Mach, dass ich tanze

Manchmal muss ich es tun. Musik konsumieren und Geld dafür ausgeben. Da ich die Achtziger eh nie wirklich verlassen habe, trifft es sich gut, dass zwei Bands von damals Alben auf dem Markt haben, die zwar nicht mehr ganz frisch, mir aber unbekannt sind. Also höre ich kurz rein und beschließe, dass es Blödsinn wäre die Alben nicht in meine Sammlung aufzunehmen. Schon beginnt der Download und nur wenige Augenblicke später kann der Spaß beginnen.

Albumkauf 1: Orchestral Manoeuvres in the Dark – The Punishment of Luxury
Abgesehen vom ersten Lied, brauche ich Zeit, um wirklich Gefallen zu finden. Mir fehlt irgendwie ein richtiger OMD-Ohrwurm, etwas was mich direkt anspricht. Typisch für Alben von OMD ist, dass es ein paar Lieder gibt, die ich nicht gebrauchen kann. Diese lösche ich, weil Musik mich nicht aufhalten darf. Davon befreit komme ich langsam rein, erfreue mich am typischen OMD-Sond und bin nach mehrmaligem hören endlich zufrieden.

Albumkauf 2: Pet Shop Boys – Super
Kopfhörer auf maximale Lautstärke, Augen zu und schon sehe ich mich tanzen. Tanzen, wie ich nie zuvor getanzt habe. Leicht, beweglich, unbeschwert. Ich tanze alleine, es ist dunkel, nur die Musik und ich. Ich sehe mir beim Tanzen zu und mein auf dem Bett abgelegter Körper fängt an sich zu bewegen. Ich tanze quasi doppelt, liegend auf meinem Bett und vor meinem geistigen Auge. Dann erhebt sich mein Körper und bewegt sich zur Musik durch die viel zu kleine Wohnung, bevor er sich beruhigt und zurück ins Bett begibt. Dieser Kauf kann niemals ein Fehler gewesen sein und für einen oder zwei Momente bin ich es auch nicht. Das Album knallt vom ersten Moment an und ich bin alterslos. Was kann ich mehr verlangen? Vermutlich gar nichts.

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