Zeit ist mir dieser Job zu einer echten Pest geworden und
ich bin unmotiviert  bis in die
Zehenspitzen. Obendrein ist längst klar, dass ich selbst für diesen Job zu dumm
bin, was durch meine Unkonzentriertheit noch viel deutlicher wird. Umkehren
lässt sich auch dieser Vorgang scheinbar nicht und  so muss ich erneut feststellen, dass Arbeit
und ich wohl keine Zukunft haben.

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