Im Herzen ein Arbeitsloser

Wenn ich mit Teilnehmern rede, sage ich sehr häufig „wir“ Arbeitslose. Auch privat spreche ich oft von mir als Arbeitslosen. Meine vielen Jahre als Arbeitsloser haben mich durchaus geprägt. Möglicherweise ist mir Arbeitslosigkeit aber auch schon in die Wiege gelegt worden und Zeiten in denen ich nicht arbeitslos bin, sind komplett wider meiner Natur. Im Herzen bin ich vermutlich einfach ein Arbeitsloser, der ab und zu von seinem Weg abkommt. Wenn mein Vertrag im März ausläuft, war es die längste Zeit der Nichtarbeitslosigkeit seit meiner Ausbildung.

Die letzten Tage habe ich verbracht, wie zu besten Arbeitslosenzeiten. Ich war faul, habe Filme konsumiert, Zeit vergeudet und mich nur gewaschen und anständig angezogen, wenn ich das Haus verlassen musste oder Besuch bekam. Die restliche Zeit war absolut nichts mit mir los. Es ist erstaunlich, wie schnell ich in alte Verhaltensmuster zurückkehre und es spricht sehr dafür, dass ich ein guter Arbeitsloser wäre. Ich glaube, dass ist einfach meine Bestimmung.

2 Gedanken zu „Im Herzen ein Arbeitsloser“

  1. wenn mir die beiden jobs zu viel werden, denke ich auch oft darüber nach wie es wäre, nicht jeden tag funktionieren zu müssen. und dann zwingt mich eine erkältung in die knie, ich kann nicht arbeiten und ich versumpfe so arg, dass es schon asozial ist.
    das holt mich wieder aus meinem gedankenkarussel raus und ich glaube schon, dass ein geregelter alltag mit arbeit wichtig ist.

    ich wünsche ihnen ein schönes wochenende.

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