Zurück ins Glück?

Ich wollte nicht an diesem Standort
arbeiten, ich weiß nicht einmal, was ich überhaupt wollte, aber ich weiß, dass
ich jetzt nicht weiß, ob ich wirklich zurück will. Es sieht nämlich so aus als
wäre, auch dank mangelnder Konkurrenz, der Zuschlag an die Firma, für die ich
tätig bin, gegangen. Somit geht es bald zurück für mich. Die Dinge laufen also genauso,
wie ich es wollte, aber was ich vor ein paar Wochen noch wollte, ist
möglicherweise nicht mehr identisch mit dem, was ich jetzt will. Ich hasse
Veränderungen. Besonders dann, wenn nicht unbedingt eine Verbesserung zu
erwarten ist. Andererseits habe ich genau das auch gedacht bevor ich hierher
versetzt wurde. Nun lebe ich seit Wochen in einem Paradies für mich als Arbeitnehmer.
Nichts von dem, was ich befürchtet hatte, ist eingetroffen. Vielleicht aber
auch nur deshalb, weil ich hier nur geparkt wurde und nicht wirklich Teil der
Maßnahme bin. Da werde ich möglicherweise bewusst geschont.
Allein schon der Gedanke, dass ich
Alpha bald wieder am Hals habe, widert mich an. Diese ganzen Geheimnisse, das
regelmäßige Drama, die unschöne Stadt, die unattraktiven Frauen, all das klingt
plötzlich gar nicht mehr so verlockend, wie noch vor ein paar Wochen. Klar, die
Maßnahme ist besser, aber was nützt das, wenn ich hier so gut behandelt werde
und von allen Problemen manch anderer Mitarbeiter verschont bleibe?  Ich will doch nur meine Ruhe, ein eigenes Büro
mit WC und ein entspanntes Leben. Und genau das habe ich hier. Und doch ist es
an der Zeit mich auf den Abschied vorzubereiten. Verrückte Arbeitswelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.