Der Maler tapeziert

Heute erscheint
der Maler ordnungsgemäß gekleidet und mit professionellem Equipment. Noch immer
bin ich skeptisch, dass wirklich schon morgen alles fertig ist. Doch schon bald
muss ich erkennen, dass hier jemand am Werk ist, der sein Handwerk zu verstehen
scheint. Spielerisch leicht fliegen die Tapeten an die Wände. Es wird gemessen,
geschnitten und gewirbelt. Ich hätte Stunden gebraucht, um nur annähernd so
weit zu kommen. Vergessen ist die lustige Sprüheinlage vom Vortag. Und schon
nach zweieinhalb Stunden ist es vollbracht und die Tapeten zieren meine Wände. Natürlich
könnte ich mich an kleinen Ecken und Übergängen hochziehen, die nicht perfekt
kleben, doch das möchte ich nicht. Stattdessen erfreue ich mich daran, dass
endlich schimmelfreie Tapeten an den Wänden kleben und frage den Mann, wie
lange er schon selbständig ist. 13 Jahre. Nun stellt sich die Frage, welchen
Farbton die Küche bekommen soll. Heute ist er nicht so streng und ich bekomme
wohl eine Mischung aus beige und gelb, womit ich durchaus leben kann. Die
Außenwände von Schlaf- und Wohnzimmer möchte er weiß machen, was ich ablehne,
weil ich das Wohnzimmer komplett neu streichen will und die Wand im
Schlafzimmer die Farbe wie der Rest des Zimmers bekommen soll. Er sagt, dass
die weiße Spezialfarbe bezahlt ist und ich sie behalten darf. Das finde ich
anständig und glaube nun fest daran, dass am Ende alles gut werden kann.

2 Gedanken zu „Der Maler tapeziert“

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