Damals 1994

1994 war ein wirklich ereignisreiches Jahr für mich, denn ich hatte die Gelegenheit zwei wirklich interessante Frauen kennenlernen zu dürfen.

Anna
Nach meinem peinlichen Auftritt im Dezember, habe ich mich mittlerweile wieder aufgerappelt und eine andere Schwesternschülerin ausgewählt. Anna. Kurzes blondes Haar, etwa 1,65m groß, traumhafte Figur und wunderschöne, blaue Augen. Ein bisschen wie Meg Ryan, nur viel süßer. Ihr Anblick versetzt mich immer in totale Verzückung. Wie gerne würde ich ihr Freund sein.
Sie ist meist mit ihrer ebenfalls attraktiven Freundin im Krankenhaus unterwegs. Da mir zwei Frauen zu viel sind, nehme ich immer einen anderen Zivi mit, wenn ich auf ihre Station gehe. Wir unterhalten uns häufig und verstehen uns prima, sitzen mittlerweile sogar gemeinsam beim Mittagessen und je öfter wir das tun, desto dringender mein Wunsch, dass wir uns näher kommen. Anna ahnt davon mit Sicherheit nichts. Da wir uns so gut verstehen, beschließen wir, demnächst gemeinsam etwas zu unternehmen. Billard spielen erscheint uns eine geeignete Tätigkeit für einen ersten gemeinsamen Abend zu sein. Und da ich alleine nichts auf die Reihe kriege, soll uns an besagtem Tag mein Freund Nasenschlorz, der ebenfalls im Krankenhaus seinen Zivildienst ableistet, begleiten. Besagter Nasenschlorz arbeitet übrigens im Archiv, wo ich mich, dass muss ich zugeben, ziemlich häufig verstecke, denn ein Zivildienstleistender, der eine Frau für sich gewinnen will, der muss sich gelegentlich vor der Arbeit drücken, weil er sonst seine eigentlichen Ziele aus den Augen verlieren könnte. Und weil es scheinbar gerade so gut läuft, wähne ich mich am Ziel, ohne zu wissen, was genau ich nun tun will, tun muss und tatsächlich tun werde.


Michaela
Ich bin sehr aufgeregt als ich Michaela abhole. Ich klingle an der Haustür und werde von ihrer Mutter empfangen, auf die ich bestimmt etwas behämmert wirke. Vermutlich findet sie mich obendrein zu alt für Ihre Tochter, denn ich bin 23, Michaela erst 17. Dennoch ist die Mutter sehr freundlich und bittet mich herein. Ich bin überfordert und Michaela sieht einfach Klasse aus. Sie hat wunderschönes Haar und ihr Lächeln raubt mir den wenigen Verstand, den ich mitgebracht habe. Ich bin am Ziel meiner Träume und unser erstes Treffen ist wirklich toll.

Wir treffen uns anschließend regelmäßig und es hat ganz den Anschein, dass sie mich mag. Ich mag sie auch, aber irgendwas stört mich an ihr. Zumindest bilde ich mir ein, dass mich etwas stört. Vermutlich bin ich gestört und suche schon nach einem Fluchtgrund, da ich offensichtlich gar nichts auf die Reihe kriege. Ich erkenne ihre Annäherungsversuche zwar, reagiere aber nicht darauf, weil ich ein wenig verklemmt, unterentwickelt und überfordert bin. Außerdem komme ich mir blöd vor, weil sie im Gegensatz zu mir schon sexuelle Erfahrungen gemacht hat. Das ist nicht gut, weil ich ja fast sieben Jahre älter bin als sie.


Was aus mir und den beiden jungen Frauen wurde, verrät der kleine Rückblick aufs Jahr “1994”. Wer mehr lesen will, sollte daher unbedingt die “1994” anklicken.

4 Kommentare on "Damals 1994"


  1. Wie man sich selbst im Weg stehen kann. Tut fast weh zu lesen. Ich glaube, ich kann mich glücklich schätzen, diese Phase meines Lebens einigermaßen vergessen (oder verdrängt?) zu haben.

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  2. 1994 haben mein Mann und ich uns getrennt und ich bin in eine ultraschäbige Wohnung mit meiner Tochter gezogen. Karoviertel in Hamburg, Souterrain. Es war nicht schön aber ich hab uns rausgewurschtelt. Puh

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