Vertragsunterschrift

Zur Vertragsunterschrift sind nur Maike und ich anwesend. Sie legt mir den Vertrag vor, den ich nicht lese. Stattdessen sage ich, dass ich den Vertrag nicht lesen muss, weil ich davon ausgehe, dass da das gleiche stehen wird, wie im ersten Arbeitsvertrag. Maike sagt, dass dort steht, dass der Vertrag unbefristet ist, das ausgehandelte Gehalt aufgeführt wird und ich eine Vier-Tage-Woche habe. Ich erwidere, dass das mit der Vier-Tage-Woche nicht im alten Vertrag stand, aber da ich eh eine Vier-Tage-Woche habe, schon okay ist. Ich schaue nicht, ob da vielleicht steht, an welchem Tag ich fei habe und erst recht nicht auf die Urlaubstage, die sich bei einer Vier-Tage-Woche dementsprechend ändern werden. Man kann mich also als naiv und dumm bezeichnen, aber ich glaube halt an mündliche Absprachen. Zumindest will ich es. Da aber alle Menschen lügen und betrügen und nur auf ihren Vorteil aus sind, kommen mir auf dem Rückweg Zweifel, ob es wirklich so klug war, ohne auch nur einen Blick auf den Vertrag zu werfen, meine Unterschrift darunter zu setzen. Sobald ich den von der Geschäftsführung unterschriebenen Vertrag demnächst ausgehändigt bekomme, was nach meiner Aussage nicht eilt, lese ich mir ihn durch. Dann wird sich zeigen, ob ich ein Vollidiot bin oder noch ein Hauch von Hoffnung besteht. Ich tendiere ja durchaus dazu ein Vollidiot zu sein. Es bleibt jedenfalls spannend.

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