Montagsausflug

Erneut optimales Wetter für einen Ausflug. Perfektes Wetter auch, um den Benz zu nehmen. Doch weil der Tank des Benz leer ist und ich mein Geld für diesen Monat längst ausgegeben habe, muss das Coupé mich fahren. Seitdem die Räder von vorne nach hinten und die von hinten nach vorne gewechselt wurden, fährt sich das Coupé viel angenehmer und es ist sogar okay eine Weile lang 160 zu fahren. In der Regel fahre ich aber langsamer, weil ich das einfach entspannter finde.

Zu meiner Überraschung führt mich der Ausflug in den Teutoburger Wald. Eine spontane Idee von Agnes, die zu meiner Überraschung auch noch den Hund mitgebracht hat. Erwartungsgemäß habe ich meine Wanderschuhe von gestern wieder an. Schließlich wusste ich nicht, dass ich heute wieder in einem Wald aktiv sein werde. Das Wetter ist ebenso perfekt wie meine Begleitung und so wird der freie Montag zu einem guten Tag. Alles ist nach meinem Geschmack. Zum Abschluss gehen wir noch eine Kleinigkeit essen, dann endet der dritte Ausflug meines verlängerten Wochenendes. Von mir aus kann es so weitergehen.


Sonntagsausflug

Während Manni mit dem Motorrad im Sauerland unterwegs ist, bin ich mit Petra in Hohensyburg. Da Mittagszeit ist, essen wir eine Kleinigkeit im Road Stop. Für mich gibt es Chicken Nuggets und Pommes. Es muss Jahre her sein, dass ich zuletzt so schlechtes Essen serviert bekam. Dagegen ist jedes Essen bei McDonald´s ein Festmahl. Die Pommes sind maximal Mittelmäßig und die Chicken Nuggets einfach nur widerlich. Die Panade, die scheinbar in altem Fett gebadet wurde, schmeckt so lecker, dass man nie wider irgendwas essen möchte. Selbstverständlich kann ich so etwas nicht aufessen. Schon alleine, wie das alles angerichtet wird ist wenig prickelnd. Und das bei den Preisen. Das kann man maximal einem Hund servieren, den man nicht besonders mag. Auf dem Foto erkannt man, dass ich sehr großen Appetit hatte.

Weil Petra heute in Topform ist, möchte sie die große Runde gehen, was bedeutet, dass wir eine Art Waldspaziergang machen.

Optisch ist alles schön anzuschauen und ich habe zum Glück auch das passende Schuhwerk an.

Irgendwann erreichen wir eine Art Plattform, die einen herrlichen Blick ins Tal bietet.

Menschen haben wir bisher recht wenige getroffen, was mir sehr gefällt. Erst an der anderen Plattform tummeln sich viele dieser meist nutzlosen Lebewesen. Wir finden dennoch eine freie Bank und nehmen Platz. Dort sitzen wir eine Weile rum, betrachten die Umwelt, atmen frische Luft bis Petra sich eine Zigarette anzündet. Dann mache ich ein Selfie, bevor wir weiter wandern. Ich fotografiere noch den alten Mann auf dem Pferd und die Sonne, bevor wir in einem Café noch etwas trinken.

So endet wenig später der Sonntagsausflug, der möglicherweise für lange Zeit der letzte war, denn bald kommen die dunklen Monate, die meist kalt und zu ungemütlich für Ausflüge sind.

Samstagsausflug

Weil das Wetter überraschend schön ist, muss Petra gegen ihren Willen einen Ausflug mit mir machen. Immerhin darf sie beim Ziel mitentscheiden und so landen wir in Bergkamen. Obwohl das Ausflugsziel quasi direkt um die Ecke ist, war ich noch nie hier. Das zeigt einmal mehr den begrenzten Radius, in dem ich mich bewege und es spricht eindeutig gegen mich, dass ich mich in der Regel nur in so einem begrenzten Radius bewege. Normalerweise hätte uns Manni zu diesem Ausflug begleiten dürfen, aber bei schönem Wetter ist er mit dem Motorrad unterwegs, weshalb er uns nur selten zur Verfügung steht.

Wie setzen uns in ein Café und trinken etwas. Ich bekomme einen Rhabarbersaft und bin zufrieden in der Sonne zu sitzen und Wasser um mich herum zu haben.

Anschließend gibt es noch einen Spaziergang zum Beversee, weil das gesund ist und ich mich sowieso viel zu wenig bewege. Die Aussichtsplattform ist leider kaputt, dabei wollte ich da unbedingt rauf, obwohl ich nicht glaube, dass ich so viel mehr gesehen hätte.

Ich setze mich noch eine Weile auf eine Bank und beobachte Petra dabei, wie sie zu den Tieren spricht. Petra hält gerne reden auch wenn ihr niemand zuhört. Eigentlich sollte an dieser Stelle nun ein Foto von ihr folgen, damit man sieht, wie intensiv sie so eine Rede hält, doch Petra hat dem Foto nicht zugestimmt. Stattdessen gibt es ein Foto von der Bank auf der ich gesessen habe.

Schöne Gegend, die man durchaus wieder besuchen kann.

Verkaufen und kaufen

Über ein Jahr lang interessierte sich niemand für eine von mir bei ebay Kleinanzeigen angebotene Mokkatasse mit Unterteller von Augarten Wien. Ich fand das Teil bei meinen Eltern im Schrank und hätte es fast verschenkt, als ich zufällig sah, dass diese winzigen Teile zusammen 320€
kosten. War ich anfangs sicher, dass sich die Teile rasch verkaufen lassen,
gerieten sie bald in Vergessenheit. Gelegentlich nahm ich sie wahr, verlängerte die Anzeige, doch das auch mehr als Gewohnheit und nicht, weil ich wirklich daran glaubte, dass mir jemand 175€, die ich für angemessen hielt, dafür bezahlen würde. Als  sich letzte Woche eine Frau dafür interessierte und 109€ zahlen wollte, konnte ich nicht ablehnen.
Okay, ich hätte ablehnen können und diese Mokkatasse bis an mein Lebensende in meinem Besitz gehabt. Eine gruselige Vorstellung.

Mokkatasse im Wert einer gebrauchten Stoßstange

Weil Geld meiner Meinung nach stets im Umlauf bleiben muss, überlegte ich kurz, was ich mir kaufe und entschied mich schon bald für eine Stoßstange für das Coupé. Angeboten für 130€. Natürlich Verhandlungsbasis. Für 109€ müsste die zu bekommen sein. Bildete ich mir zumidnest ein.
Direkt nachdem das Geld für die Mokkatasse auf meinem Konto eingegangen ist, mache ich mich auf nach Neuenkirchen. Eine
gemütliche Reise, die fast 90 Minuten dauert, führt mich auf ein großes Anwesen. Hier herrscht sicher keine Armut. Die Stoßstange ist heller als der Rest von meinem Auto und hat ein paar Macken, die nach dem lackieren sicher nicht mehr zu sehen sind. Wobei ich gestehen muss, dass ich derzeit nicht vorhabe irgendwas lackieren zu lassen. Freundlicherweise baut der Besitzer der Stoßstange mir diese an, nachdem wir meine alte Stoßstange entfernt haben. Eine Halterung an
meinem Coupé ist leider defekt, was den perfekten Sitz der neuen Stoßstange beeinträchtigt und fast wahnsinnig macht. Perfektionismus ist eine miese Krankheit. Als die Stoßstange angebaut ist, betet der ehemalige Besitzer mir an, dass er meine alte Stoßstange für mich entsorgt. Ich bin entzückt und verzichte auf die Preisverhandlung, weil ich das irgendwie unanständig fände, wo ich hier so gut behandelt wurde. Ich zahle die 130€ und fahre zum ersten Mal das Coupé mit einer Coupé Stoßstange. Es ist schwer zu beschreiben, wie richtig sich das anfühlt.
Während ich gemütlich über die Autobahn fahre, freue ich mich sehr, dass ich für nur 21€ eine Stoßstange bekommen habe. Es ist mir durchaus bewusst, dass man das eigentlich so nicht rechnen kann, doch mir
ist das egal. Mich hat dieser Ausflug 21€ und eine Mokkatasse, die für mich wertlos war, gekostet. Die Spritkosten zählen auch nicht, da ein schöner Ausflug bei schönem Wetter heute keine Kosten verursacht. Und weil ich fest daran glauben will, glaube ich auch daran und habe heute richtig viel Geld gespart. Das soll  mir erstmal jemand nachmachen.
 Coupé mit falscher Stoßstange.

 Coupé mit Coupé Stoßstange

 

Ausflüge, Kunst und Geheimdienste

Normalerweise
ist am Freitag Filmabend. Das ist Tradition seit langer Zeit und nur selten
fällt so ein Filmabend aus. Daher ist es durchaus verwunderlich, dass Petra und
ich jetzt nicht vor dem Fernseher, sondern in meinem Coupé sitzen und nach
Dortmund fahren. Eine spontane Entscheidung, weil das Wetter schön ist und wir
nicht jünger werden. Während wir nach einem Parkplatz suchen, beschleicht mich
das dumme Gefühl, dass wir mit dem falschen Wagen unterwegs sind.
Wochenendausflüge bei schönem Wetter sollten grundsätzlich in einem
angemessenen Fahrzeug stattfinden. Dummerweise steht der Benz in der Garage.
Ich bin echt aus der Übung. Das kommt davon, wenn man abends normalerweise
immer zu Hause hockt.
Nach einem
Rundgang über das Weinfest und einem Spaziergang durch die City, nehmen wir im
Cotton´s Platz. Hier ist es nicht zu voll und eigentlich immer nett. Ich
bestelle einen O-Saft und muss mir unbedingt merken, dass der O-Saft im
Cotton´s nicht schmeckt. Da trinkt man besser direkt aus einem Tetrapack.
Ich beobachte
die Menschen und finde, dass erstaunlich viele blonde Frauen um uns herum
platziert wurden. Schnell erkennt man aber, dass das keine echten Blondinen
sind, was mich aber nicht weiter stört, weil ich die Leute eh schon bald
vergessen haben werde. Es ist wie vor vielen Jahren als ich noch regelmäßig
ausging.  Der einzige Unterschied ist,
dass ich mittlerweile alt bin, obwohl das eigentlich nicht sein kann.
Auf der
Rückfahrt stelle ich erneut fest, dass der Benz die bessere Wahl gewesen wäre.
Außerdem habe ich keine Banane dabei. Ich bin echt aus der Übung.
Am Samstagabend
wollen wir, weil es gestern so entspannt war, wieder nach Dortmund. Diesmal ins
Kreuzviertel und mit Manni als Begleitung. Den Benz nehmen wir dieses Mal
bewusst nicht, weil es im Kreuzviertel so eng und voll ist und es keine
angemessenen Parkplätze für ihn gibt. Also darf Petra fahren.
Wir gehen
zuerst ins Uncle Tom´s, wo Petra diesen Kaffee serviert bekommt.

Ich trinke zwei
Flaschen Bionade und bastle aus den Strohhalmen dieses Kunstwerk, welches meine
ausgeprägte Kreativität unterstreicht.

Anschließend wird es ernst.
Wir unterhalten uns über Petras Aktivitäten bei Facebook und darüber, dass sie
damit längst ins Visier des Verfassungsschutzes geraten ist und vermutlich
längst überwach wird.  Daher verfasst sie
nun auch Kommentare auf Englisch, weil der Verfassungsschutz kein Englisch
versteht. Dummerweise hat das nun die CIA auf den Plan gerufen, ebenso den
französischen Geheimdienst. Da uns der Name für den französischen Geheimdienst
nicht einfällt, müssen wir danach googlen. Vorher erzählt Manni noch, dass Jean
Reno in Godzilla einen Geheimdienstler gespielt hat und dabei sagte, wie dieser
Geheimdienst heißt. Leider kann sich Manni aber nicht an mehr erinnern. Direction Générale de la Sécurité Extérieure. So steht es im
Internet. Nun halten wir Ausschau nach Agenten, die Petra wegen ihrer ominösen
Einträge wohl beschatten. Dabei stellen wir fest, dass sowohl der Mossad als
auch der FSB Leute um uns herum platziert hat, um Petra zu beobachten. Nachdem
wir am Nebentisch die Herren vom Geheimdienst enttarnt haben, verlassen diese
bald darauf den Biergarten. Wir machen Petra darauf aufmerksam, dass wir sie
auf keinen Fall decken werden, wenn wir verhört werden und sagen das auch ganz
deutlich, damit alle Geheimdienste wissen, dass wir unschuldig sind. Sollte
tatsächlich jemand mitbekommen, was wir hier reden, werden wir definitiv
eingewiesen und dürfen uns nicht wundern, wenn an uns eine Lobotomie
durchgeführt wird. Als sich weitere Agenten einfinden, zahlen wir und machen uns
auf den Weg durchs Kreuzviertel. Nach einer Weile landen wir im El Mundo, wo
die Optik noch etwas besser ist. Die Agenten scheinen wir abgehängt zu haben.
So können wir ganz entspannt noch etwas trinken, weiteren Unsinn reden und auch
mal lachen. Ich beobachte die jungen, attraktiven Frauen und finde es irgendwie
traurig, dass mein Körper immer weiter altert während mein Geist da einfach
nicht mitmachen will. Dann ist es plötzlich nach Mitternacht und wir machen uns
auf den Heimweg. Für eine Weile werden wir noch vom BND verfolgt, dann haben
wir es geschafft. Ein denkwürdiger Abend geht zu Ende und es bleibt fraglich,
ob wir dieses Jahr noch öfter ausgehen werden. Leider fehlte auch heute die
Banane, um den Abend perfekt zu machen.

Montagsausflug – Detmold

 Um nicht völlig zu verblöden oder völlig in Depressionen zu versinken, oder zu vergammeln, mache ich manchmal, allerdings viel zu selten, einen Ausflug. 
Ich weiß nicht, warum das da im Ort steht, weil ich keine Lust hatte, die Erklärung zu lesen. 
Aber irgendeinen Sinn wird es schon haben.
Schlechtes Foto von gutem Essen.
Auch da weiß ich nicht, was es zu bedeuten hat. 
Irgendwas mit Akkusik, glaube ich. Gefällt mir aber rein optisch gut.
Wasser mag ich. Vor allem, wenn es in Bewegung ist. 
Hat irgendwie was beruhigendes.
Schönes Gebäude.
Auf einem guten Foto würde das in der Tat besser aussehen.
 Regelmäßige Pausen sind wichtig.  
Ins Schokoladen-Cafe zu gehen, um dort lediglich ein Wasser zu trinken, ergibt allerdings nicht wirklich Sinn.
Da war ich nicht drin. Hatte einfach keinen Hunger.
Orte mit vielen Sitzgelegenheiten sind mir symphatisch.
Der Eingang zu Haus Nummer 33. Hier endet die Fotostrecke. 
Was es mit Haus 33 auf sich hat, verrate ich natürlich nicht.

Once upon a time

Völlig unerwartet besuche ich am Abend mit
Petra das Jahrmarktfestival „Once upon a time“ in Dortmund. Auch hier treffen
wir auf verkleidet Menschen, doch dieses Mal finde ich es völlig passend und
akzeptabel. Das Fest ist nur mäßig besucht und dennoch interessant. Es bietet
Zauberei, alte Autos, Nostalgie, Informationen und interessante bis schräge
Menschen. Es gibt Speis und Trank und eine Frau ohne Kopf, die eine Illusion ist,
die ich nicht enträtseln kann. Ich tippe auf Roboter, weil Roboter ja ganz
stark im Kommen sind. Vermutlich ist die Frau ohne Kopf am Ende gar kein
Roboter, was aber auch nicht schlimm ist. Dr. Marax zaubert ein wenig und ist
dabei sehr unterhaltsam. Lediglich die Band, die am Ende ihren Auftritt hat,
kann mich so gar nicht begeistern und scheint auch nicht zu passen. Alles in
allem bin ich, der Stubenhocker, zufrieden mit dem überraschenden Abendprogramm
und werde weiter nach Möglichkeiten Ausschau halten, wie man seine Abende
außerhalb der eigenen vier Wände angenehm gestalten kann.

Mittelalterfest

Ich muss gestehen,
dass dieses Wetter mich nur bedingt begeistern kann. Ich liebe zwar den
Sonnenschein, doch Temperaturen, die über 25° gehen, sind mir einfach zu viel. Damit
diese Temperaturen nicht auch in meiner Wohnung herrschen, schließe ich nicht
nur die Fenster, ich lasse auch die Rollos runter und verbringe meine Zeit in
ziemlicher Dunkelheit, was natürlich alles andere als gut fürs Gemüt ist. So sehe
ich mich also immer wieder genötigt die Wohnung zu verlassen, um meine
depressiven Verstimmungen nicht völlig ausufern zu lassen.
Dieses Mal
verschlägt mich meine Sommeraktivität auf den Mittelaltermarkt in Mengede.
Inmitten verkleideter Menschen fühle ich mich wieder in die Karnevalszeit
versetzt und frage mich, warum Menschen so etwas tun. Da sitzen sie in ihren
Behausungen oder davor, lassen sich angaffen und scheinen das alles völlig
normal zu finden. Ab und zu liegen sogar Menschen vor ihren Behausungen und
schlafen. All dies erscheint mir befremdlich. Auf der Bühne spielt eine Band,
vor der Bühne tanzen einige „Dorfbewohner“ ausgelassen und scheinbar völlig
losgelöst von dieser Welt. Faszinierend und erschreckend zugleich. Wäre ich nicht
ich, würde ich Kontakt zu diesen Menschen aufnehmen, um herauszufinden, was da
los ist. Aber Kommunikation mit Fremden gehörte noch nie zu meinen
Kernkompetenzen. Viele dieser Menschen laufen Barfuß, manche davon humpeln, weil
sie sich wohl wundgelaufen haben. Mein Blick schweift umher. Mir gefällt es,
wenn attraktive Frauen wenig bekleidet sind. Aber das hat jetzt irgendwie
nichts mit dem Mittelalterfest zu tun. Besonders befremdlich finde ich es, wenn
diese Mittelaltermenschen mit ihren Smartphones beschäftigt sind. Zugegebenermaßen
sind das nur wenige, aber das passt so gar nicht. Wenn schon Mittelalter, dann
auch richtig.
Petra erklärt
mir, dass sich die Menschen verkleiden, um in andere Rollen zu schlüpfen.
Hinter Masken kann man einfach ausgelassener sein. Das mag sein und der Alkohol
spielt sicher, wie fast überall, eine ebenso tragende Rolle. Ich wäre gerne
auch mal ausgelassen, aber da ich mich standhaft weigere Alkohol zu trinken,
muss ich mich wohl verkleiden. Weil ich das aber auch irgendwie komisch finde,
werde ich wohl niemals wirklich ausgelassen sein können. Zeit in meine dunkle
Wohnung zurückzukehren und über das merkwürdige Verhalten der Menschen nachzudenken.
Alternativ dazu könnte ich auch einfach ein Nickerchen machen.

AIRlebnisflug

Ein besonderes Erlebnis erwartet mich heute. Ein AIRlebnisflug als Pilot eines AIRBAR 320. Nach
einem kurzen Film, der für mich eindeutig zu viele Informationen bietet, sitze
ich auch schon auf dem Pilotensitz und lasse mir erklären, was ich in den
nächsten Minuten zu tun habe. Entweder bin ich zu alt, zu blöd, oder es sind
einfach nur zu viele Informationen in zu kurzer Zeit, doch schon bald weiß ich
nicht mehr, was ich zu tun habe. Computersimulationen am PC haben mich auch
schon immer überfordert, da bin ich hier konsequenterweise völlig
aufgeschmissen.
Dank genauer Anweisungen klappt der Start recht gut, doch danach
gelingt mir nicht mehr viel. Die Steuerung mit dem Joystick in der linken Hand
ist katastrophal, denn ich habe gar kein Gefühl für das, was ich hier tue. Ein
Blick aus dem Fenster und mir wird fast schlecht von meinen Flugkünsten. Den Flughafen
erreiche ich zunächst nicht, weil ich viel zu sehr mit der Steuerung
beschäftigt bin und immer in die falsche Richtung fliege. Die Landung am
Zielflughafen, den ich nur dank der  Mithilfe
des Fluglehrers finde, ist mehr schlecht als recht, aber dank seiner stürze ich
immerhin nicht ab. Meine Gesichtsfarbe ist dennoch völlig verloren gegangen und
anstatt entspannt alles zu genießen bin ich total konzentriert und angespannt.
Ist schließlich auch eine ernste Sache, wenn man Pilot ist, da kann einem das
Lachen schon vergehen.
Ich darf zwei weitere Landungen üben, wobei ich nichts weiter zu
tun habe als den Joystick zu bedienen. Landeklappen, Geschwindigkeit und was es
sonst noch gibt, lasse ich den Fluglehrer regeln. Dadurch werden die nächsten
beiden Landungen weniger Katastrophal, aber keineswegs auch nur annähernd entspannt.
Es ist deutlich zu erkennen, dass ich das mit dem Steuern nicht beherrsche.
Letztlich war es aber ein feines Erlebnis und ich bin sehr
zufrieden, auch wenn meine Anspannung, die nur langsam verfliegt, es nicht
vermuten lässt. Ich liebe solche Geburtstagsgeschenke.