Das Ende der ersten Woche

Mit einer Rekordverdächtigen Anreisezeit von nur 47 Minuten
startet der letzte Arbeitstag der Woche. Und der hat es in sich. Der Teilnehmer
mit den psychischen Problemen wird in sechs Wochen stationär aufgenommen und
ich habe ab nächste Woche neun Teilnehmer, um die ich mich kümmern darf. Der
komplette dazugehörige Verwaltungskram inklusive. Der Bewerbungsmann ist
krank  und scheidet direkt im Anschluss aus
dem Unternehmen aus. So schnell kann es gehen.
Ich werde mein Büro in der fünften Etage behalten und mich
tatsächlich intensiver als gewollt mit dieser Maßnahme beschäftigen müssen.
Immerhin scheine ich einen guten Draht zu den beiden Damen aus der Verwaltung
zu haben, denn sie teilen der Chefin mit, dass sie mich gerne auf Dauer
behalten wollen. Ich sage der Chefin, die mir das übermittelt, dass die beiden ihre
Meinung ändern werden, wenn ich erstmal zwei Wochen hier bin. Mit Lob und so
Sachen kann ich nicht wirklich umgehen. Das wirft mich immer völlig aus der
Bahn. Das möchte ich nicht.
Gunda kommt in mein Büro, um mir mitzuteilen, dass sie erfahren
hat, dass ich nur sechs Wochen bleibe. Sie hatte gehofft, ich würde länger
bleiben und man könnte mit mir etwas aufbauen und Kontinuität schaffen. Ich
kann ihr nicht helfen, bin aber erfreut, dass mein Aufenthalt wohl nicht auf
Dauer ausgelegt ist.
Später fällt die Heizung aus und mir wird kalt. So endet die
Woche und laut meinem optimistischen Plan  liegen noch 23 Arbeitstage vor mir bis ich an
meine alte Wirkungsstätte zurückkehren kann.

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