Filmkritiken: USS Indianapolis / Anleitung zum Unglücklichsein

Am 30. Juli 1945 wird die USS Indianapolis von einem japanischen U-Boot versenkt. Die Überlenden, die auf den Rettungsbooten treiben, werden immer schwächer und von Haien angegriffen. Erst nach Tagen werden sie gefunden und gerettet. Kapitän Charles Butler McVay (Nicolas Cage) muss sich später vor Gericht verantworten.
Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und die Geschichte ist wirklich interessant. Dummerweise macht Regisseur Mario van Peebles nur nichts aus den Möglichkeiten und präsentiert einen Film mit billigen Effekten, schrecklichen Dialogen und großer Langeweile. Ein wenig Liebesgeschichte à la Pearl Harbor, etwas Der weiße Hai, dazu ein wenig vom Untergang der Titanic, fertig ist der belanglose Reinfall. Die billigen Effekte erinnern an Zeiten, die schon Jahre vorbei sind und auch ein wenig an die Augsburger Puppenkiste. Glücklicherweise sieht man die Fäden an den Schiffen und Flugzeugen nicht. Passend dazu wirken auch die Schauspieler mitunter so als wären sie gerade in der Augsburger Puppenkiste aktiv, oder hätten verlernt, wie man gut schauspielert. Insgesamt ist es wirklich schrecklich, was aus der durchaus interessanten Geschichte gemacht wurde.

Fazit: Da spielt man besser zwei Stunden mit Papierschiffen in einer Badewanne.

Tiffany (Johanna Wokalek) hat nicht nur ein Feinkostgeschäft, sie redet auch immer wieder mit ihrer toten Mutter (Iris Berben). Eine Angewohnheit, die sie selbst beim Versuch, mit dem durchaus merkwürdigen und keinesfalls erotischen Frank (Benjamin Sadler), Sex zu haben, nicht ablegt. So kommt natürlich keine Erotik auf. Gerne denkt sie an ihre Kindheit zurück und träumt von der großen Liebe. Ihr alter Klavierlehrer Hans (Richy Müller) zieht gegenüber des Ladens ein und springt später ins Wasser. Paul, ihr Vermieter, taucht immer wieder auf, sie versöhnt sich mit ihrem Vater und manchmal sieht man sie nackt von hinten, was dem Film sichtlich gut tut, auch wenn es nur sehr kurze Augenblicke sind. Dann gibt es noch einen Hund und einen Vogel, die den Film aber auch nicht retten können. Frank stirbt irgendwann, alte Männer singen ein Lied und Tiffany verliebt sich in den Fotografen Thomas (Itay Tiran).
Tiffany ist leider eine echte Nervensäge, gelegentlich sogar eine Kackbratze. Garniert wird der Filmsalat mit einem Sprecher, den man nicht sieht und der auch nichts dazu beiträgt, dass irgendwas besser wird. Spaß macht die Anleitung zum Unglücklichsein nicht, aber das würde auch nicht zum Titel passen und ist möglicherweise so gewollt.

Fazit: Ein Film, der beim Unglücklichsein helfen kann.

Weitere Filme gibt es hier.

Romanverfilmungen

Mitunter finde ich es interessant, wenn ein Roman ein weiteres Mal verfilmt wird. Im Fall des Romans „The Beguiled (oder A painted Devil)“ von Thomas P. Cullinam, habe ich mir beide Verfilmungen direkt nacheinander angesehen. Das Buch kenne ich nicht.

Die Verführten von Sofia Coppola stammt aus dem Jahr 2017. In den Hauptrollen gibt es Colin Farrell, Nicole Kidman, Elle Fanning und Kirsten Dunst zu sehen. Optisch ist er der Verfilmung von 1971 natürlich etwas voraus. Aber das sollte auch so sein. Die Geschichte spielt im Jahr 1864 und erzählt vom verwundeten Soldaten John McBurney, der von den Frauen des Mädchenpensionats aufgenommen und gepflegt wird. Die Frauen sind sehr schnell von dem attraktiven Mann angetan und er hat natürlich auch Interesse an den Frauen. Dummerweise führt das zu Eifersüchteleien, Betrügereien und endet mies, weil John eben nicht nur Interesse an einer der Frauen hat. In der Verfilmung von Coppola bleibt leider alles angedeutet, der Zuschauer muss sich vieles denken und zusammenreimen. Warum John schließlich im Zimmer der einen Frau erwischt wird und somit das Chaos auslöst, wird komplett weggelassen. Er ist einfach da, den Rest kann man sich ja denken. Die Frauen wirken teilweise wie eine Masse und nicht wie unterschiedliche Personen. Mitunter wirkt das Vorgetragene etwas lahm und nimmt einen auch nicht richtig mit. Behutsam wird die Geschichte bis zum Ende vorgetragen, ohne wirklich zu überzeugen. Irgendwas fehlt immer und der Film kommt einem länger vor als er wirklich ist. „Die Verführung“ ist zwar nicht wirklich schlecht, aber irgendwie schon eine Enttäuschung. Da hätte man sicher mehr draus machen können.

Betrogen von Don Siegel mit Clint Eastwood und Geraldine Page ist deutlich abwechslungsreicher. Der Titel passt auch besser, weil fast alle betrügen und betrogen werden. Der Inzest, der bei „Die Verführten“ komplett ausgelassen wird, hilft bei der Beschreibung der Figuren und auch die Lügengeschichten, die den Soldaten, die auftauchen, erzählt werden, tun dem Film sichtlich gut. Ebenso die Rückblicke, wenn John aus seiner Vergangenheit erzählt. All das wirkt stimmig und liefert viele Erklärungen. Das Stereotype der aktuellen Verfilmung gibt es hier nicht. Der Spannungsbogen ist deutlich höher und der direkte Vergleich wertet die Verfilmung nochmal deutlich auf. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die aktuelle Verfilmung, schon alleine durch die attraktiveren Darstellerinnen, mehr überzeugen kann. Doch außer der besseren Optik, geht der Film für mich im direkten Vergleich baden. Selbst in Sachen Erotik kann „Betrogen“ mehr überzeugen. Aber das ist sicher so gewollt, denn „Die Verführten“ ist vermutlich mit Absicht so angelegt, damit der Zuschauer sich alles denken muss, was am Ende zu dem tragischen Ausgang führt. Mich kann das leider nicht überzeugen. Ich will mir nicht alles denken und zusammenreimen müssen, sondern wichtige Details schon zu sehen bekommen, denn sonst macht das alles irgendwie keinen Sinn. Somit ist „Betrogen“ für mich definitiv die bessere Verfilmung.

Filmkritik: Hail, Caesar!

Das Filmgeschäft ist voller Überraschungen und so ist der Schauspieler Baird Whitlock (George Clooney) durchaus überrascht, als er feststellt, dass er entführt wurde. Als Eddie Mannix (Josh Brolin) von der Entführung erfährt, setzt er alles daran, seinen Star wiederzubekommen. Der einigermaßen untalentierte Schauspieler Hobie Doyle (Alden Ehrenreich) hat plötzlich eine Filmrolle, bei der er sprechen muss und wird am Ende derjenige sein, der Baird findet und zurückbringt. Vorher treibt er mit seiner Unfähigkeit aber noch den Regisseur Laurence Laurentz (Ralph Fiennes) fast in den Wahnsinn. Und die kommunistischen Entführer von Baird sind auch nicht ganz richtig im Kopf. Bevor er fast mit dem Lösegeld verschwindet, tanzt Burt (Channing Tatum) noch fürs Publikum und die schwangere DeeAnna Moran (Scarlett Johansson) bekommt einen Mann geschenkt.
Das klingt alles durchaus amüsant, ist es aber nicht. Vielmehr entpuppt sich diese Satire als echter Langweiler. Spannungsarm und ohne jegliche Höhepunkte, lässt „Hail, Caesar!“ jeglichen Humor vermissen. Vielleicht ist er aber auch nur zu subtil und wird deshalb leicht übersehen. Trotz einer großen Auswahl guter und bekannter Schauspieler sucht man während der über hundert Minuten immer wieder nach dem Moment, wann es endlich losgeht und gut wird. Dieser Moment ist möglicherweise aber nie da. Und so bleibt dieses zähe Stück Filmgeschichte vermutlich nur wenigen in guter Erinnerung. Das Bedürfnis, sich dieses filmische Werk mehrfach anzutun, dürfte äußerst gering sein.

Fazit: Da bewundert man besser eine Schildkröte beim Treppensteigen.

Weitere Filme gibt es hier.

Halloweenfilmabend

Im letzten Jahr habe ich eine neue Tradition erfunden und Petra darf seitdem daran teilnehmen. Anstatt an Halloween irgendwas zu unternehmen, möglicherweise ja auszugehen, laufen an dem Abend in meinem kleinen Heimkino zwei Filme. Eröffnet wurde die neue Tradition mit den ersten beiden Teilen von The Purge. Dieses Jahr gibt es halloweengerechtere Filme.

American Werewolf in London ist der diesjährige Eröffnungsfilm. Für mich immer noch der beste Werwolffilm aller Zeiten. Geniale Musik, genau der richtige Humor, gute Darsteller und die perfekte Verwandlung. Der Film begleitet mich nun schon seit über 30 Jahren und ich kann ihn mir immer wieder anschauen. Besser kann der Halloweenfilmabend nicht beginnen.

Die Nacht der Creeps ist schon ein sehr spezieller Film und dürfte nicht so vielen gefallen. Durchaus als B-Movie zu bezeichnen und mit einigen Schwächen, gefällt er mir dennoch, obwohl ihm am Ende etwas die Puste ausgeht. Auch hier gibt es gute Musik, Humor, den ich mag und Tom Atkins als Polizisten nach meinem Geschmack. Mitunter wirkt einiges zwar etwas billig, aber auch die Creeps begleiten mich schon seit über 30 Jahren. Mittlerweile sogar auf Blu Ray. Manchmal ist es echt herrlich einen an der Waffel zu haben.

Ich bin schon gespannt, welche Filme nächstes Jahr hier laufen.

Filmperlen aus meiner Jugend

Ich habe bekanntlich früh angefangen Filme wie ein Irrer zu konsumieren, was für meine Entwicklung nicht unbedingt ein Vorteil gewesen sein muss. Bei der Vielzahl an Filmen, habe ich natürlich einen Grroßteil vergessen, oder erinnere mich nur noch an den Titel oder ein paar Szenen. Andere Filme kenne ich fast auswendig, was aber auch daran liegen kann, dass ich sie mindestens zehnmal gesehen habe. Heute möchte ich meine Erinerungen auffrischen und suche gezielt nach diesen Perlen aus meiner Jugend. Selbstverständlich werde ich fündig und zu meiner Überaschung sehe ich mir gleich drei dieser unglaublichen Filme an.

Savage Streets – Straße der Gewalt
In meiner Erinnerung war der Film deutlich besser als das, was ich hier zu sehen bekomme. Ich dachte nicht, dass der Film so schlecht ist und bin völlig genervt von dem Gekreische der Frauen, dem ständigen Gelächter der Männer und den ganzen dummen Dialogen. Den Film habe ich früher tatsächlich mehr als einmal gesehen und weiß nicht warum, denn die Rache, an die ich mich zu erinnern glaubte, ist schnell vorbei und dazu noch größtenteils dämlich und kaum zu ertragen. Diese Filmperle werde ich mit Sicherheit nie wieder sehen.

Der Mann von Hong Kong
Auch ein Film, den ich früher mehrfach gesehen habe. Aus dem Jahr 1975, was man auch deutlich sieht. Besonders bei den Kämpfen. Dafür ist die Synchronisation gut und der Mann von Hong Kong ist ganz nett anzuschauen. George Lazenby, der einmal James Bond war, spielt einen Bösewicht mit albernem Schnauzbart, die Story ist durchaus brauchbar und für ein B-Movie kann man sich das gefallen lassen. Außerdem ist der Titelsong ganz nett. Ob ich den Film jedoch eines Tages nochmal sehen muss, ist eher unwahrscheinlich.

Stone
Bei diesem Rockerfilm erninnerte ich mich lediglich daran, dass einem Motorradfahrer der Kopf abgetrennt wird. Ich war auch sicher, dass das nicht nur einem Motorradfahrer passiert, doch da irrte ich gewaltig. Am Anfang werden sechs Rocker umgebracht, einem davon der Kopf abgetrennt, dann wird der Film zu einer Perle der Überflüssigkeit. Kaum zu ertragende Langeweile verbreitet sich rasch und es passiert fast nichts mehr. Rocker fahren Motorrad, haben Ärger mit anderen Rockern und irgendwann wird der Killer gefasst und das Ende naht. Mit diesem grausamen Film endet mein nostalgischer Filrückblick und ich bin sicher, dass es noch einige Klassiker zu entdecken gibt. Viel schlechter kann es zum Glück kaum werden.

Weitere ungalubliche Filme gibt es hier.

Filme und Bücher – Eine Entwicklung

Dass ich wie ein Irrer Filme gucke, hat sich früh abgezeichnet. Dass ich ein paar Bücher pro Jahr lese, hat sich während meiner Schulzeit allerdings gar nicht erahnen lassen. Bücher haben mich in der Schule gelangweilt, ich fand sie meist uninteressant, habe nichts verstanden und rasch vergessen, was wir da überhaupt gelesen haben. Musste ich vorlesen, las ich so schnell, dass kaum einer mich verstand, die Mitschüler meckerten und ich musste immer seltener vorlesen. Gab es aber, was nur selten der Fall war, einen Film zu sehen, hatte man meine volle Aufmerksamkeit. Ich erinnere mich noch gut, dass ein Lehrer uns den Film „Insel der Verdammten“ zeigte und was das für ein Skandal war. Na gut, dass war vielleicht auch ein etwas krasser Film für eine siebte oder achte Klasse, aber für mich war es genau das, was es hätte täglich geben sollen. Der Lehrer zeigte uns danach entweder gar keine Filme mehr oder nur Kram, der mich nicht sonderlich interessierte. Ich erinnere mich nicht mehr.

An die Bücher aus der Schulzeit erinnere ich mich weniger gut. Die meisten Titel sind mir entfallen. Es gab „Rolltreppe abwärts“, was ich in der Schule nicht wirklich interessant fand. Dann gab es noch „Die Welle“. Das Buch habe ich später noch zweimal gelesen und finde es, ebenso wie die Verfilmungen gelungen. In der Schule fand ich das Buch ganz okay, soweit ich mich erinnere. Dann gab es noch „Der Schimmelreiter“. Ich habe keine Ahnung, um was es da wirklich geht, habe es damals nicht verstanden und auch nie mehr gelesen. Vielleicht sollte ich das ändern, um einen Kreis zu schließen. Und dann gab es noch „Das Trockendock“, eine Geschichte, die mich überhaupt nicht angesprochen hat. Daher war ich vollkommen entsetzt, dass diese Geschichte, nachdem ich mal wieder sitzengeblieben war, Thema wurde. Damals konnte man zum Beginn eines neuen Schuljahrs eine Nachprüfung machen, um doch noch versetzt zu werden.

Ich hatte in den Ferien Nachhilfe, die zwar teuer war, mich aber nicht besonders interessierte. Daher sagte ich der Nachhilfelehrerin, dass ich wohl ein Diktat schreiben muss und wir machten in der Zeit nichts anders als Diktate zu schreiben. Als ich nach den Ferien wieder in der Schule war, sollte ich plötzlich eine Interpretation des Trockendocks schreiben. Da saß ich dann mit dem blöden Text in einem Raum, die Uhr tickte und ich war völlig überfordert. Interpretationen hatte ich bis dahin nie verstanden und das Trockendock war mir ein Rätsel. Woher sollte ich wissen, was der Autor sich dabei gedacht hat? Hatte er sich überhaupt was gedacht? Die Zeit lief, ich wurde immer unzufriedener und wollte tatsächlich abhauen, weil das ja so nichts bringen konnte. Irgendwann fing ich allerdings doch an zu schreiben. Ich schrieb und schrieb und hatte am Ende mehr als je zuvor geschrieben und doch war es weniger als das, was meine Mitschüler bei Interpretationen immer schrieben, daran konnte ich mich gut erinnern. Dann war die Zeit um und die Deutschlehrerin, der Direktor und noch irgendwer kamen herein, um mein Werk zu prüfen. Das Ergebnis war wenig überraschend. Meine Interpretation war für den Arsch und ich wurde langsam sauer. Ich dachte, dass ich nun endgültig sitzengeblieben war, da fing die Deutschlehrerein an zu erzählen. Es war als hätten wir Unterricht. Mir kam es vor als erklärte sie, was ich hätte schreiben sollen. Für mich ergab es keinen Sinn, weil es mich nicht interessierte und ich ja versagt hatte. Dann stellte sie Fragen, deren Antworten sie mir quasi in den Mund legte. Ich sagte, dass dies und das ja nun völlig klar sei und ich es vorher wohl fasch verstanden hatte. Anscheinend sagte ich instnktiv alles, was die drei von mir hören wollten, denn plötzlich war ich versetzt. Vollends freuen konnte ich mich dennoch nicht, weil ich der Meinung war, dass meine Interpretation genauso hätte richtig sein können und die drei kaum mit dem Autor gesprochen hatten und so sicher auch keine Ahnung davon haben konnten, was er sich wirklich gedacht hat. Warum also sollte deren Interpretation richtig und meine falsch sein, auch wenn deren Version möglicherweise glaubwürdiger klang? Da ich auch später nie von dem Autor gelesen habe, was genau er damit sagen wollte, blieb ich bockig und interessierte mich die nächsten Jahre nicht mehr für Bücher und Interpretationen.

Erst Jahre später fing ich an zu lesen. „Die Welle“ war eines der ersten Bücher, dazu gesellten sich Klassiker wie „Emotionale Intelligenz“, „Sag nicht ja, wenn Du nein sagen willst“ und „Was tun, wenn alles schiefgeht“. Seitdem finde ich Bücher toll. Warum das mit den Büchern und mir in der Schulzeit nicht geklappt hat, kann durchaus an meiner Rebellion gegen Schule und Lehrer gelegen habe. Einer von vielen nutzlosen Kriegen meines Lebens, die mich so gar nicht weitergebracht haben.

3. Filmtipps – 3. Quartal 2017

Dieses Quartal empfehle ich drei Filme, die ichmir immer und immer wieder ansehen kann, weil es dumm wäre, es nicht zu tun. (Trailer habe ich leider keine zu den Filmen gefunden.)
Für eine Handvoll Dollar
Für mich einer der besten Western aller Zeiten. Geniale Filmmusik, gute Story, genialer Hauptdarsteller. Mehr geht wirklich nicht.
Falling Down
Der Film hat durchaus auch ein paar Schwächen, aber die Story gefällt mir einfach und Michael Douglas spielt das wirklich gut.
22 Bullets
Rache wird am besten so serviert. Dann bin ich zufrieden und bekomme einfach nicht genug davon.

Filmkritiken: Big Driver und The Night Watchmen .

Big Driver
Die Autorin Tess Thorne (Maria Bello) fährt nach einer Lesung nach Hause. Auf Anraten der Veranstalterin Ramona Norvell (Ann Dowd) nimmt sie eine andere Strecke als vorgesehen und gerät in eine Falle. Lester (Will Harris) bietet ihr zunächst scheinbar Hilfe an, um sie anschließend zu vergewaltigen. Durch Zufall überlebt Tess und sinnt auf Rache, die sie dann auch nimmt. Dumm nur, dass sie bis dahin einfach nur nervt. Sie spricht mit ihrem Navigationsgerät, mit Personen aus ihren Romanen und den Toten. Das ist alles andere als spannend oder unterhaltend. Vielmehr quält es den Zuschauer nur und es ist unmöglich sich wirklich entspannt auf das Geschehen einzulassen. Die ganze Umsetzung wirkt so holprig und unterklassig, dass es einfach keinen Spaß macht. Vielleicht wäre es besser, Tess hätte nicht überlebt und Big Driver wäre nach maximal dreißig Minuten zu Ende gewesen.

Fazit: Erschreckend langweilig, geradezu einschläfernd.

The Night Watchmen

Die
Leiche des Clowns Blimpo landet kurioserweise in der Lagerhalle eines
Zeitungsverlages. Dort erwacht Blimpo von den Toten und geht nun auf
Menschenjagd. Dabei infiziert er viele Menschen, die dann ebenfalls
wieder auferstehen und Menschen jagen. Diese Toten sind eine Mischung
aus Zombies, Dämonen und Vampiren, die man nur mit einem Holzpfahl
durchs Herz oder Sonnenlicht töten kann. Kreuze wirken natürlich auch.
Die verblödeten Nachtwächter Ken (Ken Arnold), Luca (Dan DeLuca),
Jiggetts (Kevin Jiggetts) und Neuzugang Rajeeve (Max Gray Wilbu) sind
scheinbar die einzigen, die dem Wahnsinn ein Ende bereiten können. In
erster Linie aber sind es nervende Volltrottel, die man kaum ertragen
kann.
Der Humor ist maximal für Gehirnamputierte und solche, deren
Gehirn nur sehr dürftig ausgebildet ist, zu ertragen. Alle anderen
dürften sich angewidert abwenden. Spannend ist der Unsinn natürlich zu
keinem Zeitpunkt und dummerweise gibt es gar nichts sonst, was einem
gefallen könnte. Niveaulos und ohne Sinn und Verstand geht es auf die
Vampirjagd und endet leider erst bei Sonnenaufgang.

Fazit: Grausamer Klamauk für Debile und solche, die es werden wollen.

Filmkritik: Radio Heimat

Radio Heimat erzählt die Geschichte der vier Freunde Frank (David Hugo Schmitz), Pommes (Jan Bülow), Spüli (Hauke Petersen) und Mücke (Maximilian Mundt). Die vier sind auf der Suche nach Abenteuern, der Liebe und vielleicht auch dem Sinn des Lebens. Sie erkennen, dass die attraktive Carola (Milena Tscharntke) zwar hübsch ist, aber doch nicht so toll, wie erhofft. Sie trinken Alkohol und haben furchtbare Frisuren, was in den 1980ern durchaus üblich war. Die passende Musik begleitet die vier, was durchaus angenehm ist. Gar nicht so angenehm ist, dass der größte Teil des Films von der Stimme aus dem Off erzählt wird. So hat Radio Heimat durchaus Hörspielcharakter, was bei einem Film nicht unbedingt von Vorteil ist. Gelegentlich sprechen die Darsteller auch mal in die Kamera und erklären die Situation. Auch das ist eher störend als irgendwie erheiternd. Wenn die Stimme aus dem Off mal schweigt, dann sieht man tatsächlich einen Film. Leider passiert das zu selten. Insgesamt ist Radio Heimat zu Deutsch und auch zu Klischeehaft, was zur Folge hat, dass ziemlich flache und unlustige Sprüche/Dialoge präsentiert und überzogene und nutzlose Dinge eingestreut werden. Besonders die vielen kleinen Gastauftritte wirken wie klägliche Versuche Radio Heimat aufzuwerten. Als Gesamtkunstwerk ist Radio Heimat einfach nur enttäuschend und funktioniert in dieser Art einfach nicht.

Fazit: Da hört man besser ein Hörspiel.

Sechster Kinobesuch 2017

Ein unerwarteter  Kinobesuch steht an. Und das auch nur, weil Markus daran erinnert hat, dass Planet der Affen: Survival, schon läuft. Wir hatten, irgendwann nachdem wir den ersten Teil im Kino gesehen hatten, beschlossen, die Fortsetzungen auch im Kino zu schauen. Begleitet werden wir von Petra und Manni, der beim zweiten Teil nicht dabei war und von Heiko vertreten wurde.
Das Kino in Lünen habe ich lange nicht besucht und bin sehr angetan von den bequemen Sitzen und dem Platz, der sich bietet. Was mich richtig begeistert ist der Klang. Ich werde mir echt was einfallen lassen müssen, um zu Hause einen solchen Klang zu erreichen. Bisher war der Kinoklang nicht wirklich besser als der Klang zu Hause, aber das hier ist eindeutig überzeugender. Das will ich auch.
Der Film ist mir eigentlich zu lang, aber so gut, dass er nicht wirklich zu lang erscheint. Die Planet der Affen Trilogie, sofern es bei einer Trilogie bleibt, kann ich nur empfehlen und werde sie komplett in meine Blu-ray Sammlung aufnehmen, obwohl so eine Blu-ray Sammlung eigentlich völlig unsinnig ist, was aber eine andere Geschichte ist.