Besuch beim Urologen

Weil mein Hausarzt von Nierensteinen
sprach, und ich nach zwei Jahren sowieso den PSA-Test wiederholen will,
verbringe ich meinen freien Tag beim Urologen. Also nicht den ganzen Tag,
sondern nur einen Teil davon. Nach der üblichen Urinprobe, bei der es nichts zu
beanstanden gibt, beginnt die Ultraschalluntersuchung. Die Blase ist schön
entleert und die Prostata eher klein. Damit enden auch schon die guten
Nachrichten, denn die rechte Niere beherbergt gleich mehrere Steine. Einer davon
ist mit etwa 4mm Durchmesser in einem Bereich, der beobachtet werden sollte. Ab
5mm wird geröntgt. Ich bekomme den Rat, dass ich, sollte ich Koliken bekommen,
direkt in die Urologie gehen soll, weil die wissen, was zu tun ist. Klingt
wenig erbaulich. Der Arzt sagt allerdings auch, dass er nicht glaubt, dass
etwas Derartiges passiert, wir aber diesen Stein in etwa sechs Monaten erneut
per Ultraschall ansehen sollten. Die anderen Steine sind eher klein und sollten
so weggespült werden. Ich soll täglich drei bis vier Liter trinken, was mir
etwas viel erscheint, da ich mit meinen zwei Litern täglich schon genug zu tun
habe.
An der linken Niere sind maximal winzige
Steinchen zu entdecken, aber irgendwas wächst da. So wirklich scheint der Arzt
es nicht zuordnen zu können, weshalb er von einer Zyste ausgeht. Ich finde das
alles nicht wirklich prickelnd, muss aber damit leben. Und wo ich gerade schon
da bin, kann ich mich auch gleich nochmal richtig auf die Seite legen.
Irgendwie scheinen die Ärzte Gefallen daran gefunden zu haben, meine Prostata
abzutasten. Natürlich ist der Urologe etwas gründlicher als der Hausarzt und
ich muss erneut feststellen, dass Prostatauntersuchungen in Seitenlage viel
angenehmer sind.
Vor der Blutentnahme für den PSA-Test
wird mein Blutdruck gemessen. 110/70. Für meine Verhältnisse völlig normal.
Anschließend fließt das Blut und ich erfahre, dass ich mein Ergebnis nur dann
mitgeteilt bekomme, wenn der Wert nicht okay. Ich weiß nicht, ob ich das okay
finde. Zum Abschluss wird mir die Rechnung präsentiert. 30,54€. Darin sind
10,72€ Beratungskosten enthalten. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, dass
ich beraten wurde, aber da ich weiß, dass Ärzte sich gerne etwas kaufen und oft
jammern, weil sie so wenig verdienen, unterschreibe ich freudig, dass ich den
Betrag unverzüglich überweise. Man muss sich und anderen schließlich auch mal
etwas gönnen.

2 Gedanken zu „Besuch beim Urologen“

  1. *klugscheißmodusan: 3-4L Wasser, sind etwas überdimensioniert – wenn der Stein noch nicht einmal im Ureter ist, und können sich gar nachteilig auf andere physiologische Funktionen auswirken. Die Empfehlung der therapeutischen Konsumerhöhung wird von diversen Ärzteblättern mittlerweile sehr kritisch gesehen. Versuchen Sie lieber, die 2L dauerhaft zu halten. *klugscheißmodusaus
    Viele Ärzte, die ich kenne, sind verkappte Segler, – vielleicht stehen die deshalb so auf die große Hafenrundfahrt^^

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