Eine Woche fast wie jede Woche 5

Freitag
Obwohl es meinem Nacken etwas besser geht, wache ich nachts mehrfach mit Schmerzen auf. Vielleicht muss ich demnächst eingeschläfert werden.
Eine Teilnehmerin sagt mir, dass sie Brandy nicht mag und auch nicht authentisch findet. Eigentlich wäre es Brandys Teilnehmerin, doch sie will nicht mit ihr reden. Was soll ich dazu sagen?
Irgendwann endet der letzte Arbeitstag der Woche und ich entlasse mich in mein langweiliges und vermutlich trostloses, definitiv zu kurzes, Wochenende. Es ist echt toll, wenn man etwas hat, worauf man sich nach einer Arbeitswoche freuen kann.
Auch heute ist das Telefonat mit Agnes der Höhepunkt des Tages. Und da der Spaziergang sprichwörtlich ins Wasser fällt, kann ich mich schon früh auf den wöchentlichen Filmabend vorbereiten. In der Regel findet sich Petra zu diesem Event ein, da sie aber weiterhin verseucht und vermutlich hochansteckend ist, meine Erkältung aber nicht weiß, was aus ihr werden soll, es ist nicht einmal klar, ob ich überhaupt erkältet bin, verbringe ich den Filmabend alleine mit mir. Ich könnte spontan Manni, der gelegentlich auch an den Filmabenden dabei ist, einladen, doch da er Kong schon gesehen hat und ich diese Woche schon genug mit Menschen zu tun hatte, bleibe ich allein. Ich hatte mich wirklich lange auf Kong in 3D gefreut und bin schon nach zwei Minuten enttäuscht und sicher, dass das nichts
wird. Dummerweise behalte ich Recht. Die ganze Aufführung, die Dialoge und vor allem Samuel Jackson machen mich echt fertig. Warum schafft es nur niemand einen vernünftigen King Kong abzuliefern? Dabei ist das Thema doch so herrlich. Großer Affe, viele andere große Tiere und ein paar Menschen, die sich wunderbar töten lassen. Wieso versaut man immer alles mit uncoolen Dialogen und in diesem Fall schrecklicher Musik? Kong und die anderen Viecher, ebenso wie die tolle Optik retten den Film zwar vor einem Totalausfall, aber enttäuscht bin ich dennoch.
Anschließend gucke ich den Kölner Treff. Das sitzt Katja Riemann, die zwar auch nicht mehr die jüngste ist, aber immer noch dieses entzückende, jugendliche Lachen hat. Das mag ich. Zum Ende des Tages höre ich noch etwas Musik, schlafe aber mehrfach dabei ein. Mit mir ist echt nix los.

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