Ultraschall und Vorsorge

Die
Ultraschalluntersuchung der Nieren bringt folgenden Befund. Ein kleiner Stein
wohnt in der rechten Niere. In der linken vielleicht auch. Zumindest ist da
irgendein Schatten, der aber auch bedeutungslos sein kann. Dazu gesellt sich
eine kleine Zyste, die man nicht weiter beachten muss. Nierenzysten scheinen
eine Familientradition zu sein, denn auch mein Vater hatte welche. Weil ich eh
gerade da bin, werden weitere Organe per Ultraschall untersucht. Milz, Leber,
Blase und Bauchspeicheldrüse sehen ordentlich aus. Der ganze Bauchraum ist
voller Luft. Auch so eine Tradition, die keiner braucht. Dann kommen wir zur
Bauchschlagader. Wieder heißt es, dass diese verkalkt ist, was gar nicht gut
aussieht. Wir müssen, so der Hinweis, die Cholesterinwerte im Auge behalten. Würde
er meine Blutwerte kennen, wüsste er, dass die bisher immer gut waren. Das
gleiche hatten wir schon bei der letzten Untersuchung, was mich dazu
veranlasste einen Kardiologen aufzusuchen. Dieser konnte keine Verkalkungen
entdecken und ich frage mich ernsthaft, wer nun Recht hat. Vermutlich muss ich
eine dritte Person nachschauen lassen. Das ist doch alles Kacke. Und wo wir
gerade beim Thema Kacke sind, darf ich mich auch noch bücken, um zu erfahren,
dass meine Prostata sich in einem guten Zustand befindet. Immerhin etwas. Zum
Abschluss wird noch der Blutdruck gemessen, der wohl etwas niedrig ist. Der
Wert wird mir nicht mitgeteilt, interessiert mich aber auch nicht weiter, da
mein Blutdruck meist etwas niedrig ist. Der Arzt fragt noch, ob mir nicht etwas
schwindelig ist, was ich ordnungsgemäß verneine. Da es keine weiteren
Kommentare zur verkalkten Bauchschlagader gibt, verabschiede ich mich wenig
später. Auf eine Blutentnahme wird selbstverständlich verzichtet, weil dabei eh
nur rauskommt, dass man an mir kein Geld verdient und niedrige Leukozytenwerte
kein Grund zur Sorge sind. Die Cholesterinwerte, die ja wegen der verkalkten
Bauchschlagader gerade noch so wichtig erschienen, kann man scheinbar auch
anders beobachten. Ich muss nur noch rausfinden, wie er das alles so macht.

2 Gedanken zu „Ultraschall und Vorsorge“

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