Ein Verlorener namens Karl

Er ist 53 Jahre und die wenigen Zähne, die er noch hat, sind in einem desolaten Zustand. Seine Haare sollten mal wieder zum Friseur. Manchmal riecht er streng, heute zum Glück nicht. Sein Schnauzbart ist alles andere als gepflegt. Wir kennen uns seit mindestens dreißig Jahren und er war schon immer etwas zurück in seiner Entwicklung. Doch früher war es noch nicht ganz so schlimm, da kümmerte sich seine Mutter noch um ihn und er hatte nicht so merkwürdige und kaputte Freunde. Auch trank er damals noch nicht und seine Zähne befanden sich in ordnungsgemäßem Zustand in seinem Mund. Doch das ist lange her. Mir kommt es vor als wäre das in einem anderen Leben gewesen. Wie es ihm wohl vorkommt? Soll ich ihn fragen? Besser nicht.
Alle paar Wochen passiert es, dass er mich in ein Gespräch verwickelt und es gab Zeiten, da war es mir äußerst peinlich. Mittlerweile macht es mir nichts mehr aus. Die Gespräche interessieren mich zwar nicht, aber ich denke, dass es ihm ganz gut tut, wenn sich mal jemand mit ihm unterhält. Außerdem kennen wir uns schon so lange und ich habe ihn sogar mal besucht als er noch nicht in diesem desolaten Zustand war. Dennoch war es irgendwie gruselig.

Es muss etwa zwanzig Jahre her sein, dass ich ihn besuchte. Damals war er noch nur irgendwie merkwürdig und etwas schlicht in seinem Kopf. Und so ließ ich mich von seinem Betteln, ihn doch mal zu besuchen, erweichen. Wir saßen in seinem Zimmer, plauderten belanglos daher und während des Gesprächs bekam ich mehr und mehr den Verdacht, dass Karl sich sexuell eher zu Männern hingezogen fühlt, was sich mittlerweile längst bestätigt hat. Damals war das neu für mich, aber irgendwie passte es auch, denn selbst in seinem damaligen Zustand konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich Frauen für ihn interessieren. Wobei ich mir auch nicht vorstellen kann, dass ein Mann, der nicht ebenso merkwürdig wie Karl selbst ist, Gefallen an ihm finden könnte. Lediglich Menschen, die ebenfalls in ihrer Entwicklung weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, kamen meiner Meinung nach als Partner für Karl in Frage. Während er von seinen Erlebnissen berichtete, war ich gedanklich ganz woanders. Ich versuchte mir tatsächlich vorzustellen, was für Frauen und Männer das wohl waren, von denen er sprach. In meiner Vorstellung waren es ziemlich merkwürdige Gestalten und ich fragte mich, was ich hier eigentlich machte. Die Welt in der Karl und die Leute von denen er mir erzählte lebten, war mir nicht nur fremd, sie kennenzulernen erschien mir auch alles andere als erstrebenswert. Egal, wie viele Orgien sie auch feiern würden. Langsam kehrte ich aus meiner Gedankenwelt zurück und fragte mich, wie lange ich noch bleiben muss, damit meine Entscheidung zu gehen nicht unhöflich ist und ihn verletzt. Er sollte ja nicht merken, dass ich der Meinung war, dass irgendwas mit ihm ganz und gar nicht stimmt. Und damit meinte ich nicht, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt. Eher seinen komischen Allgemeinzustand. Als er wenig später eine leicht homoerotisch angehauchte Geschichte erzählte, war ich zwar nicht wirklich überrascht, wollte aber keine weiteren Details über seinen Kontakt zum männlichen Geschlecht und beschloss zu gehen. Dass ich ihn nicht noch einmal besuchen würde, stand indes schon vor der Geschichte mit dem berührten Geschlechtsteil eines anderen Mannes fest. Zu gering war mein Interesse an seinen komischen Geschichten, zu verschieden unsere Leben. Er suchte Freunde, ich wollte kein Freund werden. Weder auf die eine, noch die andere Art.

Im Gegensatz zu mir, weiß er bis heute nicht, dass ich ihn nie wieder besuchen werde. Und so lädt er mich seitdem immer wieder zu sich ein. Wie auch jetzt. Und wie immer erkläre ich ihm, dass ich keine Zeit habe, trainieren muss und ständig zu tun habe. Ich bringe es einfach nicht übers Herz, ihm zu sagen, dass er in einer anderen Welt lebt und ich diese nicht betreten möchte. Ich möchte nicht, dass er weint. Sein Weinen ist nämlich beängstigend. Er schluchzt und scheint vollkommen außer sich, wenn er weint. Ich habe bisher nie mit Sicherheit sagen können, ob diese Anfälle komplett gespielt sind oder echte Emotionen widerspiegeln. Nachdem seine Mutter starb, brach er oft in dieses Schluchzen aus, was mir immer unangenehm war, weil ich damit so gar nichts anfangen kann. Und ebenso heftig und schnell, wie es ihn überkam, verschwand es wieder. Und genau das ist es, was ich nie verstand. Gespielt oder nicht gespielt? Ich weiß es nicht, möchte es aber auch nicht mehr erleben. Also bin ich nett zu ihm, ignoriere alle seine verzweifelten Einladungen und verhalte mich meiner Meinung nach angemessen. Mehr kann ich nicht für ihn tun.
Ich will gerade gehen, da weist er mich darauf hin, dass ich im August Geburtstag habe, und dass er das von meiner Mutter weiß. Ich habe da so meine Zweifel, da ich bisher nie im August Geburtstag hatte und davon ausgehe, dass auch meine Mutter das weiß. Selbstverständlich widerspreche ich ihm nicht. Die Illusion meinen Geburtstag zu kennen, möchte ich ihm nicht rauben. Sein Geburtstag ist auch bald. Dann wird er 54. “54!”, ruft er es fast theatralisch heraus und macht eine Geste mit den Händen, die ich nicht verstehe. “Ich könnte Dein Vater sein.”, sagt er ganz aufgeregt. Ich finde das etwas unwahrscheinlich, ist er doch nur elf Jahre älter als ich. Doch darauf hinweisen möchte ich ihn nicht, weil ich fürchte, dass dann eine Welt für ihn zusammenbricht. Weil er so fasziniert von der Vorstellung ist, er könnte mein Vater sein und mich immer als jung bezeichnet, frage ich ihn, wie alt ich denn bin. “Mitte 30”, sagt er sehr überzeugt. Dann kann er tatsächlich mein Vater sein. So habe ich das bisher nicht gesehen. Als er mich erneut anbettelt, ihn doch mal zu besuchen, verabschiede ich mich unverzüglich, mache mich auf den Weg und lasse ihn in seiner speziellen Welt zurück.

Big Brother – Arm gegen Reich

Das Motto der achten Big Brother-Staffel lautete “Arm gegen Reich”. Das Haus war wie gewohnt in zwei Bereiche aufgeteilt. Während die Bewohner im reichen Lager im Luxus lebten, hatten die Bewohner im armen Bereich nur nur das Notwendigste zum Leben. Besonders gelungen war das WC im armen Bereich. Irgendwie ein widerlicher Ort. Getrennt waren beiden Bereiche durch eine hüfthohe Mauer.

Ansonsten war es fast wie immer. Ein paar vollkommene Dumpfbacken und ein paar halbwegs normale wohnten monatelang zusammen und redeten Blech, waren verwirrt, hatten unwichtige Probleme und waren echte TV Stars für eine kurze Zeit. Es wurden wieder lustige Spielchen gespielt, die selten lustig waren. Manche flirteten und Sex gab es auch. Es wurde alles geboten, was den degenerierten Zuschauer begeistert. Und so steht es vollkommen außer Frage, dass es eine Fortsetzung von Big Brother geben wird.

Als Entschädigung oder Belohnung bekam Gewinnerin Isi, das tanzende Suppenhuhn, 250.000€.

Die Bewohner

Adrian, der Tätowierte. Er hat es tatsächlich geschafft von Big Brother rausgeschmissen zu werden, weil er einen niveaulosen Spruch brachte. Das ist schon ziemlich bescheuert, passt dennoch irgendwie perfekt ins Bild. Mehr gibt es über Adrian nicht zu sagen.

Bianca, die nervende Lästertante. Schon früh ging ihr blödes Gelaber und ihre blöden Launen allen auf den Keks. Oft fühlte sie sich von ihrer Gruppe ausgeschlossen und ungeliebt. Dann fing sie an sich darüber zu beschweren, nervte rum und gab dummes Zeug von sich. Ihre grausame Frisur und die passend dazu grausigen Grimassen passten perfekt dazu. Und so flog die schreckliche Person direkt als erste aus dem Haus. Das war sehr schön. Ihre Heulorgie nach der Verkündung, dass sie das Haus verlassen muss, war allerdings weniger schön. Schon allein dafür hätte man sie minutenlang Ohrfeigen und schütteln sollen.

Dirk, der Deplazierte. Sein Einzug stellte sich alsbald als Irrtum heraus. Er passte nie wirklich zu den ganzen Birnen im Haus. Er war zu alt und irgendwie zu normal. Wobei niemand weiß, was normal bedeutet. Nach wenigen Tagen hatte er jedenfalls genug von dem Elend oder den elendigen Leuten im Haus. Und so zog er freiwillig aus. Dafür verdiente er sich tosenden Applaus.

Anki, die Lästerschrulle. Mit ihrem unerträglichem Wesen und ihrer schrecklichen Stimme war sie von Anfang an kaum zu ertragen. Ständig hatte sie was zu meckern. Scheinbar hatte sie das Gefühl besser zu sein als die meisten anderen im Haus. Wie sie auf eine solche Idee kam wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben. Die Ziege meckerte rund um die Uhr und wurde zurecht ganz schnell rausgewählt. Wenn Fernseher weinen könnten, hätten sie bei Ankis Auftritten bittere Tränen vergosssen.

Neila, das Lästermaul. Das Pendant von Anki. Ebenso unerträglich und pausenlos am lästern. Vom ersten Augenblick an war sie einfach nur lästig und vollkommen überflüssig. Ihre Anwesenheit war eine echte Bestrafung für die Zuschauer. Ihr Auszug kam keine Minute zu früh. Wozu sie im Haus war, weiß kein Mensch. Ihr früher Rausschmiss war jedenfalls der absolute Höhepunkt ihres gruseligen Auftritts.

Melly, das Nesthäckchen. Optisch konnte man ihr nichts vorwerfen. Der Anblick war wirklich nett. Ansonsten war sie weder witzig noch besonders unterhaltsam. Ihre Essgewohnheiten und ihr teilweise kindisches Verhalten waren eher weniger positiv. Zum Glück war der Anblick gut genug, um über solche Schwächen hinweg zu sehen. Dass sie relativ früh ausziehen musste war allein wegen der Optik bedauerlich, letztlich aber auch vollkommen egal.

Manuel, der Unauffällige. Seine Anwesenheit fiel in etwa soviel auf wie sein Auszug. Er war kurz dabei, doch niemanden hat es interessiert.

Patrick. Er war scheinbar zu normal, um im Haus glücklich zu werden. Deshalb zog er einfach freiwillig aus. Keine schlechte Entscheidung, denn wirklich unterhaltsam war er nicht und so war sein Auszug weder bedauerlich noch schwer zu verkraften.

Rebecca, die Intelligenzbestie. Auch sie schaffte es, sich von Big Brother aus dem Haus werfen zu lassen. Passte zu ihr. Die Intelligenz, die man bei ihr vergeblich suchte, führte zu einer dummen Äußerung, die sofort mit dem Auszug bestraft wurde. Und so musste die oberflächliche Tussi nicht weiter von den Zuschauern ertragen werden. Sie hatte auch genug Zeit im Haus verbracht und mit ihrem dummen Gesichtsausdruck und ihrer nervigen Anwesenheit mehr gestört als einem lieb war. Dass bei ihrem Auszug so viele Tränen flossen kann nur daran gelegen haben, dass es sich um Freudentränen handelte.

Jenny. Sie war nicht wirklich lange im Haus. Und so gibt es auch nichts schreckliches über sie zu berichten. Vielleicht war sie zu normal für Big Brother. Vielleicht aber auch nicht.

Nadine, das heulende Elend. Sie zog freiwillig aus, da sie ihre unehrlichen Mitbewohner nicht mehr ertragen konnte, die alte Heulsuse. Permanent doof und ständig nervend, dass was Nadine. Eine echte Katastrophe. Zumindest hatte sie mit Hassan Sex im Haus. Dabei hat sie ausnahmsweise mal nicht geheult oder dummes Zeug geredet. Vermutlich hätte sie permanent Sex haben sollen, dann wäre sie vielleicht erträglicher gewesen. Gut, dass sie freiwillig auszog. Es war der einzige Höhepunkt ihrer weinerlichen Anwesenheit.

Marcel S., der Unauffällige. Dass er im Haus war, fiel kaum auf. Er war dermaßen bedeutunglos, dass selbst sein Auszug kaum jemandem auffiel. Solche Bewohner bringen es einfach nicht.

Mari, der Zweifler. Er musste das Haus verlassen, weil er ständig allen erzählte, dass es ihm nicht gefällt, dass sie ihn nominieren sollen und dass er unbedingt nach Hause will. Leider war er nicht in der Lage von sich aus zu gehen und belästigte deshalb mit seinem blöden Geschwätz die Mitbewohner und die Zuschauer. Zum Glück wurde er nach einiger Zeit von Big Brother aus dem Haus geworfen. Das hatte er sich redlich verdient.

Serafino, der Bekloppte. Nie gabe es einen Kandidaten, der mehr geweint hat als Serafino. Außer weinen konnte er fast nichts. Er konnte lediglich noch seine Mitbewohner nerven, seine Freundin Steffi in den Wahnsin treiben und Selbstgespräche führen. Bei ihm stimmte einiges nicht. Ständig fühlte er sich als Opfer und vermutete, dass die Welt, oder wenigstens die Big Brother Welt, sich gegen ihn verschworen hätte. Was für ein Narr. Zum Glück musste er nicht lange im Haus bleiben. So hatte er frühzeitig die Gelegenheit sich mal gründlich untersuchen zu lassen. Hofentlich hat er es auch getan, denn sonst müsste man sich ernsthafte Sorgen um den menschlichen Trauerklos, der von allen Mißverstanden wurde, machen. Obwohl, warum sollte man sich Sorgen um jemanden wie ihn machen? Das wäre zu viel verlangt.

Hassan. Er zog freiwllig aus, weil er unbedingt zu Nadine wollte. Er trug die schönste Frisur im Haus. Eine herrliche Kreation. Dafür hätte man ihn knutschen müssen. Nachdem er sich mit Nadine eingelassen hatte, war es um ihn geschehen. Das war der Moment als er seinen Verstand völlig verlor. Zumindest hat er sie durchgenudelt und den Zuschauern eine schöne Show geboten. So etwas kommt beim Publikum gut an und bringt viele Beliebtheitspunkte. Deshalb, und nur deshalb, ist es verständlich, dass Hassan so beliebt war.

Nora, die Mutter. Die älteste Bewohnerin wirkte immer etwas merkwürdig und deplatziert. Dafür war sie sehr glücklich bei Big Brother dabei sein zu dürfen. Ob die Zuschauer sich auch darüber gefreut haben, darf bezweifelt werden. Sie war etwas nervig, aber alles in allem eine ganz nette Person.

Caro, die Süße. Ganz hübsch anzuschauen, aber auch ein wenig verwirrt. Sie flirtete mehr als heftig mit Alex, wollte aber angeblich nichts von ihm. Dennoch hatte ihr Techtelmechtel mit Alex einen gewissen Unterhaltungswert. Doch ein gewisser Unterhaltungswert und ein süßes Gesicht reichen nicht, um gute Fernsehunterhaltung abzuliefern. Und so war ihr Auszug nicht wirklich ein Verlust.

Steffi. Was mit ihr nicht stimmte ist schwer zu sagen. Sie weinte bei Nominierungen manchmal ganz fürchterlich und zog wegen Serafino ins Haus ein. Die beiden waren im wahrsten Sinne des Wortes ein verrücktes Paar. Als Serafino das Haus verlasen musste, fing Steffi an Selbstgespräche zu führen, weinte verzweifelt vor sich hin und redete fast permanent irgendwelchen Blödsinn. Wenn man sie so sah, stellte sich einem die Frage, warum kein Psychologe ins Haus geschickt wurde, um ihr zu helfen. Möglicherweise wäre eine Paar- oder Gruppentherapie für sie und Serafino genau das Richtige. Man weiß es nicht. Jedenfalls war ihr Auszug ein Fest der Freude. Nicht unbedingt bei allen Mitbewohnern, vermutlich aber bei einem Großteil der Zuschauer, denn ihre Psychoshow tat schon beim Zuschauen weh.

Alex. Der charmante Langweiler hatte im Haus seinen Spaß mit Caro. Wie viel Spaß er mit ihr hatte, darüber darf spekuliert werden. Dass er zu Hause in der Realität eine Freundin hatte störte ihn jedenfalls wenig bis gar nicht. Irgenwie musste er sich die Zeit im Haus ja versüßen und dafür war die süße Cora einfach genau die Richtige. Ansonsten war Alex nicht weiter erwähnenswert.

Franco. Ein fast vollkommen normaler Bewohner. Gut zu ertragen und selten nervend. Was brachte ihn nur dazu ins Hau zu gehen?

Tanja. Die blonde Frau war ebenfalls ein wenig merkwürdig. Am auffäligsten waren ihre Hautirritationen. Witzig oder unterhaltsam war sie in keinster Weise. Sie war in erster Linie langweilig. Auf sie hätte man locker verzichten können.

Mandy, das Küken. Jung und etwas Banane. Ebenfalls eine überflüssige Bewohnerin mit dem Unterhaltungswert einer Waschmaschine. Optisch auch nicht gerade prickelnd. War viel zu lange im Haus. Allerdings waren die Mitbewohner teilweise noch schlimmer und irgendwer musste ja länger bleiben. So kam es, dass sie so weit kam.

Kevin, der Dicke. Nach wochenlanger Diät brachte er nur noch etwas über 100kg auf die Waage. Fast 40kg hat er während seiner Diät verloren. Wie kann ein junger Mensch nur so Fett sein? Das war wirklich kein schöner Anblick. Auch nachdem er abgenommen hatte war es noch kein schöner Anblick. Kevin gehörte zu den gemütlichen Dicken, die zwar beliebt sind und viel mit Frauen reden, weil gemütliche Dicke oft tofte Kumpel sind, aber wirkliches Interesse hatte verständlicherweise keine an ihm. Dazu war sein Körper einfach zu massig und schwabbelig. Der Gemütlichkeitsbonus spülte ihn auf Platz 3.

Marcel, der Mützenkasper. Der Scherzbold des Hauses. Immer zu Späßen aufgelegt. Oftmals waren diese zwar ziemlich Scheiße und unlustig, aber er und seine Mitbewohner freuten sich dennoch. Ein Hoch auf die flachen Scherze des Mützenmannes, der sich gern zum Kasper machte. Im Vergleich zu den anderen Schnarchnasen war er jedoch ganz passabel. Er hat zu Recht nicht gewonnen.

Isi, der tanzende Zwerg. Die Frau, die sich und ihren etwas merkwürdigen Körper gerne zur Schau stellte und es liebte Selbstgespräche zu führen. Sie hatte, so wie es sich für eine Siegerin gehört, mächtig einen an der Waffel. Schade, dass man selbst mit dem Gewinn ihre ganzen Fehler nicht reparieren lassen kann. Vermutlich wird man sie bald im TV wiedersehen. Sie könnte beim DSF diese komische Sendung moderieren, bei der die Moderatorin sich ein paar ihrer Kleidungsstücke entledigt. Noch besser wäre sie allerdings bei 9Live untergebracht. Mit dem Sieg der achten Staffel dürfte einer großen Karriere nichts mehr im Wege stehen. Herzlichen Glückwunsch.

© 07.2008

Big Brother – Wer bist Du wirklich

Das Haus der siebten Staffel war sehr luxuriös, insgesamt jedoch ein Schritt zurück zu den Big Brother Wurzeln. Es gab zwei Schlafraume, ein Bad, einen großen Wohnraum und einen Garten. Dazu noch das Matchfield. Es gab die traditionellen Matches und Challenges. Gespielt wurde für den Jackpot, welchen der Sieger am Ende der Staffel erhielt. Die Gewinnsumme wurde am Ende auf 250.000€ aufgestockt. Die Staffel dauerte 150 Tage. Insgesamt gab es 17 Bewohner, die das Haus unsicher und sich für das Publikum zum Affen machten.

Am 05. Februar 2007 zogen zunächst acht Bewohner ins Haus ein. Fünf Tage später wohnten bereits zwölf Bewohner gemeinsam im Haus. Wie erwartet sechs Frauen und sechs Männer. Alle vierzehn Tage wurde ein Bewohner rausgewählt und durch einen neuen ersetzt. Fünf Bewohner blieben bis zum Finaltag im Haus und am Ende freute sich der weinende Mann vom Bau über 250.000€. Besonders in den ersten Wochen schien es so als würde es die harmonischste BB-Staffel aller Zeiten werden. Alle hatten sich irgendwie lieb und außer dem bösen Christian, der für seine Boshaftigkeit sehr schnell das Haus verlassen musste, waren alle recht umgänglich. Erst nach sehr langer Zeit gab es endlich die erwarteten Spannungen zwischen den Bewohnern. So wirklich prickelnd war das alles jedoch nicht. Die überschaubare Laufzeit von 150 Tagen reichte somit mehr als aus. Dass am Ende der abgedrehte Michael gewann, passte zum Gesamtbild dieser Staffel.

Die Bewohner

Christian. Sicherlich war er anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Seine Art zu reden und seine Stimme ließen übles befürchten. Nach einiger Zeit allerdings musste man ihn schon fast mögen. Seine trockenen und bissigen Kommentare waren eine echte Bereicherung. Doch leider sahen die Zuschauer es mal wieder anders. Sie sehen halt lieber langweilige Pappnasen im Haus, die den Unterhaltunsgwert einer toten Fledermaus haben. Und so wurde Christian rausgewählt und Fledermaus Leon durfte im Haus bleiben. Wie deprimierend.

Anna, die Gazelle. Mit nur 106 kg das Leichtgewicht der Staffel. Glücklicherweise wurde das laufende Erdbeben schon recht früh aus dem Hause entfernt. Bei ihr galt von Anfang an das Motto ‘Masse statt Klasse’. Sie war nicht nur vom Umfang her zuviel. Ihre Art und ihre schreckliche Präsenz bereiteten dem Zuschauer permanent üble Qualen. Zwischenzeitlich wurde sie auch Mal in einen Käfig gesperrt, erträglicher wurde sie dadurch nicht. Ihr erdbebenartiger Auszug war ein echtes Freudenfest. Und irgendwie schien es so als wäre nach ihrem Auszug viel mehr Platz im Haus.

Jeannine. Eine weitere Person, die man getrost vor dem Haus hätte stehen lassen können. Sie war auch so eine, die sich erhoffte durch Big Brother bekannt und vielleicht sogar berühmt zu werden. Aus welchem Grund gerade sie für das Publikum interessant sein sollte wurde während ihres Aufenthalts nicht klar. Sie war weder witzig, noch besonders unterhaltsam, noch ein Fest für die Augen. Das einzige was sie zu bieten hatte war eine gehörige Portion Trotteligkeit und ein famoses Gebiss. Damit macht man hoffentlich keine Karriere. Gut, dass sie nicht länger im Haus verweilen durfte.

Natasha, die Überflüssige. Bis auf ihren ‘tollen’ Auftritt beim Einzug, als sie tanzend in den Garten schwebte, war nix los mit ihr. Total überflüssig von Anfang bis Ende. Außer ihrem jungen Körper hatte sie nichts zu bieten. Eine Schlafkartoffel der Extraklasse. Nachträglich aufgearbeitete Titten sind halt nicht genug. Glücklicherweise war ihr Aufenthalt nur von kurzer Dauer und so wird sie schnell in völlige Vergessenheit geraten.

Ines, das Knautschgesicht. Ihr Auszug kam wahrlich keinen Tag zu früh. Wäre sie doch nur nie eingezogen bei BB. Ein alter Saugschwamm oder ein zerknülltes Leder an ihrer Stelle hätten es auch getan. Bei den Mitbewohnern war sie auch nicht wirklich beliebt. Einfach nur langweilig und überflüssig. Sonst nix.

Sheila. Sie war einfach nur da. Lieb und nett, mehr nicht. Hätte sie nicht irgendwann angefangen mit Eddy rumzuturteln, hätte man sie vermutlich gar nicht bemerkt. Dummerweise hatte sie in der realen Welt einen Freund und so war das Chaos perfekt. Als dieser Freund ihr einen Brief schrieb hielt es Sheila nicht mehr aus und verließ freiwillig das Haus. Gute Entscheidung. Wäre sie doch besser gleich zu Hause geblieben.

Sinan. Noch so ein belangloser Bewohner. Uninteressant und langweilig. Sicherlich ein netter Kerl, aber ohne Unterhaltungswert. Seine kleine Nummer, oder wie auch immer man es nennen mag, mit Doreen war ja nicht schlecht. Doch sonst war leider nicht viel. Egal, es hätte schlimmer sein können. Unbedeutend war es trotzdem.

Oliver, die Labertasche. Mr. Bla. Anfangs noch sehr zurückhaltend, später kaum zu bremsen. Er hat fast ununterbrochen geplappert, gelästert und allen seine Sicht der Dinge präsentiert. Penetrant mit einem Hang zur Arroganz. Nahm sich selbst einen Tick zu wichtig und fand die meisten Mitbewohner unwürdig. Witzig war er nur in den seltensten Fällen. Intelligenter Typ mit mäßigem Auftritt. Passte somit perfekt ins Haus. Sein bester Kumpel im Haus war Eddy. Die beiden fühlten sich teilweise wie die Könige des Hauses und benahmen sich auch entsprechend. Der Unterhaltungswert blieb dennoch gering.

Doreen. Das ist die Frau, die sich ziemlich schnell in Sinan verliebt hat. Sie nahm offensichtlich ziemlich zu während ihres Aufenthaltes. Fast wie bei einer Schwangerschaft wuchs ihr Bauch ständig weiter. Schrecklich. Ihr Interesse an Bewegung war äußerst gering, ebenso wie ihr Unterhaltungswert. Nett und belanglos und daher uninteressant. Sie passte somit perfekt zu den anderen Bewohnern.

Basti, der furzende und popelnde Schreihals. Insgesamt vermutlich ein ganz netter Kerl, aber teilweise nur schwer zu ertragen. Nichts gegen seine Popelattacken, darunter leiden viele, aber seine Schreikrämpfe waren doch etwas viel. Da konnte man fast Angst bekommen. Trotzdem hat er es geschafft Sonja zu erobern. Lag vermutlich an seinem durchtrainierten Körper, der allerdings unter der Zeit im Haus litt und am Ende gar nicht mehr so knackig aussah. Der Bauch, den er sich im Haus angefuttert hat war wahrlich nicht schön. Durch seine merkwürdigen Neigungen war er jedoch nicht ganz so langweilig bzw. uninteressant wie die meisten anderen Bewohner. Trotzdem wäre es auch okay gewesen, wenn er zu Hause geblieben wäre.

Eddy, der ungekrönte Kaiser. Er fühlte sich vom ersten Tag an wie der Größte und hielt sich für den klügsten, witzigsten und schönsten Mann im Haus. Bei den Mitbewohnern wurde er mit zunehmender Dauer immer unbeliebter. Nur wenige konnten mit ihm und seiner Art etwas anfangen. Daher war sein Auszug vor dem Finale nur logisch. Hätte er sich selbst nicht so wichtig genommen, wäre sein Aufenthalt mit Sicherheit unterhaltsamer gewesen, so aber hatte er es verdient die Staffel nicht zu gewinnen. Trotzdem gehörte er zu den wenigen Bewohnern, die einen gewissen Unterhaltungswert hatten, denn langweilig war Eddy im Gegensatz zu den anderen Schnarchnasen nicht wirklich. Nur halt zu Selbstverliebt.

Janine. Anfangs noch zurückhaltend zeigte sie spätestens nach Eddys Auszug, was für eine unerträgliche Person sie ist. Lästern und Klugscheißen von morgens bis abends. Ständig musste der Zuschauer ihre Meckerfratze ertragen. Ihre Gesichtsausdrücke und ihr dummes Geschwätz waren dermaßen abstoßend, dass man vor dem Fernseher Ekelpusteln bekam. Ihre Anwesenheit quälte selbst die verständnisvollsten Menschen. Wieso Janine so lange im Haus bleiben durfte ist unerklärlich, denn es gab einfach nichts an ihr, was man hätte sympathisch finden können. Ein Ätzweib durch und durch.

Andy, Knubbel, der Labile. Sein größter Wunsch war es einmal bei BB dabei zu sein. Und sein Wusch ging in Erfüllung. Außerdem wollte er unbedingt Kathrin kennen lernen, in die er sich beim BB gucken verliebt hatte. Zum Glück wurde aus den beiden nichts, denn ein derart abgedrehtes Paar hätte sicher niemand ertragen können. Der schräge Knubbel war so völlig anders als die anderen Bewohner, vielleicht hätte er durch seine Andersartigkeit sogar den Gewinn der Staffel verdient gehabt, vielleicht aber auch nicht. Knubbel war oft sehr traurig und litt dann vor sich hin. Warum er immer wieder in diese Zustände grenzenloser Traurigkeit verfiel bleibt für immer eine Rätsel. Vermutlich weil er irgendwie einen an der Waffel hatte. Das allerdings war nicht wirklich schlimm, weil er ansonsten ein feiner Kerl war. Knubbel war auf jeden Fall ein Gewinn für diese Staffel.

Leon, der Korinthenkacker. Der Knabe wurde täglich unsymphatischer und ging den Zuschauern und einigen Mitbewohnern tierisch auf die Nerven. Sein teilweise dermaßen schwules Verhalten war kaum zu ertragen. Seine Blicke und sein bräsiges Grinsen verursachten Übelkeit. Dass er ständig duselige Diskussionen führen musste, wie ein dummes Weib, passte vorzüglich zu dem kleinen Korinthenkacker. Wie er es schaffte so lange im Haus zu bleiben ist einfach unerklärlich.

Kathrin, die Schwierige. Sie zog als einzige freiwillig aus. Eine ganz merkwürdige Frau. Wirklich sympathisch war sie jedenfalls nicht. Lustig oder gar unterhaltsam sowieso nicht. Ihre Entscheidung das Haus freiwillig zu verlassen konnte man daher nur begrüßen. Nach ein paar Tagen fand sie ihre Entscheidung allerdings doof und wollte zurück ins Haus. Die Zuschauer wollten das auch und so zog sie wieder ein. Nach ihrem zweiten Einzug war sie nur noch unerträglich. Sie präsentierte sich als Zicke des Jahrhunderts und ging der Menschheit nur noch auf die Nerven. Ihre selten blöden und unerträglichen Gesichtsausdrücke waren kaum zu ertragen. Die Krönung der Unerträglichkeit war ihr Verhalten, nachdem Sonja ihr die Haare ein wenig zu kurz geschnitten hatte. Spätestens da hätte man sie in die Psychiatrie stecken sollen. Stattdessen hat man ihr ein paar Haare angeklebt, damit sie endlich aufhörte verzweifelt zu weinen. Sie sah auch wirklich bescheuert aus mit den zu kurz geschnittenen Haaren. Aber irgendwie passte die Frisur zu ihr. Hatte irgendwie was Irres. Warum die Irre am Ende Platz 3 erreichen konnte gehört zu den unerklärlichen BB-Geheimnissen.

Sonja, die Schöne. Sie war die neutralste Person des Hauses. Optisch der Leckerbissen der Staffel. Sie sah immer gut aus hat sich den zweiten Platz redlich verdient. Ihr Unterhaltungswert war gering, aber durch ihr Aussehen spielte das keine große Rolle. Warum sie sich ausgerechnet in Basti verliebt hat ist zwar ein unerklärliches Phänomen, letztlich jedoch unwesentlich. Sonja war OK.

Michael, der weinende Mann mit dem Stofftier. Schon früh ließ er erkennen, dass er eine weinerliche Heulsuse war. Jede Kleinigkeit trieb ihm Tränen in die Augen. Als man ihm vorgaukelte sein Stofftier verbrannt zu haben, wäre er fast vor Traurigkeit gestorben. Dieser Zug von Menschlichkeit schien beim Publikum allerdings gut anzukommen. Einigen Mitbewohnern ging der ganze Michael recht bald auf die Nerven. Sein Bedürfnis Leon zu knutschen und zu knuddeln gab ernsthaft Grund zur Sorge. Steckte in Micha vielleicht ein Homosexueller, der nun endlich raus wollte? Und machte gerade das ihn so sympathisch?
Nachdem er als Sieger der Staffel feststand drehte er scheinbar völlig durch. Er führte selten blöde Selbstgespräche und hätte sich dafür die eine oder andere Backpfeife verdient. Stattdessen bekam er einen Koffer mit 250.000€ überreicht. Verrückte Welt.

© 07.2007

Big Brother – Das Dorf

Am 01. März 2005 startete die 6. Staffel von Big Brother. Ursprünglich sollte sie unendlich lange gehen, doch am 26. Februar 2006 endete sie dann glücklicherweise doch vorzeitig.
Auch in dieser Staffel mussten die Bewohner für ihr essen, trinken oder irgendwelchen Luxus arbeiten bzw. Aufgaben erledigen. Allerdings war alles etwas größer als in den vorherigen Staffeln, denn es wurde ein kleines Dorf aufgebaut in dem es drei Wohnbereiche gab. Einen luxuriösen, einen recht angenehmen und einen ärmlich, erbärmlichen. Die drei Teams kämpften in Matches darum, wer in welchem Bereich wohnen durfte bzw. musste. Außerdem gab es Challenges und die Mission des Lebens.

Während des Aufenthalts konnten die Bewohner bei den verschiedensten Matches obendrein Geld verdienen. Pro Jahr sollte so eine Million Euro zu erspielen sein. Wer allerdings freiwillig das Dorf verließ bekam selbstverständlich nichts. Man hätte das Motto der Staffel auch Big Brother statt Hartz IV nennen können, denn im Haus wohnten hauptsächlich Arbeitslose. Wer auch sonst kann es ich leisten wochen- oder gar monatelang einfach zu verschwinden? Sicherlich gab es nicht nur Arbeitslose im Haus, aber der größte Teil war es schon. Die Bezahlung war im Vergleich zu Hartz IV für die meisten Bewohner besser.

Anfangs hatten die Bewohner eine Art Beruf dem sie nachgehen mussten. Es gab ein Atelier, eine Kfz-Werkstatt und einen Bauernhof. Lediglich der Bauernhof blieb bis zuletzt bestehen.
Zu Beginn war diese Staffel noch einigermaßen interessant, doch mit zunehmender Dauer wurde es öder und öder. Der Unterhaltungswert der Bewohner war äußerst gering. Es bildeten sich auch diesmal wieder einige Paare und selbstverständlich wurde auch regelmäßig gepoppt, doch dass war genauso uninteressant wie die Gespräche und Streitereien zwischen den Bewohnern. Und so plätscherte diese Staffel stets am Rande der Belanglosigkeit vor sich hin und die Entscheidung, sie dann doch nicht endlos laufen zu lassen, erwies sich als eine hervorragende.

Als zusätzliche Quälerei wurden immer wieder einige Pseudo-Promis ins Dorf gesteckt. Manche nur für eine paar Stunden, andere gleich für ein paar Tage. Vermutlich um die Einschaltquoten zu verbessern oder weil einige Zuschauer sonst vor Langeweile gestorben wären. Jedenfalls waren diese Pseudo-Promis fast Ausnahmslos unerträglich und machten alles noch viel schlimmer. Bleibt nur zu hoffen, dass in künftigen Staffeln auf diese Art von Bewohnern verzichtet wird.

Der Gewinner dieser Staffel war in der Tat eine große Überraschung. Aber es war erneut ein Gewinner, den man akzeptieren konnte. Es hätte alles viel schlimmer enden können. Wobei das Wichtigste an dieser Staffel war, dass sie überhaupt endete.

An dieser Stelle folgt nun nicht die übliche Kurzberichterstattung zu den einzelnen Bewohnern, sondern nur ein kurzer Überblick, wie lange sie im Haus waren, wie viel Geld sie gewonnen haben und eine kurze Bewertung, wie schrecklich (rot) oder auch sympathisch (grün) sie waren. Maximal fünf Bewertungspunkte.

Name Aufenthalt Gewinn Bewertung
Bernadettè 14 Tage 75,00 €
Charly 3 Tage 0 €
Tim 16 Tage 0 €
Gregor 19 Tage 0 €
Said 33 Tage 420,00 €
Leyla 38 Tage 0 €
Marcel 28 Tage 0 €
Juanita 61 Tage 3.293,77 €
Dinorah 41 Tage 1.625,00 €
Marion 61 Tage 0 €
Ludger 61 Tage 3.430,00 €
André 88 Tage 6.328,50 €
Shire 47 Tage 1.773,00 €
Anna 89 Tage 6.814,00 €
Norman 109 Tage 12.899,00 €
Melanie 30 Tage 0 €
Anke 37 Tage 1.280,00 €
Thorsten 104 Tage 14.960,77 €
Sylvia 97 Tage 6.217,50 €
Anastasja 7 Tage 0 €
Sharon 97 Tage 4.616,00 €
Alex 63 Tage 7.844,99 €
Cathy 49 Tage 7.325,01 €
Nicole 9 Tage 0 €
Parsifal 180 Tage 18.213,00 €
Benjamin 21 Tage 1.035,00 €
Frank 42 Tage 3.605,00 €
Martin 21 Tage 986,75 €
Martin (Nugy) 63 Tage 4.753,00 €
Nina 134 Tage 17.359,00 €
Bettina 210 Tage 37.129,75 €
Daniela 95 Tage 0 €
Jessie 21 Tage 700,00 €
Daniela 244 Tage 28.953,75 €
Beate 35 Tage 3.276,00 €
Yousef 175 Tage 19.922,00 €
Jasmin 9 Tage 0 €
Heike 63 Tage 2.656,00 €
Farah 11 Tage 0 €
Christopher 35 Tage 1.604,00 €
Sascha 84 Tage 12.793,00 €
Larissa 35 Tage 1.712,00 €
Giuseppe 314 Tage 281.734,00 €
Birgit 112 Tage 12.629,00 €
Bianca 49 Tage 1.597,00 €
Janice 15 Tage 0 €
Gerry 29 Tage 0 €
Marco 281 Tage 35.525,00 €
Virginia (Gina) 342 Tage 37.084,50 €
Michelle 133 Tage 9.166,80 €
Ivan 77 Tage 2.336,80 €
Manuela 63 Tage 2.222,80 €
Heike H. 131 Tage 7.805,00 €
Torsten 105 Tage 8.065,00 €
Ginny 217 Tage 27.705,75 €
Denis 134 Tage 13.193,00 €
Thomas 273 Tage 35.273,00 €
Michael 154 Tage 267.443,00 €

© 02. 2006

Big Brother 5

In dieser Staffel, die nur 365 Tage dauerte, gab es für den Sieger eine Million Euro als Entschädigung und folgende drei Wohnbereiche im Haus.
Reich: Hier gab es jeden erdenklichen Luxus für die Bewohner.
Normal: Hier ließ es sich auch recht gut leben. Die Bewohner mussten allerdings Wochenaufgaben lösen und im reichen Bereich putzen, um sich Nahrung, Getränke, Tabak usw. leisten zu können.
Arm/Survivor: Dieser Bereich war außerhalb des Hauses. Es wurde in Schlafsäcken geschlafen und das Essen wurde komplett selbst zubereitet.

Dazu passend setzten sich die drei Teams zusammen.
Team Reich: In diesem Team waren Leute, die irgendwann mal reich waren bzw. noch sind, oder einfach nur glaubhaft versichern konnten, dass sie wohlhabend sind. Größtenteils also Leute, die ihre Arbeitslosigkeit gut verkaufen konnten.
Team Normal: Alles Arbeitslose, Ich-AGs oder irgendwie Selbständige, die irgendwann mal mehr oder weniger erfolgreich gearbeitet hatten.
Team Survivor: Arbeitslose, die einfach nur arbeitslos waren und Stripperinnen bzw. Go-Go-Tänzerinnen. Die so genannte Unterschicht also.

Die Teams konnten zwischen den Bereichen wechseln, so dass jeder mal König oder Fußabtreter sein konnte. Lustige Spielchen, Challenges bzw. Matches genannt, rundeten auch diesmal das Ganze ab.
Über weite Strecken herrschte natürlich pure Langeweile im Haus. Oft durfte man den prallen bzw. überfütterten Bewohnerinnen beim Duschen zuschauen, was aber wahrlich kein schöner Anblick war. Manchmal wurde auch unter der Bettdecke gepoppt, was für die Zuschauerquote sicherlich förderlich war. Man sah unglaubliche Menschen und durfte den plattesten Dialogen lauschen. Die Bezeichnung “Unterschichtenfernsehen” traf hier oftmals genau ins Schwarze. Dass der Erste, der ins Haus zog, auch der Letzte war, der es verließ war schon eine Überraschung. Noch größer allerdings war die Überraschung, dass der Sieg diesmal nicht an einen Ossi ging. Erstmals seit Beginn von BB hatten es die Ossis nicht geschafft jemanden aus ihrem Umfeld zum Sieg zu telefonieren. Damit waren die Ossis nun auch ihn ihrer Paradedisziplin geschlagen. Hauchdünn konnte Sascha also den Ossi-Fluch von BB besiegeln.

Die Bewohner dieser Staffel

Silvia, die Unauffällige. Sie durfte als erste das Haus verlassen. Und an sie wird sich auch sicher bald niemand mehr erinnern. Sie war einfach zu normal für diese Staffel und so was langweilt die Zuschauer meist. Sie hatte nur einen wirklich bemerkenswerten Auftritt als sie erklärte, dass wenn eine Leiche stirbt (wie oft stirbt so eine Leiche eigentlich?) diese bis zu 7kg an Gewicht verliert. Dies passiert, weil die Seele, welche bis zu besagten 7kg wiegen kann, den Körper verlässt. Für diese fantastische Geschichte hätte sie es absolut verdient gehabt noch etwas länger im Haus zu bleiben.

Tatjana Gsell. Hat sich freiwillig vier Tage im Haus einsperren lassen. Angeblich weil sie den Leuten zeigen wollte, wie sie wirklich ist. Vermutlich wurde sie von den Gittern, welche die Bereiche im Haus trennten, zu diesem Aufenthalt angeregt. So wohnte sie also vier Tage bei den Reichen und hat sich dort zur Schau gestellt. Nach den vier Tagen kann man nun sagen, dass Frau Gsell in einer anderen Welt lebt, in der Gsell-Welt sozusagen. Ob sie durch diese vier Tage BB-Aufenthalt in der Öffentlichkeit Pluspunkte gesammelt hat ist schwer zu sagen und auch völlig belanglos, so wie der ganze Aufenthalt von ihr als ebenso belanglos eingestuft werden kann.

Sascha M., das Bärtchen. Der unsympathischste männliche BB-Bewohner bis zu diesem Zeitpunkt. Unerträglich wie niemand zuvor. Hielt sich für einen tollen Hecht und war überzeugt jede Frau ins Bett zu kriegen. Dachte er sei der König des Hauses und meinte immer Recht zu haben. Für sich war er der Allerbeste. Meckerte ständig rum und belehrte die weiblichen Mitbewohner, wie sie sich zu Verhalten haben und was sich alles ändern muss damit er zufrieden ist. Eigentlich hat er es gar nicht verdient hier erwähnt zu werden. Glücklicherweise kam er bei den Zuschauern auch nicht an und wurde rasch rausgewählt. Das hat er sich verdient.

Sandra, die Dumpfbacke. Sie wurde von RTL2 aus dem Container geholt, weil die Leute von RTL2 wohl der Meinung waren, dass sie sich besser um ihr Kind kümmern sollte, welches sie vor ihrem Einzug einfach so bei den Großeltern abgegeben hatte, statt die Zuschauer mit ihrer Eigenartigkeit weiter zu belästigen. Im Haus hat Sandra gerne ihr ganzes Talent gezeigt, nämlich das Talent sich auszuziehen. Eine Stripperin wie Sandra hat scheinbar sonst nix zu bieten. Wenn sie sich mal nicht nackig machte, hat sie mit Sascha M. geflirtet, gestritten oder geknutscht. Die beiden hatten sogar vor, dass erste Big-Brother-Baby zu produzieren. Sich nackig machen und pimpern, nicht wirklich überzeugende Fähigkeiten. Gut, dass sie nur kurze Zeit ihr Unwesen treiben konnte.

Kay, der Jammermann. Sein ganzes Unglück begann schon beim Einzug, als er wider Erwarten in den Bereich der Normalos ziehen musste. Diesen Schock hat er bis zu seinem freiwilligen Auszug nie verkraften können, weil er immer der Meinung war, dass er eigentlich zu den Reichen gehörte. Keine Ahnung wieso er dies gedacht hat. So verbrachte er die wenigen Tage, die er im Haus verbringen musste, damit, darüber zu jammern, wie schrecklich es doch sei für die Reichen zu putzen und deren Wäsche zu waschen. Selbst den Survivor-Bereich hätte er diesem schrecklichen Leben, welches er bei den Normalos führen musste, vorgezogen. Als dann auch noch das Wechselmatch verloren ging und er weitere Tage für die Reichen hätte knechten müssen war sein Unglück perfekt. Es überkam ihn sein Selbstmitleid und er verließ freiwillig das Haus. Armer Kay.

Kader, die Außergewöhnliche. Die Dame des Hauses wirkte anfangs doch arg Arrogant und auch ein wenig dumm. Aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit war Kader eine recht unterhaltsame Bewohnerin. Ihre Art zu reden und das ständige vergessen der Namen einiger Mitbewohner sorgte stets für Erheiterung. Auch ihre Statements, z.B. über Sascha S., der laut Kader einfach nicht authentisch war, waren irgendwie komisch. Sie kam mit den Herrschaften im Haus erstaunlich gut zurecht und entwickelte sogar Mitleid für die Survivor. Wer hätte das von ihr erwartet? Ihr Auszug kam leider etwas zu früh. Scheinbar hatten die Zuschauer schnell das Interesse an der verwöhnten, kleinen Person verloren. Hätte sie sich allerdings permanent nackig gemacht und sexuelle Handlungen an ihren Mitbewohnern durchgeführt wäre sie sicher länger im Haus geblieben. Vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon?

Susanne, die Unbemerkte. Sie hatte bereits nach zwei Tagen genug vom Leben im Haus und zog freiwillig aus. Man hat lediglich ihren Einzug und ihren raschen Auszug zur Kenntnis genommen, sonst hat man eigentlich nichts von ihr mitgekriegt, weshalb sich sicher bald niemand mehr an sie erinnern wird.

Ramona. Sie verließ nach 17 Tagen freiwillig das Haus, weil sie meinte zu merken, wie sie sich veränderte und nicht mehr sie selbst war. Durch ihren Auszug hat man leider nicht zu sehen bekommen in was sie sich dann letztendlich verändert hätte. Vielleicht in einen Kampfhund oder gar einen Werwolf? Auf jeden Fall in etwas Böses, denn sie spürte wie die Aggressionen in ihr immer mehr nach Außen drängten. Eine Verwandlung bei BB hat es bisher nicht gegeben und wäre sicher die TV-Sensation des Jahres gewesen. Schade, dass Ramona voher gegangen ist.

Jennifer, das Prinzesschen. Weisse. Bezeichnete sich selbst als Tussi und Prinzesschen. Weisse. Das kleine verwöhnte Persönchen jammerte im Survivorbereich den ganzen Tag nur rum und bemitleidete sich selbst. Weisse. Ihre weinerliche Stimme und die dazu passende Mimik waren grausam und sicher ebenso eine Qual für die Zuschauer als auch für die Mitbewohner. Weisse. Sie war eine Art weibliches Gegenstück zu Jammer-Kay. Weisse. Erst als sie in den anderen Bereichen wohnte hörte dieses jammern auf, lediglich die weinerlich, krächzende Stimme blieb erhalten. Weisse. Auch die Art, wie sie zu reden pflegte, weisse, war stets ein Genuss und wird einen immer an sie erinnern. Weisse. Unvergessen werden auch ihre wunderschön tätowierten Augenbrauen bleiben. Ey, weisse.

Achim, der Leichtgläubige. Seine Leichtgläubigkeit sorgte des Öfteren für Unterhaltung. Ihm konnte man die unglaublichsten Dinge erzählen und er hat sie prompt geglaubt. Der Hellste schien er auch nicht zu sein, denn bei Matches, in denen er mit recht leichten Fragen bombardiert wurde, sah Achim oft alt und hilflos aus und musste zumeist passen. Wahrscheinlich litt er unter mangelnder Allgemeinbildung. Nett anzusehen war es auch, wenn ihm, während er mal wieder Bewusstlos irgendwo rumlag, die Fingernägel von seinen Mitbewohnern lackiert wurden. Der glatzköpfige Unternehmer verließ das Haus, weil er im wahren Leben dringend geschäftlich benötigt wurde. Somit war er einer der ganz wenigen BB-Bewohner, der nicht arbeitslos war. Das machte ihn irgendwie zu einem besonderen Menschen.

Nadja. Die liebe und stets freundliche Nadja wohnte fast vier Wochen im Team der Normalos. Aufgefallen ist sie eher selten. Lediglich ihr Auftritt, als sie mit dem Pendel die spätere Kinderanzahl der Mitbewohner vorausgesagt hat und ihr Schwabbelbauch, aufgrund ihres eindeutig zu hohen Gewichts, werden in Erinnerung bleiben. Besonders diesen Anblick hätte sie dem Zuschauer ersparen sollen. Das war wahrlich nicht schön. Dafür sollte sie sich wirklich schämen.

Franco. Auch er zog freiwillig aus. Sogar zweimal. Sein erster Auszug dauerte allerdings nur ein paar Stunden, dann war er wieder im Haus. Auszugsgrund war ein Streit mit Elisabeth, welche gleich mit auszog. Doch nachdem sich beide ausgesprochen hatten waren sie plötzlich wieder da. Was für ein Affentheater. Francos zweiter Auszug war dann auch sein letzter. Da waren sein Freiheitsdrang und ein wenig auch die Spannungen, die dank Doreen immer größer wurden, die Gründe seines Auszugs. Ohne ihn sank das ohnehin nicht hohe Niveau im Haus noch weiter ab.

Ali, der Boxer. Nie war ein Auszug so tränenreich wie bei dem faulen, leicht reizbaren Ali. Dieser Ali, der sofort in seiner Ehre gekränkt war, wenn man ihn mal nicht nach seinen Vorstellungen ansprach, konnte richtig wütend und ausfallend werden und trat und warf in seiner Wut auch mal Gegenstände um. Auch war es kein Genuss ihm bei seinen Geschichten zuzuhören, die auf Grund seiner mangelnden Deutschkenntnisse und miserablen Grammatik wirklich nur schwer zu ertragen waren. Trotzdem haben fast alle Mitbewohner den Ali geliebt. Selbst RTL2 war so von Ali begeistert, dass sie ihm einen Boxkampf gegen das 30 Jahre ältere und 30 Kilo leichtere Fliegengewicht René Weller geschenkt haben. Diesen hat Ali dann vier Runden lang durch den Ring geprügelt. Kurz nach dem Kampf hatten die Zuschauer dann genug von Ali und er musste das Haus verlassen. Was danach folgte war ein Auszug, bei dem mehr gelitten und verzweifelter geweint wurde als auf den meisten Beerdigungen. Wäre Ali länger im Haus geblieben hätte man ihm sicher noch ein Denkmal errichtet. Schrecklich.

Doreen, die Ätzende. Unerklärlicherweise wurde Doreen im Team Reich geparkt. Dort passte sie natürlich gar nicht rein, denn sie war so verschroben, dass man es kaum ertragen konnte. In Doreens Kopf drehte es sich hauptsächlich um Sex. Sie war stets rollig und stand ebenso auf Männer wie auf Frauen. Doreen war nicht nur permanent geil, sie war auch noch vulgär, rechthaberisch und wirkte irgendwie billig. Ob bei ihr der Spruch “Dumm bumst gut” angebracht war, darüber kann man sicher streiten. Vermutlich ist sie im wirklichen Leben ja ganz anders und wurde nur falsch dargestellt.

Maxine, die Scheußliche. Sie, welche einst als Mann zur Welt kam und dann zu einer Art Frau umgebaut wurde, stets kreischte und mit einer wahrlich schrecklichen Stimme quälte, war nicht leicht zu ertragen und obendrein eine echtes Plapppermaul. Erzählte von einer Affäre, oder was auch immer, mit Herrn Effenberg und kam sich auch noch toll dabei vor. Was soll denn so etwas? Obendrein verhielt sie sich fast permanent wie eine Tussi. Und die Sprachkenntnisse ließen auch sehr zu wünschen übrig, ebenso wie das Allgemeinwissen. Diese Person war wahrlich nicht länger zu ertragen und ist auch keinen Tag zu früh rausgewählt worden.

Jennifer. Die schreckliche Berlinerin wurde zusammen mit Elisabeth nominiert und zog, wie schon die andere Jennifer, den Kürzeren. Während ihrer Nominierungszeit hat Zitter-Jenni immer wieder darum gebeten, dass die Leute doch gefälligst Elisabeth rauswählen sollten, weil sie ja noch so gerne im Haus bleiben wollte. Doch als sie dann rausgewählt wurde hat sie sich plötzlich riesig gefreut, weil sie ja unbedingt nach Hause wollte. So ein Schwachsinn. Die scheinbar verwirrte Jennifer wusste anscheinend selber nicht, was sie wollte und hat deshalb nicht nur einmal dummes Zeug gelabert. Na ja, was solls. Auf jeden Fall war fortan eine Merkwürdige weniger im Haus.

Karim. Das verwöhnte Scheißerchen zog aus, nachdem sein Team in den Survivor-Bereich musste. Da wollte der tolle Karim nicht hin, denn dafür war er zu wertvoll. An einem Ort, wo es nicht genug Schokolade und Zigaretten gibt, da konnte der egoistische und verwöhnte Karim nicht leben. Warum er bei BB mitgemacht hat, das kann man nur erahnen. Das in Vergessenheit geratene Mitglied der ehemaligen Jungengruppe Touché brauchte wahrscheinlich wieder etwas Aufmerksamkeit und wollte wohl auch ein wenig Werbung für seine neue CD machen, die sonst wahrscheinlich niemand gekauft hätte, weil sich kaum noch jemand an Karim, den verwöhnten Jungen errinerte. Wie auch immer, sein Auszug war sicher kein Verlust. Weder für die Mitbewohner noch für die Zuschauer.

Jeannine, die Frau mit den drei Talenten. Bei ihrem Auszug erlitt ihre Busenfreundin Franziska fast einen Nervenzusammenbruch. Man hätte fast glauben können, dass Jeannines Auszug gleichbedeutend mit ihrem Tod wäre. Sehr bedenklich. Über Jeannine gibt es nicht wirklich viel zu berichten. Lediglich ihre drei Talente müssen hier erwähnt werden. Talent eins wurde kurz nach ihrem Einzug präsentiert, als sie dem Jerry einen geblasen hat. Talent zwei zeigte sich immer wenn man ihr etwas Alkohol gab, dann führte sie regelmäßig ihren Arsch- und Tittenwackeltanz auf. Ihr drittes Talent bestand darin über ihre Affäre mit Dieter Bohlen zu berichten. Ständig mussten sich die Mitbewohner diese Sülze anhören. Jeannines Talente dienten wohl ausschließlich ihrer Geltungssucht. Sympathisch haben sie diese Talente nicht gemacht, weshalb sie dann auch gleich bei ihrer ersten Nominierung rausgewählt wurde. Manchmal sind drei Talente halt doch zu wenig.

Thomas, der Arschkriecher. Zumindest wurde er von einigen Mitbewohnern so bezeichnet. Sie waren der Meinung, dass der gute Thomas permanent in den Arsch von Sascha kriechen würde. Na ja, die passende Frisur, um einem ganz tief in den Arsch zu kriechen hatte Thomas schon, aber Aufnahmen, die eine solche Aktion beweisen, gibt es dazu nicht. Was Thommy unsympathisch machte waren seine ständigen Drohungen auszuziehen, wenn er nicht seinen Willen bekam. Mal mussten seine Teammitglieder drei Tage nur Suppe essen, weil er sonst ausgezogen wäre, ein anderes Mal weigerte er sich ein Lied so zu präsentieren, wie BB es vorgab. Extrawurst Thommy wollte seinen eigenen Text schreiben, was BB ihm dann auch erlaubte. Besonders erfreulich war, dass er, bevor er sein Lied vortragen durfte, ausziehen musste. Das hat er sich verdient.

Nicole. Die 33-jährige Labertasche war teilweise nervig und manchmal unterhaltsam. Immer wenn Nicky ihr Alter ins Spiel brachte hatte sie einen gewissen Unterhaltungswert. Und damit sie ihr Lieblingsalter nicht mit ihrem wahren Alter verwechselte hat sie es permanent wiederholt: “Hör mal, ich bin jetzt 33… . Für eine 33-jährige… . usw. Vielleicht lag es auch daran, dass sie hoffte, wenn sie es nur oft genug sagen würde, dann würde es Wirklichkeit. Aber nicht alle Wünsche werden wahr. Und als Nicky einmal unkonzentriert etwas von 38 erzählte  hat sie möglicherweise ihr richtiges Alter preisgegeben. Zumindest aber eines, welches näher an ihr echtes Alter heranreichte als ihr Wunschalter von 33. Arme Nicky.

Frank. Einer der wenigen, die bei ihrem Einzug und in der Anfangszeit unsympathischer waren als bei ihrem Auszug. Frank hat scheinbar durch diese Erfahrung bei BB einiges dazugelernt. Für ihn hat sich die Zeit im Haus gelohnt. Er fiel meist nur durch Lästereien und seinen etwas fülligen Körper auf. Er musste ausziehen, weil seine Familie und die Firma ihn dringend brauchten. Wie gesagt, für ihn hat es sich gelohnt dabei zu sein, für die Zuschauer war es irgendwie egal.

Elisabeth, die etwas Andere. Das Fazit zu Elsbeths Aufenthalt ist schnell gezogen. Netter Körper, ansonsten ziemlich unerträglich. In all der Zeit im Haus benahm sich Elsbeth wie eine unreife Pute, die kaum einer wirklich leiden konnte. So sehr man sich auch bemühte sie sympathisch oder wenigstens erträglich zu finden, man hat es nicht geschafft. Im Haus mochte sie evtl. der Karim, denn willige Frauen sind ja prinzipiell erstmal nicht schlecht. Karim jedenfalls hatte seinen Spaß mit ihr. Und das ist immerhin auch schon was.

Ilkay, die Schreckliche. Eine weitere furchtbare Person dieser Staffel. Sie hat es in recht kurzer Zeit geschafft den meisten Mitbewohnern auf die Nerven zu gehen und sich somit ziemlich unbeliebt gemacht. Ihr Auszug hatte sicher andere Gründe, aber es wird auch ihr nicht entgangen sein, dass sie bei den meisten Mitbewohnern recht unbeliebt war. Niemand konnte sie verstehen, sie selbst sich wahrscheinlich am wenigsten. Somit war ihr Auszug ein Glücksfall für sie, die Mitbewohner und die armen Zuschauer, die somit diese Art der Belästigung nicht weiter ertragen mussten.

Alessandro, der Nette. Der nette Alessandro fand alle Bewohner nett, sogar die Pappnasen Jerry und Paco. Nur Patricia fand er nicht mehr ganz so toll, nachdem er mitgekriegt hatte, dass sie sich von Jerry hat poppen lassen. So einen lieben und hübschen Kerl wünschten sich bestimmt viele als Schwiegersohn. Sein Auszug war trotzdem kein wirklicher Verlust und kam auch keinen Tag zu früh, denn Alessandros Unterhaltungswert ging gegen null.

Nadine, die Langweilige. Anstelle von Nadine hätte man auch einen Stoffteddy oder eine Barbiepuppe ins Haus einziehen lassen können, denn Nadine hatte wirklich so gut wie keinen Unterhaltungswert, sie war lediglich ganz nett anzuschauen, aber das sind Stoffteddys und Barbiepuppen auch. Somit war der langweilige Auftritt von Nadine nichts an was man sich erinnern wird. Bevor man mal wieder eine ‘Nadine’ ins Haus lässt, sollte man wirklich über die Möglichkeit nachdenken stattdessen einen Teddy bzw. Barbie ins Haus zu schicken.

Paco, der Märchenerzähler. Der dicke, spanische Banause zog wutentbrannt aus als BB den Bewohnern zwei Tage lang, als Bestrafung, Wasser und Brot verordnete. Der selbsternannte Spaßmacher, der aber nur in den seltensten Fällen Spaß verbreitetet hat, war mehr als nur lästig. Man hätte sich manchmal gewünscht, dass die Mitbewohner ihn in irgendeinem Schrank eingesperrt hätten, denn das war es was er verdient hatte. Er, der sich immer darüber beschwert hat, wie rücksichtslos die anderen ihm gegenüber sind, war selbst nichts weiter als ein kleines, unbeliebtes und für einige äußerst lästiges Männlein. Hielt sich für witzig, klug und unwiderstehlich und fing ständig an zu weinen, wenn mal was gegen ihn gesagt wurde bzw. irgendwer ihn kritisierte. Der unreife Paco war einfach nur Furchtbar und viel zu lange im Haus.

Heiko, der Gollum. Vor Big Brother machte er sich einen Namen als Sachsen-Paule, dann verwandelte er sich in den Gollum und zog bei BB ein. Als richtiger Ossi eigentlich ein Kandidat für den Sieg kam er aber irgendwie nicht so gut an. Nach seinem Auszug gab es BB auch wieder regelmäßiger ohne Untertitel, die bei Heiko häufig eingeblendet werden mussten, weil man den kleinen Sachsen oftmals überhaupt nicht verstehen konnte. Manchmal hatte man zwar den Eindruck, dass der gute Heiko geistig nicht ganz auf der Höhe war, aber einen gewissen Unterhaltungswert konnte man ihm letztlich nicht absprechen.

Silvana, die Intelligente. Sie zog freiwillig aus, weil Sascha immer gemein zu ihr war und sie weder sportlich, noch ausdauernd noch in irgendeiner Weise cool war. Das einzige womit sie dienen könne sei Intelligenz, doch das sei im Haus nicht gefragt. Diese Aussagen, evtl. nicht die mit der Intelligenz, kann man sicher bestätigen. Und das man nicht intelligent sein braucht, um bei BB mitzumachen, dass hätte ihr bei ihrer Intelligenz doch schon vorher klar sein müssen. Oder ist es schon intelligent, wenn man sich als Akademikerin bezeichnet? Ihr BB-Aufenthalt war jedenfalls nichts woran sich der Zuschauer gerne erinnern wird. Nicht einmal als sie in völliger Verwirrung auf einem Stuhl rumzappelte, sie hielt es für tanzen, kam auch nur ein Hauch von Sympathie für sie auf.

Patricia, die Frau, die sie Pferd nannten. Ihre Nominierung war schon eine echte Freude, ihr Auszug gar ein Fest für die Zuschauer, denn Patti, das Pferdchen, war eine ganz und gar schlimme Person. Dass sie sich selbst ganz toll fand war ja zu erwarten, aber das auch noch ein paar scheinbar verwirrte Mitbewohner von Patti begeistert waren ist nur schwer nachvollziehbar. Patti wird in Erinnerung bleiben intrigantes Tratsch- und Lästermaul. Ihre Anwesenheit war schon kurz nach ihrem Einzug nicht mehr wünschenswert und ihr Aufenthalt im Haus doch um einiges zu lang. Positives über Patti gibt es an dieser Stelle nicht zu berichten.

Michael, die Heulsuse. Jemanden wie ihn hatte Big Brother noch nie. Diese Kopie eines Mannes zog ins Haus, um so seine Frau zurückzugewinnen. Allein für diese Schwachsinnsidee hätte man ihn schlagen sollen. Dass es dann doch so einfach nicht ist und mehr dazu gehört seine Frau zurückzubekommen, als seinen Wunsch permanent im BB-Haus vorzutragen und mindestens alle dreiundvierzig Minuten mal in Tränen auszubrechen, hatte er doch tatsächlich so nicht erwartet. Als er dies nach etwa zwei Wochen endlich begriffen hatte, zog er sofort aus, aber nicht ohne dabei noch mal sinnlos rumzuweinen und zu jammern. Dieser Typ war echt keine Werbung für die Männerwelt.

Christian, das Großmaul. Dieser merkwürdige Kauz fand sich ziemlich toll und hatte an fast allen anderen was auszusetzen bzw. zu kritisieren. Er war aber nicht halb so toll, wie er sich selber fand, was sich besonders deutlich herauskristallisierte während der Matches und der Wochenaufgaben, denn da versagte er doch meist recht kläglich. Eine echte Niete also. Und so durfte Christian, der manchmal an die gute alte Neandertalerzeit erinnerte, schon nach wenigen Tagen das Haus wieder verlassen. Hurra!

Michele, the Itallian Stallion. Dieser Hitzkopf hat sich auch nicht viele Freunde im Haus gemacht. Auf jeden Fall nicht in seinem Team. In den ersten Wochen ging er eigentlich allen auf den Wecker mit den ständigen Meckereien in seiner Heimatsprache und seinem irgendwie überheblichem Getue. Als er dann in den Bereich der Reichen zu den Reichen gesperrt wurde, war er plötzlich wie ausgewechselt und fast schon richtig brav. Und als die Zeit im reichen Bereich um war, da war für Michele auch schon die Zeit im Haus vorbei, denn die Zuschauer wollten lieber Lydija weiterhin im Hause sehen als den irgendwie durchgeknallten Italiener.

Miriam, die Stämmige. Sie wurde wegen Regelverstoßes aus dem Haus geworfen. Und wie es sich für merkwürdige Menschen gehört, hat sie, als man ihr die Strafe angekündigt hat, so getan als würde sie sich darüber freuen endlich aus dem Haus zu dürfen. Stellt sich die Frage, warum sie es dann nicht schon vorher einfach freiwillig verlassen hat. Überhaupt konnte man sich über Miriam nur wundern. Hatte die größte Klappe, hielt sich für unglaublich toll und verfügte dabei scheinbar nur über die Intelligenz eines Autoreifens. Mit jedem Tag im Haus wurde sie unerträglicher und unerträglicher. Nichts, aber auch gar nichts an ihr war auch nur halbwegs unterhaltsam.

Mario. Tja, was kann man über Mario berichten? Eigentlich nichts, denn der Langhaarige war nicht wirklich lange im Haus und konnte neben den anderen, teilweise sehr Merkwürdigen, ein ziemlich unbemerktes Dasein fristen. Was nicht heißt, dass er nicht auch ein bißchen beknackt war. Man weiß es halt nicht, denn er fiel nicht so auf. Bedeutet aber auch, dass sein Unterhaltungswert gegen Null ging. Folglich war seine erste Nominierung zugleich seine letzte.

Solveigh. Die Frau mit der Zahnlücke und der missglückten Frisur war vom ersten Tag an überflüssig. Langweilig wie ein Stück Papier und witzig wie eine verfaulte Banane. Warum sie ins Haus einzog hat sie wahrscheinlich selbst nie verstanden. Einige im Haus bedauerten ihren Auszug, die Zuschauer wohl eher nicht. Ist aber auch nicht so wichtig. Positiv an ihrem Aufenthalt war lediglich ihr freiwilliger Auszug. Da konnte sie erstmals richtig Sympathiepunkte sammeln.

Petra. Absolut Rekordverdächtig. Schon nach etwa acht Stunden war für sie das Abenteuer BB beendet. Ob ihr Einzug ein Missverständnis oder nur ein Scherz war, wird sicher für immer ein Geheimnis von Petra und BB bleiben.

Sandra. Bei ihr kann man definitiv sagen, dass sie viel zu lange im Haus war. Das Hausmütterchen, welches immer wieder mal völlig grundlos in die Kameras grinste, war anfangs, als sie noch zurückhaltender war und weniger sprach, noch akzeptabel, als sie dann aber immer öfter irgendwelchen Blödsinn quatschte war sie nur noch lästig. Ihr merkwürdiges Verhalten wurde täglich unerträglicher. Dass sie sich so gut mit Lydija, Zoya und den anderen Zicken verstand spricht auch nicht für sie. Alles in allem war Sandra nur ein großes Ärgernis.

Mark, der Andersartige. Dieser Typ jammerte täglich über sein Leben und darüber, dass ihn niemand braucht, er ja so überflüssig sei und überhaupt alles Scheiße ist. In kurzen Momenten des Nichtjammerns poppte bzw. kuschelte er mit Franzi oder gab irgendwelche Weisheiten von sich, die nur er verstand. Hin und wieder gab er den Verständnisvollen, der allen das Leben erklären wollte. Gab Ratschläge, wie andere ihr Leben verbessern könnten und war beleidigt und zutiefst niedergeschlagen, wenn mal wieder etwas nicht so lief, wie er es vorgesehen hatte. Mark war auch ein sehr eifersüchtiger Kauz. Immer wenn Franzi sich mal intensiver mit anderen Männern im Haus unterhielt zog er eine Fresse und guckte böse und verständnislos. Als er dann aber plötzlich scharf auf Geraldine war, und wer weiß was mit ihr unter der Decke angestellt hatte, war das für ihn schon okay. Er konnte ja nichts dafür, dass es ihn plötzlich überkam. Er konnte eigentlich nie was für sein Verhalten. Der Tag, als er endlich das Haus verlassen musste war ein schöner Tag und einer der schönsten Momente dieser Staffel.

Zoya, die Zicke. Sie bezeichnete sich selbst als solche und war auch noch stolz drauf. Während ihres ganzen Aufenthalts war sie unerträglich, denn entweder sang sie irgendwelchen Mist und das auch noch schlecht, redete Blech oder schrie doof und sinnlos rum, weil ihr wieder irgendwas nicht passte bzw. jemand ihr irgendwas gesagt hat, was sie so nicht akzeptieren und begreifen konnte. Ihr unfaßbares Verhalten mag viele Gründe gehabt haben, doch entschuldbar war es nie. Ghettokind Zoya, so kann man sie nennen, denn sie wandelte auf unterstem Niveau, war eine Strafe für alle Mitbewohner und besonders für die Zuschauer. Sie wurde dann auch bei erster Gelegenheit mit deutlicher Mehrheit aus dem Haus gewählt, was als Wohltat erster Güte in die BB-Geschichte eingehen dürfte.

Professor Jerry, der Professor. Dieser glatzköpfige Held hat es tatsächlich geschafft in den sechs Monaten im Haus gleich drei Weiber zu pimpern. Erst war Jeanine dran, dann kurz Patricia und zuletzt Lydija. Jerry hat damit deutlich gemacht, wie diese Frauen ticken, denn wie die darum gebettelt haben von ihm gepoppt zu werden war ja schon nicht mehr schön. Auch sonst war Jerry ein pfiffiges Kerlchen. Er hat uns z.B. darüber aufgeklärt, dass Dromedare gar keine Tiere sind bzw. es Dromedare gar nicht gibt. Auch seine Geografie-, Grammatik- und Sprachkenntnisse waren überwältigend miserabel. Deshalb verdient er sich zu Recht als erster BB-Bewohner den Professor-Titel. Professor Doof.
Da Jerry noch mal einziehen durfte und weitere Wochen durchs Haus wanderte, hier noch ein paar Worte zu seinem zweiten Aufenthalt, bei dem man ihn fast nicht wieder erkannte. Er war plötzlich handzahm, sparte sich sein dummes Gequatsche und mimte auch nicht mehr den Hausclown, man hätte ihn richtig sympathisch finden können, wenn er nur nicht permanent mit Lydija am Zaun gelebt hätte. Jerry ohne Lydija fand praktisch nicht mehr statt und ebenso plötzlich wie er zurück ins Haus gewählt wurde, wurde er nun wieder rausgewählt.

Lydija Flodder. Die kleine Deutsche, die in Wirklichkeit eine Russin ist, zog zusammen mit Jerry aus, weil sie eine weitere Trennung von ihm einfach nicht noch mal durchmachen wollte. Eine Entscheidung, die man nur begrüßen konnte. Lydija war einfach unerträglich. Schon allein wie sie sprach mit ihrem Akzent, dazu ihre teils primitive und ordinäre Ausdrucksweise und ihr ganzes Benehmen waren schrecklich. Wenn man ihr Alkohol gab, sank das Niveau noch weiter und sie hinterließ irgendwie einen billigen Eindruck. Verständlich, dass Jerry wenig begeistert war, wenn Lydija sich mal wieder dem Alkohol hingab. Auch hat sie gewichtsmäßig schön zugelegt im Haus, weshalb man bei ihr immer mehr das Gefühl hatte, sie sei ein Mitglied der Familie Flodder. Für alle Zeit unvergessen bleibt ihr Gesangsauftritt mit dem Superhit “So schmeckt der Sommer”, was auch ihr ganzer Text war, bei dem sie obendrein ein schreckliches Kleid trug, blöd grinste und noch blöder tanzte. Auf ihre katastrophale Stimme braucht hier nicht näher eingegangen zu werden. Allein dafür hätte man sie sofort aus dem Haus entfernen müssen. Ihre letzte Aktion im Haus war es, sich ein schreckliches und viel zu großes Etwas auf den Rücken tätowieren zu lassen. Ihr letzter Schritt in Richtung Flodder?

Serhat. Auch er gehört zu den Bewohnern, an die sich sehr schnell niemand mehr erinnern wird, denn er war nur wenige Tage im Haus und zog dann freiwillig aus, weil er sich irgendwie unwohl fühlte und das eingesperrt sein satt hatte. Seine verfilzten Haare und sein lustiges Bärtchen gaben ihm zwar einen gewissen Wiedererkennungswert, doch bei dem kurzen Aufenthalt gerät auch das sicher sehr schnell in Vergessenheit. Im Haus war er scheinbar recht beliebt. Mehr gibt es nicht über ihn nicht zu berichten.

Volkmar. Volkmar als Volkmar war schon ziemlich heftig. Volkmar als Laetitia einfach nur beängstigend. Volkmar war ein Schwuler, wie es schwuler kaum geht. Sein Aussehen, sein Verhalten und seine Gesten waren so schwul, dass man es kaum ertragen konnte. Immer wenn er sich in Laetitia vewandelte schmerzten einem die Augen. Das hätte RTL2 eigentlich nicht ausstrahlen dürfen, denn wer weiß, welche Schäden diese Ausstrahlungen bei den Zuschauern verursacht haben und welche Spätfolgen noch auftreten? Auch sonst war Volkmar kein angenehmer Mensch, er lästerte viel zu viel und fand sich selbst viel zu toll. An dieser Stelle muss noch seinem Freund gedankt werden, der ohne Gewürzgurke Volkmar so unglücklich war und ihn dazu brachte freiwillig das Haus zu verlassen. Danke Waldemar oder wie auch immer Du heißt.

Katrin. Eine weitere einfach nur langweilige und überflüssige Frau dieser Staffel. Ihr Unterhaltungswert entsprach in etwa dem eines toten Silberfisches. Ihr gefiel irgendwie nichts, denn ständig war sie irgendwo am lästern und jammern. Eine solche Lästerschwester ist wirklich nichts für den Fernsehzuschauer. So wurde die kleine Katrin auch sehr schnell rausgewählt. Und niemand weinte ihr auch nur eine Träne nach. Das hat sie sich verdient.

Eric. Glücklicherweise waren sein Aufenthalt im Haus und die damit verbundene Belästigung nur von kurzer Dauer. Womit auch schon alles, was es positiv über Eric zu berichten gibt, gesagt ist. Auch dieser Mensch aus grauer Vorzeit hielt sich für ganz toll und musste ständig irgendwas sagen. Was er sagte war selbstverständlich hohl und belanglos. Witzig war er auch nicht. Er war lediglich lästig. Ein weiterer Bewohner der schnell in Vergessenheit geraten wird.

Rolf, besser bekannt als Mecker-Rolf, gehörte zu den Bewohnern, die weder beim Publikum noch bei den Mitbewohnern wirklich gut ankamen. Mecker-Rolf meckerte ständig an allem rum und die Mitbewohner waren ihm fast ständig ein Dorn im Auge. Er hielt sich für einen ganz tollen Kerl und einige der Mitbewohner für ‘Dumm wie Toastbrot’ bzw. fand er, dass sie ganz arme Würstchen waren. In seinen Augen war nur er würdig genug diese Staffel zu gewinnen. Dass so Eingebildete wie er schnell aus dem Haus fliegen, hat er sich sicher so nicht vorgestellt. Der Briefzusteller von der Post hat sich halt vom ersten Tag an maßlos überschätzt. Das einzige was er neben dem Meckern noch ganz gut hinbekam war der Hausputz. So gewinnt man nicht mal einen Blumentopf.

Marcus, der sich selbst Marckeem nannte, war ein sehr von sich überzeugter Mensch. Er fand, dass Deutschland echte Typen, wie ihn, braucht. Da stellt sich natürlich die Frage, wofür Deutschland solche Typen brauchen könnte. Denn es waren während seines Aufenthalts keine besonderen Fähigkeiten bei ihm zu erkennen, es sei denn, dass es etwas Besonderes ist sich besonders merkwürdig zu kleiden. Ebenso merkwürdig wie seine Kleidung war der ganze Marcus. Er sang/rappte sehr gerne und stellte sich gerne in der Mittelpunkt. Sein Unterhaltungswert war jedoch nicht viel höher als der einer bunten Tischdecke. Und bunte Tischdecken gibt es in Deutschland schon genug.
Um nicht sofort nach seinem Auszug wieder in Vergessenheit zu geraten hat sich Marcus dann noch etwas ganz besonderes einfallen lassen. Er forderte Michael zu einem Boxkampf heraus. Michael nahm die Herausforderung an und vermöbelte den guten Marcus dann mal so richtig im Ring. Somit hatte Marcus genau das bekommen, was er verdiente und sein blödes Grinsen war auch erstmal aus seinem Gesicht verschwunden. Herrlich.

Isabel. Auch sie war glücklicherweise nicht sehr lange im Haus. Isabel fühlte sich im Haus meist unwohl und missverstanden und verbrachte die meiste Zeit damit zu jammern und über andere zu lästern. Ihre grässliche Stimme dabei zu hören war für die Zuschauer ebenso eine Qual, wie ihre ganze Art. Ihr ständiges Geläster war sehr anstrengend und ihr nicht vorhandener Humor machte ihren gesamten Aufenthalt zu einer Strafe für die Zuschauer.

Geraldine, die ungekrönte Badezimmer-Königin. Den größten Teil ihres Aufenthalts verbrachte Geraldine im Bad. Selbst nachts traf man sie oft im Badezimmer an. Nirgendwo sonst fühlte sie sich so wohl wie an diesem Ort. Sie konnte sich stundenlang die Zähne putzen oder irgendwelche Korrekturen an ihrem Haar vornehmen und betrachtete sich immer wieder gerne vor dem Badezimmerspiegel. Sie verließ das Bad lediglich zum essen, für die Matches und manchmal auch zum schlafen. Später, als sie das Bad nicht mehr ganz so oft besetzte, traf man sie dann oft vor dem Kühlschrank an, wo sie die eine oder andere Zwischenmahlzeit verschlang. Dies wiederum führte dazu, dass die gute Geraldine etwas an Gewicht zugelegte, was den sonst recht netten Anblick doch etwas störte.

Peggy. Ihr Auszug gestaltete sich etwas schwierig, da sie erst aus dem Arsch von Franzi, in dem sie fast permanent steckte, rauskommen musste. Das erklärt evtl. auch warum sie so lange im Haus bleiben durfte. Denn wer bei irgendwem im Arsch steckt, der wird leicht übersehen. Und was sollte es sonst für eine Erklärung dafür geben, das diese kleine, pummelige Person so lange im Haus bleiben durfte? Vielleicht war sie ja eine liebe und nette Person, aber in erster Linie ging sie einem doch nur auf die Nerven. Bei Peggy gab es aber auch überhaupt nichts, was ihren langen Aufenthalt in irgendeiner Weise rechtfertigen konnte. Gar nichts!

Lelo. Auch dieser Kindskopf war nur schwer zu ertragen und definitiv zu lange im Haus. Besonders in seiner Anfangszeit, als er ständig sang oder komische Geräusche von sich gab, hätte man ihn permanent würgen können. Glücklicherweise ließ dieses Verhalten später nach, was aber keinesfalls bedeutete, dass er es von da an nicht mehr verdient gehabt hätte gewürgt zu werden. Zu oft wirkte Lelo wie ein Schulkind mit seinem merkwürdigen Verhalten und seinem kindischen Gequatsche. Auch sein Wissensstand schien oftmals dem eines Erst- oder Zweitklässlers zu entsprechen. Alles in allem ein weiterer schrecklicher Bewohner ohne Unterhaltungswert, dafür aber mit einem hohen Nervfaktor.

Daniela. Nach sechs Monaten im Haus sah Daniela aus wie eine gemästete Gans mit einer Stinktierfrisur. Mit jedem Tag im Haus wurde sie fetter. Ihre Cellulite präsentierte sie mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass man fassungslos den Kopf schütteln musste. Selbst ihren frisch angefutterten Bauch zeigte sie immer wieder gern. Eine so schreckliche Figur in so knapper Bekleidung gehört sich einfach nicht, doch leider hat ihr das niemand gesagt. Aber nicht nur das war schrecklich, auch sonst war Daniela echt nervig. Ihre Art und vor allem ihr schreckliches Gequatsche waren eine schlimme Sache und eine harte Strafe für alle Zuschauer. Wieso nur durfte sie so lange im Haus bleiben? Wieso? Wieso? Wieso?

Natalie, die hohle Nuss. Optisch konnte Natalie schon gefallen. Doch sobald sie ihren Mund aufmachte verflogen die Sympathien. Das lag zum einen an ihrem fürchterlichen und übertriebenen Lachen, zum anderen, und das war noch viel schlimmer, an ihrem dummen Geplapper. Aus ihrem Mund kam während ihres ganzen Aufenthalts nur Blödsinn. Zu allem musste sie ihren unqualifizierten Senf dazugeben und plapperte fast durchgehend nur dummes Zeug. Wenn sie mal für einen Moment keinen Mist quatschte sprang sie entweder wie eine Verrückte durchs Haus oder machte, meist unter Alkoholeinfluss, einen besonders bräsigen Eindruck, tanzte dabei merkwürdige Tänze, küsste und leckte an Daniela oder anderen mehr oder weniger wehrlosen bzw. ebenso besoffenen Mitbewohnern rum oder räkelte sich, nachdem sie einige Hüllen fallen ließ, halbnackt im Zimmer herum. Wie schrecklich Natalie tatsächlich sein konnte, sah man noch deutlicher, nachdem ihr Freund ins Haus zog. Wie sie diesen behandelte war schon erschreckend. Unglaublich, dass er sich das alles gefallen lassen hat. Pfui.

Nicole, die Schöne. Sicherlich war der Unterhaltungswert von Nicole nicht der Größte, aber dafür war sie fast immer nett anzuschauen. Lediglich ihr Trainingsanzug-Outfit störte etwas den Gesamteindruck, aber wirklich schlimm war auch das nicht. Insgesamt eindeutig die schönste Bewohnerin dieser Staffel. Bei Nicole gab es nicht wirklich was zu meckern und deshalb ist sie zu Recht so lange im Haus geblieben.

Toni, die Schlaftablette. Schon alleine für seine Daniela-Gedächtnisfrisur am letzten Tage hätte er sich eine Ohrfeige verdient gehabt. Das war wieder so ein Moment in dem man sich fragte, was in seinem Kopf wohl vorgehen mochte. Aufgedreht und lebhaft war Toni nur, wenn man ihm Alkohol gab. Da hat er dann sinnlos getanzt, mit den Frauen geflirtet und sich einmal sogar zu Geraldine ins Bettchen verirrt. Wie es sich für einen richtigen Mann gehört, hat er dann am nächsten Tag erstmal so getan, als ob nichts gewesen wäre. Später dann hat er die Bettgeschichte furchtbar bereut. Von dem Tag an wurde er noch nachdenklicher und langweiliger. Auf Toni hätte man getrost verzichten können.

Carsten alias Dr.Horror. Der Bewohner mit dem größten Unterhaltungswert. Seine fantastischen Obst- und Stuhlganggeschichten, seine dramatischen Frisurprobleme und sein Geläster hatten einen wahrlich hohen Spaßfaktor. Zwar hatte man manchmal den Eindruck, dass er irgendwie nicht ganz richtig in der Birne ist, aber gerade das machte ihn auch wieder so sympathisch. Auch seine Zuneigung zu Nicole hatte einen hohen Unterhaltungswert und zeugte von seinem guten Geschmack was Frauen betrifft. Jedoch wusste Carsten nicht, wie er seine Zuneigung, oder war es einfach nur Geilheit, Nicole mitteilen konnte und wie er sich Verhalten sollte. Doch er wusste ganz sicher, dass er sie sofort ‘besprungen’ hätte, wenn sie ihn nur gelassen hätte. Nur ließ sie ihn nicht. Und deshalb lästerte er dann auch immer wieder über sie. Trotzdem war Carsten eine Bereicherung für diese Staffel.

Jupp war so korrekt, dass man ihm den Sieg gegönnt hätte, wenn er länger im Haus gewesen wäre. War er aber nicht. Trotzdem fand er alles geil und korrekt. Jupp sah aus wie Popeye und wenn er laut durchs Haus polterte, konnte man fast Angst bekommen vor ihm. Brauchte man aber nicht, denn Jupp war ein gutmütiger und lieber Kerl im Körper eines Grobians. Sogar seinen Job hat er aufgegeben, nur um noch länger im Haus bleiben zu können. Seine Dialoge mit Carsten waren fast immer lustig und unterhaltsam. Korrekt.

Michael, der Ur-Survivor. Niemand fühlte sich so wohl und passte so gut in den Survivor-Bereich wie er. Man hatte oft das Gefühl dieser Bereich sei nur für Michael entstanden. Mit der Auswahl seiner Teammitglieder war Michael meist sehr unzufrieden. Doch er überlebte sie alle und war ein Jahr lang dabei. Bei den Matches war er meist völlig unbrauchbar und enttäuschte dort auf ganzer Linie. Wenn er bei einem Match mitmachte war es schon so gut wie verloren. Gut war er allerdings bei seinem Boxkampf gegen Marcus. Dem hat er ordentlich was auf die Nase gehauen und sich somit seinen dritten Platz redlich verdient.

Franziska ‘Franzi’ Flodder. Sie war sich wahrscheinlich bis zum Schluss sicher als Siegerin das Haus zu verlassen. Doch diesmal war es nichts mit einem Sieg für Ossis. Und ehrlich gesagt hatte es auch sonst keinen Grund gegeben warum Franzi diese Staffel hätte gewinnen sollen. Sie konnte zwar wirklich schön furzen, die unmöglichsten Sachen zu ihrer doch etwas üppigen Figur tragen und ganz toll mit Mark rumpoppen, aber für soviel Geld reicht so etwas zum Glück nicht und somit geht der zweite Platz letztlich irgendwie in Ordnung.

Sascha, der Gewinner-Typ. Er war bei den meisten Mitbewohnern beliebt und auch bei den Matches fast immer sehr erfolgreich. Seine Challenges meisterte er auch ganz locker. Es gab nicht wirklich was an ihm auszusetzen und schon kurz nach seinem Einzug stand er als Top-Favorit auf die Million fest. Insgesamt betrachtet der verdienteste Sieger alle Staffeln bisher.

© 03.2005

Big Brother – The Battle

Die vierte Staffel sollte wieder etwas ganz besonderes sein. Mehr Spannung und weniger Langeweile. Das versprach auch schon der geniale Untertitel »The Battle«. Diesmal fand das ganze in einem richtigen Haus statt und nicht mehr in dem alten Container der ersten Staffeln. Das Haus verfügte über einen Luxusbereich und einen eher bescheidenen Bereich für die Loser. Die Kandidaten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und mussten irgendwelche aufregenden Spiele gegeneinander bestreiten. Die Verlierer wohnten danach im Loserbereich. Acht Kandidaten zogen zu Beginn der Staffel ein. Zehn weitere zogen im Laufe der Sendung nach. Jedes Mal, wenn einer der Kandidaten das Haus verließ zogen zwei neue ein. Dies wurde solange wiederholt bis 13 Bewohner im Haus waren. Dann wurden die Bewohner, wie aus den ersten Staffeln bereits bekannt, solange dezimiert bis es einen Gewinner gab. Leider durften die Bewohner nur Bewohner aus ihrem Team nominieren, was nicht ganz so prickelnd war.
Insgesamt war die vierte Staffel unterhaltsamer als die letzten Staffeln. Lediglich die letzten drei Wochen zogen sich wie Kaugummi und man sehnte das Ende herbei. Die Battles waren meist recht unterhaltsam. Die Bewohner im Gewinnerteam erwiesen sich als richtige Saufziegen und waren fast jeden Abend besoffen und feierten irgendwelche merkwürdigen Parties mit noch merkwürdigeren Spielchen. Im Team von Nadine ging es in den Spielchen meist darum einem anderen Teammitglied die Zunge möglichst tief in den Rachen zu schieben. Alkohol enthemmt halt. Während des Tages und vor den reichhaltigen Alkoholgenüssen waren die Bewohner eher gelangweilt und wussten oftmals nichts mit sich anzufangen. Also nahmen sie sich Zeit und drückten den Mitbewohnern Pickel am Rücken oder sonstigen Körperteilen aus. Das war wirklich schön anzusehen und brachte den einen oder anderen Zuschauer sicher auf die Idee mal wieder in den Zoo zu gehen.

Auch dieses Mal war der Gewinner ein arbeitsloser Ossi. Woraus sich wieder einiges schließen lässt. Ossis arbeiten nicht und rufen ständig dort an, wo es was zu gewinnen gibt. Widerrede zwecklos. Denn wenn viermal ein Ossi gewinnt, dann kann das kein Zufall sein, vor allem wenn man bedenkt was für Pappnasen immer gewonnen haben, den Sieger der ersten Staffel mal ausgenommen. Deshalb sollten wegen der Chancengleichheit in der nächsten Staffel entweder gar keine Ossis mitmachen oder alle Bewohner aus dem Osten kommen.

Folgende Bewohner sorgten für Unterhaltung

Michel, der Unausgeglichene. Der erste Schweizer bei Big Brother. Ein echter Gewinnertyp. Hat er zumindest von sich behauptet. Gemerkt hat man davon nix. Er war vom ersten Tag an mit der Situation im Haus überfordert, aufbrausend, ausfallend, seines Alters(angeblich 38) nicht würdig und hatte sich eigentlich nur im Schlaf unter Kontrolle. Wurde bei den Mitbewohnern immer unbeliebter wegen seines widerwärtigen Benehmens. Besonders erwähnenswert ist, wie er sich als Karaoke-Sänger versucht hat. Das war schon eine Art Körperverletzung, was er da zum Besten gab. Schon nach fünf Tagen zog er freiwillig aus. Trotz alledem hatte er einen hohen Unterhaltungswert und deshalb hätte der abgedrehte Schweizer noch ein bisschen länger bleiben können.

Marc, die Mütze. Auch er zog freiwillig aus. Einen Tag nach Michel. Ob er es ohne Michel nicht ertragen konnte? Was soll man zu ihm sagen? Er hatte eine Mütze mit und die trug er fast ständig. Ansonsten trat er kaum in Erscheinung. Er wäre besser zu Hause geblieben, denn für Unterhaltung hat er nicht gesorgt.

Gabriella, die Ungarin. Sie war schon beim Einzug ins Haus nicht wirklich sympathisch. Und das blieb auch so. Besonders störend war ihr Gequatsche mit diesem nervenden Dialekt. Es gab nur zwei Momente in denen sie sympathisch war. Erstens, als sie das Haus geputzt hat. Das war Klasse und passte zu ihr. Und zweitens, als sie ausziehen musste. Das war noch besser. Zu der Frage, die sie beim Auszug immer wieder gestellt hat »Was habe ich bloß falsch gemacht«, gibt es nur eine Antwort. »Du hättest nicht bei Big Brother mitmachen sollen«.

Carla. Dieses selbstverliebte Lästermaul blieb zum Glück nur eine Woche. Dann hatten die Zuschauer die Schnauze voll von dem Weib, welches so richtig abartig gucken und reden konnte. Eine solche Person hatte es noch nie bei Big Brother gegeben. Wo gräbt man nur solche Tussis aus? Carla war die Unerträglichkeit auf zwei Beinen. Man kann nur hoffen, dass man in Zukunft nix mehr von ihr hört.

Larissa, die Unbeliebte. Über sie wurde im Haus ziemlich oft gelästert. Besonders von den Frauen. Larissa stand irgendwie auf Lidschatten, gerne vor dem Spiegel und hat sich immer wieder interessante Frisuren gemacht. Außerdem war sie immer recht schnell beleidigt und hat auch ganz gerne mal geweint, wenn sie mal wieder kritisiert bzw. missverstanden wurde. Dieses Leid wollten die Zuschauer ihr nicht länger zumuten und deshalb war ihr Aufenthalt nach zwei Wochen beendet.

Ulf, die Meister-Propper-Kopie. Der Mann mit dem roten Pfeil auf dem Kopf hatte einen gewissen Unterhaltungswert. Bei den »Battles« hat er zwar meistens versagt und sich hinterher geärgert, aber bei Nadja kam er recht gut an. Bei ihr durfte er öfter mal anfassen und etwas schmusen, was Ulfi auch echt gern gemacht hat. Und da Nadja öfter mal rumzickte und nicht schmusen wollte, schmuste er halt ein bisschen mit Nadine. Wenn er mal nicht schmuste bzw. sich über verlorene Battles ärgerte, dann lief er im Garten herum und präsentierte seine »Königs-Python«. Das machte ihm mächtig Spaß. Dazu passend noch folgender Satz von ihm. »…dann sind wir alle nackt um den Pool gerannt, aber nur ich.« So etwas nennt man Unterhaltung!

Khadra, die Nervensäge. Hat die Zuschauer permanent mit ihrer markerschütternden Stimme, grässlichen Schreiattacken und ihrer ständigen Besserwisserei gequält. Musste ständig im Mittelpunkt stehen und hatte immer recht. Führte mit jedem Mitbewohner Einzelgespräche, um erstens ihre grenzenlose Neugier zu befriedigen und zweitens lebenswichtige Ratschläge zu gegeben, denn Khadra wusste immer was die anderen dachten und fühlten, jeglicher Widerspruch war zwecklos. Orakel Khadra konnte man nicht täuschen. Niemals. Außerdem wusste sie nie, wann sie zu schweigen hatte und eine Diskussion beendet war. Das letzte Wort war von Khadra für Khadra reserviert. Bei den »Battles« war sie stets ein Totalausfall. Ihr Wunsch für das Leben nach Big-Brother (eine Brustvergrößerung) ist ein weiterer Beweis dafür, dass mit Khadra irgendwas nicht stimmte. Ihr eindeutig zu später Auszug war ein erlösendes Erlebnis.

Petra, die Vergessliche. Sie hatte doch tatsächlich mal eine Woche nichts gegessen, weil sie es vergessen hatte. Das klingt absolut krank und deutet auf eine mächtige Störung hin. Auch ihr sonstiges Verhalten ließ nur den Schluss zu, dass Petra irgendwie einen an der Murmel hatte. Ein Beispiel dafür ist, dass sie vor dem Haareschneiden wissen musste, wie die Sterne stehen, denn bei falscher Stellung kriegt sie struppiges oder schuppiges Haar. Außerdem fühlte sie sich ständig persönlich angegriffen und war immer gleich beleidigt, wenn mal mit ihr geredet wurde. Sie wirkte eigentlich permanent verwirrt und deplaziert. Ihr eigenwilliges Geschwätz ging mit jedem Tag mehr auf die Nerven. In diesem Sinne: »Scheiße« und »Fuck off«.

Botho-Kay, der Schnarcher. Drei Wochen wohnte er im Haus. Die ersten zwei Wochen verbrachte er damit Petra anzubaggern und über Nadja und Lucie zu lästern. Okay, die hatten es verdient, aber Botho war dabei nicht unterhaltsam genug. In der letzten Woche hat er dann die fehlende Sauberkeit im Haus beklagt. Damit hatte er zwar auch recht, aber im Haus hat es niemanden interessiert. Insgesamt hat Botho sich und die Zuschauer ziemlich gelangweilt. Deshalb kann man abschließend sagen, dass er etwa 21 Tage zu lange im Haus war.

Clemens, der Ösi. Der unauffälligste Bewohner dieser Staffel. Clemens wurde zum ersten Mal bemerkt als er sich die Haare färben ließ und dabei eine undefinierbare Farbe verpasst bekam. Später wurden seine Haare blond gefärbt. So fiel er optisch wenigstens etwas auf. Das nächste mal, dass er auffiel, war als er nominiert wurde. Da war er ziemlich enttäuscht, wütend, fassungslos, traurig und verständnislos. Zu diesem Zeitpunkt kam er in seinem “Kuschelteam” auch wirklich nicht gut an. Schließlich wollte er nicht kuscheln (war eh keine(r) für ihn da) und außerdem hatte er sich einfach zu häufig über die mangelnde Sauberkeit und Ordnung in seinem Team beschwert. Das hätte er besser gelassen, obwohl er damit richtig lag, denn so was wollten die Schmierlappen in seinem Team nicht hören. Darüber hinaus wollten oder konnten sie ihm seinen Wunsch nach tiefsinnigen Gesprächen nicht erfüllen. Clemens hatte es wahrlich nicht leicht im Haus.

Lucie, die Tussi. Eine Frau, die Big Brother seinen Zuschauern hätte vorenthalten sollen. Einen besonders gebildeten Eindruck hat sie jedenfalls nicht hinterlassen. Dafür wurde sie immer gleich laut, wenn sie jemand darauf hingewiesen hatte, dass sie mal wieder im Unrecht war. Und das war sie oft. Nur hat Lucie es halt immer anders gesehen. Sie sagte auch immer wieder, dass sich die anderen ja wie im Kindergarten verhielten. Dies allerdings war verständlich und ließ sich damit erklären, dass der Kindergarten vermutlich ihr höchster Bildungsabschluss war und sie deshalb nichts anderes kannte. Eine heiße Anwärterin auf den Titel “Dümmste BB-Bewohnerin 2003”.

Hella, die Volksmusikantin. Die sympathischste Frau dieser Staffel. Und somit auch die einzige, die diese Staffel hätte gewinnen dürfen. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als sie anfing mit Sava rumzuturteln. Denn zuletzt konnte man es einfach nicht mehr sehen. Mal lag sie neben, dann auf und mal unter Sava. Außer Sava gab es für sie ja gar nichts mehr. Schrecklich. Dass sie sich vorstellen konnte auch nach Big Brother noch glücklich mit Sava zu sein, war wirklich nicht nachvollziehbar. Soviel Naivität war geradezu erschreckend. Schade.

Kai, die Hupe. Bei seinem Einzug fiel Kai durch sein etwas krasses Äußeres mächtig auf. Allerdings nicht unbedingt positiv. Es war nicht zu erwarten, dass er so unterhaltsam sein würde. Je leerer das Haus wurde, desto mehr bekam man von ihm mit. Und das war gut, denn Kai war witzig und brachte Schwung ins Haus. Seine Kommentare waren eine Bereicherung inmitten der meist langweiligen Gespräche der anderen Schnarchnasen im Haus. Leider musste er viel zu früh ausziehen, denn Leute mit Ecken und Kanten, die auch mal Kritik üben und ihre Meinung einfach so sagen kommen halt oftmals nicht gut an. Kai hätte eigentlich gewinnen müssen, denn er war nicht nur der mit Abstand beste Bewohner dieser Staffel, er war der unterhaltsamste Bewohner aller bisherigen Staffeln. Einfach sensationell.

Sava, die Grinsebacke. Bei seinem Einzug wirkte er eher unsympathisch, denn da grinste er doch ein wenig zuviel. Nach einiger Zeit im Haus allerdings war er teilweise recht unterhaltsam. Seine lustigen Statements und seine scheinbar soziale Einstellung haben doch positiv überrascht.
Sava liebte alle Frauen. Nur wollten weder Carla, noch Nadja, noch Petra so wie er gerne wollte. Somit blieb nur noch die etwas naive Hella. Diese war relativ leichte Beute für den fast permanent grinsenden Sava. Fortan sah man ihn nur noch auf, unter und neben Hella im Haus liegen und der größte Teil seiner Witzigkeit war verflogen. Umso länger die beiden turtelten, desto nerviger wurde es. Erst nach Hellas Auszug wurde Sava wieder etwas unterhaltsamer. Insgesamt ein ganz akzeptabler Bewohner mit einigen gravierenden Fehlern, die er während seines Aufenthalts jedoch meist verbergen konnte.

Nadine, die alte Frau. Ehrlich gesagt war sie gar keine alte Frau. Sie sah nur so aus. Vielleicht wirkte sie deshalb von Anfang an eher unsympathisch. Möglicherweise lag es auch an ihrer Frisur oder an ihrer Art. Wahrscheinlich war sie ja auch gar nicht so schlimm, wie es schien. Sie war halt dabei und fiel mal mehr, mal weniger auf. Vermutlich war sie zu lange im Haus. Aber ein wirkliches Urteil kann an dieser Stelle nicht gebildet werden.

Gabriel, der Popelfresser. Der zweite Schweizer in dieser Staffel. Doch im Gegensatz zu Michel sah er gut aus, war intelligent und erfolgreich bei den Battles. Und er war ein Popelliebhaber. Anfangs nutze er jede Gelegenheit in seiner Nase nach saftigen Popeln zu suchen, um diese dann genüsslich zu verzehren. Die feinsten Delikatessen findet man scheinbar in der eigenen Nase. Eine weitere Leidenschaft von ihm war es nachts im Dunkeln an seinen Genitalien rumzuspielen. Auch dies machte ihm scheinbar eine riesige Freude. Aus irgendeinem Grund wurden diese beiden Lieblingsbeschäftigungen aber mit fortdauerndem Hausaufenthalt immer mehr reduziert, so dass es nichts mehr über “Gabi” zu lästern gab. Somit war er ein echter Kandidat auf den Gewinn dieser Staffel. Doch leider hat auch er es nicht geschafft.

Holger, die Schnarchnase. Insgesamt war er ein verdammt langweiliger Typ. Sein größtes Talent bestand darin einfach nur dazusitzen und vor sich hinzustarren. Am liebsten hatte er beim starren bzw. nachdenken (wie er es nannte) eine Flasche Bier in der Hand. Und wenn er in besonders guter Form war, dann gab er auch mal Kommentare ab, doch auch dies wirkte meist ziemlich unmotiviert. Im Verliererbereich hatte Holger Probleme einzuschlafen. Lag wahrscheinlich daran, dass es dort keinen Alkohol für ihn gab. Bei den Battles allerdings war Holger meistens recht wach. Warum er allerdings davon überzeugt war, dass er der Gewinner dieser Staffel sein würde, lässt sich nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich machte ihn der übermäßige Alkoholgenuss so selbstsicher. Er wird sicher den meisten als langweiliger, rothaariger Typ aus dem Osten mit einer Flasche Bier in der Hand in Erinnerung bleiben. Besser als nix!

Nadja, die Einfältige. Was konnte man auch von einer Frau erwarten, die sich den Rücken mit einem Riesentattoo verschmiert hat und überall mit Piercings durchlöchert ist? Vermutlich nicht viel. Ihr Lieblingsthema war selbstverständlich Sex. Nur beim Thema Sex schien sie motiviert. Alle durften erfahren, dass sie es am liebsten von hinten(Anal) mag, dass sie durch ihre Piercings nicht so leicht zu stimulieren ist, dass sie “harte Stöße” braucht und ihre “Muschihaare” überaus lästig findet. Meistens lief sie im String-Tanga(der durchsichtige war am allerfeinsten) durchs Haus, um allen ihren Körper zu zeigen. Ihre uninteressanten Geschichten, die sie immer wieder zum Besten gab waren auch eine Klasse für sich. Monotoner Erzählstil, unendlich lange Erzähldauer und die grundsätzlich verpatzte Pointe machten ihre Erzählungen zu einer echten Höllenqual. Eine Schande, dass dieses glupschäugige Mondgesicht so lange dabei sein durfte.

Jan, die Lippe. Dieser eigenwillige Kauz wurde mit jedem Tag im Haus unerträglicher. Jan fand alles ganz prima bzw. nicht so schlimm und hatte permanent Verständnis für jeden Mist den die Mitbewohner/innen verzapften. Er war stets bemüht nirgendwo anzuecken und lieb zu allen zu sein. Eine Schleimtüte allererster Güte. Seine Versuche witzig zu sein waren teilweise Mitleiderregend, größtenteils aber nur ekelerregend. Ein toter Kanarienvogel konnte kaum humorloser sein als dieser Bursche. Doch dieser nicht vorhandene Humor, seine liebe Art und sein Ossi-Bonus haben ihn diese Staffel gewinnen lassen. Herzlichen Glückwunsch, Jan. Die Zuschauer werden Dich nie verges …ähm… vermissen.

© 07. 2003

Big Brother – Back to basic

Bei der dritten Auflage gab es im Container sogar eine Badewanne und vor der Dusche war keine Tür mehr. Außerdem gab es keine Einzelbetten mehr. Einfach nur 2 Schlafräume mit großen Liegeflächen, damit kreuz und quer geschlafen werden konnte. Man hoffte vermutlich, dass in der neuen Staffel ganz wild rumgepoppt würde und man schön viel nackte Haut zu sehen bekäme, um die Spanner vor dem Fernseher glücklich zu machen. Damit sich die Bewohner wohl fühlten waren die Wände ganz toll bunt bemalt worden. Schön.
Da Endemol kreativ war und voller guter Ideen steckte zog auch ein Pärchen in den Container. Und als Krönung wurde ein “Maulwurf” platziert. So eine Art Marionette, die immer das machen musste, was man ihr sagte um Spannung in die Hütte zu bringen. Eine wahrlich schwachsinnige Idee.
Wieder zogen 12 Personen für 106 Tage ins Haus. Diesmal 6 Frauen und 6 Männer. Nach drei Wochen folgte noch ein zusätzlicher Bewohner. Ein Schweinchen namens Konrad. Süß.

Auch diesmal hatte sich RTL selbst übertroffen. Noch schlimmere Gestalten als in den ersten beiden Staffeln. Fast nur Andersartige. Und die Zuschauer auch diesmal wieder erschreckend in ihren Entscheidungen. Hatten am Ende die Möglichkeit den Gewinner zu wählen und entschieden genauso erbärmlich wie beim letzten Mal und schafften einen zweiten Fall Alida. Einfach zu blöd. Oder warum hat Karina gewonnen? War es ein weiterer Beitrag zur Hilfe des Ostens, oder aber weil die ganzen Ossis abgestimmt hatten. Die sind ja eh alle arbeitslos, wie behauptet wird, und haben nichts Besseres zu tun als den ganzen Tag bei irgendwelchen Telefonaktionen teilzunehmen. Also das Ganze war schon sehr bedauerlich.

Die Bewohner sorgten selbstverständlich wieder für Freude total. Sie haben ständig dummes Zeug gelabert, geheult, rumgezickt, so getan als seien sie toll, das Schwein vernachlässigt, die Nacht zum Tag gemacht und lauter andere langweilige Dinge getan. Sie waren fast alle ziemlich gestört und hätten eine Therapie gebraucht. Stattdessen sind sie durch den Container geirrt und haben gezeigt, dass die wahren Kranken nicht immer in Kliniken untergebracht sein müssen. Was für eine Erfahrung für die Zuschauer. Danke.

Die Bewohner:

Nicole, das Gebiss. Die Intelligenz in Person. Überall musste sie versuchen mitzulabern, obwohl sie gar nicht wusste, was eigentlich los war. Und wenn sie dann den Überblick total verlor, oder sich mal wieder witzig fand, dann hat sie einfach gelacht, denn Lachen kommt immer gut an, dachte sie. Angeschissen Nicole! Dein Lachen ätzte.
Und dazu dieses ständige heulen. Jedem hat sie mindestens einmal was vorgeheult und irgendwelche wirren Geschichten erzählt. Was war das doch für eine Schrulle. Und dazu ihr legendärer Spruch: Wer zuletzt lacht, lacht zuerst. Richtig Nicole. Und wer zuerst auszieht, der wohnt nicht mehr im Container. Und das ist gut so.

Jörg, der Colonel. Auch so eine Pappnase. Man fand der sich toll. Lief meist völlig gestört durch den Container und machte komische Bewegungen. Und so einer ist Lehrer. Das erklärt möglicherweise warum mit den Schülern heutzutage nichts mehr los ist. Toll, wie er sich immer wieder zum Affen gemacht hat. Am widerlichsten jedoch, dass er ständig seinen Körper vor einer Kamera präsentieren musste und dabei immer irgendwelche englischen Worte und Sätze von sich gab. Und dann musste er noch ständig singen. Immer wenn es mal ruhig war fing der Knabe urplötzlich zu singen an und ging allen auf den Keks. Er wollte halt allen zeigen, dass er nach Big Brother unbedingt eine Platte aufnehmen und Karriere machen muss. Das fehlt auch noch! Der hat alle schon genug gequält, der alte Glatzkopf!

Michael, der Durchgeknallte. Konnte ungeheuer witzig sein. Na ja, zumindest könnte es so gewesen sein, denn verstanden hat man ihn selten, so wie der genuschelt hat. Und wie nett er immer zu den Mitbewohnern war. Er war einfach der Beste. Zumindest hielt er sich dafür. Also wenn das keine echte Witzfigur war, wer dann? Ihm fehlte es ganz sicher nicht an Intelligenz, er war scheinbar nur dumm. Eine echte Nulpe. Doch er fand sich immer ganz toll und hat auch immer allen seinen Körper gezeigt. Als er auszog war ein Verrückter weniger im Haus. Was für eine Freude.

Anja, die Kröte. Angeblich 27 Jahre alt, aber niemand hat mit 27 einen so alten Kopf wie sie. Sie sah aus, wie die alte Frau von nebenan, die sich von ihrer geringen Rente nur Sachen aus dem Altkleidercontainer leisten kann. Seit ihr Micha den Container verlassen hatte, weinte sie fürchterlich und hatte gar keinen Spaß mehr. Denn sie ist nämlich ein humorvoller Mensch, der immer gerne viel Spaß hat und gerne lacht. Zumindest hat sie das von sich behauptet. Doch wer hat die schreckliche Frau jemals lachen sehen? Meist versuchte sie cool zu gucken, nur seit wann können Kröten das? Endemol hat ihr dann 50.000 DM angeboten damit sie den Container vorzeitig verlässt. Und als sie das Geld annahm, um das Haus zu verlassen, waren alle Zuschauer glücklich und zufrieden. Endlich waren die von dieser Gestalt befreit. Danke Endemol, vielen Dank.

Silvia, der Maulwurf. Hoffentlich wurde sie gut bezahlt dafür. Mehr gibt es zu der Person mit der schrecklichen Stimme nicht zu sagen. Und mehr wird auch nicht gesagt. Denn wer interessiert sich schon für Maulwürfe?

Huy, der Gitarrenliebhaber. Was ein wonniges Bürschchen. Man hatte der Spaß, als Micha und Anja noch da waren. Da konnte er immer laut schreien und hatte ja so was von Fun. Und dann musste Micha gehen und Huy wurde ganz traurig und irgendwie auch verrückt. Erst wollte er Konrad umtaufen. Stundenlang saß er neben dem armen Kerl und rief ihn immer wieder Micha. Und weit und breit kein Psychiater da, um ihn aufzufangen. Das arme Schwein. Und als auch Anja ging verkroch er sich ins Frauenschlafzimmer und hat die Gitarre angemacht. Zwar recht plump, aber es entwickelte sich ein sehr langes Gespräch. Und da Gitarren bekanntermaßen nicht wirklich reden können, hat er halt auch für die Gitarre gesprochen. Dann hat er noch eine Freundin der Gitarre kennenlernen wollen. Die gute alte Strumpfhosenpackung. Die fand er richtig scharf und so haben die drei ein paar schöne Stunden im Bett verbracht. Hätte er doch vorher nur professionelle Hilfe angenommen, dann wäre den Zuschauern dieses menschliche Schicksal erspart geblieben.

Ana-Marija, das geschminkte Suppenhuhn. Selten jemanden gesehen der sich so schlecht schminken konnte. Und wie viel von dem Zeug sie sich immer ins Gesicht geknallt hat. Einfach widerlich. Aber es gibt nun mal so Frauen, die nicht merken, was Scheiße aussieht. Ansonsten kann man nach drei Wochen Containeraufenthalt nicht viel sagen. Egal!

Katja, der Albtraum aller Männer, die Frau die einfach nur schrecklich war. Was hat man da nur in den Container gepackt? Und sie ist sogar mit ihrem Freund Cornelius in den Container gegangen. Wieso hatte die überhaupt einen Freund? Und wieso konnte dieses Etwas nur so lange im Container bleiben? War es, weil alle anderen Mitleid hatten? Nur gut, dass die Zuschauer sie nicht mochten, sonst wäre sie noch länger geblieben. Ein schrecklicher Gedanke. Und was konnte sie doch immer schön “Weißt Du” sagen. Und so oft. Eigentlich ständig. Nur was wollte sie damit zum Ausdruck bringen? Und was wollte sie mit folgendem Satz sagen? “Es gibt hier Leute, die nicht aussprechen, was sie sagen”. Tja, was soll man dazu sagen? Jedenfalls war es ein schöner Moment als Katja endlich auszog.

Thomas, die Nervensäge. Was hat der doch einen Spaß in den Container gebracht. Was hat der doch für Witze gemacht. Okay, kaum jemand konnte darüber lachen, aber das war ihm egal, denn er hat gelacht. So hatte wenigstens einer seinen Spaß. Und er hatte, und hat sie vermutlich noch immer, seine Wahnsinnsstimme. Unvermeidabr, dass er mit dieser Stimme auch immer zu singen versuchte. Immer wenn er anfing Töne von sich zu geben, dachte man, dass einem der Schädel platzt, so grausam klang das. Dazu dieses kindische Verhalten, wenn mal jemand Kritik anbrachte. Da hatte er dann keine Argumente und wurde patzig wie ein Kleinkind. Irgendwie war sein Verhalten eh meistens kindisch. Aber egal. Auch das haben alle überstanden.

Cornelius(Coco), die Trantüte. Unglaublich, was für dumme Gesichter der machen konnte. Er sah meistens aus wie ein alter Penner, dem die Haare ausfallen. Na ja, bei der Frisur nicht wirklich schlimm. Was gibt es sonst noch über den Typen mit dem verfilzten braunen Mantel zu sagen? Nicht viel. Seinen Geschmack was Frauen betrifft kennt man ja. Ansonsten war Coco echt uninteressant.

Tajana, die Schnatterliese hat sich viel zu lange im Container aufgehalten. Ständig war sie beleidigt, weil ihr irgendwas nicht gefiel und alle sie angeblich so schlecht behandelten. Die arme Frau. Alle waren so gemein zu ihr. Na und, der hätten sie den ganzen Tag den Arsch versohlen sollen, damit sie ihre Klappe mal gehalten hätte. Was wollte die nur in dem Haus? Für die Menschenrechte einer Frau mit angepappten Haaren demonstrieren? Wollte sie allen Zuschauern beweisen, wie unerträglich sie sein kann? Das jedenfalls hat sie geschafft. Sie sollte sich erstmal eine Frisur kaufen.

Wulf, der Unauffällige. Den hat man wirklich kaum bemerkt. Der war so unauffällig, dass man nicht einmal über ihn lästern kann. Er hätte ruhig gewinnen können, denn er hatte Schulden und brauchte das Geld.

Medy, der Sonnengebräunte. Auch dieser langhaarige Mitbewohner konnte nie wirklich nerven. Er war ziemlich normal im Gegensatz zu den anderen Bewohnern im Haus. Umso verwunderlicher, dass er die Staffel nicht gewinnen konnte. Da stellt sich die Frage, ob die Zuschauer nicht vielleicht Rassisten sind.

Karina, die Stimme. Unglaublich mit was für schrecklichen Stimmen Frauen manchmal ausgestattet werden. Schrecklich, wie oft Blondie allen was vorheulte. Und ihr nervendes Gelaber ständig. Dazu dieses dumme Getue, dass sie ja gar nicht verstand, wieso immer gerade der Bewohner ausziehen sollte, denn damit hat sie ja nie im Leben gerechnet. Dazu auch noch das dumme Geschwätz, als sie gewonnen hatte. Wie konnte das nur passieren? Das ist doch krank.

© 05. 2001

Big Brother 2

Sehnsüchtig von all den Fernsehsesselpupsern erwartet und dann gleich mit 12 Bewohnern ins Rennen gegangen. 7 Frauen und 5 Männer hatten die Ehre die ersten zu nsein. Ganze 106 Tage dauerte der Spaß. Doch das war nicht der einzige Unterschied zur ersten Staffel. Diesmal sollte alles noch viel schöner werden. So jedenfalls war der Plan.

Mal schnell alles zusammengefasst. Es wurde rumgezickt, dann wurde nicht geputzt, dann gelästert, gekuschelt, wieder nicht geputzt, Wochenaufgaben wurden in den Sand gesetzt und das Putzen vergessen. Zwischendurch wurde über die anderen gelästert, gekuschelt, trainiert wurde irgendwie gar nicht. Na ja, waren halt alles faule Säcke da im Container, welche dachten sie seien im Urlaub und eh was Besseres. Und Einbildung ist auch ne Bildung. So gesehen war sehr viel gebildetes Volk im Container. Dann wurde wieder rumgezickt und hinter dem Rücken der anderen gelästert und wieder gekuschelt. Dann wurde gepoppt, manche zogen aus, andere ein. Dann wurde geputzt… nein, geputzt wurde nicht.
Dann zog auch hier irgendein Kater ein und wurde gleich von den schreienden Bewohnerinnen in Empfang genommen, was ihn auf die Idee brachte sich erstmal zu verstecken und zu hoffen, dass die kreischenden Ischen vielleicht doch irgendwann mal schweigen. Besonders muss ihn das Ebru erschreckt haben. Dennoch hat er überlebt und zog einen Tag vor dem Finale aus. Der Glückliche.

Und nun zu den Bewohnern:

Marion, die heulende Stripperin. Was war das nur für eine Qual, ständig dieses Nervenbündel zu sehen. Und zur Belohnung bekam sie auch noch eine zweite Chance und zog wieder ein, obwohl die Zuschauer und die Bewohner sie doch schon einmal rausgewählt hatten. So was darf nie wieder passieren. Aber einen tollen Auftritt hatte sie doch noch, mal abgesehen von ihrem zweiten Auszug. Ihr berühmter Streit mit Daniela bescherte uns das neue Schimpfwort: “Kaulquappenfischlein”. Das ist ein schönes Wort, fein gemacht Marion.

Steffi, die zickige Ärztin. Offensichtlich kurzsichtig, denn wer so aussieht und sich für so toll hält, muss kurzsichtig sein- oder weitsichtig? Egal, auf jeden Fall hatte sie einen Sehfehler, dummerweise hatte sie aber die Brille nie auf der Nase, sondern immer nur im Haar. Die auf ihre Fehlsichtigkeit zurückzuführende Fehleinschätzung ihres Äußeren ist auch auf ihre Stimme geschlagen – auch die hielt sie für toll. Steffi glaubte sowieso das sie die beste und klügste sei und somit auch der Nabel der Welt. Nachdem sie endlich rausgewählt war, das alte Lästermaul, war Schluss mit der Personalityshow und auch die andern Bewohner waren mal zu sehen.

Christian, der Nominator. Nach dem Einzug war er eher unsympathisch, aber er hat sich toll entwickelt. Ein feiner Humor. Goldig sein Streit mit Hanka. Noch besser seine Statements im Sprechzimmer. Schade nur, dass er so bald schon das Haus freiwillig verließ. Solche Leute braucht man im Container, dann hat man auch ein paar Zuschauer mehr.

Celine, die arme Person, die in der ganzen Schar eifersüchtelnder Ebrus und Alidas keine Chance bekam. Die einzige, die sie mochte war Jörg. Eigentlich war sie ganz nett, aber eine Gefahr für die anderen Weiber, weil es hätte ja sein können, dass sich die von ihnen beanspruchten Männer auch mal mit ihr unterhalten und nicht die ganze Aufmerksamkeit ihren Herrinnen schenkten. Offiziell durfte sie nicht bleiben, weil sie in den drei Tagen nicht genug geputzt hatte – als ob das jemals wichtig gewesen wäre, denn sonst wäre ja schon mal vorher geputzt worden.

Jörg. Der kettenrauchende, zappelige Bi, der sich selbst nicht für nervös hielt, entsprach genau dem Bild, das der Normalo von einem Schwulen hat. Jörg wirkte deshalb eigentlich immer so, als sei er gerade einer kitschigen Komödie entsprungen und kaum jemand hätte ernsthaft gedacht, dass es solche Typen im wirklichen Leben gibt. Jörg hat uns dann aber doch positiv überrascht, als er – nachdem Celine keine Chance bekam – sich dazu entschloss, freiwillig das Haus zu verlassen, weil er die ganze verlogene, intrigante Bande nicht mehr ertragen konnte. Gut gemacht, Jörg.

Christian, called Biwi. In welchem Wald Bayerns die Fernsehmacher den aufgetrieben haben, wurde nie aufgeklärt – vorsichtshalber sollte man alle Wälder Bayerns künftig meiden. Biwi, der Naturbursche, der angeblich auch mal nackt durch den Wald läuft – so was nennt man doch Exhibitionismus und ist auch irgendwie widerlich. Zum Glück ist er so klein, dass man ihn auch übersehen könnte, aber leider nicht überhören, denn er konnte minutenlang ohne Luft zu holen und ohne Nachzudenken reden. Und obwohl er scheinbar nie Luft holte, hatte er doch unheimliche Blähungen, die im Haus öfter Anlass zu Diskussionen gaben, weil er – natürlich wie er nun einmal ist – seine Winde allen voller Stolz präsentieren musste. Danke, Biwi.

Hanka. Die rotsträhnige Abrissbirne, die immer auf die Etikette so bedacht war. Man konnte sie auch für humorlos halten – obwohl sie selber meinte sie hätte welchen. Den konnte sie nur nicht zeigen. Noch besser wäre es gewesen sie hätte sich nie gezeigt und die Fernsehzuschauer nicht mit ihrer echt humorlosen Art belästigt. Auch sie hätte gerne auch jemanden zum kuscheln im Haus gehabt. Wie bitte? Wieso sollte ausgerechnet im Container jemand mit ihr kuscheln wollen, wenn das doch schon außerhalb keiner wollen kann? Bäh, was für ein absurder Wunsch. Wahrlich keine Freude, was RTL2 mit dieser Person seinen Zuschauern zugemutet hatte. Gut, dass sie nicht noch länger im Container blieb.

Daniela, die gackernde Barbiepuppe. Die akustische Höchststrafe für jeden BB-Zuschauer war der schwäbische Traum aller Männer. Aber so wie es bei manchen schönen Frauen nun mal ist, sie sollten schweigen. Nicht nur ihre liebreizende Stimme quälte alle, die Krönung war ihr unbeschreibliches Gegacker. Legendär auch ihre Eifersucht. Und Sätze wie: “Dann ist Polen offen!” Was für ein literaturpreisverdächtiger Satz. Und wie toll sie sich immer fand. Na ja, die Figur war schon okay, aber das war es dann schon. Unreifes Suppenhuhn.

Karim, der sonnengebräunte Scherzkeks. Was war er doch für ein Schelm. Wie schön er die arme Hanka beleidigt hat. Dabei wollte er doch nur Spaß, aber Abrissbirnen verstehen das ja nicht. Und als er rattig wurde hat er sich Dumpfbacke Daniela geschnappt und es ihr mal richtig besorgt, oder hat sie es ihm besorgt? Egal, Hauptsache sie hatten ihren Spaß. Und die Zuschauer etwas zum gucken und die Einschaltquoten gingen noch mal hoch. Genau wie das Teil von Karim. Schön, dass er bei seinem Auszug die Gackermaus mitgenommen hat. Das hat er gut gemacht. Applaus.

Walter, Prinz Valium. Der süße Teenieschwarm mit der Zuckerfrisur. Ja, er war schon ein aufregender Typ. Gähn… . Aber niedlich. Und so…langweilig. Ja, das war der Walter.

Lilian, die Unscheinbare. Kaum war sie drin, war sie auch schon wieder raus. Aber erwähnen muss man sie ja. Sie war eh nur aus einem Grund in dem Container, nämlich um den anderen Bewohnern die langen verfilzten Zottelhaare zu richten, denn sie ist Haarkosmetikerin. Lilian, es war schön mit dir, auch wenn eigentlich nichts war.

Linda, der blonde Breitmaulfrosch. Tja, was soll man dazu sagen. Blond, großer Mund und mehr auch nicht. Hat sich gerne mit Harry gestritten und war kurz danach auch schon wieder raus.

Das Ebru. Unverständlich wieso eine so narzisstische und eifersüchtige Persönlichkeit wie die Türkin das Casting überstanden hat. Die Psychologen müssen besoffen gewesen sein oder bestochen, als sie die auswählten. Unklar auch wieso Ebru meinte sie sei schön. Schade für Ebru, dass sie mit 23 wie mindestens 32 aussah. Für immer unklar wird bleiben wieso sie nicht von den anderen Bewohnern nominiert wurde und erst als die Zuschauer endlich das Zepter in die Hand nehmen konnten, sie das Haus verlassen musste. So eine heulende, zickende, rauchende, kreischende, nervende und eingebildete Person will man sicher niemals mehr wieder im Container sehen!

Alex, der Sportler. Ging anfangs dem Zuschauer tierisch auf den Keks, entpuppte sich aber als akzeptabler Bewohner. Super Leistung. Danke, Alex.

Frank, der Unauffällige. Dass Frank im Container wohnte hat man erst bemerkt, als er zum Karneval rausgeholt wurde. Danach ist er gleich wieder abgetaucht. Und das machte ihn so erfolgreich: Schweigen, nicht auffallen, mit Alida turteln, nett sein und sonst nichts. Na ja, zum Sieg hat es zwar nicht gereicht, aber weit ist er so gekommen. Fast so wie der John damals in der ersten Staffel, aber glücklicherweise nur fast.

Harry, der Rocker. Der Mann hätte, nachdem der Nominator weg war, eigentlich gewinnen müssen. Aber Pustekuchen. Sicher, auch er war nicht toll, aber wenigstens nicht so eine Nervensäge wie die meisten anderen. Und immer so schick gekleidet. Papa Schlumpf war echtokay. Doch das verwirrte Publikum hat anders entschieden.

Alida, die mit der Matschfrisur. Die Siegerin. Wie konnte das nur passieren? Reicht es schon, dem Publikum einmal die dicken Titten zu zeigen, um zu gewinnen? Es scheint so. Das ist traurig, sehr traurig. Aber sonst kann es keinen Grund für ihren Sieg gegeben haben, denn sie war auch nicht besser als die anderen Weiber. Ein Lästermaul, nicht ganz so arg zwar, aber trotzdem. Und diese Frisur. Obwohl, was für eine Frisur? Diese angematschten Haare, die formlos an ihrem Kopf pappten waren doch nicht wirklich eine Frisur. Oder hat sie gewonnen, um sich eine neue Frisur zu kaufen? Das wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben. Nur wiederholen darf sich so was nie wieder. Jemand wie Alida darf niemals mehr als Siegerin den Container verlassen.

© 01. 2001

Big Brother 1

Endlich war es soweit und eines der Medienereignisse des Jahres 2000 startete. 10 Bewohner lebten für 100 Tage in einem Container. Ständig und überall von Kameras beobachtet.
5 Frauen und 5 Männer versuchten die 250.000 DM zu gewinnen, aber verdient hatten die meisten von denen das nicht, weshalb sie auch bald rausgewählt wurden. Es wurden wirklich aufregende Tage im Container. Es wurde trainiert, dann haben sich 2 Gruppen gebildet, dann wurde trainiert, es wurden die Wochenaufgaben gemacht, es wurde wieder trainiert, dann rumgezickt, natürlich nominiert, schon wieder trainiert, ausgezogen, eingezogen, trainiert, rumdiskutiert und plötzlich gab es einen Gewinner und das Haus war endlich leer. Zwischendurch zog sogar eine Katze ein und irgendwann auch wieder aus. Einer der wenigen Höhepunkte der ersten Staffel.

Die tollen Bewohner:

Despina. Zog mit ein und dann ganz schnell wieder aus. Sie kam einfach nicht klar, also weg damit.

Thomas. Tja, war auch kurz dabei, passte aber irgendwie nicht zu den anderen und durfte gehen.

Jana. Auch keine an die man sich erinnern muss. Hielt sich 4 Wochen im Container auf, aber fiel kaum auf. Kein Verlust. Auf Wiedersehen.

Zlatko, Sladdi the Brain. Ein irgendwie drolliger Bursche aus Osteuropa, der sich so gab wie er war. Irgendwie unwissend, aber doch nicht doof. Und woher soll man in Osteuropa wissen, dass man Shakespeare weder trinken kann, noch dass es ein Schauspieler ist. Schwamm drüber. So hat er doch immer wieder für Lacher gesorgt. Und wie schön er sich die Brusthaare schneiden konnte. Toll. Als er dann mal wieder nominiert wurde und gegen Jürgen keine Chance hatte, was war das doch traurig. Ein Stück deutscher Kulturgeschichte verließ den Container. Und nichts war mehr so, wie es mal war.

Jona, das bekiffte Mädchen. Sie war ein echtes Energiebündel, voller Power und Tatendrang. Nur leider nicht während sie im Container wohnte. Stellt sich abschließend die Frage, wo sie die ganzen Drogen versteckt hatte, denn ohne hätte sie nicht einen so bekifften und verwirrten Eindruck hinterlassen können. Oder doch? Ist dann, als ihr der Stoff ausging, freiwillig gegangen. Das war der absolute Höhepunkt ihres farblosen Gastspiels.

Kerstin und Manuela, Manu raus. Was waren die beiden doch sympathisch. Schon wenn sie auf dem Bildschirm zu sehen waren wünschte man sich, dass es Big-Brother nie gegeben hätte. Pfui, wie grausam. Dieses bornierte Verhalten. Grausam. Und wie aufregend, dass Kerstin immer alles diskutieren musste. Der arme Alex, der lediglich seinen Spaß wollte, musste ständig alles ausdiskutieren mit ihr. Wie erotisch. Bla, bla, bla… . Und dann die Superzicke Manu, schon vom ersten Moment an hatte sie alle Sympathien. Oh Gott, die armen Menschen, die drausssen mit ihr leben müssen. Ob es da eine passende Therapie gibt? Vermutlich nicht. Aber einen schönen Tag haben die beiden den Zuschauern dann doch noch bereitet. Der Tag an dem beide zusammen auszogen. Das war ein Fest. Danke ihr zwei, vielen Dank.

Alex. Irgendwie immer ungepflegt, was seine Frisur betraf, doch eigentlich ganz nett. Hat sich ziemlich zurückgehalten und somit kaum jemanden wirklich gestört. Hat sich irgendwann vor lauter Langeweile Kerstin gegönnt und sich die Tage so ein wenig angenehmer gestaltet. Warum auch nicht. War dann auch recht lange im Haus und hat verdientermaßen nicht gewonnen.

Verena, die Stewardess. Zog irgendwann ein, gefiel nie wirklich und zog wieder aus. Aber erwähnen muss man sie ja.

Sabrina, die dralle Dumpfbacke. Plötzlich zog sie ein und keiner wusste warum. Eine echte Nervensäge und Supersabbeltasche des Jahres. Niemand hat je rausgefunden, wie man die abstellen konnte. Und ihre Lebensgeschichte. Wie chaotisch, traurig, nervend und überhaupt. Sicher wurde es langsam langweilig im Container und man musste was tun. Aber war das nicht vielleicht ein bisschen viel des Guten? Wie auch immer. Auch sie zog ja irgendwann wieder aus und alles war wieder gut. Na ja, nicht wirklich, aber es war ein Fortschritt.

Andrea, die kleine Schokomaus. Wirkte irgendwie unsympathisch und war schrecklich lange im Haus. Ansonsten fiel sie zum Glück kaum auf, vor allem wenn es dunkel war hat man sie oft übersehen. Aber das kann passieren. Obwohl, wenn man sie mit den anderen Bewohnerinnen vergleicht, dann war sie doch zu recht länger im Container. So fair muss man schon sein beim Verurteilen.

Jürgen, der durchtrainierte FORD-Arbeiter. Er war von Anfang an ein positiver Bewohner. Nicht so hohl und nervig wie die meisten anderen. Ein ruhiger Vertreter. Ein Sympathieträger. Einer, wo man sofort wusste, der bleibt lange. Und dann kam der letzte Tag. Andrea war schon weg, nur noch er und der Arbeitslose. Und da passiert das schier Unglaubliche. Jürgen wird nur Zweiter. Was war geschehen? Hatte das Publikum was am Kopf? Hatte Endemol am Ergebnis gedreht? Fassungslosigkeit machte sich breit. Aber so ein Containerleben ist halt voller Überraschungen.

John, der Arbeitslose. Selten hat man einen so unauffälligen Bewohner gesehen. Na ja, die riesigen Löcher in seinen Ohrläppchen, die fielen schon auf und auch seine kleinen Tätowierungen, aber ansonsten wusste man bis kurz vor Schluss nicht einmal wer er war. Immer wenn er im Bild war dachte man einer der Techniker wäre kurz im Haus, um irgendwas zu überprüfen. Das war aber ein Irrtum, John war ein Bewohner, der plötzlich gewonnen hatte. Einfach so. Aber im Nachhinein doch nicht schlecht, denn schließlich war er arbeitslos und hatte Familie, da ist das Geld schon beim Richtigen gelandet.

© 06. 2000

Werbung mal anders

Die folgende Werbung ist eine Aufgabe, die mir in der 7ten oder 8ten Klasse gestellt wurde. Meiner Meinung nach ging es darum, dass wir Werbung witzig präsentieren sollten. Ich fand durchaus witzig, was ich daraus gemacht habe, aber mein Lehrer meinte nur, dass meine Arbeit am Thema vorbei ginge. Keine Ahnung, was er damit meinte.

Bitburger
Bitte ein Bit
HB
Lecker Zigarettchen

 

Polycolor
Dermatologisch getestet
Erotische Wäsche
Einfach verführerisch

 

Rahmspinat
Gesunde Ernährung ist sehr wichtig
Whiskas
Abnehmen mit Genuss

 

Frischzellenkur
Jung und gesund bis ins hohe Alter
Fenjala
Nur das Beste für schöne Haut

 

Rein pflanzlich
Für ein frisches Aussehen

© 11.1999