Das Coronavirus zu Gast in Deutschland

Ich habe lange überlegt, was ich vom Coronavirus halten soll. Die permanente Berichterstattung schien mir immer irgendwie suspekt. Mitunter auch surreal. Erst als James Bond sich plötzlich und unerwartet dem Kampf gegen das Coronavirus entzog, schwante mir, dass die Welt ein echtes Problem hat. Wenn ein Doppel-Null-Agent, dazu auch noch der beste aller Doppel-Null-Agenten, kampflos aufgibt, dann gibt das schon zu denken. Noch verwirrter war ich, dass es Bond stattdessen im kommenden November mit dem Coronavirus aufnehmen will. Warum sollte das Virus ausgerechnet im November ein kleineres Problem darstellen? Erst dachte ich, Bond hätte einen Plan, aber mittlerweile glaube ich, der gute James hofft einfach nur, das bis dahin irgendwer das Coronavirus besiegt, oder zumindest sehr geschwächt, hat. Ich muss gestehen, dass ich etwas enttäuscht von James bin. Nun gäbe es eigentlich nur noch einen, der das Coronavirus locker erledigen könnte, doch der ist mittlerweile über 80 und hat sich vermutlich komplett zurückgezogen. Für Chuck Norris und seine Unbesiegbarkeit ist das Virus ein paar Jahre zu spät aufgetaucht. Und so stelle ich mich langsam darauf ein, dass auch hier in Deutschland bald alles mehr oder weniger zum Erliegen kommt. Ich glaube allerdings nicht, dass unendliche Mengen an Toilettenpapier mir eine große Hilfe sein werden, weshalb ich nur den üblichen Vorrat vorrätig habe. Ich glaube auch weiterhin, dass ich noch einkaufen darf und mich Panik zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter bringt. Sollte wirklich alles zum Erliegen kommen und Deutschland zwei Wochen Pause machen, mache ich einfach mit. Ich kann dann ausgiebig spielen, lesen, Filme gucken, telefonieren, auf dem Trampolin hüpfen und unreine Gedanken haben. Und was das Allerschönste sein wird, ich muss nicht zum Zahnarzt. Das ist so schlecht nicht. Hauptsache ich darf ab und zu einkaufen, denn für Vorratshaltung ist meine Wohnung schlicht zu klein. Sollte also das möglicherweise Unvermeidliche eintreten, dann mache ich einfach mit, denn so schlimm dieses Virus auch ist, es hätte viel schlimmer kommen können. Ich denke da an Planet der Affen von 2011 oder all die Zombiefilme. Dieser Kelch scheint an uns vorüberziehen, doch die nächste vom Menschen gemachte Katastrophe wird sicher nicht lange auf sich warten lassen und irgendwann ist die nächste Katastrophe zugleich auch die letzte. Das sollten wir nicht vergessen. Jetzt muss ich aber erstmal zum Friseur, denn vielleicht ist das nächste Woche schon nicht mehr möglich.

4 Kommentare on "Das Coronavirus zu Gast in Deutschland"


  1. Ich war heute beim Friseur mit ähnlichen Gedanken… 🙂 Wenn ich schon zuhause bleiben muss, dann doch bitte gut aussehend. Verstehe diese Hortung von Toilettenpapier nicht… Eine Zwangspause würde ich auch nicht schlecht finden, allerdings doch lieber aus anderen Beweggründen. Hoffe, Netflix ist immun gegen Corona…

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    1. Toilettenpapier hat vielleicht besondere Fähigkeiten. Oder Deutsche in Quarantäne müssen öfter aufs Töpfchen.

      Netflix und Prime sind unkaputtbar.

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