Das Lied am Dienstag

Es gab eine Zeit, da habe ich nicht verstanden, warum meine Eltern sich Elvis anhörten. Glücklicherweise war es keine lange Zeit, denn schon bald nach dieser kurzen Phase, konnte ich nicht mehr verstehen, wieso ich meine Eltern diesbezüglich nicht verstanden habe. Elvis finde ich nun seit vielen Jahren genial und höre immer wieder seine Lieder. Ich favorisiere die ruhigeren Lieder, habe aber kein Lieblingslied. Derzeit höre ich häufiger “That’s someone you never forget”.

Lieblingsalben

Vor einigen Jahren bekam ich die CD “Großstadtmärchen” von Oliver Koletzki geschenkt. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nie davon gehört. Doch kaum hatte ich die CD zum ersten Mal gehört, war ich begeistert. Es ist nicht ein Lied auf der CD, was mir nicht gefällt. Die Lieder sind abwechslungsreich, ich mag die Texte und die Stimmen der Sänger und Sängerinnen konnten mich direkt überzeugen. Bis heute zählt Großstadtmärchen zu meinen abosluten Lieblingsalben.

Es ist somit nicht verwunderlich, dass ich mir irgendwann Großstadtmärchen 2 kaufen musste. Ich habe mir die CD gar nicht erst angehört, sondern direkt gekauft. Und was soll ich sagen, ich war begeistert und bin es noch. Auch hier sind alle Lieder nach meinem Geschmack. Da bleibt nur noch zu wünschen, dass es irgendwann das Album Großstatdtmärchen 3 in ähnlichem Stil geben wird.

Musik und was sie mit mir macht

Normalerweise läuft der Samstag immer gleich ab. Morgens Wäsche waschen, mittags Essen gehen, dann einkaufen und später ein Spaziergang vor der Sportschau. Das ist herrlich berechenbar und auch etwas öde. Interessanterweise ist es meist nicht wirklich entspannend. Daher ist es fast schon bemerkenswert, dass ich statt des Spaziergangs Musik höre. Irgendwann werde ich mich vermutlich gar nicht mehr bewegen, doch das ist eine andere Geschichte. Die Musik mache ich so laut, dass mich keine Geräusche stören. Vermutlich ist sie sogar so laut, dass die Nachbarn denken, sie hätten bei sich Musik, die sie nicht wieder ausschalten können, angemacht. Zunächst höre ich mir alle Lieder von Röyksopp an, die ich in meiner Sammlung habe. Dabei stehe, sitze oder liege ich irgendwo herum und entspanne irgendwann zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder für einen längeren Zeitraum. Ich träume vor mich hin, bin alterslos und meine Tagträume sind so viel schöner als mein Leben es je sein kann. Vielleicht sollte ich für immer Musik hören, aber leider weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das nicht funktioniert. Musik berührt mich heute viel mehr als sie es früher tat. Oft löst sie das Bedürfnis aus mich zu bewegen, zu tanzen, zu hüpfen oder anderweitige spastische Bewegungen zuzulassen. So etwas hätte es früher nicht gegeben. Und noch etwas hätte es früher nicht gegeben. Musik konnte mich niemals so intensiv berühren, dass ich plötzlich Tränen an mir runterlaufen spüre. Ich weiß, dass es nicht an den Texten liegt, denn bei englischer Musik höre ich meist überhaupt nicht zu, sondern höre nur die Musik und den Klang der Stimme. Vielleicht sind diese Tränen der Beginn der Altersschwachsinnigkeit, möglicherweise höre ich irgendwann von irgendwoher Musik, vielleicht reicht ein Klingelton, und ich fange hemmungslos an zu weinen. Oder bei Gesprächen oder einfach nur so. Irgendwas stimmt mit mir nicht und Tränen sind im Gegensatz zum Bewegungsdrang durchaus bedenklich. Vielleicht müssen wir mich schon bald einschläfern lassen. Ich könnte auch mal meine Therapeutin fragen, was das zu bedeuten hat, oder ich mache eine Musiktherapie. Oder ich gewöhne mir diese Gefühlsausbrüche, die mir fremd erscheinen, ganz schnell wieder ab. Das führt doch zu nichts. Glücklicherweise sind es (noch?) nur sehr seltene Momente dieser eigenartigen Sentimentalität. Nachdem es vorbei ist, bin ich erleichtert.

Ich vergesse zu essen und zu trinken und es ist fast so wie es oft war als ich zwischen 20 und 30 Jahre jung war. Danach gewöhnte ich mir diese Entspannung scheinbar mehr und mehr ab und somit genieße ich heute einen seltenen gewordenen Moment, der mehrere Stunden andauert. Nachdem ich alles von Röyksopp gehört habe, widme ich mich deutscher Musik aus meiner Sammlung. Nach etwa vier Stunden ist es an der Zeit wieder zur Samstagsroutine zurückzukehren und zwei Filme zu gucken. Weil es danach noch recht früh ist, setze ich anschließend die Kopfhörer auf und höre noch bis etwa 02.00 Uhr Musik. Ich glaube, das tut mir gut und in meinem Kopf entwickle ich Ideen, was ich alles in nächster Zeit unternehmen will. Auch wenn ich weiß, dass davon nach dem Aufstehen nichts mehr übrig sein wird, bin ich doch zufrieden und stelle mir mich als aktiven Menschen vor, der tatsächlich wieder mehr unternimmt und dabei Spaß hat. Dann schlafe ich ein. Als ich wieder aufwache sind die entspannten Momente verflogen und mein Interesse an irgendwelchen Unternehmungen ist dem grauen Alltag gewichen.

Verträumt zur Arbeit

Auf dem Weg zur Arbeit habe ich einen Transporter vor mir, der wirklich langsam unterwegs ist. Es gab Zeiten, da hätte mich das irgendwie gestört oder gar aufgeregt, doch heute ist mir das völlig egal. Ich halte Abstand, höre Musik und stelle irgendwann fest, dass der langsame Transporter total weit vor mir fährt. Soweit, dass ich ihn kaum noch sehen kann. Es liegt allerdings nicht daran, dass er so schnell fährt, sondern daran, dass ich meine Geschwindigkeit einfach nicht erhöht habe als es längst erlubt war. Die Gründe hierfür liegen allerdings auf der Hand. Es ist dunkel, es regnet leicht und die Musik hat mich für einen Moment so entspannt, dass ich wohl vergessen habe den Wagen zu beschleunigen. Es läuft „It´s raining“ und ich schließe langsam zu dem Transporter auf.

Später stehe ich an einer Ampel und muss für einen Augenblick unaufmerksam gewesen sein, möglicherweise hatte ich auch kurz die Augen geschlossen, denn plötzlich sind alle Autos vor mir weg. Da es unwahrscheinlich ist, dass sie von Außerirdischen entführt wurden, müssen sie wohl, während ich verträumt der Musik lauschte, weitergefahren sein. Ich mag diese immer selteneren Momente in denen ich alles um mich herum vergesse und völlig losgelöst und entspannt der Musik lauschen kann. Noch immer läuft „Give me your Heart tonight“ als ich den Wagen wieder in Bewegung setze.

Meine Top Ten Songs der letzten Jahre

01. Roland Kaiser & Maite Kelly – Warum hast du nicht nein gesagt

02. Helene Fischer – Atemlos durch die Nacht

03. Louane – Avenir

04. Oscar Benton – Bensonhurst Blues

05. Unheilig – Herzweh

06. Unheilig – Auf ewig

07. Hozier – Take me to church

08. Helene Fischer – Ich will immer wieder dieses Fieber spür´n

09. Awolnation – Sail

10. Vanessa Mai – Ich sterb für Dich

Meine Top Ten Songs der letzten Jahre

01. Oscar Benton – Bensonhurst Blues

02. Unheilig – Herzwerk

03. Unheilig – Auf ewig

04. Roland Kaiser/Maite Kelly – Warum hast Du nicht nein gesagt

05. Vanilla Ice – Ice Ice Baby

06. Hozier – Take me to Church

07. Louane – Avenir

08. Robin Schultz – Prayer in C

09. Beatrice Egli – Mein Herz

10. Marlon Roudette – New Age

Meine Top Ten Songs des letzten Jahres

01. Beatrice Egli – Mein Herz

02. Oscar Benton- Bensonhurst Blues

03. Costa Cordalis – Anita

04. Emeli Sande – Next to me

05. Frankie goes to Hollywood – Relax

06. Hot Banditoz – Veo Veo

07. Michelle feat. Matthias Reim – Idiot

08. Roland Kaiser & Maite Kelly – Warum hast Du nicht nein gesagt

09. Aha – The living daylights

10. Juli – Süchtig