Eine Woche fast wie jede Woche 3

Mittwoch
Nach einer Nacht voller Nackenschmerzen mit wenig Schlaf gestaltet sich die Fahrt zur Arbeit unangenehm, da ich kaum meinen alten Kopf drehen kann. Schöner kann ein Tag kaum beginnen.
Zwei meiner Teilnehmer bekommen heute von mir eine Abmahnung serviert. Weil ich Porto sparen will, übergebe ich die Abmahnungen persönlich. Das fördert den Zusammenhalt, wenn ich dabei mitleidig gucke und erkläre, dass ich keine andere Wahl habe. Und da ich seit gestern mehr als nötig mit Menschen rede, ist mein Handeln nur konsequent und die Teilnehmer sehen auch direkt ein, dass es keine andere Möglichkeit für mich gab. Weil ich eh gerade einen Lauf habe, kündige ich einen der Teilnehmer, der eben noch seine Abmahnung bekam, gleich im
Anschluss, weil er zu schlecht deutsch spricht, um einen Job zu bekommen. Man muss auch mal konsequent sein. Meiner Quote schadet das nur unwesentlich, da ich diese Woche noch zwei Teilnehmer verabschiede und erst dann die Quote erstmals unter 40% sinkt. Mit den richtigen Leuten kann man viel erreichen. Mit mir eher weniger.
Am Nachmittag der übliche Ablauf. Ich esse etwas und gehe im Anschluss spazieren. Da Petra weiter verseucht ist, gehe ich auch heute alleine. Auf Kommunikation mit anderen Menschen, die mir unterwegs begegnen, verzichte ich bis auf eine kleine Ausnahme. Wie so oft treffe ich den alten Mann, der immer mit einer Flasche Bier auf einer Bank sitzt. Wie üblich fragt er, ob ich eine Uhr habe und wie spät es ist. Ich sage die Uhrzeit, er bedankt sich und unser Ritual ist beendet.
Nach dem Spaziergang bereite ich die Brote zu und anschließend das Müsli für morgen. Es ist etwa 19.00 Uhr und mein Tag ist gelaufen.  Überraschender Höhepunkt des Tages wird das spontane Telefonat mit Agnes. Anschließend schaue ich, wie üblich, The Big Bang Theory bis ich gegen 21.30 Uhr ins Bett gehe, um noch ein wenig zu lesen.

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