Mitarbeitergespräch

Während ich einer Teilnehmerin ihre zweite Abmahnung gebe und verständlicherweise auf Unverständnis stoße, wartet meine Chefin auf mich. Nachdem ich der Teilnehmerin gut zugeredet habe und sie, obwohl ich es hätte tun können, nicht gekündigt habe, findet sie mich wieder toll und nimmt mir die Kündigung auch nicht mehr übel. Zufrieden mit mir und meiner Leistung, Abmahnungen so charmant zu verkaufen, gehe ich zur Chefin, die mich zunächst darauf hinweist, dass sie etwas an die Tafel gemalt hat. Das ist interessant, weil meine Kollegin dachte, dass unsere Tafelmalereien nicht ankommen würden bei der Chefin. Nun wurden unsere Malereien von der Chefin persönlich erweitert. Lustig. Nachdem dass mit der Malerei geklärt ist, folgt ein spontanes Mitarbeitergespräch und ich werde gefragt, ob ich zufrieden bin, etwas Anderes machen will, ob ich vielleicht eine Leitungsposition anstrebe. Ich antworte, dass die Arbeit genau so ist, wie ich es sein soll und ich nichts leiten will, sondern gerne zweiter Mann bin. Ich habe keine Ambitionen und will nur entspannt arbeiten. Am liebsten immer in dieser Konstellation. Dass ich Veränderungen nicht mag und diese mich immer völlig aus der Bahn werfen, sage ich nicht. Auch nicht, dass ich es blöd finde, älter zu werden und am liebsten das Rad der Zeit anhalten würde. Am Ende dieses launigen und entspannten Gesprächs bekomme ich den Auftrag mich gut um Steffi, die noch recht neue Kollegin, zu kümmern. Dann ist alles geklärt und die Dinge nehmen weiter ihren Lauf, ganz so, wie sie es immer tun.

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