Filme P

Pain & Gain

Daniel Lugo (Mark Wahlberg) entführt gemeinsam mit Paul Doyle (Dwayne Johnson) und Adrian Doorbal (Anthony Mackie) den wohlhabenden Victor Kershaw (Tony Shalhoub), um dessen Millionen aus ihm herauszufoltern. Da Daniel und seine Freunde zwar große Muskeln, aber nur wenig Verstand haben, geht irgendwie alles schief. Zwar können die drei eine Weile von Victors Reichtum leben, doch dieser hat deren Mordversuche überlebt und heuert den Ex-Cop Ed DuBois (Ed Harris) an, um die drei Entführer zu erledigen.
Durchaus hätte man aus dieser Geschichte etwas machen können, was einem durchschnittlich intelligenten Publikum gefällt. Selbst als Komödie. Doch was hier entstanden ist, ist weder witzig noch auf irgendeine Weise spannend oder gar interessant und wird, nein kann, deshalb nur wenigen, ganz besonderen Menschen, gefallen. Alle anderen werden maßlos enttäuscht und genervt sein. Zu bekloppt sind die drei Bodybuilder, zu beschränkt der Humor. Monk Victor ist eine unglaubliche Nervensäge. Ehrlich gesagt, nerven alle Beteiligten und machen das Zuschauen unerträglich. Lediglich Ed Harris passt nicht ganz in den Film, weil er einfach nicht schlecht genug spielt, um sich dem Rest anzupassen. Die Szene als Paul Hände grillt ist einfach nur grauenhaft und sinnlos, passt so aber perfekt zu dem Film, der tatsächlich auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Erschreckend ist ebenfalls, dass die etwa zwei Stunden Laufzeit einem viel länger vorkommen. Der Versuch, eine besonders coole Komödie zu machen, ist total gescheitert. Da helfen auch viele bekannte Schauspieler nicht. Wobei Dwayne Johnson nicht wirklich ein Schauspieler ist, was man nie so deutlich, wie hier sah.

Fazit: Ein Teller voller Maden ist unterhaltsamer und mit Sicherheit intelligenter.


Parker

Weil Parker (Jason Statham) nicht weiter mit ein paar Ganoven zusammen arbeiten will, wollen diese ihn töten. Doch leider machen es die Deppen nicht richtig und Parker überlebt und sinnt auf Rache. Mit Hilfe der Immobilienmaklerin Leslie Rodgers (Jennifer Lopez) spürt er die Bande, die gerade einen neuen Coup plant, auf und sorgt für Gerechtigkeit.
Klingt eigentlich ganz gut, startet aber lediglich mittelmäßig und wird einfach nicht besser. Ganz im Gegenteil. Denn als Jennifer Lopez ins Spiel kommt, driftet der Film richtig ab. Denn Jennifer nervt in ihrer Rolle dermaßen, dass es nicht zu ertragen ist. Ihr ganzes Verhalten ist eine einzige Belästigung für den Zuschauer. Die Dialoge entwickeln sich zu Katastrophen. Jede Szene mit ihr ist eine Art Folter. Da hilft es auch nichts, dass sie am Anfang mal ihren Körper zeigt. Jason Statham spult sein Programm unspektakulär runter und Nick Nolte ist auch nur dabei, ohne Akzente zu setzen. Man nimmt ihn, so wie alle anderen, lediglich zur Kenntnis und fragt sich, ob es denn noch schlimmer werden kann. Und das kann es, weil es einfach nie enden will und trotzdem nicht wirklich etwas passiert. So erscheinen einem die knapp zwei Stunden wie eine halbe Ewigkeit.

Fazit: Nervt und macht keinen Spaß.


Password – Das Rätsel

Eine tote Frau am Strand und eine Entführung. Privatdetektiv Rubini soll herausfinden, was passiert ist und ob beide Taten vielleicht zusammenhängen. Und so nehmen die merkwürdigen Dinge ihren Lauf.
Wieder einer der filme/filme-, die schon nach wenigen Sekunden durchgefallen sind. Schon alleine die Synchronisation ist dermaßen stümperhaft, dass man es kaum glauben kann. Die Darsteller wirken so als wüssten sie gar nicht, was sie da eigentlich tun und wie sie in all das geraten sind. Und als am Ende die Frauen irgendwie zu Außerirdischen mutieren, ist der Schwachsinn vollendet.

Fazit: Schlicht und ergreifend Scheiße.


Per Anhalter durch die Galaxis

Die Geschichte von Arthur Dent (Martin Freeman), der, gekleidet in einen Bademantel, per Anhalter durch die Galaxis reist, reißt vermutlich keinen vom Hocker. Sie ist vielmehr, ausgenommen die ersten Minuten, äußerst langweilig und uninteressant. Lediglich der manisch depressive Roboter sorgt hier und da für kurze Lichtblicke. Der größte Nervfaktor dieser Reise durch die Galaxis ist Zaphod Beeblebrox (Sam Rockwell). Weitere Informationen zu den Geschehnissen dieser Reise kann man getrost verschweigen.
Abschließend sei noch erwähnt, dass man nicht nur beim Zuschauen selbst, sondern auch, wenn man im Nachhinein daran zurück denkt, von einer unglaublichen Müdigkeit befallen wird und sich sehr zusammenreißen muss, um nicht einzuschlafen.

Fazit: Wirkt besser als so manche Schlaftablette.


Per Sempre – Killer aus dem Jenseits

Carlo (David Brandom ) tötet den Ehemann seiner Geliebten Linda (Gioia Scola). Gemeinsam vergraben sie seine Leiche. Die Tat scheint längst vergessen als sich nach sechs Jahren ein Fremder, der irgendwie komisch ist und etwas über die Tat zu wissen scheint, bei den beiden im Lokal einquartiert. Zur gleichen Zeit quälen Lindas Sohn heftige Alpträume in denen der Ehemann von den Toten zurückkehrt.
Per Sempre – Killer aus dem Jenseits fängt einigermaßen erträglich an, entwickelt sich aber immer mehr zu einem Alptraum. Gegen Ende wird er immer abstruser und nervt mehr als zu unterhalten. Dass der Fremde auch der getötete Ehemann ist, nervt mehr als das es für Spannung sorgt. Carlo geht einem mit jeder Minute mehr auf die Nerven. Je länger Per Sempre – Killer aus dem Jenseits läuft, desto mehr wünscht man sich, dass es endlich vorbei ist. Das Finale ist passend zur Entwicklung des Ganzen richtig doof und der Filmabend endgültig versaut.

Fazit: Da backt man sich besser einen Kuchen.


Percy Jackson 2: Im Bann des Zyklopen

Percy Jackson (Logan Lerman) und seine Freunde müssen das goldene Vlies finden und irgendwie auch ihre und vielleicht sogar die ganze Welt retten. Ihre Reise startet in einem Taxi, welches von drei Hexen gesteuert wird. Die Taxifahrt ist ein einziger Witz. Lächerliche Tricktechnik, furchtbare Hexen mit nervendem Humor und vier Halbgötter sorgen dafür, dass man eigentlich nicht weiter gucken möchte. Doch das geht nicht, weil man ja sonst nicht erfährt, wie Percy das goldene Vlies findet, Rover (Brandon T. Jackson) vor dem mächtigen Zyklopen rettet, seinen Halbbruder plötzlich sympathisch findet und am Ende sogar noch den Baum rettet. Natürlich kämpft er bis zum bitteren Ende, was sogar einen dritten Teil befürchten lässt, noch gegen den einen oder anderen Bösewicht.
Spannend wird es natürlich zu keinem Zeitpunkt. Belanglos plätschert Percy Jackson vor sich hin, weckt Desinteresse und lässt einen selbstverständlich völlig kalt. Witzig soll vermutlich der Gott Dionysus (Stanley Tucci) sein, was er aber nicht einmal im Ansatz ist. Insgesamt hat Percy Jackson 2: Im Bann des Zyklopen so wirklich gar nichts, was irgendwie für Interesse sorgen könnte. Und so erscheinen die etwa 105 Minuten wie eine halbe Ewigkeit in der einfach nichts passiert, was einem Freude bereiten könnte.

Fazit: Da macht man besser ein Nickerchen.


Piranha 2

Fast ein Jahr nach der blutigen Fressorgie im Lake Victoria haben die Piranhas einen neuen Ort gefunden, um ihren Hunger zu stillen. Pünktlich zur Eröffnung des Big Wet Water Parks, sind auch sie unter den Gästen, um sich genüsslich durch die Badegäste zu futtern.
Piranha 2 enttäuscht auf ganzer Linie und taugt nicht als netter Zeitvertreib. Auf Spannung wird größtenteils verzichtet, die Dialoge und die Handlungen sind unglaublich flach und die trashigen Witze zünden viel zu selten. Da helfen auch die Gastauftitte von Gary Busey, Christopher Lloyd, Ving Rhames und David Hasselhoff wenig. Für Piranha 2 sprechen die knappe Laufzeit und die knapp bekleideten Frauen, die durchaus manchmal nett anzusehen sind. Und selbst wenn man weiß, dass Piranha 2 trashig sein soll, kann man sich daran nicht erfreuen, weil die meisten Witze einfach viel zu flach sind, dass sie witzig sein könnten. Vielleicht bereitet Piranha 2 einem Freude, wenn man 12 Jahre alt ist und ein schlichtes Gemüt hat. Ansonsten wird es wahrlich schwierig, Piranha 2 als Gesamtkunstwerk zu mögen.

Fazit: Ein Tipp für Kleingeister und solche, die es werden wollen.


Plane Dead

In einem Flugzeug transportiert ein Wissenschaftler eine mit einem Virus infizierte Leiche. Unterwegs erwacht diese zum Leben und tötet einen Wachmann. Dieser ist nun ebenfalls infiziert und so wird ein Passagier nach dem anderen mit dem Virus infiziert und läuft somit selbst als Zombie durchs Flugzeug.
Dass die (noch) lebenden Passagiere sich ziemlich blöd verhalten und es den Zombies so besonders leicht machen, ist wahrlich nicht schön anzusehen. Die Schauspieler und die schwache Synchronisation setzen dem ohnehin kaum erträglichen Film die Krone auf. Spannend an Plane Dead ist tatsächlich nichts und so hofft man ständig, dass das Flugzeug abstürzt, damit der Schwachsinn endlich ein Ende hat. Dummerweise stürzt es nicht ab. Dafür ist Plane Dead, mit dem vorhersehbaren Ende, ein Totalabsturz.

Fazit: Eine verfaulende Banane hat mehr zu bieten.


Pompeii

Der Gladiator Milo ‘Der Kelte’ (Kit Harrington) soll in Pompeii gegen Atticus (Adewale Akinnuoye-Agbaje), den besten Gladiator der Stadt, antreten. Auf dem Weg nach Pompeii begegnet er zum ersten Mal Cassia (Emily Browning), in die er sich später, als er sie in Pompeii wiedertrifft, verliebt. Vielleicht verliebt er sich auch schon beim ersten Treffen, wer weiß das schon? Zeitgleich ist auch Senator Corvus(Kiefer Sutherland) in der Stadt, der damals Milos Mutter tötete und Cassia zu seiner Frau machen will. Natürlich will sich Milo rächen. Doch dann bricht der Vulkan aus und verändert alles.
Größtes Manko von Pompeii ist, dass er immer oberflächlich wirkt. Weder die Charaktere noch die Story wecken großes Interesse. Optisch vermag er schon zu gefallen, was aber natürlich nicht ausreicht. Spannung kommt nicht wirklich auf und irgendwie hat man alles, zumindest wirkt es so, schon mal in anderen filme/filme-n gesehen. Aber selten war es so belanglos und wenig fesselnd. Es kommt auch nie wirklich großes Interesse für die Charaktere auf. Natürlich sind die Effekte beim Ausbruch des Vulkan durchaus beeindruckend, doch wenn die Darsteller zwischendurch einfach mal stehen bleiben und sich scheinbar fasziniert umschauen oder einfach mal verschnaufen wollen, macht der Vulkan auch eine Pause, um selbst durchzuatmen oder den Protagonisten eine kurze Pause zu gönnen. Das wirkt manchmal arg merkwürdig. Und am Ende wird es dann endgültig zu viel, als Milos den Senator, der Cassia geklaut hat, durch die Straßen jagt. Da wäre weniger viel mehr gewesen. So kann auch das überraschende, aber wenig ergreifende Ende, nicht mehr helfen.

Fazit: Belanglos, flach und wenig überzeugend.


Pontypool – Radio Zombie

In der Kleinstadt Pontypool fährt der Radiomoderator Grant Mazzy (Stephen McHattie) zu seiner Frühschicht. Auf dem Weg dorthin klopft eine merkwürdige Frau an seine Scheibe. Etwas irritiert fährt er weiter zur Arbeit. Während er seine Sendung moderiert, passieren in der Stadt merkwürdige Dinge. Menschen verhalten sich komisch, töten andere Menschen und sind zu einer Art Zombies geworden. Monty verbreitet die Nachrichten in seiner Sendung und versucht der Ursache auf die Spur zu kommen.
Alles was so passiert findet fast ausschließlich im Sender statt und hätte durchaus gut sein können, doch leider ist es nicht gut. Zu schwach die Dialoge, zu nervig die Geschehnisse im Sender. Besonders schockierend und schwachsinnig ist der Grund, warum die Menschen zu diesen Zombies werden. Sie werden durch Worte infiziert. Und wenn man das passende Gegenwort findet, kann man die Menschen sogar heilen. Das ist einfach zu blöd, um gut zu sein. Die Zombies, die man nur selten sieht, bringen auch keine Unterhaltung und passen sich dem schlechten Niveau des schlichten Werks an.

Fazit: Töten heißt küssen. Töte mich.


Postal

Dude (Zack Ward), ein ziemlicher Trottel, der mit seiner unfassbar dicken Frau in einem Wohnwagen lebt, beschließt, gemeinsam mit seinem Onkel Dave (Dave Foley), eine wertvolle Puppe zu stehlen. Dummerweise haben die Taliban dieselbe Idee.
Möglichweise hätte man aus dieser Geschichte einen lustigen Film machen können. Hat man aber leider nicht. Es wurde sich zwar Mühe gegeben, doch das ging völlig in die Hose. Alles wirkt billig und die Witze zünden nicht. Selbst das Telefonat zwischen George W. Bush und Osama Bin Laden kann man nicht als witzig bezeichnen. Die Dialoge und die Schauspieler sind einfach nur gruselig. Da hat jemand versucht etwas total cooles und witziges zu produzieren, herausgekommen ist ein völlig nervender Film, der nur bei völlig anspruchslosen oder völlig verwirrten Menschen gut ankommen wird.

Fazit: Ein echter Griff ins Klo.


Priest

In diesem durchaus überflüssigen Machwerk kämpft ein Priester (Paul Bettany) gegen Vampire. Erstaunlicherweise hat der Priester unglaubliche Fähigkeiten und kann Dinge tun, die sonst nur Superhelden können. Besonders gut kann er springen. Hoch und weit. In der vermutlich schönsten Szene des Films fliegt er einem Monster entgegen. Weil seine Sprungkraft möglicherweise nicht ausreicht, wirft eine Priesterin ihm zwei große Steine nach. Diese fliegen an ihm vorbei und werden dann von ihm als Treppe genutzt. Derartig absurde Übertreibungen sind wahrlich nicht zu ertragen. Passend dazu sind die Dialoge herrlich schlicht und die Geschichte wird nie wirklich spannend. Spätestens nach der Hälfte der Gesamtlaufzeit tut das Zuschauen weh und der Filmabend ist versaut.

Fazit: Eine tote Kakerlake hat einen ähnlichen Unterhaltungswert.


© 02.2001 – 04.2015

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