Weihnachtsfeier 2017

Die wohl unvermeidbare Einladung zur Firmenweihnachtsfeier wird mir persönlich überreicht und zunächst mache ich mir auch keine weiteren Gedanken, ob ich wirklich hingehe. Ich sage sogar recht bald zu, nur um dann endgültig an meiner Entscheidung zu zweifeln. Denn erstens dauert so eine Feier ja länger und zweitens muss ich die Wohnung verlassen und etwas tun, was nicht meinen üblichen Routinen entspricht. Erschwerend kommt die bisweilen sehr miese Stimmung unter den Kollegen hinzu. Irgendwie ist das nichts für mich. Dass ich letztendlich dennoch zur Feier gehe, ist vermutlich typisch für mich und ich hätte mir all die Gedanken und Zweifel schenken können.

Wir werden am Eingang von den Chefs empfangen, müssen Hände schütteln und meine Chefin hat direkt Mitleid mit mir, weil sie ja weiß, wie furchtbar ich Händeschütteln finde. Erstaunlicherweise stehen meine Kollegin und ich eine ganze Weile neben den Chefs, kommunizieren und lassen uns die Namen von Kollegen, die wir nicht kennen, mitteilen. Mich interessieren konsequenterweise mehr die Frauennamen, aber das kann mir niemand verübeln. Dann kommt eine Frau herein, die sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie ist auf eine besondere Art und Weise attraktiv und ich muss ständig zu ihr rüber schauen, was, wie könnte es auch anders sein, bald bemerkt wird. Ich sage zu meiner Kollegin, dass diese Frau, die Maike heißt, echt attraktiv ist, aber irgendwas an ihr komisch ist. Irgendwas stimmt da nicht. Meine Kollegin sieht es genauso. Sehr merkwürdig. Aber kein Grund, sie nicht weiter im Auge zu behalten. Erst als Sonja und Anke die Feier betreten, gerät Maike kurz in Vergessenheit. Die beiden sehen wieder vorzüglich aus und besonders Sonja in ihrem Outfit ist nahezu umwerfend. Es muss toll sein attraktiv zu sein. Sollte ich irgendwann wieder erschaffen werden, dann bitte in attraktiv. Aber nicht innerlich hohl. Das wäre was.

Nach einer kurzen Ansprache der Chefs setzen wir uns an einen Tisch. Zeitgleich setzen sich drei Frauen an den Tisch, die unser Alphateddy direkt wegschickt indem er behauptet, der Tisch sei reserviert. Da eine der drei Frauen sehr attraktiv ist, sage ich ihm, dass er ein Blödmann ist. So sitzen wir in der üblichen Konstellation zusammen und es wird gegessen. Irgendwann setzt sich Miri, die ich seit Monaten nicht gesehen habe, an unseren Tisch. Ich sage ihr, dass ich mich freue und gehofft hatte, dass sie heute auch da ist, weil ich ein Zimmer für uns gebucht habe. Zimmer 371. Wir können uns da nachher treffen. Ich weiß, wie man eine Frau zum Schweigen bringt. Vermutlich hat sie einen Schock. Es war jedenfalls ein mehr als kurzes Wiedersehensgespräch, welches diejenigen, die es mithören durften, köstlich amüsierte. Es fließen sogar die ersten Tränen. Ich kann gut mit Frauen.

Später gibt es ein kleines Spiel. Ich setze mich an einen Platz von dem aus ich alles im Blick habe und beobachte die ganzen Menschen. Ich betrachte Maike, sie bemerkt es und schaut zu mir. Was sie wohl denkt? Ich beschließe, dass ich nicht mit ihr reden will, da sie mir immer noch komisch vorkommt. Beim Spiel macht sie aktiv mit und ich finde das alles irgendwie befremdlich. Dann gewinnt sie eine Runde, steht auf, lässt sich quasi feiern, hebt die Arme als hätte sie ein Tor geschossen und holt ihren Preis ab. Der Alkohol zeigt schon seine Wirkung. Mich schreckt es durchaus ab.

Dann sitze ich eine ganze Weile neben dem Chef, er lobt uns, ich weiß nicht, wie ich auf Lob reagieren soll, und anschließend erzähl er recht locker Geschichten aus seinem Leben, lacht über meine Witze und es wird wieder mehr als deutlich, dass ich eigentlich nur ein Clown bin. Dabei hatte ich mir vorgenommen, heute nicht rumzublödeln und auf keinen Fall viel zu reden. Ich bin echt ein Spinner.

In den nächsten Stunden rede ich mit so vielen Frauen, wie noch nie. Ich spreche manche sogar einfach an, frage nach ihren Namen und was mir sonst so einfällt. Eine Kollegin, mit der ich ab und zu mal zusammen gearbeitet habe, sagt, sie hat mich noch nie so entspannt gesehen. Ich erwidere, dass ich diese menschlichen Züge ausschließlich auf der Weihnachtsfeier habe. Sie hört mir nicht zu.

Meine Kollegin trifft Maike draußen beim Rauchen und sagt später, dass diese nur Mist redet und so besoffen ist, dass sie ziemlich lallt. Das passt irgendwie. Später tanzt Maike völlig ausgelassen und ich nehme ihr all diese betrunkene Fröhlichkeit nicht ab. Sie wirkt eher verloren als wirklich glücklich. Ich kenne diesen Blick bei Betrunkenen und finde es bei ihr extrem. Sonja, die selbstverständlich heute auch anwesend ist, hat auch so etwas in ihrem Blick. Ich sitze neben ihr, mache ihr ein Kompliment und wie so oft erwähnt sie ihre Attraktivität. Ich bestätige das natürlich, weil sie Recht hat, glaube aber, dass sie nicht wirklich glücklich ist. Aber das bedeutet nicht, dass es auch so ist.

Maike tanzt und lallt derweil weiter, mal mit dem einen, dann mit einem anderen, und dann mit Sonja, was mir optisch am besten gefällt.

Später sitze ich mit meiner Kollegin in einer Ecke, mache einen meiner gemeinen Witze und wir lachen laut, als sich Sonja, die in der Nähe steht, zu uns umdreht und ernst ansieht. „Lacht ihr über mich?“ – „Nein.“ – „Über wen lacht ihr dann?“ – „Ich hab nur einen meiner albernen Witze gemacht.“ – „Über wen?“ – „Das weiß ich nicht, ich kenne nicht alle Namen.“ Sie wirkt plötzlich unsicher und ernst. „Doc, sei ehrlich, lacht ihr über mich?“ – „Hör mal, habe ich je über Dich gelacht oder Witze gemacht?“ – „Nein.“ – „Siehst Du, und das werde ich auch nie tun.“ Sie scheint mir zu glauben, kommt zu mir und sagt, dass es ihr heute nicht so gut geht. Manchmal glaube ich unter ihrem ganzen Verhalten, ihrer Fröhlichkeit, eine gewisse Traurigkeit und Unsicherheit zu entdecken. Wir reden noch kurz, dann muss sie wieder tanzen.

Kaum ist eine attraktive Frau weg, steht die nächste schon bei uns. Wir unterhalten uns eine Weile mit Anke, dann geht meine Kollegin ihre Jacke holen, während Anke und ich versuchen das Alter des anderen zu schätzen. Nachdem sie mich fünf Jahre jünger geschätzt hat und ich ihr daraufhin versichert habe, sie nun noch mehr zu mögen, bin ich an der Reihe. Da ich mir sicher bin, ihr Alter schon mal irgendwann gehört zu haben, sage ich diese Zahl und liege falsch. Eine Frau sollte man nicht älter schätzen als sie ist, auch wenn es nur zwei Jahre sind. Wieso hatte ich nur diese blöde 38 im Kopf? Das ist voll peinlich und ich entschuldige mich sofort und frage, wie ich das wiedergutmachen kann. Mit einer Umarmung komme ich aus der Nummer raus. Wenn das immer die Strafe ist, kann ich gut damit leben.

Ich verabschiede mich von Carsten, der umgeben von vier Frauen glücklich und zufrieden an einem Tisch sitzt. Eine der Frauen hatte ich vorhin angesprochen, weshalb wir uns jetzt zuwinken. Das ergibt auch keinen Sinn. Ebenfalls am Tisch sitzt Maike, die ich mir aber nicht von Carsten vorstellen lasse und von der ich mich auch nicht verabschiede.

Zwischenzeitlich hat Anke meine Fehlschätzung bezüglich ihres Alters Sonja mitgeteilt und sagte bei der Gelegenheit auch gleich, dass ich Sonja auf 40 geschätzt hätte. Ich versichere Sonja, dass ich das nie tun würde, was auch irgendwie schwachsinnig ist. Daraufhin will Sonja umarmt werden. Obwohl das alles keinen Sinn ergibt, finde ich es sehr vernünftig, weil ich dann die beiden attraktiven Frauen an einem Abend umarmt habe. Das könnte ich Stunden so weiter machen, was aber sehr komisch wäre und völlig unangebracht. Interessanterweise war die Hoffnung, beide umarmen zu dürfen, meine einzige Hoffnung diese Weihnachtsfeier betreffend und ich wäre vermutlich echt enttäuscht gewesen, wenn sie mich nicht hätten umarmen wollen. Erschreckend, denn eigentlich finde ich dieses Umarmen zumeist befremdlich.

Hätte ich nicht die Banane vergessen, wäre es der perfekte Abend gewesen. Sechs Stunden bin ich geblieben und es gibt mir zu denken, dass eine Firmenweihnachtsfeier der Ausgehhöhepunkt meines Jahres ist. Dass dieser Abend zu den lustigsten und entspanntesten des Jahres gehörte und ich mich lange nicht so wohl gefühlt habe, war so nicht zu erwarten. Ich glaube, ich habe mich heute Abend tatsächlich zeitweise lebendig gefühlt. Ich frage mich echt, was nur aus mir und meinem Leben geworden ist. Wo ist mein Leben mir abhanden gekommen?

Yankee Candle Cranberry Ice

Passend zur Advents- und Weihnachtszeit habe ich mir zehn festliche Düfte im Set bestellt. Kaum waren sie da, testete ich den ersten dieser Düfte. Cranberry Ice klingt durchaus gut, schmeichelt meiner Nase aber so gar nicht. Eher im Gegenteil. Ich empfinde den Duft als aufdringlich und Kopfschmerzen verursachend. Irgendetwas an diesem Duft ist tödlich für mein Wohlbefinden und der leicht beerige Geruch wird von diesem für meine Nase tödlichen Essenzen gestört. So kann ich nur hoffen, dass die anderen festlichen Düfte besser für meine Nase und mich geeignet sind.

Geld ausgeben fürs Alter

Kaum höre ich in den Wintermonaten für einen Moment auf, Rechnungen für irgendwelche Autoreparaturen zu bezahlen, zahle ich für die Widerherstellung eines erträglichen Gesamtzustandes meines Körpers. Und für Blutuntersuchungen und irgendwelche Mittelchen, die mich von innen heraus stärken und attraktiv machen sollen. Es ist wenig verwunderlich, dass ich niemals auch nur einen Cent spare. Ich tue wirklich alles, um die Altersarmut zu erreichen und in vollen Zügen auszukosten.

Wenn alles gut läuft und mit ganz viel Glück, kann ich ein vitaler Rentner mit einem gepflegten Fahrzeug, welches im Optimalfall sogar noch fahrbereit ist, werden, der sich zwar nichts mehr leisten kann, von innen aber voll attraktiv ist und gut vorgesorgt hat. Nur halt nicht finanziell.

Fragebogen 7 von 7

Da ist er endlich, der letzte Fragebogen dieser Reihe. Dieses Mal angelehnt an die sieben Todsünden. Das passt irgendwie, wie ich finde. Von den sieben Todsünden ist die Trägheit bei mir wohl am stärksten ausgeprägt, aber das ist auch sehr offensichtlich.

 

Zorn

1. Würdest du je einen anderen Menschen schlagen?
Nein, ich denke nicht.

2. Was ist dein persönliches Lieblingsärgernis?
Wie kann man ein Ärgernis lieb haben? Erscheint mir unsinnig.

3. Würdest du gegen jemanden einen Groll hegen? Oder kannst du es einfach loslassen?
Ja, ich denke, Groll ist möglich. Aber in der Regel bevorzuge ich loslassen, ist einfach auf Dauer entspannter.

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Trägheit

4. Kannst du etwas nennen, das du jeden Tag tun solltest, aber was du trotzdem nicht tust?
Ich sollte mich mehr bewegen.

5. Wann hast du zum letzten Mal eine faule Ausrede gemacht?
Vermutlich ständig.

6. Wie lange hast du heute Morgen die Schlummertaste gedrückt?
Diese Taste drücke ich eigentlich nie. Erscheint mir unlogisch, derartiges zu tun.

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Völlerei

7. Isst du Fleisch?

Selten.

8. Wie viel Alkohol hast du zu einem gegebenen Zeitpunkt getrunken?
Ich trinke keinen Alkohol.

9. Was isst du am liebsten: Süßigkeiten, fetthaltige oder salzige Lebensmittel?
Süß oder salzig. Fettig eher nicht.

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Geiz

10. Wie viele Kreditkarten hast du?
Ich habe keine.

11. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
Ausgeben.

12. Würdest du lieber reich oder berühmt sein?
Ich denke reich, denn wäre ich berühmt, würde ich vermutlich ziemlich schnell durchdrehen.

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Stolz
13. Ärgerst du dich, wenn du den ersten Platz nicht erlangst?
Oh ja.

14. Würdest du mogeln, um eine bessere Note zu bekommen?
Unwahrscheinlich, aber möglich.

15. Worauf bist du wirklich stolz?
Dazu fällt mir nichts ein.

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Wollust

16. Wie viele Menschen haben dich nackt gesehen (außer Familie, Ärzte, usw.)?
Nur wenige, hoffe ich.

17. Was ist dein Lieblingskörperteil an anderen Menschen?
Da kann ich mich absolut nicht festlegen.

18. Hat je eine Prostituierte dich angemacht?
Ich glaube nicht.

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Neid

19. Welches Objekt hat ein Freund von dir, das du auch für dich selbst haben willst?
Da fällt mir jetzt kein Objekt ein.

20. Wer würdest du am liebsten sein, wenn du jemand anders sein könntest?
Clint Eastwood (aber nicht in alt)

21. Welches physische Attribut würdest du an dir selbst ändern?
Stärke.

Yankee Candle Turquoise Sky

Der nächste Duft riecht, wie auch die vorherigen, schon recht stark, wenn er nur in der Schale liegt. Ich habe echt überlegt, ob es nicht reicht, wenn die Tarts einfach nur ausgelegt werden, weil sie dann vermutlich auch länger halten. In der kleinen Wohnung an vier Stellen abgelegt, könnte das funktionieren.
Weil es Tradition zu sein scheint, puste ich nach einer Stunde das Teelicht aus, obwohl es bei dem Duft nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Ich empfinde Turquoise Sky als nicht so intensiv und vom Geruch nicht so überzeugend, wie die zuletzt getesteten. Er wird recht schnell ausgetauscht,  da ich ihn schon früh kaum noch wahrnehme. Für meine Nase bisher der schwächste der getesteten Düfte. 

Filmtipp: Inspektor Clouseau

Echte Klassiker sind für mich die Filme mit Inspektor Clouseau. Peter Sellers ist einfach genial und die meisten Filme der Reihe machen auch immer wieder Spaß. Ein Schuss im Dunklen ist für mich der beste Teil und ich gehe davon aus, dass ich manche dieser Filme bis zu meinem Ableben immer mal wieder anschauen werde, weil dieser spezielle Humor ganz nach meinem Geschmack ist. Besonders ist auch die Musik. Henri Mancinis Pink Panther Theme ist einfach genial und eine totale Bereicherung für die Filme und die Musikwelt insgesamt. Der Vorspann mit der Musik und den Comics ist ein wichtiger Bestandteil und passt prima in das Gesamtbild. Man muss den vertrottelten Humor nur mögen, sonst macht es natürlich keinen Spaß.

Der rosarote Panther ist eine Krimikomödie aus dem Jahr 1963. Darin taucht zum ersten Mal Inspektor Clouseau (Peter Sellers) auf. Im Gegensatz zu den folgenden Filmen ist er hier noch nicht so präsent, man erkennt aber schon seine Trotteligkeit. Leider ist die deutsche Synchronstimme (Harald Juhnke) nicht wirklich passend, so dass alleine schon deshalb Inspektor Clouseau nicht wirklich zur Geltung kommt. Insgesamt ist der erste Film mit Clouseau zwar recht unterhaltsam, aber noch kein wirklicher Clouseau Film.

Ein Schuss im Dunkeln ist der erste Film, in dem es sich komplett um den Inspektor dreht, der einen Mordfall zu lösen hat. Sobald er auf dem Bildschirm auftaucht, beginnt der Spaß, denn dieses Mal hat er eine Synchronstimme, die einfach perfekt passt und viel dazu beiträgt, dass der spezielle Humor gut präsentiert wird. Chefinspektor Dreyfuß (Herbert Lom) wird eingeführt und von Clouseau in den Wahnsinn getrieben. Auch Herbert Lom spielt seine Rolle großartig. Clouseaus Butler Kato (Burt Kwouk) kommt erstmals zum Einsatz. Die Aufklärung des Mordfalls erinnert schon ein wenig an Agatha Christie Verfilmungen. Insgesamt ist Ein Schuss im Dunkeln einfach köstlich und ein echtes Feuerwerk an Gags nach meinem Geschmack. Mit dieser Art von Humor kann bei mir nichts schiefgehen und dieser Film ist ein echtes Highlight meiner Sammlung

Der rosarote Panther kehrt zurück. Hierbei geht es wieder um den Diamanten, der rosarote Panther, der erneut gestohlen wird und den Inspektor Clouseau zurückholen soll. Abermals sorgt Clouseau dabei für ein ordentliches Chaos. Erneut versucht Chefinspektor Dreyfuß Clouseau zu töten, versagt und wird unterdessen immer verrückter. Hin und wieder sind die Tollpatschigkeiten des Inspektors allerdings etwas zu überzogen und dieser Teil reicht absolut nicht an Ein Schuss im Dunkeln ran, ist aber doch auf seine verschrobene Art witzig, absurd und unterhaltsam.

Der beste Mann bei Interpol. Dieses Mal geht es nicht um den berühmten Diamanten, sondern dreht sich vielmehr um den verrückten Ex-Oberinspektor Dreyfuß, der alles daran setzt endlich Inspektor Clouseau zu töten. Mir gefällt der Teil besser als der letzte, aber an Ein Schuss im Dunkeln kommt auch dieser Teil nicht ran. Das Ende mit dem sich auflösenden Dreyfuß ist zwar etwas zu schräg, aber auch kein Beinbruch. Schließlich kommt es auf den speziellen Humor an und es gibt durchaus wieder köstliche Szenen, auch wenn es sich irgendwie alles wiederholt.

Der irre Flic mit dem heißen Blick ist eigentlich der Abschluss dieser Reihe, obwohl es noch einen weiteren Film gibt. Der aber wurde nach dem Tod von Peter Sellers gedreht und kann nicht wirklich dazu gezählt werden. Von der Geschichte ist dieser Teil nicht schlecht, aber irgendwie ist es teilweise dann doch zu albern. Besonders zum Ende hin, ist der Klamauk deutlich zu übertrieben und beliebig. Es geht drunter uns drüber, ein mieser Gag jagt den nächsten und der Spaß geht vollkommen verloren. Das Finale wirkt tatsächlich wie lustlos hingeklatschter Klamauk. Das ist wirklich schade.

Der rosarote Panther wird gejagt ist der Abschluss der Reihe und nicht nur überflüssig, sondern auch enttäuschend. Es gibt Rückblicke, ein paar neue, alte Szenen am Anfang und keine wirkliche Geschichte. Ganz selten ist mal etwas witzig, meist ist es nur albern und unwitzig. Selten war eine Fortsetzung so unsinnig und unnötig, wie in diesem Fall. Doch wie sollte es auch funktionieren, wenn der Hauptdarsteller längst verstorben ist und nicht an der Geschichte teilnehmen kann? Logischerweise ist dies der schlechteste Teil der Reihe und lohnt sich vermutlich nur für Fans, die sich nichts entgehen lassen und nie genug bekommen. Für mich ist das nichts und ich werde diesen Teil sicher nie wieder anschauen.

Buchtipp: Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag

Da ich Frau Bauerfeind schon immer irgendwie sympathisch fand, war es nur eine Frage der Zeit, dieses Buch von ihr zu lesen. Und was soll ich sagen, ich wurde bestens unterhalten. Ich mag den Humor, die Art, wie sie schreibt und so wurde „Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag“ zu einem entspannten Lesevergnügen. Für mich hat es sich gelohnt und ich kann das Buch daher nur empfehlen.

Hier der übliche Link zu weiteren Buchempfehlungen.

Die Puddingfrau

Zum ersten Mal hat sie uns im Sommer 2016 besucht, um sich über die Maßnahme von Alpha zu informieren. Sie wirkte jünger als sie war und es war ein lustiger Plausch. Sie nahm nie an der Maßnahme teil. Ein paar Monate später war sie wieder da. Dieses Mal wurde ihr unsere Maßnahme vorgestellt, und wieder war es sehr unterhaltsam und wir haben viel gelacht. Sie sollte dann bei uns teilnehmen, tauchte aber niemals auf. Nun, gut 16 Monate nach der ersten Begegnung, sitzt sie wieder vor mir. Sie sieht nicht mehr Jahre jünger aus, hat deutlich zugenommen und wirkt ziemlich reduziert. Die Agilität, die ein Teil von ihr war, ist nicht mehr vorhanden. Ihr früher fast schon spitzes Gesicht ist zu einer Art Puddinggesicht geworden und ich kann nicht einmal sicher sein, dass vor mir dieselbe Frau sitzt, die uns damals besuchte. Um Jahre gealtert sitzt sie da, hört was ich sage, reagiert langsam und völlig emotionslos. Sie wirkt wie ein Pudding, der auf äußere Anreize mit der gewohnten Trägheit eines Puddings reagiert. Weder meine Versuche mit albernen Witzchen die Stimmung aufzulockern, noch meine einfühlsame und verständnisvolle Art, bewirken wirkliche Reaktionen. Es scheint als reagiere sie auf alles durch eine für mich unsichtbare Nebelwand. Ich suche nach Leben in ihrem Gesicht, irgendwas von dem, was bei ihren ersten Besuchen noch da war, doch ich finde nichts. Ich sehe einen Pudding in Menschengestalt mit einem reduzierten Artikulationsumfang. Nie zuvor ist es passiert, dass ich mein Gegenüber so wenig erreichte. Es ist als hätte man sie unter Drogen gesetzt und jegliche Menschlichkeit ist unter all dem Pudding verschwunden. Für einen Moment bin ich wie gelähmt, weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Stelle dann Routinefragen, frage, ob sie irgendwelche Wünsche hat, ob sie einen bestimmten Coach haben will. Alles ist ihr recht, sie verspricht lediglich, dass sie dieses Mal auf jeden Fall teilnehmen wird. Ich weiß nicht, ob das gut für uns alle ist. Es erscheint mir absolut unmöglich auf irgendeine Art und Weise zu ihr durchzudringen. Die Frau hinter all dem Pudding wird von uns nicht zu finden sein. Wir sind keine Psychologen, nur Jobcoaches.

Ich bespreche den Fall mit ihrem Betreuer vom Jobcenter. Ihm geht es nicht unbedingt darum, dass sie einen Job bekommt, sondern, dass es ihr besser geht und unsere Maßnahme hält er dafür für geeignet. Ich bin dafür nicht ausgebildet, denke, dass sie andere Hilfe braucht, sage aber nichts, weil ich mich auch irren kann. Sollte sie zu uns kommen, wird es definitiv unsere größte Herausforderung. Wir können sie auf keinem Fall unserem dritten Mann anvertrauen. Das ist eigentlich alles, was ich entscheiden kann. Vielleicht haben wir alle Glück und sie muss nicht zu uns kommen. Alles hat seine Grenzen. Dies sind unsere.

Yankee Candle Lemon Lavender

Auch der nächste Duft gefällt mir. Langsam könnte der Eindruck entstehen, dass ich alle Düfte toll finde, was mir unwahrscheinlich erscheint. Lemon Lavender hat durchaus etwas frisches und ist mir auch anfangs zu intensiv, weshalb ich nach einer Stunde das Teelicht auspusten musste. Vielleicht ist es einfach nicht so sinnvoll, sehr nah neben dem Duft Platz zu nehmen. Da mir aber kein besserer Platz einfällt und meine Wohnung nicht wächst, wird es wohl bleiben, wie es ist. Auch diesen Duft kann ich durchaus immer wieder nutzen, um eine besondere Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.