Rückkehr zur Faulenzerei

Während meines bisher längsten krankheitsbedingten Arbeitsausfalls hatte ich genügend Zeit darüber nachzudenken, wie es wäre wieder arbeitslos zu sein. Und zu meiner Verwunderung sehe ich derzeit nur einen einzigen Grund, der mich wirklich überzeugen kann, wieder arbeiten zu gehen und mich nicht dem Müßiggang auf Lebenszeit zu widmen. Das Geld. Nicht, dass ich was gegen meinen Job habe oder ich ihn gar schlecht finde, aber in den Tagen des Rumliegens war es oft so als wäre ich zu meinem Ursprung zurückgekehrt. Ich werde in meinem Herzen immer ein Arbeitsloser sein, den die Arbeitslosigkeit ruft. Mein aktuelles Desinteresse wieder an meinen Arbeitsplatz zurückzukehren liegt eventuell auch daran, dass ich noch nie zuvor so lange am Stück irgendwo beschäftigt war. Vermutlich sind mein Körper und ich tatsächlich nicht dafür gemacht dauerhaft zu arbeiten.

In zweieinhalb Monaten endet die Maßnahme und ich weiß nicht, was ich machen soll, wenn sie nicht doch noch um ein Jahr verlängert wird. Ich weiß nur, dass ich total ausgelaugt und arbeitsmüde bin. Und im Gegensatz zum Ende der ersten beiden Maßnahmen als es mir total wichtig war, dass sie verlängert wurden, bzw. dass es eine identische Nachfolgemaßnahme geben würde, habe ich jetzt irgendwie damit abgeschlossen. Eine gewisse Resignation hat es sich gemütlich gemacht und ich frage mich tatsächlich, ob es nicht vielleicht Zeit für etwas Neues ist. Sei es eine völlig andere Maßnahme mit komplett anderen Kollegen, oder eben gar nichts mehr und stattdessen jeden Morgen ausschlafen, mich ziellos treiben lassen und mich der Faulenzerei hinzugeben. Wie in alten Zeiten. Derartige Gedanken sind selbst für mich sehr merkwürdig, weil ich eigentlich dachte, dass es keine wirkliche Option für mich sein kann, schon jetzt in die Arbeitslosigkeit zurückzukehren. Andererseits weiß man nie, wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist. Ich werde mich mal weiter beobachten und die Dinge nehmen ihren Lauf, ganz so, wie sie es immer getan haben.

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