Noch ein Traum

Ich scheine ein besonderes Traumabo abgeschlossen zu haben. Anders lassen sich meine nächtlichen Träume kaum erklären.

Dieses Mal befinden sich meine Eltern und ich in deren Wohnung. Mein Vater klagt über Herzprobleme, will aber natürlich nicht zum Arzt. Meine Mutter scheint es nicht wirklich ernst zu nehmen und ist irgendwann im Wohnzimmer vor dem Fernseher.  Ich überlege in meinem Zimmer, ob ich „Two and a half man“ schauen soll, oder lieber einen Film. Mein Vater ist in einem anderen Zimmer. Dann plötzlich klagt er über ernsthafte Herzprobleme, bekommt kaum Luft, fasst sich ans Herz. Ich versuche irgendwas zu unternehmen. Kurz danach liegt er in meinem Zimmer auf dem Sofa. Er lebt, aber es geht ihm nicht gut. Meine Mutter bleibt eher unbeteiligt. Ich gehe ins Wohnzimmer, um zu telefonieren und Hilfe zu rufen. Es ist ein schnurgebundenes Telefon, so dass ich dort bleiben muss während mein Vater alleine in meinem Zimmer liegt. Ich wähle die 112. Keiner nimmt ab. Während es weiter klingelt, kommt aus dem Telefon die Stimme meines Vaters und fragt, was mir einfällt, meinen Vater alleine im anderen Zimmer zu lassen. Mein Verhalten sei unverschämt, denn ich müsse mich um ihn kümmern. Ich rufe zu ihm ins Zimmer rüber, dass ich gleich da bin. Er antwortet schwach, dass alles okay ist. Er will eigentlich auch nicht, dass ich Hilfe hole. Die Stimme am Telefon kritisiert mich weiter für mein Verhalten. Verzweifelt überlege ich, wo mein Smartphone ist, um so zu meinem Vater zu können und von dort zu telefonieren. Ich habe keine Ahnung, wo es sein könnte, was mich nur noch mehr stresst. Noch immer meldet sich keiner am anderen Ende der Leitung. Ich werde immer panischer, hektischer und bin überfordert. Die Stimme meint, ich kümmere mich einfach zu wenig und mache alles falsch. Dann schreie ich: „Es geht keiner ran! Verdammte Scheiße!“ Mit diesem Ausruf werde ich wach und schnappe nach Luft als hätte ich gerade Sport gemacht. Es dauert einen Moment bis ich mich beruhigt habe. Es ist 06.14 Uhr. Das ist doch alles Kacke.

Es ist gut, dass nebenan derzeit niemand wohnt, denn dieses nächtliche rumschreien, ist sicher für eine gute Nachbarschaft wenig förderlich.

 

4 thoughts on “Noch ein Traum”

  • träume sind einfach nur verarbeitungen aus dem unterbewusstsein….und manchmal konnte man viell im leben bestimmte dinge nicht klären oder abschließen….ich hasse es auch wenn mich ein alptraum zu früh erwachen lässt…aber manchmal ist das eben so…ich träumte heute nacht davon mit meiner besten freundin geschlafen zu haben…aber das war im traum völlig ok…
    gute nacht…wünsche dir eine ruhige und schöne nacht..

    • Traumlose Nacht klingt gut. Die nehme ich, auch wenn es Therapeuten kein Vergnügen bereitet.
      Wünsche Dir eine angenehme Nacht.

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