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<< PROFIL Basis Seminar >>

Da ich schon seit über einem Jahr arbeitslos bin, und weder ich noch die Leute bei der Arbeitsagentur eine Verwendung für mich haben, wird kurzerhand beschlossen, dass ich an einem PROFIL Basis-Seminar teilnehmen darf bzw.muss. Das Wichtigste an diesem Seminar scheint es zu sein, dass das Wort PROFIL groß geschrieben wird. Während dieses Seminars soll herausgefunden werden wozu ich überhaupt tauge. Ich tauge nichts, aber das sollen die schon selber rausfinden. So fahre ich vom 09.07.2007 bis zum 20.07.2007 täglich nach Essen und verbringe dort meine Tage mit anderen nutzlosen Arbeitslosen. Ich führe Einzelgespräche, mache Tests, die für Hauptschüler der neunten Klasse sind, und andere lustige Sachen.

Tag 1
Nach knapp einer Stunde Fahrtzeit und einer kurzen Parkplatzsuche erreiche ich den Ort an dem ich nun zehn wundervolle Tage zu überstehen habe. Glücklicherweise bin ich einer der ersten, so dass ich mir einen Platz in der letzten Reihe sichern kann. Insgesamt sind wir neun Männer und fünf Frauen. Die Frauen sind nicht wirklich interessant, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Zwei ältere Frauen kommen ebenfalls aus Brambauer, die One Man Show, Herr R., kommt aus Selm. Er ist auch der einzige, der es schafft zu spät zu kommen. Quasi als Belohnung für sein Zuspätkommen beginnt er sofort mit seiner Show. Immer ein kesser Spruch, zu allem ein Kommentar, alle lieben ihn. Natürlich nicht wirklich, aber egal, Hauptsache er bringt Leben in die Hütte.
Bis zur Mittagspause rede ich kein Wort. Die Zeit vergeht wie erwartet in Zeitlupe. Erst als die einstündige Mittagspause, welche ich allein bei Burger King verbringe, beginnt, dreht sich der Zeiger der Uhr etwas schneller. Kaum ist die Pause vorbei geht es im Zeitlupentempo weiter. Gegen 14.30 Uhr werde ich genötigt etwas zu sagen. Ich bin an der Reihe mich vorzustellen. Ich nenne Namen, Alter und Wohnort und weise darauf hin, dass ich weitere Details erst morgen im Einzelgespräch verrate. Vorstellung beendet. Kurze Raucherpause. Dummerweise verbringe ich diese zusammen mit der One Man Show im Klassenraum. Zur Belohnung muss ich mich mit ihm unterhalten. Kurz darauf bringen sich zwei weitere Teilnehmer ins Gespräch ein. Irgendwie geht mir das zu schnell. Gut, dass wenige Augenblicke später der Unterricht, oder wie auch immer man das nennen mag, weiter geht. Den Rest der Veranstaltung rede ich jedenfalls kein Wort mehr.
Entgegen meiner Erwartungen sind ziemlich normale Leute bei der Veranstaltung. Das könnte den Vorteil haben, dass wir mit den geforderten Tests und Aufgaben recht zügig durchkommen. Lediglich die One Man Show bereitet mir Sorgen. Schließlich hat er es fertig gebracht bei seiner Vorstellung eine Tanzeinlage für alle zu geben. Er ist nämlich früher als Michael Jackson Imitator aufgetreten. Von der Hautfarbe passt es zumindest. Von der Masse her könnte er gleich zweimal als Michael Jackson auftreten. Egal, er hatte jedenfalls viel Spaß heute.
In den nächsten Tagen werden wir vormittags feine Tests machen. Zunächst Rechtschreibung und Grammatik. Ich hoffe, unsere polnische Dozentin kommt mit der Grammatikbewertung klar, denn beim sprechen unterläuft ihr doch der eine oder andere grammatikalische Fehler. Somit beste Voraussetzungen uns zu beurteilen. Da ich heute den größten Teil des Tages damit beschäftigt war, nicht einzuschlafen und permanent gähnen musste, kann es eigentlich nur besser werden. Und die Anwesenheitszeiten wurden ja auch etwas freundlicher gestaltet als zunächst geplant. Es geht nun täglich von 08.00 bis 16.00 Uhr. Geile Sache.

Tag 2
Der zweite Tag beginnt mit einem Deutschtest. Ich baue sieben Fehler ein. Das ist angeblich eine gute Leistung. Ich finde es deprimierend. Noch deprimierender wird der Mathetest. Es ist ein Test für Hauptschüler. Ich erreiche 56%, was nach dem angewandten Notenschlüssel eine 5 bedeutet. Peinlich, aber Mathe hat mich noch nie interessiert. Erschreckend finde ich allerdings, dass nur zwei Kursteilnehmer besser sind als ich. Da sitzt wohl doch ein Haufen Bekloppter in dem Kurs. Da ich als erster mit den Tests fertig bin habe ich eine Menge Zeit für mich. Diese nutze ich sehr sinnvoll. Ich lese Der Untergeher von Thomas Bernhard. Gut, dass ich heute morgen daran gedacht hatte das Buch einzupacken.
Kurze Zeit später folgt mein erstes Einzelgespräch. Die polnische Dozentin, oder als was auch immer man sie bezeichnen mag, ist ganz nett und wir plaudern ein wenig über meine berufliche Situation. Sie findet es toll, dass ich so realistisch bin und nichts von den zwei Wochen erwarte. Sie gibt zu, dass meine Situation ziemlich hoffnungslos ist. Dass es besser wäre mich einschläfern zu lassen, sagt sie heute noch nicht.
Die Mittagspause verbringt der Großteil der Teilnehmer bei Burger King. Alle sitzen friedlich zusammen und scheinen sich gut zu unterhalten. Ich sitze an einem anderen Platz. Zuviel Vertrautheit muss ja auch nicht sein. Nach der Mittagspause darf jeder von uns vier Übungsbögen, Deutsch und Mathe, bearbeiten. Ich kann mich dazu nicht aufraffen. Ich mache nur die dazugehörigen Tests und lese weiter in meinem Buch oder sitze einfach nur so da. Die Zeit vergeht äußerst schleppend. Teilweise ist mir so langweilig, dass ich mit einigen Kursteilnehmern kommuniziere. Als auch das mir keinen Spaß mehr macht stelle ich mir vor, wie die 29jährige Frau, die zwei Plätze von mir entfernt sitzt, wohl im Bett ist und worauf sie wohl steht. Ich hätte echt Lust es mal auszuprobieren. Bevor ich völlig durchdrehe reiße ich mich zusammen und grinse sie einfach mal an. Notgedrungen lächelt sie zurück. Bis zum Ende des Schultages versuche ich den einen oder anderen Witz, um sie zu unterhalten. Sie scheint es nicht zu stören. Ich glaube morgen werde ich sie fragen, ob sie Sex mit mir haben will.

Tag 3
Bereits zum zweiten Mal bin ich als erster im Klassenraum. Liegt allerdings daran, dass die anderen noch vor dem Gebäude rauchen und nicht daran, dass ich so früh da bin. Kurz nachdem die 29jährige, namens Nisa, den Klassenraum betritt, verwickele ich sie in ein Gespräch. Wenige Sekunden später habe ich keine Lust mehr, weshalb ich sie auch nicht danach frage, ob sie Sex mit mir haben möchte.
Die Tests des Tages kommen aus den Bereichen „Technisches Verständnis“ und „Räumliche Vorstellungskraft“, oder so ähnlich. Mein Ergebnis ist gut. Wenn es mir nicht egal wäre, dann würde ich mich wohl freuen. Was mich allerdings erfreut ist die Tatsache, dass ich es erneut geschafft habe als erster mit den Tests fertig zu sein. Als nächstes folgt ein Kurzaufsatz. Wir sollen über unsere angestrebte Umschulung schreiben. Da ich nichts anstrebe, schreibe ich lediglich, dass ich nichts anstrebe und entschuldige mich für meine unleserliche Handschrift. Es folgt der mit Abstand langweiligste Teil des Tages. Die Dozentin hält eine Rede. Irgendwelche Belanglosigkeiten. Ich kann meine Augen kaum noch offen halten vor Begeisterung. Pünktlich um 11.45 Uhr weise ich sie auf die Mittagspause hin. Diese verbringe ich einsam und allein in meinem Auto. Nach wenigen Minuten verliere ich das Bewusstsein. Glücklicherweise erlange ich es kurz vor Ende der Pause wieder.
Nach der Pause starten wir eine Art Berufe raten. Wir schreiben wahllos Berufe an die Tafel. Warum auch immer. Danach müssen wir aufschreiben, was für Berufe bzw. Tätigkeiten uns ankotzen und was wir gerne machen. Ich schlafe gerne. Doch das darf ich nicht schreiben. Nach dieser großartigen Aufgabe werden wir in Dreiergruppen zusammengepfercht und müssen nun für die beiden anderen Gruppenmitglieder geeignete Berufe aufschreiben. Ich bin in einer Gruppe mir Marc und Nisa. Es macht den Eindruck als würden wir die Sache nicht so ganz ernst nehmen, denn wir blödeln permanent rum. Nisa scheint eine ähnliche Einstellung zum arbeiten zu haben wie ich, denn es gibt scheinbar keinen Beruf, der zu ihr passt. An allem hat sie was auszusetzen und mehr als sechs Stunden täglich möchte sie auf keinen Fall arbeiten. Und vor 11.00 Uhr sowieso nicht. Ich schlage ihr vor zu heiraten und den Mann arbeiten zu lassen. Eine andere Möglichkeit hat sie nicht. Ich denke, sie wird darüber nachdenken. Insgesamt scheint sich die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt zu haben. Die Langweiligen, von denen sich einige für witzig halten, und die anderen, zu denen ich mich zähle. Wir sind im Gegensatz zu denen, die sich für witzig halten, tatsächlich witzig. Dadurch stören wir zwar hin und wieder den Unterricht, doch davon geht die Welt nicht unter.

Tag 4
Nach nur fünf Stunden Schlaf bin ich scheinbar nicht wirklich zurechungsfähig. Wie sonst ließe es sich erklären, dass ich mir gleich zwei Mal die Haare wasche? Mit doppelt sauberen Haaren mache ich mich völlig gleichgültig auf den Weg nach Essen.
Zu Beginn machen wir die üblichen zwei Begrüßungstests. Worum es dabei geht, weiß ich nicht. Wird schon nicht so wichtig sein. Irgendwann später werden wir in Zweiergruppen eingeteilt und bekommen eine Projektarbeit. Dummerweise weiß ich auch dabei nicht, um was es eigentlich geht. Ich hoffe einfach, dass Marc das weiß. Und vor allem hoffe ich, dass er am Montag den ganzen Scheiß für uns präsentieren wird. Während er sich an die Aufgabe macht unterhalte ich mich mit der One Man Show. Der Kerl hat dermaßen üblen Mundgeruch, dass ich mich fast übergeben muss. Ich trete einen Schritt zurück, um während des Gesprächs nicht zu sterben. Nachdem ich der One Man Show während des Gesprächs mitteile, dass ich aus Brambauer komme, fragt er mich warum ich nicht mit den beiden Frauen aus Brambauer eine Fahrgemeinschaft bilde. Ich sage ihm, dass ich nicht mit denen fahren will und sie besser weiter die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen sollen. Nun fragt er, ob ich mir vorstellen könnte, ihn mitzunehmen. Darauf erhält er ein klares Nein. Als nächstes bietet er mir an, mir 70€ zu zahlen, wenn ich ihn mitnehme. Ich sage ihm, dass er sich eine Zugfahrkarte kaufen soll. Er ist sichtlich enttäuscht. Als ich nachfolgend noch sage, dass ich ihn nur mitnehmen würde, wenn er eine attraktive Frau wäre ist das Gespräch beendet. Irgendwie tut er mir ja Leid, aber in meinem Auto will ich ihn trotzdem nicht sitzen haben. Es sieht fast so aus als wäre er der unbeliebteste Mann in der Klasse. Besser er, als ich.
Als die Dozentin wenig später ankündigt, dass die One Man Show morgen nicht am Unterricht teilnimmt ist die Freude bei einigen nicht zu übersehen. Muss echt Scheiße sein, wenn einen keiner mag. Genauso unbeliebt scheint auch die verformte Frau aus Brambauer zu sein, die tatsächlich so aussieht als wäre sie im 12. Monat schwanger. Dabei findet sie sich selber ganz toll. Sie wird morgen auch nicht am Unterricht teilnehmen können. Und es ist unverkennbar, dass sich darüber ebenfalls einige freuen. Auch ich freue mich, dass das Untier morgen dem Unterricht fern bleibt, denn der Anblick geht einfach gar nicht. Scheiße, bin ich oberflächlich.

Tag 5
Der Tag beginnt wie üblich mit zwei Tests. Anschließend wird die Gruppenarbeit fortgesetzt, da am Montag der ganze Quatsch präsentiert werden soll. Weil ich überhaupt nichts mache, muss Marc doppelte Arbeit leisten. Bisher funktioniert das ganz gut. Er droht lediglich an, dass er mich am Montag unsere, besser gesagt seine, Ergebnisse vortragen lässt. Mal abwarten, ob er wirklich so konsequent ist. Während er fleißig schreibt und nachdenkt gucke ich mir einige der Kursteilnehmer etwas genauer an, speziell die 25jährige Tanja. Sie ist ca. 1,80m groß und eindeutig zu schwer. Aus ihrem Arsch könnte man mehrere schöne Ärsche machen, ihre Oberschenkel sind bedrohlich und ihr Bauch ist unglaublich schwabbelig. Als ihr Pulli einmal hoch rutscht und ich freien Blick auf ihre speckigen Hüften und ihr mächtiges Arschgeweih habe, erstarre ich für einen Augenblick und bekomme direkt Angst vor den ganzen Fettmassen. Für einen Moment glaube ich sogar, dass ich nie wieder eine Erektion bekommen kann nach diesem Anblick. Wenige Sekunden später geht es mir glücklicherweise schon wieder etwas besser. Doch insgesamt hat es mich dermaßen abgetörnt, dass ich nicht einmal mehr Nisa fragen kann, was sie am Wochenende vorhat. Echt gruselig.

Tag 6
Im Profil Seminar ist alles wie gehabt. Ein längerer Test: Hauptschulwissen der 9. Klasse. Später wird mir erneut mitgeteilt, dass ich ein hoffnungsloser Fall bin und schon ist der Schultag vorbei.

Tag 7
Den ganzen Schultag über mache ich irgendwelche Tests. Erst kaufmännisches Grundwissen, später noch einiges anderes. Ich bin permanent beschäftigt.

Tag 8
Kaum aus dem Haus stehe ich eine Stunde auf der A40 im Stau. In dem Seminar ist es auch nur öde. Weil die Dozentin nichts mit mir anzufangen weiß, mache ich Englischaufgaben und anderen sinnlosen Kram, um die Zeit irgendwie rumzukriegen. Alles ödet mich an.

Tag 9
Zunächst beende ich meine soziale Arbeitsprobe, danach lese ich die Sport Bild, rede Unsinn, telefoniere mit Sam oder mache dumme Witze. Zu tun habe ich nicht mehr wirklich was. Am Nachmittag schreibe ich den Seminarbericht. Darin schreibe ich, dass der Kurs mir nichts gebracht hat und dass es in Zukunft so weiter gehen wird wie bisher. Was auch sonst? Kurz vor Ende des Schultages lasse ich mir von der One Man Show noch mal das Bruchrechnen erklären, damit ich beim Abschlusstest nicht völlig versage.

Tag 10
Etwa eine Stunde brauche ich für den abschließenden Deutsch- und Mathetest. Einige Teilnehmer bringen es tatsächlich fertig drei Stunden Zeit dafür in Anspruch zu nehmen. In Mathe verbessere ich mich von 56% auf 80%. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass ich mich geweigert habe Mathe zu lernen. Da hat die One Man Show mich wohl gerettet. Schade, dass der Eintänzer heute nicht da ist. Hätte mich glatt bei ihm bedankt. Da einige vor lauter Aufregung, Druck oder was auch immer, einfach nicht mit dem Test aufhören, darf ich recht früh zu dem abschließenden Gespräch mit der Dozentin. Ich bleibe ein hoffnungsloser Fall. Alles andere hätte mich auch überrascht. Gegen 12.00 Uhr ist der Spuk vorbei. Ich verlasse den Ort, an den ich mich fast schon gewöhnt hatte, und fahre meiner Zukunft entgegen.


Schlussbemerkung
Nach den zwei Wochen ist noch immer nicht klar, was mal aus mir werden soll, aber es wird entschieden, dass für mich Berufe mit hohen Anforderungen an die Theorie in Frage kommen. Also rein theoretisch kann ich wohl irgendwo arbeiten. Konkreter ist das Ergebnis bezüglich meiner Arbeitszukunft nicht. Ich habe auch nichts anderes erwartet. Zwei meiner Mitschüler haben mehr Glück. Sie bekommen eine Unschulung. Obwohl? Haben sie wirklich mehr Glück? Ich weiß es nicht.

Nach der vierseitigen Beurteilung, die ich etwa zwei Wochen nach Kursende in den Händen halte, bin ich nicht vollkommen bescheuert aber auch keine Leuchte. Ich bin immerhin etwas besser als der Durchschnitt der Hauptschulabgänger. Stramme Leistung. Lediglich meine Lernfähigkeit wird als unterdurchschnittlich bewertet. Möglicherweise eine Folge der globalen Erderwärmung. Man weiß es nicht.

Meine Meisterleistung während der zwei Wochen ist auf jeden Fall die soziale Arbeitsprobe, die ich am Ende des Seminars abliefere. Damit muss es mir möglich sein einen Job im sozialen Bereich zu ergattern.


Arbeitsprobe:

Ferienaufenthalt in Lido di Camaiore

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser diesjähriger Ferienaufenthalt findet, wie bereits angekündigt, vom 15 - 31. Juli statt. Unser Reiseziel ist Lido di Camaiore. Abfahrt ist am 15. Juli um 7.30 Uhr direkt vom großen Zelt aus. Es wird darum gebeten, dass alle Teilnehmer bis spätestens 7.10 Uhr am Ort der Abreise eintreffen, so dass es pünktlich losgehen kann. Wer zu spät kommt bleibt zurück. Am 31. Juli werden wir gegen 17.30 Uhr zurück am großen Zelt sein. Bitte holen Sie Ihre Kinder pünktlich ab. Es ist immer sehr traurig, wenn Kinder nicht abgeholt werden und stundenlang deprimiert vor dem Zelt sitzen.

Zu den Dingen, die im Gepäck Ihrer Kinder auf keinen Fall fehlen sollten gehören Wanderschuhe, Badelatschen, Badezeug, ggf. Schwimmflossen, eine Jacke, falls es mal kälter wird, Unterwäsche, Nachtzeug, eine Zahnbürste und Waschzeug, Sonnenbrille und Sonnencreme. Ansonsten noch ausreichend sinnvolle Kleidung. Bettwäsche und Handtücher werden gestellt.

Wir bitten Sie außerdem dafür zu sorgen, dass Ihr Kind nicht mehr und auch nicht weniger als 107€ Taschengeld mit sich führt. über die Höhe des Taschengeldes kann nicht verhandelt werden. Bei den Pfadfindern sind alle gleich und keiner hat mehr Geld als der andere.

Bitte füllen Sie den beiliegenden Fragebogen aus, damit eventuell bestehende gesundheitliche Einschränkungen berücksichtigt werden können.
Des Weiteren bitten wir Sie darum, die Schwimmerlaubnis für ihr Kind zu unterschreiben.

Wir bitten Sie, beides bis spätestens Mittwoch, den 01. Juli 2009 an uns zurück zu senden. Auch hier gilt: Wer zu spät antwortet behält sein Kind zu Hause.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Haflinger

Fragebogen:
Leidet Ihr Kind an irgendwelchen gesundheitlichen Problemen? Muss Ihr Kind regelmäßig Medikamente einnehmen. Leidet Ihr Kind an Allergien? Ist Ihr Kind irgendwie behindert? Gibt es sonst etwas, was wir beachten müssen, wenn wir Ihr Kind nach Lido di Camaioren transportieren?

Wenn es nichts zu beachten gibt, machen Sie bitte hier ein Kreuz: __

Schwimmerlaubnis:
Unser Kind kann schwimmen und unser Kind darf schwimmen.

Ja __ Nein__

Liste:
Telefonnummern aller Erziehungsberechtigten der Teilnehmer.
Liste der Umliegenden ärzte/Krankenhäuser. Notfallrufnummern.

Plan:
Aufstehen: 7.00 Uhr
Frühstück: 7.30 Uhr
Mittag: 12.00 Uhr
Abendessen: 18.00 Uhr
Bettruhe: 22.00 Uhr

Täglich von 9.00 Uhr -11.30 Uhr gemeinsames Singen oder Sport.
Wird jeweils am Vortag festgelegt. änderungen bei Bedarf.

15. Juli: Ankunft: 16.00 Uhr. Bezug der Zimmer. Eingewöhnung. Gemeinsames Abendessen. Danach grillen bis zum Ende des Tages.
16. Juli: 14.00 Uhr. Schwimmen und relaxen. Nach dem Abendessen ein kleiner Stadtrundgang.
17. Juli: 14.00 Uhr. Bootsfahrt. Nach dem Abendessen Tanzabend mit DJ Paul.
18. Juli. 14.00 Uhr. Schnitzeljagd, danach faul am Strand liegen. Abends Kegeln.
19. Juli: 14.00 Uhr. Wir untersuchen die Wälder der Umgebung und bauen die geliehenen Zelte auf. Die Nacht verbringen wir im Zelt und essen Regenwürmer.
20. Juli: 14.00 Uhr. Wir untersuchen die Insekten der Umgebung, bauen danach die Zelte ab und singen am Abend lustige Pfadfinderlieder.
21. Juli: 14.00 Uhr - 18 Uhr. Die Pfadfinder dürfen den Tag selbst gestalten. Abends grillen wir Raupen. Wer die meisten davon isst, bekommt eine Planierraupe von Matchbox geschenkt.
22. Juli: 14.00 Uhr. Jeder Pfadfinder bastelt sich aus altem Holz eine interessante Sache. Abends wird das Gebastelte vorgestellt und bewundert. Der Sieger bekommt eine Fahne.
23. Juli: 14.00 Uhr. Wir helfen alten Menschen über die Straße oder tun andere löbliche Dinge. Es ist der Tag der guten Tat. Am Abend werden die Erlebnisse ausgetauscht. Die beste Aktion wird mit einem Wassereis belohnt.
24. Juli: Entspannen am Strand. Abends werden wieder lustige Pfadfinderlieder gesungen.
25. Juli. Eine lustige Bootsfahrt steht an. Abends wird gegrillt und es werden lustige Pfadfinderspiele gespielt.
26. Juli: Tagsüber wird relaxt. Am späten Abend, nach Einsetzen der Dämmerung, wird eine Nachtwanderung gemacht. Dabei werden einheimische Insekten verspeist.
27. Juli: 14.00 Uhr. Wir malen Bilder vom Strand. Wer das schönste Bild malt bekommt einen Keks. Das schrecklichste Bild wird am Strand vergraben. Abends wird getanzt.
28. Juli: Wir backen Kekse in einer extra angemieteten Küche. Der beste Pfadfinder bekommt eine Kochmütze. Abends liegen alle entspannt am Strand und singen Pfadfinderlieder.
29. Juli: Jeder kann den Tag gestalten wie er mag. Am Abend treiben alle auf Luftmatratzen im Meer umher.
30. Juli: Wir ziehen ein Fazit und sind traurig, dass der Urlaub fast zu Ende ist. Wir buddeln uns im Sand ein. Abends singen wir melancholische Pfadfinderlieder.
31. Juli: Alles wird zusammen gepackt und schon treten wir die Heimreise an. Im Bus werden Pfadfinderlieder gesungen und alle sind froh und glücklich, dass es in einem Jahr den nächsten Ausflug geben wird.

Dienstplan:
Die Betreuer sind vom morgens 7.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr im Dienst. Der Nachtdienst wechselt täglich. Das Wecken der Jungen übernimmt der Erzieher, die Mädchen weckt die Krankenschwester. Weckzeit: 7.00 Uhr. Strafen für undisziplinierte Jugendliche werden gemeinsam beschlossen, wobei die endgültige Entscheidung beim Verantwortlichen liegt.


Bei der Agentur für Arbeit wird meine geniale Arbeitsprobe allerdings nicht gewürdigt. Es wird mir lediglich empfohlen eine Umschulung im Einzelhandel zu machen. Wie langweilig. Das war irgendwie nicht das, was ich erwartet hatte ...

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© August 2007