Filme M

Macbeth

Nachdem drei merkwürdige Frauen Macbeth (Michael Fassbender) vorausgesagt haben, dass er irgendwann König wird, erzählt er seine Frau Lady Macbeth (Marion Cotillard) davon. Diese ist davon so angetan, dass sie Macbeth dazu bringt, König Duncan (David Thewlis) zu töten, um seinen Patz einzunehmen. Nachdem Macbeth Duncan getötet hat und König ist, wird er allerdings immer schwachsinniger, was zu weiteren Morden führt.
Leider ist nichts von alldem auch nur im Geringsten spannend, was definitiv nicht an der gewöhnungsbedürftigen Art des Redens liegt. Permanent wabert eine Wolke aus purer Langeweile über Macbeth. Sanft wird der geneigte Zuschauer eingelullt und in die Bewusstlosigkeit getrieben, während Macbeth sich seinen irren Gedanken hingibt und seinem Schicksal entgegen eiert. Die Zeit bis zu seinem Ende will einfach nicht vergehen und so quält Macbeth nicht nur sein Volk, sondern jeden, der sich diese unnötige Verfilmung antut. Von einer Belanglosigkeit zur nächsten. Von einem dahingenuschelten Monolog zum nächsten.

Fazit: Unterhaltsam wie eine Ameisenwanderung in dunkler Nacht.


Mad Max: Fury Road

Max (Tom Hardy) wird von einer Horde zurückgebliebener Warlords festgenommen und als Blutbank benutzt. Als Furiosa (Charlize Theron), die auch irgendwie zu den Warlords gehört, unerwartet flieht, wird Max auf einen Wagen geschnallt und bei der Verfolgung als Blutbank mitgenommen. Während der Kämpfe, die daraufhin stattfinden, kann er sich befreien und verbündet sich mit Furiosa. Gemeinsam fliehen sie zunächst, um später die Zitadelle zu erobern.
Es ist erschreckend, wie viele Degenerierte während der gesamten Verfolgungsorgie, viel mehr ist Mad Max nicht, präsentiert werden. Die teilweise etwas zu schnell ablaufenden Actionsequenzen sehen nicht nur albern aus, sie nerven auch ungemein. Es ist nahezu unmöglich für irgendwen Sympathien zu entwickeln. Gelegentlich ist die Verfolgungsjagd ein einziges Durcheinander, bei dem zwar viel zertstört wird, aber der Spaß auf der Strecke bleibt. Und der unkaputtbare Max setzt dem Ganzen die Krone auf.

Fazit: Da baut man besser zwei Stunden lang Sandburgen und zerstört diese anschließend wieder.


Maggie

Eine Seuche verwandelt die Menschen in Zombies. Eines der Opfer ist die junge Maggie (Abigail Breslin). Sechs Wochen bleiben ihr noch bis auch sie zu einer Untoten mutiert. Für diese letzten Wochen holt ihr Vater Wade (Arnold Schwarzenegger) sie auf die Familienfarm zurück. Zusammen mit Caroline (Joely Richardson) versucht er, Maggie die letzten Tage so angenehm wie möglich zu machen. Doch die schreckliche Krankheit schreitet unaufhaltsam voran, ein Heilmittel ist nicht in Sicht und Maggie verwandelt sich immer mehr.
Es ist durchaus keine schlechte Geschichte, die hier erzählt wird. Dennoch ist es nicht leicht, die düstere Grundstimmung zu ertragen. Irgendwie will einfach keine Spannung aufkommen. Die Story plätschert vielmehr träge vor sich hin und liegt mitunter schwer im Magen. Das mag durchaus so gewollt sein und passt vermutlich auch alles zusammen. Dennoch ist gerade das möglicherweise das Problem. Die deprimierende Grundstimmung, die nur schwer zu ertragen ist und ein nicht unerhebliches Desinteresse erzeugt, ist gemeinsam mit dieser unfassbaren Langweiligkeit ebenso Gift für die Story, wie die Filmmusik. Und so zieht sich alles wie ein übel schmeckender Kaugummi und eine bleierne Müdigkeit lenkt von der Geschichte ab.

Fazit: Zu langweilig und deprimierend, um wirklich überzeugen zu können.


Matrix Reloaded

In dieser überflüssigen Fortsetzung geht es darum, wie Neo (Keanu Reeves) und seine Freunde die Vernichtung der Stadt Zion verhindern. Dafür kämpft Superheld, oder besser gesagt Supermann, Neo gegen Mr. Smith (Hugo Weaving) und andere unglaubliche Schurken. Und da ein Mr. Smith nicht reicht, gibt es ihn diesmal tausendfach. Was aber durchaus nicht von Vorteil für den Film ist, sondern mit zunehmender Dauer, vor allem in den Kampfszenen, immer mehr nervt. Während der Kampf- und Actionpausen ist der Film zumeist langweilig, belanglos und verwirrend. Zwar sind die Spezialeffekte wirklich gut, aber was zu viel ist, ist zu viel. Denn warum muss Neo wie Supermann, nur viel schneller, durch die Gegend fliegen? Wieso kann er die getöte Trinity wieder lebendig machen? Wieso geht seine Sonnenbrille nie kaputt? Warum reicht ein Mr. Smith nicht? Und überhaupt: Was soll der ganze Scheiß?

Fazit: Ein ganz und gar schrecklicher Film.


Meine beste Freundin, ihre Schwester und ich

Iris (Emily Blunt) lädt ihren besten Freund Jack (Mark Duplass) für eine Woche auf die Familieninsel ein, damit er dort über sein Leben nachdenken kann. Eigentlich sollte er dort ganz alleine sein, doch Iris Schwester Hannah (Rosemarie DeWitt), die sich gerade von ihrer Freundin getrennt hat, ist auch schon da. Die beiden reden, trinken und landen zusammen im Bett. Als sie am nächsten Morgen aufwachen, taucht ganz unerwartet Iris auf und das Chaos nimmt seinen Lauf, denn Iris ist in Jack verliebt, Jack in Iris und Hannah hat nur mit Jack geschlafen, um schwanger zu werden. Spätestens jetzt ist der Film nur noch langweilig und geht einem mehr und mehr auf die Nerven. Denn anstatt etwas aus der Geschichte zu machen, wird es gewöhnlich, uninteressant und fast schon ärgerlich belanglos. Möglicherweise auch absurd. Und so plätschert der Film in einer fast unerträglichen Art vor sich hin und versetzt die Zuschauer beinah in ein tödliches Koma.

Fazit: 90 Minuten den Kopf in ein Erdloch stecken ist genauso sinnvoll.


Miss Nobody

Sarah Jane McKinney (Leslie Bibb) bringt durch einen blöden Zufall ihren Vorgesetzten um und findet sich kurz danach auf seinem Posten wieder. Dummerweise ahnt ihre aktuelle Vorgesetzte, dass Sarah Jane den Vorgesetzten umgebracht hat und erpresst sie. Sofort kommt Sarah Jane der Gedanke, ihre Vorgesetzte zu entsorgen. Dann verliebt sich Sarah Jane in einen Detective der Mordkommission (Adam Goldberg) und es müssen weitere Mitarbeiter sterben.
Klingt irgendwie ganz witzig, ist aber leider in erster Linie nervig. Sarah Jane ist zwar ganz hübsch anzuschauen, aber ihre Erzählweise der Geschehnisse entpuppt sich als eine einzige Belästigung und verdirbt einem rasch die Lust an diesem Film. So wird Miss Nobody mehr und mehr zu einer Qual und man will nur noch, dass es vorbei ist, wobei einem egal ist, wie es ausgeht. Hauptsache vorbei.

Fazit: Da gräbt man besser 90 Minuten ein Loch.


Mission Impossible 2

Was für eine idiotische Umsetzung einer schwachen Story. Natürlich weiß man, dass man von filme/filme-n bei denen John Woo Produzent ist, oft nicht viel erwarten kann, aber MI 2 ist die Krönung. Den Versuch eine Liebesgeschichte mit einzubringen kann man getrost als misslungen bezeichnen. Wie schick die beiden Hauptfiguren sich angucken, als sie in ihren sich ständig drehenden Autos durch die Gegend wirbeln ist einfach abartig. Und dass man immer die richtigen Masken seiner Gegner dabei hat, um diese im Notfall aufzusetzen, ist wirklich fabelhaft realistisch. Noch wichtiger ist es immer eine Maske seiner eigenen Visage dabei zu haben, denn so kann man seine Gegner total überwältigen und verwirren. Fantastisch sind auch die Motorradstunts, bei denen Ethan Hunt (Tom Cruise) auf seinem Vorderrad fahrend über den Asphalt rauscht und dabei noch alle Gegner schießend eliminiert. Wirklich sehr Beeindruckend! Nicht, dass man etwas Übertreibung nicht erwarten konnte, aber das hier Präsentierte ist nicht mehr normal. Und dann der tolle Kampf zum Schluss. Da liegt doch die Waffe immer passend da, wo man sie gerade braucht. So kann sich Ethan die Waffe mit dem Fuß in seine Hand kicken, während der dumme Bösewicht nur gespannt guckt und wartet, bis er erschossen wird. Einfach absurd. Abgerundet wird dieses Meisterwerk noch durch ein richtig kitschiges Happy-End.

Fazit: Ein echter Kackfilm. Bloß nicht angucken!


Mit aller Härte

Drei Dinge gefallen bei diesem Film. Die Witze, die der Glatzkopf erzählt, der Titel und der Moment als der Abspann läuft. Ansonsten ist der Film an langweiligen und nervenden Dialogen kaum zu überbieten. Besonders quälend sind die Reimversuche während der gesamten Laufzeit.
Die Geschichte des Films ist schnell erzählt. Kleine Ganoven, große Ganoven, Drogen, Freunde die keine sind und zum Schluss kein Happy-End. Besonders erwähnenswert ist die Szene, als einer der Ganoven sich in die Hose pinkelt. Das will der Zuschauer sehen.

Fazit: Nur angucken, wenn man sich selbst bestrafen will.


MitGift

Alice (Senta Berger) und Edgar (Mario Adorf) töten Alice Vater (Hans Elwenspoek) und erben sein Vermögen. Dummerweise trauen sich die beiden irgendwann nicht mehr über den Weg, weil Alice einen Liebhaber (Ron Ely) hat und glaubt, Edgar wolle sie vergiften. Tatsächlich plant Edgar irgendwann Alice zu töten, doch sein teuflischer Plan geht nicht auf und Edgar landet im Gefängnis. Doch auch Alice macht einen schweren Fehler, der ihr Ende bedeutet.
Durchaus eine spannende Geschichte, die aber irgendwie nicht wirklich überzeugen kann. Oft wirkt das Vorgetragene unfreiwillig komisch, fast schon lächerlich. Der Humor ist fragwürdig und manchmal auch peinlich. Etwas unbeholfen und steif kommt die Aufführung gelegentlich daher, weshalb MitGift nicht wirklich zu gefallen vermag.

Fazit: Da sitzt man besser 90 Minuten irgendwo auf einer Bank.


Monsieur Claude und seine Töchter

Monsieur Claude (Christian Clavier) hat vier Töchter. Sehr zu seinem Leid, haben bereits drei seiner Töchter Männer geheiratet, die er einfach nicht akzeptieren kann, weil es keine angemessenen Franzosen sind. Odile (Julia Piaton) hat einen Juden geheiratet, Isabelle (Frédérique Bel) einen Muslim und Ségolène (Emilie Caen) einen Chinesen. So ruhen alle sein Hoffnungen auf Laure (Elodie Fontan). Doch als diese ihren zukünftigen Ehemann vorstellt, ist Monsieur Claude endgültig erledigt.
Eigentlich ist die Idee durchaus witzig, aber leider ist die Umsetzung so flach, vorhersehbar und größtenteils unlustig, dass es einfach keinen Spaß macht. Es wird mit Vorurteilen gespielt, es werden Klischees bedient, aber leider alles in einer derart unwitzigen, teilweise plump nervenden Art, dass man manchmal nicht mehr hinsehen mag. Der künstliche Humor, der so schlicht vorgetragen ist, dass es manchmal weh tut und die gestelzten Witze sind wirklich alles andere als köstlich. Völlig überzeichnete Charaktere helfen da natürlich auch nicht weiter. Alles ist übertrieben lustig, ohne wirklich lustig zu sein. Es ist schon erstaunlich, dass dennoch ab und zu ein Witz zündet. Der dargestellte Rassismus ist vermutlich durchaus real, aber auch das spielt weder eine Rolle noch hilft es dem Film irgendwie weiter, denn irgendwann nervt es nur noch, was die Protagonisten vortragen. Je länger man Monsieur Claude und die anderen Chaoten betrachtet, desto unsymapathischer und lästiger wird es. So ist Monsieur Claude am Ende nur noch anstrengend und dürfte nur sehr einfachen Leuten mit dem Hang zum kitschig, schlichten Humor gefallen.

Fazit: Kitsch pur.


Mord ist mein Geschäft, Liebling

Dieser Film soll möglicherweise eine Parodie sein und erzählt die Geschichte eines Auftragskillers (Rick Kavanian), der sich in eine Verlagsangestellte (Nora Tschirner) verliebt. Dabei ist alles, was passiert, von der ersten Sekunde an eine echte Quälerei. Witze, die so flach sind, dass sie wehtun. Humor, der wirklich nur Kleinkinder oder Hirngeschädigte unterhalten kann. Eine Story, die einfach nur belanglos ist. Eine typisch deutsche Komödie halt, die alles Mögliche ist, nur eben nicht humorig. Mord ist mein Geschäft, Liebling ist so unerträglich, dass man sich fragt, wer so einen Scheiß produziert hat und vor allem, wie er Schauspieler (u.a. Bud Spencer, Wolfgang Völz, Franco Nero, Christian Tramitz) finden konnte, die dabei mitmachen. Einfach nur peinlich.

Fazit: Sich mit einer Zange die Fingernägel rausziehen ist angenehmer.


Mulberry Street

In diesem Ratten-Zombie-Film beißen Ratten Menschen und die gebissenen Menschen werden zu Rattenzombies oder Zombieratten. Einige Überlebende verschanzen sich in einem Wohnhaus und warten quasi darauf, dass sie getötet werden. Damit es so kommt, stellen sie sich besonders dämlich an.
Die Kamera wackelt während der Actionszenen so stark, dass man nicht wirklich sieht, was eigentlich passiert. Die Schauspieler spielen so unglaublich schlecht, dass man kotzen möchte. Und die Dialoge machen so viel Spaß, dass es besser gewesen wäre, den Film komplett in Gebärdensprache abzudrehen.

Fazit: Von einer Ratte angeknabbert werden, macht sicher mehr Spaß.


© 02.2001 – 05.2017

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