Mein Weg zur Ausbilderprüfung 11

Nach dem Motto „Letzte Gespräche vor dem Unterricht“, unterhalte ich mich heute kurz mit der Jüngsten. Auch sie kennt die Vornamen der anderen Teilnehmer/innen nicht. So muss ich mir keine Sorgen machen, dass nur ich so bin. Wir einigen uns darauf, dass es sich jetzt auch nicht mehr lohnt, sich irgendwelche Namen zu merken, da wir uns ab nächste Woche eh nicht mehr sehen.
Und an den beiden Prüfungstagen ist es auch egal, wie die anderen heißen. Nachdem wir unser vermutlich letztes Gespräch beendet haben, beginnt auch schon bald der Unterricht.
In der ersten Pause erfahre ich, dass Stiffler von den anderen Hulk genannt wird. Könnte an seinen Muskeln liegen. Für mich bleibt er Stiffler, weil sein Verhalten eher zu Stiffler passt als sein Aussehen zu Hulk.
Nach der Pause gibt es eine kleine Prüfung zum Handlungsfeld 3. Ich bin zwar als erster mit dem Kram fertig, doch das Ergebnis gibt mir zu denken. Bisher war ich nämlich davon ausgegangen, dass die schriftliche Prüfung kein Problem darstellt, doch jetzt sieht die Sache ganz anders aus. Mit erreichten 45% bin ich nicht nur der schlechteste in unserer Klasse, ich bin auch ganz klar durchgefallen. Was bin ich nur für eine Hohlbirne!? Anspruch und Wirklichkeit liegen Welten auseinander. Von den 83%, die ich von mir erwarte bin ich weiter entfernt als ich es für möglich gehalten hätte. Wenn die Ausbilderprüfung so einfach ist, wie es gesagt wird, dann bin ich ein echter Blödmann. Ich sollte mich bei unserem Lackierer, der bereits, zumindest wird es so erzählt, zweimal durch die Prüfung gefallen ist, erkundigen, wie oft man die Prüfung wohl wiederholen kann. Aber erstens ist er heute, wie übrigens fast immer, nicht da und zweitens möchte ich gar nicht mit ihm reden. Mir genügt es schon, dass ich mit ihm auf einem Niveau agiere. Auf was habe ich mich da nur eingelassen? Und wie komme ich ohne bleibenden Schaden aus der Nummer wieder raus? Kann ich mir das alles noch beibringen? Besteht noch Hoffnung? Oder sollte ich einfach nicht zur Prüfung gehen, um mir diese Peinlichkeit zu ersparen? Das einzig Positive an dem Ergebnis ist die Tatsache, dass es eigentlich nicht schlimmer werden kann. Nur allzu sicher sollte ich mir da vermutlich nicht sein.
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