Damals 2007 – März

Obwohl der Februar 2007 schon ziemlich aufregend war, war das, was sich im März 2007 abspielte, noch viel aufregender. Vermutlich sogar aufregend heiß. Drei Textausschnitte sollen dies beweisen. Viel Spaß damit.


Eine Nacht mit Birte
Wir treffen uns in der Limette, ziehen weiter ins Cottons, fahren orientierungslos durch die Stadt, auf der Suche nach einer Lokalität die uns zusagt, finden aber keine. Spazieren quer durch Dortmund und frieren. Landen zum Schluss erneut in der Limette und trinken Tee. Als wir durch die Stadt fahren fühlen wir uns wie neunzehn. Als ich den Zeitpunkt verpasse, zu dem man sich hätte näher kommen können, fühlen wir uns wie zwölf und ich halte es für angebracht den Abend zu beenden. Als sie, anstatt sich zu verabschieden, mich küsst, fühlen wir uns gut. Und als wir den Rest der Nacht bei mir im Auto verbringen, fühlen wir uns wie fünfzehn. Irgendwie spannend. Mit zu sich nach Hause nehmen will sie mich nicht, da sie sicher ist, dass sie dann nur ein One-Night-Stand für mich sein wird. Keine Ahnung, ob sie damit Recht hat. Wir küssen uns leidenschaftlich und es fällt mir schwer nicht schon im Auto mit ihr zu schlafen. Man könnte auch sagen, dass wir wild und leidenschaftlich rummachen, ohne den letzten Schritt zu gehen. Sie küsst gut und macht mich unglaublich an. Vermutlich bin ich ihr schon längst verfallen. Es wird immer später und mehrmals überlegt sie, mich mit nach Hause zu nehmen, doch immer wieder bringt sie das Argument mit dem One-Night-Stand. Mir fällt das Denken schwer, denn ich bin zu erregt und sie ist zu attraktiv, dass ich in dieser Situation noch denken könnte. Dennoch schaffen wir es irgendwann, diese wilde Nacht, die ich so schnell nicht vergessen werde, zu beenden. Ich hätte nicht gedacht, dass eine solche Frau mal Interesse an mir haben könnte. Möglicherweise geht mein Selbstbild davon kaputt. Aber sicher ist das nicht…

Eine Nacht mit Nanette
Es ist etwa 20.00 Uhr als ich mich auf den Weg nach Essen mache. Geplant ist ein DVD-Abend bei Nanette. Nun fahre ich schon fünfzig Kilometer, nur um einen Film aus meiner Filmsammlung zu gucken. Ich muss völlig den Verstand verloren haben, aber vermutlich hoffe ich, dass ich mit Nanette im Bett lande. Warum sonst sollte ich so weit fahren? Die Begrüßung ist irgendwie beiläufig und kühl und kaum bin ich in der Wohnung wird der Film eingelegt. Wir reden zunächst sehr wenig. Worüber auch? Später allerdings reden wir so viel, dass wir vom Film nicht wirklich was mitkriegen. Da ich den Film schon kenne, ist das okay für mich. Wie immer versuche ich maximal witzig zu sein und Nanette zum Lachen zu bringen, denn tief in meinem Inneren glaube ich, dass mein Humor mich ins Bett einer Frau führt. Nach dem Film schauen wir TV und unterhalten uns weiter, während ich langsam müde werde. Sexuell spielt sich bisher so gar nichts zwischen uns ab und kurz nach Mitternacht bin ich zu müde, mich weiter zu unterhalten. Also lege mich auf die Couch, um ein wenig zu schlafen. Nanette legt sich spontan dazu und wir liegen da wie ein altes Ehepaar. Zumindest kommt es mir so vor und ich frage mich, was daran gemütlich sein soll, denn so wie wir hier liegen ist es nicht entspannend. Sie sieht es scheinbar anders und schläft ein. Ich kann mich kaum bewegen, will sie nicht stören und versuche auch zu schlafen, was mir nur hin und wieder kurz gelingt. Als ich gegen 02.00 Uhr gehen will lässt sie mich nicht, weil es gerade so gemütlich ist. Aber nicht für mich. Dennoch bleibe ich liegen, schlafe in kurzen Etappen und wundere mich, wie sie so herrlich entspannt auf engstem Raum neben mir liegen kann. Manchmal grinst sie sogar. Ich bin fassungslos, denn sie scheint sich in meiner Gegenwart immerhin wohl zu fühlen. Ich betrachte sie und frage mich, wieso ich keinen Sex mit ihr habe, denn sie hat eine gute Figur und fühlt sich auch gut an. Doch das bringt mich auch nicht weiter. Die Situation gefällt mir nicht, was aber vor allem daran liegen kann, dass ich permanent denken muss. Warum kann ich eigentlich nicht etwas normal sein und einfach entspannen, dann wäre es möglicherweise auch für mich ein schönes Erlebnis…

Erste Nacht bei Birte
Geplant haben wir einen gemütlichen DVD-Abend bei ihr. Vorher treffen wir uns in Hohensyburg und gehen ein wenig spazieren. Anschließend trinken wir etwas im Roadstop und lernen uns näher kennen. Wir turteln wie frisch verliebte herum, doch irgendetwas scheint sie zu bedrücken. Irgendetwas scheint sie mir sagen zu wollen und ich ahne, was es sein wird. Als wir später zu unseren Autos gehen, um zu ihr zu fahren, kommt das, was ich erwartet habe. Sie teilt mir mit, dass sie einen Sohn hat. Und obwohl ich es erwartet habe, bin ich irgendwie getroffen. Wird es nicht viel zu kompliziert für mich, mich auf eine Frau mit einem Kind einzulassen? Ich bin vollkommen durcheinander, was sie auch merkt. Sie sagt, dass ich es mir überlegen kann. Ich kann ihr nachfahren und die Nacht mir ihr verbringen oder einfach irgendwann abbiegen und wir sehen uns nie wieder. Wir fahren los und ich bin wirklich mehrfach kurz davor einfach abzubiegen. Mein Verstand sagt mir, dass abbiegen die einzig richtige Lösung ist, doch andererseits will ich diese Frau. Wie es scheint will ich sie auch nicht nur einmal, sondern mehrfach von dieser kleinen, süßen Frucht kosten. Und obwohl ich mir vorgenommen habe niemals etwas mit einer Frau mit Kind anzufangen und mir mehrfach verboten habe, mich in eine Frau mit Kind zu verlieben, geht es in genau diese Richtung. Ich bin hin- und hergerissen, aber ich schaffe es nicht abzubiegen. Wir erreichen ihre Wohnung und ich bin total nervös. Und wie immer, wenn ich nervös bin, ist mir schlecht. Jetzt würde ich am liebsten abhauen, weil ich komplett überfordert bin und mein Körper mir das deutlich signalisiert, aber abzuhauen wäre irgendwie auch ziemlich albern. Andererseits sollte ich auf meinen Körper hören. Doch wenn ich das tue, dann erlebe ich gar nichts mehr. Wir gehen in ihre Wohnung, sie zeigt mir die Räume, wir trinken etwas und gehen ins Schlafzimmer. Mir ist total übel und ich kann kaum atmen. Es ist wirklich nicht schön ein Psycho zu sein. Vermutlich merkt sie, dass ich mich irgendwie unwohl fühle, denn sie sagt, dass ich jederzeit gehen kann. Nur ein Idiot würde jetzt gehen. Und so ein Idiot bin ich…


Wer wissen will, wie die Geschichten endeten und wie der Rest dieses aufregenden Monats ablief, der klickt einfach auf die 2007. Besser und heißer wird es aber nicht. Versprochen. 😉

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