Alles ist nass und grau

Die Erkenntnis nach meinem ersten
Urlaub ist vermutlich wenig überraschend. Ich will definitiv nicht zurück ins
Büro. Und es ist nicht dieses Gefühl, welches einen im Urlaub durchaus mal überkommen
kann. Es ist eher etwas Endgültiges. Ich will da nicht mehr hin. Und wenn ich
das Geld nicht so gut gebrauchen könnte, dann wäre ich vermutlich auch durch
mit dem Thema.
Ich fühle mich zu Hause sowieso wohler
und habe in den letzten Tagen teilweise völlig verdrängt, dass ich wieder
arbeiten muss. Und immer, wenn es mir dann doch in den Kopf kam, wurde meine
Laune schlagartig schlechter. Ich gehöre nicht in die Arbeitswelt, passe da
weder rein, noch bin ich irgendwie nützlich. Im Vergleich mit den
Kollegen im Büro bin ich definitiv derjenige, der über die geringste Kompetenz
verfügt. Ich weiß, einer muss es ja sein, aber mich reizt das nicht. Wenn ich
etwas mehr Ehrgeiz hätte, dann könnte es unter Umständen eventuell reizvoll sein,
doch beruflicher Ehrgeiz wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Es ist
erschreckend, wie weit ich mich in der einen Urlaubswoche von der Arbeitswelt
entfernt und mich in der Arbeitslosigkeit eingerichtet habe. Ich bin echt ein
Scheiß Mitarbeiter.
Bei genauer Beobachtung der Lage, kann
es nur eine Frage der Zeit sein, bis ich wieder da ankomme, wo ich immer
hingehört habe. Zurück in der Arbeitslosigkeit. Spätestens Ende Juni 2017 ist
es soweit. Ob ich und mein Arbeitgeber so lange durchhalten? Im Moment habe ich
da echt meine Zweifel. Aber vielleicht habe ich gerade auch nur meine Herbstdepression,
die bald von einer Winterdepression abgelöst wird, welche mich erst wieder verlässt,
wenn es endlich wieder hell wird. Ich hasse diese schmuddelige Dunkelheit.

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