Weihnachtsfeier 2017

Die wohl unvermeidbare Einladung zur Firmenweihnachtsfeier wird mir persönlich überreicht und zunächst mache ich mir auch keine weiteren Gedanken, ob ich wirklich hingehe. Ich sage sogar recht bald zu, nur um dann endgültig an meiner Entscheidung zu zweifeln. Denn erstens dauert so eine Feier ja länger und zweitens muss ich die Wohnung verlassen und etwas tun, was nicht meinen üblichen Routinen entspricht. Erschwerend kommt die bisweilen sehr miese Stimmung unter den Kollegen hinzu. Irgendwie ist das nichts für mich. Dass ich letztendlich dennoch zur Feier gehe, ist vermutlich typisch für mich und ich hätte mir all die Gedanken und Zweifel schenken können.

Wir werden am Eingang von den Chefs empfangen, müssen Hände schütteln und meine Chefin hat direkt Mitleid mit mir, weil sie ja weiß, wie furchtbar ich Händeschütteln finde. Erstaunlicherweise stehen meine Kollegin und ich eine ganze Weile neben den Chefs, kommunizieren und lassen uns die Namen von Kollegen, die wir nicht kennen, mitteilen. Mich interessieren konsequenterweise mehr die Frauennamen, aber das kann mir niemand verübeln. Dann kommt eine Frau herein, die sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie ist auf eine besondere Art und Weise attraktiv und ich muss ständig zu ihr rüber schauen, was, wie könnte es auch anders sein, bald bemerkt wird. Ich sage zu meiner Kollegin, dass diese Frau, die Maike heißt, echt attraktiv ist, aber irgendwas an ihr komisch ist. Irgendwas stimmt da nicht. Meine Kollegin sieht es genauso. Sehr merkwürdig. Aber kein Grund, sie nicht weiter im Auge zu behalten. Erst als Sonja und Anke die Feier betreten, gerät Maike kurz in Vergessenheit. Die beiden sehen wieder vorzüglich aus und besonders Sonja in ihrem Outfit ist nahezu umwerfend. Es muss toll sein attraktiv zu sein. Sollte ich irgendwann wieder erschaffen werden, dann bitte in attraktiv. Aber nicht innerlich hohl. Das wäre was.

Nach einer kurzen Ansprache der Chefs setzen wir uns an einen Tisch. Zeitgleich setzen sich drei Frauen an den Tisch, die unser Alphateddy direkt wegschickt indem er behauptet, der Tisch sei reserviert. Da eine der drei Frauen sehr attraktiv ist, sage ich ihm, dass er ein Blödmann ist. So sitzen wir in der üblichen Konstellation zusammen und es wird gegessen. Irgendwann setzt sich Miri, die ich seit Monaten nicht gesehen habe, an unseren Tisch. Ich sage ihr, dass ich mich freue und gehofft hatte, dass sie heute auch da ist, weil ich ein Zimmer für uns gebucht habe. Zimmer 371. Wir können uns da nachher treffen. Ich weiß, wie man eine Frau zum Schweigen bringt. Vermutlich hat sie einen Schock. Es war jedenfalls ein mehr als kurzes Wiedersehensgespräch, welches diejenigen, die es mithören durften, köstlich amüsierte. Es fließen sogar die ersten Tränen. Ich kann gut mit Frauen.

Später gibt es ein kleines Spiel. Ich setze mich an einen Platz von dem aus ich alles im Blick habe und beobachte die ganzen Menschen. Ich betrachte Maike, sie bemerkt es und schaut zu mir. Was sie wohl denkt? Ich beschließe, dass ich nicht mit ihr reden will, da sie mir immer noch komisch vorkommt. Beim Spiel macht sie aktiv mit und ich finde das alles irgendwie befremdlich. Dann gewinnt sie eine Runde, steht auf, lässt sich quasi feiern, hebt die Arme als hätte sie ein Tor geschossen und holt ihren Preis ab. Der Alkohol zeigt schon seine Wirkung. Mich schreckt es durchaus ab.

Dann sitze ich eine ganze Weile neben dem Chef, er lobt uns, ich weiß nicht, wie ich auf Lob reagieren soll, und anschließend erzähl er recht locker Geschichten aus seinem Leben, lacht über meine Witze und es wird wieder mehr als deutlich, dass ich eigentlich nur ein Clown bin. Dabei hatte ich mir vorgenommen, heute nicht rumzublödeln und auf keinen Fall viel zu reden. Ich bin echt ein Spinner.

In den nächsten Stunden rede ich mit so vielen Frauen, wie noch nie. Ich spreche manche sogar einfach an, frage nach ihren Namen und was mir sonst so einfällt. Eine Kollegin, mit der ich ab und zu mal zusammen gearbeitet habe, sagt, sie hat mich noch nie so entspannt gesehen. Ich erwidere, dass ich diese menschlichen Züge ausschließlich auf der Weihnachtsfeier habe. Sie hört mir nicht zu.

Meine Kollegin trifft Maike draußen beim Rauchen und sagt später, dass diese nur Mist redet und so besoffen ist, dass sie ziemlich lallt. Das passt irgendwie. Später tanzt Maike völlig ausgelassen und ich nehme ihr all diese betrunkene Fröhlichkeit nicht ab. Sie wirkt eher verloren als wirklich glücklich. Ich kenne diesen Blick bei Betrunkenen und finde es bei ihr extrem. Sonja, die selbstverständlich heute auch anwesend ist, hat auch so etwas in ihrem Blick. Ich sitze neben ihr, mache ihr ein Kompliment und wie so oft erwähnt sie ihre Attraktivität. Ich bestätige das natürlich, weil sie Recht hat, glaube aber, dass sie nicht wirklich glücklich ist. Aber das bedeutet nicht, dass es auch so ist.

Maike tanzt und lallt derweil weiter, mal mit dem einen, dann mit einem anderen, und dann mit Sonja, was mir optisch am besten gefällt.

Später sitze ich mit meiner Kollegin in einer Ecke, mache einen meiner gemeinen Witze und wir lachen laut, als sich Sonja, die in der Nähe steht, zu uns umdreht und ernst ansieht. „Lacht ihr über mich?“ – „Nein.“ – „Über wen lacht ihr dann?“ – „Ich hab nur einen meiner albernen Witze gemacht.“ – „Über wen?“ – „Das weiß ich nicht, ich kenne nicht alle Namen.“ Sie wirkt plötzlich unsicher und ernst. „Doc, sei ehrlich, lacht ihr über mich?“ – „Hör mal, habe ich je über Dich gelacht oder Witze gemacht?“ – „Nein.“ – „Siehst Du, und das werde ich auch nie tun.“ Sie scheint mir zu glauben, kommt zu mir und sagt, dass es ihr heute nicht so gut geht. Manchmal glaube ich unter ihrem ganzen Verhalten, ihrer Fröhlichkeit, eine gewisse Traurigkeit und Unsicherheit zu entdecken. Wir reden noch kurz, dann muss sie wieder tanzen.

Kaum ist eine attraktive Frau weg, steht die nächste schon bei uns. Wir unterhalten uns eine Weile mit Anke, dann geht meine Kollegin ihre Jacke holen, während Anke und ich versuchen das Alter des anderen zu schätzen. Nachdem sie mich fünf Jahre jünger geschätzt hat und ich ihr daraufhin versichert habe, sie nun noch mehr zu mögen, bin ich an der Reihe. Da ich mir sicher bin, ihr Alter schon mal irgendwann gehört zu haben, sage ich diese Zahl und liege falsch. Eine Frau sollte man nicht älter schätzen als sie ist, auch wenn es nur zwei Jahre sind. Wieso hatte ich nur diese blöde 38 im Kopf? Das ist voll peinlich und ich entschuldige mich sofort und frage, wie ich das wiedergutmachen kann. Mit einer Umarmung komme ich aus der Nummer raus. Wenn das immer die Strafe ist, kann ich gut damit leben.

Ich verabschiede mich von Carsten, der umgeben von vier Frauen glücklich und zufrieden an einem Tisch sitzt. Eine der Frauen hatte ich vorhin angesprochen, weshalb wir uns jetzt zuwinken. Das ergibt auch keinen Sinn. Ebenfalls am Tisch sitzt Maike, die ich mir aber nicht von Carsten vorstellen lasse und von der ich mich auch nicht verabschiede.

Zwischenzeitlich hat Anke meine Fehlschätzung bezüglich ihres Alters Sonja mitgeteilt und sagte bei der Gelegenheit auch gleich, dass ich Sonja auf 40 geschätzt hätte. Ich versichere Sonja, dass ich das nie tun würde, was auch irgendwie schwachsinnig ist. Daraufhin will Sonja umarmt werden. Obwohl das alles keinen Sinn ergibt, finde ich es sehr vernünftig, weil ich dann die beiden attraktiven Frauen an einem Abend umarmt habe. Das könnte ich Stunden so weiter machen, was aber sehr komisch wäre und völlig unangebracht. Interessanterweise war die Hoffnung, beide umarmen zu dürfen, meine einzige Hoffnung diese Weihnachtsfeier betreffend und ich wäre vermutlich echt enttäuscht gewesen, wenn sie mich nicht hätten umarmen wollen. Erschreckend, denn eigentlich finde ich dieses Umarmen zumeist befremdlich.

Hätte ich nicht die Banane vergessen, wäre es der perfekte Abend gewesen. Sechs Stunden bin ich geblieben und es gibt mir zu denken, dass eine Firmenweihnachtsfeier der Ausgehhöhepunkt meines Jahres ist. Dass dieser Abend zu den lustigsten und entspanntesten des Jahres gehörte und ich mich lange nicht so wohl gefühlt habe, war so nicht zu erwarten. Ich glaube, ich habe mich heute Abend tatsächlich zeitweise lebendig gefühlt. Ich frage mich echt, was nur aus mir und meinem Leben geworden ist. Wo ist mein Leben mir abhanden gekommen?

Halloweenfilmabend

Im letzten Jahr habe ich eine neue Tradition erfunden und Petra darf seitdem daran teilnehmen. Anstatt an Halloween irgendwas zu unternehmen, möglicherweise ja auszugehen, laufen an dem Abend in meinem kleinen Heimkino zwei Filme. Eröffnet wurde die neue Tradition mit den ersten beiden Teilen von The Purge. Dieses Jahr gibt es halloweengerechtere Filme.

American Werewolf in London ist der diesjährige Eröffnungsfilm. Für mich immer noch der beste Werwolffilm aller Zeiten. Geniale Musik, genau der richtige Humor, gute Darsteller und die perfekte Verwandlung. Der Film begleitet mich nun schon seit über 30 Jahren und ich kann ihn mir immer wieder anschauen. Besser kann der Halloweenfilmabend nicht beginnen.

Die Nacht der Creeps ist schon ein sehr spezieller Film und dürfte nicht so vielen gefallen. Durchaus als B-Movie zu bezeichnen und mit einigen Schwächen, gefällt er mir dennoch, obwohl ihm am Ende etwas die Puste ausgeht. Auch hier gibt es gute Musik, Humor, den ich mag und Tom Atkins als Polizisten nach meinem Geschmack. Mitunter wirkt einiges zwar etwas billig, aber auch die Creeps begleiten mich schon seit über 30 Jahren. Mittlerweile sogar auf Blu Ray. Manchmal ist es echt herrlich einen an der Waffel zu haben.

Ich bin schon gespannt, welche Filme nächstes Jahr hier laufen.

Eine Woche fast wie jede Woche 7

Sonntag
Die
Nackenschmerzen stören in dieser Nacht kaum, so 
dass ich sogar bis etwa 09.00 Uhr schlafe. Bis 11.00 Uhr mache ich nicht
viel, dann gucke ich wie fast jeden Sonntag Doppelpass. Ich muss allerdings
gestehen, dass mich das nicht wirklich interessiert. Nach der Sendung sitze ich
noch etwa eine halbe Stunde vor dem TV und sehe eine Sendung mit Tieren. Das
ist traurig, weshalb ich ausschalte und einfach nur so dasitze. Sonntage sind
doppelt blöd, wenn man am nächsten Montag arbeiten muss. Möglicherweise sind
Sonntage aber grundsätzlich doppelt blöd. Erst als Schnupfen-Petra ankündigt
Eis essen zu wollen, reiße ich mich wieder zusammen, dusche und hole sie mit
dem Benz ab. Wir fahren nach Waltrop. Es gibt ein Marzipaneis für mich und
anschließend einen kurzen Spaziergang. Dann wird Schnupfen-Petra zu Hause
abgeliefert, der Benz kommt in die Garage und ich werde vor dem Fernseher
geparkt. Dort gibt es, wie fast jeden Sonntag „Mein neuer Alter, Grip, auto
mobil und Biete Rostlaube, suche Traumauto“. Ich schalte zwischen den Sendungen
hin und her und mache im Anschluss die Brote für den nächsten Tag. Dann das
Frühstücksmüsli. Wie üblich endet der Tag mit dem Sonntagsfilm. Heute läuft
„Ich, Daniel Blake“. Der Film deprimiert mich und passt somit prima zu meinem
deprimierenden Leben. Vor dem Einschlafen lese ich noch etwas „Die kurzen und
die langen Jahre“, dann schlafe ich ein.
Mein Leben ist
wirklich wie eine Endlosschleife aus Langeweile und noch mehr Langeweile. Eine
Parade der Belanglosigkeiten. Zumindest kommt es mir so vor. Aber vielleicht
irre ich mich ja und mein Leben ist gar nicht so langweilig. Spielt vermutlich
eh keine Rolle und hat auch keine Auswirkungen auf meine Zukunft.

Eine Woche fast wie jede Woche 6

Samstag
Nackenschmerzen,
die in Kopfschmerzen übergehen, beenden um kurz nach 07.00 Uhr meinen Schlaf.
Schnell das Tens-Gerät benutzen, eine Kopfschmerztablette nehmen und warten.
Draußen ist es nass und grau. Kein Grund also dem Wochenende schon jetzt etwas
Positives abzugewinnen.
Wie üblich
lasse ich die Waschmaschine ein paar Kleidungsstücke für mich reinigen, während
ich in der Wohnung für etwas Ordnung sorge. Mittags folgt dann das
traditionelle essengehen. Zusammen mit Manni und Petra geht es ins Restaurant
Fernost. Petra nehmen wir mit, weil sie darunter leidet als Erkältete
ausgegrenzt zu werden. Hoffentlich rächt sich das nicht.  Das Essen ist gut, aber keine Offenbarung. Das
Personal ist freundlich und wir werden satt. Interessanterweise sind wir
während der ganzen Zeit die einzigen Gäste, was schon etwas merkwürdig
erscheint. Ob wir ein zweites Mal herkommen, wissen wir nicht. Wir sind halt
verwöhnt, was asiatisches Essen angeht. Normalerweise folgt nach dem Essen der
Wocheneinkauf mit Petra. Doch in ihrem Zustand erscheint das zu gewagt, weshalb
sie nach Hause muss und ich mit Manni nach Lünen fahre. In Lünen ist Lünsche
Mess, weshalb irgendwelche Männer auf einer Bühne furchtbare Lieder singen. Es
klingt als wären die alle besoffen. Irgendwie sehen die auch so aus. Was stimmt
nur nicht mit den Menschen?
Nachdem wir
unseren Ausflug beendet haben, muss ich noch eine Kleinigkeit einkaufen. Dann
ist es 15.45 Uhr und ich weiß nichts mehr mit mir anzufangen. So ist es wenig
verwunderlich, dass ich mich um 16.30 Uhr ins Bett lege, etwas Musik höre und einschlafe.
Danach lese ich noch kurz, bevor es um 18.00 Uhr an der Zeit  ist die Sportschau zu schauen. Anschließend gucke
ich, wie üblich, zwei Filme. Heute Boston und Big Driver. Dann ist der Samstag
fast vorbei, ich gehe ins Bett, höre etwas Musik und schlafe ein. Samstage
können echt öde sein.

Sechster Kinobesuch 2017

Ein unerwarteter  Kinobesuch steht an. Und das auch nur, weil Markus daran erinnert hat, dass Planet der Affen: Survival, schon läuft. Wir hatten, irgendwann nachdem wir den ersten Teil im Kino gesehen hatten, beschlossen, die Fortsetzungen auch im Kino zu schauen. Begleitet werden wir von Petra und Manni, der beim zweiten Teil nicht dabei war und von Heiko vertreten wurde.
Das Kino in Lünen habe ich lange nicht besucht und bin sehr angetan von den bequemen Sitzen und dem Platz, der sich bietet. Was mich richtig begeistert ist der Klang. Ich werde mir echt was einfallen lassen müssen, um zu Hause einen solchen Klang zu erreichen. Bisher war der Kinoklang nicht wirklich besser als der Klang zu Hause, aber das hier ist eindeutig überzeugender. Das will ich auch.
Der Film ist mir eigentlich zu lang, aber so gut, dass er nicht wirklich zu lang erscheint. Die Planet der Affen Trilogie, sofern es bei einer Trilogie bleibt, kann ich nur empfehlen und werde sie komplett in meine Blu-ray Sammlung aufnehmen, obwohl so eine Blu-ray Sammlung eigentlich völlig unsinnig ist, was aber eine andere Geschichte ist.

Fünfter Kinobesuch 2017

Es gibt Filme, da erwarte ich nicht
wirklich viel, nur dass ich mich nicht langweile. Zu dieser Sorte Film gehört
„Die Mumie“. Nicht unbedingt die beste Wahl, aber weil die Zeit knapp ist, gibt
es dieses seichte Actionfeuerwerk. Zu sehen gibt es wenig, was einen begeistern
kann. Gewürzt wird alles mit ganz einfachem Humor und einer Prise unnützer
Gestalten. So ist der Auftritt von Dr. Jekyll / Mr.Hyde schon arg
gewöhnungsbedürftig. Aber erst der Schluss macht „Die Mumie“ dann völlig
zunichte und lässt obendrein mindestens eine Fortsetzung befürchten. Nein, der
Abschluss dieser Kinogutscheinreihe ist wahrlich keine Freude. Aber es gibt
durchaus schlimmere Filme und so endet das Kinojahr fast. Wieso nur fast? Weil
ich noch einen Kinogutschein, den mir die Bürgerarbeiterin zum jährlichen,
traditionellen Weihnachtstreffen überreicht hat, habe. Zum Glück läuft der aber
noch nicht ab, so dass ich genügend Zeit habe, mich von der Mumie zu erholen.
Danach ist das Kinojahr dann endgültig beendet.

Vierter Kinobesuch 2017

Der Monat neigt sich dem Ende entgegen und ich habe noch immer zwei Kinogutscheine, die bis dahin eingelöst werden müssen. Da trifft es sich gut, dass es einen neuen Film mit Pierre Richard gibt. Zudem geht der Film nicht so lange und ist auch aus nostalgischen Gründen eine gute Option.

Dummerweise ist das Kino voller Menschen, die mit ihren Kindern in langen Schlangen vor den  Kassen stehen und den geordneten Ablauf stören.
Die Menschen stellen Fragen als wären sie zum ersten Mal im Kino und staunen nicht schlecht als sie hören, was sie der Kinobesuch kosten wird. Manche diskutieren mit ihren Kindern noch über irgendwas und die Zeit verrinnt einfach so. Und so kommt es, dass wir erst im Kinosaal eintreffen als der Film schon begonnen hat. Passend dazu sitzen auf unseren Plätzen schon irgendwelche Menschen. Da ich nicht mit denen reden mag und noch genügend andere Plätze frei sind, ein Vorteil, wenn man so früh ins Kino geht, nehmen wir woanders Platz.

Der Film, Monsieur Piere geht online, ist durchaus sympathisch, ohne dabei besonders zu sein. Pierre Richard hat noch immer etwas jugendlich
frisches, obwohl er schon über achtzig ist. Der deutsche Titel des Films
gefällt mir allerdings weniger. Im Original heißt der Film „Un Profil Pour Deux“, was meiner Meinung nach passender ist. Aber das tut auch
nicht wirklich was zur Sache. Ich muss mehrmals lachen und die Zeit vergeht so gut, dass ich nur ein einziges Mal auf die Uhr sehe, was ein gutes Zeichen ist und für den Film spricht. Alles in allem bin ich zufrieden mit meiner Filmauswahl und schon gespannt, ob ich es schaffe, den letzten Kinogutschein auch noch zu einzulösen.

Geburtstagsrunde

In der Regel
sitzen wir am Wochenende nach meinem Geburtstag in kleiner, gemütlicher Runde
zusammen, ich bekomme Geschenke, wir blasen Luftballons auf, trinken und essen
und sind meist recht früh fertig. Doch mittlerweile zweifle ich daran, dass wir
diese Tradition fortsetzen sollten, denn sie scheint verflucht zu sein. 2013
kippte meine Mutter einen Tag vor der Geburtstagsrunde um. Es ging letztlich nicht
gut aus. Ein Jahr später die Krebsdiagnose bei meinem Vater. Logischerweise
auch alles andere als erbaulich und mit schlechtem Ausgang. Und jetzt kommt
Agnes einen Tag vor der geplanten Runde in die Klinik. Hätte ich ihr nicht
versprechen müssen, dass die Geburtstagsrunde trotzdem stattfindet, wäre sie
verschoben worden oder einfach komplett ausgefallen. So also werden wir den
Abend zu fünft verbringen und es erscheint fraglich, ob diese  Tradition im nächsten Jahr eine Fortsetzung
finden wird.
Gegen 18.30 Uhr
beginnt der Traditionsabend. Zunächst packe ich meine Geschenke aus, dann gibt
es Speis und Trank. Wir reden Unsinn und wie üblich darf jeder zwei Luftballons
aufblasen und beschriften. Wir senden Agnes Genesungswünsche und werfen anschließend
die Ballons vom Balkon. Das macht zwar auch in diesem Jahr keinen Sinn, muss
aber sein. Auf die neue Tradition, Gruppenfotos von uns auf vor dem Penny Markt
zu machen, verzichten wir, weil das ohne Agnes keinen Sinn macht. Die Stimmung
ist meist gut, es wird dunkel und Manni verlässt uns spontan und unerwartet als
Erster. Zu viert sitzen wir noch bis fast Mitternacht zusammen, bevor die
diesjährige Geburtstagsrunde ihr Ende findet. Ob sie im nächsten Jahr fortgesetzt
wird, ist ungewiss.

Dritter Kinobesuch 2017

Die Zeit wird knapp, die drei letzten Gutscheine
müssen diesen Monat eingelöst werden. So fällt die Wahl des heutigen Films auf
Alien Convenant. Die zwei Stunden gehen recht gut um, der Film ist
unterhaltsam, spannend und es ist immer was los. Dummerweise ist auch alles
irgendwie vorhersehbar und dieser Teil wäre, wie auch schon der letzte, nicht
nötig gewesen. Irgendwie wirkt es so bemüht einen Bogen zu den ersten Teilen zu
spannen, was meiner Meinung nach nicht wirklich gelingt. Vielleicht gelingt es
auch, aber es interessiert mich nicht. So ist Alien für mich zwar kurzweilige
Unterhaltung, aber ein Film den ich noch schneller vergessen werde als die
meisten anderen Filme. Egal. Noch zwei Filme bis zur Erlösung.

Quizduell

Da ich morgens
in letzter Zeit immer früher als nötig wach bin, nutze ich die Zeit, um täglich
drei beliebige Spieler zum Quizduell aufzufordern. Den Großteil der Spiele
verliere ich, weshalb meine Laune anschließend alles andere als gut ist. Denn
wenn ich etwas hasse, dann ist es verlieren. Warum ich dennoch jeden Morgen an
meinem neuen Ritual festhalte ist mir ein Rätsel.