Arbeiten in Zeiten des Coronavirus

Unsere Teilnehmer sind zunächst bis zum 19.04. freigestellt. Wir hingegen nicht. Unsere Aufgabe ist es die Teilnehmer zweimal wöchentlich anzurufen und am Telefon zu beraten. Was auch immer das bedeutet. Außerdem sollen wir den Teilnehmern regelmäßig Jobvorschläge per Mail schicken. Dummerweise ist die Hälfte der Teilnehmer nicht in der Lage Bewerbungen ordnungsgemäß zu verschicken. Selbst wenn wir die Bewerbungen für sie erstellen, sind sie oftmals nicht in der Lage diese zu verschicken. Manche können nicht einmal ihre Mails abrufen. Es macht bei denen also nicht wirklich Sinn, aber das spielt keine Rolle. Noch interessanter ist die Tatsache, dass nicht alle Teilnehmer freigestellt sind, denn Teilnehmer der Agenturen für Arbeit, die nicht zum Kreis Recklinghausen gehören, müssen weiterhin an Maßnahmen teilnehmen. Da wir bei uns solche Teilnehmer nicht haben, werden es fünf einsame Wochen, da uns jeder persönliche Kontakt zu Teilnehmern ausdrücklich verboten ist. Wir müssen in der Zeit zwar so arbeiten als wären die Teilnehmer hier, also nach Jobs suchen, Jobvorschläge machen und Bewerbungen schreiben, nur sind sie es halt nicht. Coaching ohne persönlichen Kontakt. Ob das eine Geschäftsidee ist, die Potential hat, werden wir schon in wenige Wochen wissen. Ich habe da allerdings durchaus meine Zweifel, denn ich glaube nicht, dass sich der Großteil der Teilnehmer überhaupt dafür interessiert, was wir in den nächsten Wochen anstellen. Ich bin schon gespannt, wie viele Teilnehmer wir in den nächsten fünf Wochen vermitteln. Der Spaß hat begonnen und ich bin mittendrin statt nur dabei.

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