Mycosis fungoides – Ein Schub und der Versuch, einen Termin in der Hämatologie zu bekommen

Nach dem Aufwachen juckt meine Haut ziemlich, und als ich mich im Spiegel anschaue, bin ich ziemlich erschrocken. Schultern und Oberarme sind total rot, die Haut rau. So wie damals, als die Krankheit entdeckt wurde. Nur die Stellen, an denen es damals anfing, sehen normal aus. Offensichtlich ist die Krankheit nach oben gewandert. Einerseits beruhigt es mich etwas, dass die Bereiche von damals nicht betroffen sind, gleichzeitig beunruhigt mich, dass Schultern und Oberarme noch nie so stark betroffen waren.

Ich habe das Gefühl, dass die Mycosis fungoides nicht mein einziges Problem ist und bilde mir ein, dass meine Kreislaufprobleme der letzten drei Tage nicht am Wetter liegen, sondern daran, dass mein Körper mit den inneren Krankheiten nicht mehr klarkommt.

Eigentlich wollte ich mit dem Termin in der Hämatologie warten, bis der Bericht aus der Hautklinik vorliegt, doch der Bericht lässt auf sich warten und ich habe die Zeit nicht mehr.

Ich creme die Stellen mit der Cortison-Creme ein und hoffe, dass das Jucken bald aufhört. Heute Abend wird dann wieder mit UVB-Licht und Infrarotlicht behandelt. Mehr kann ich nicht tun.

Zum Glück lässt das Jucken wirklich rasch nach, und am Abend sieht es auch nicht mehr so schlimm aus. Nach der Lichttherapie wird erneut alles mit der Cortison-Creme eingecremt.

Am nächsten Morgen sieht es wieder etwas besser aus, ich trage abermals die Cortison-Creme auf und frage mich, was diesen Schub wohl ausgelöst haben könnte. Erwartungsgemäß finde ich keine Antwort. Möglicherweise muss ich die Lichttherapien häufiger anwenden.

Da ich weiterhin täglich Beschwerden im Magen-Darm-Bereich habe, versuche ich nun doch, einen Termin in der Hämatologie im Klinikum Dortmund zu bekommen – obwohl der Bericht aus der Hautklinik noch fehlt. Aber ich will nicht länger warten, denn meine Zeit läuft ab.

Als ich endlich jemanden erreiche, teilt man mir mit, dass ich die falsche Nummer gewählt habe und nennt mir eine andere Rufnummer. Nachdem ich mehrfach nur Ansagen höre, erreiche ich jemanden, trage mein Anliegen vor und bekomme wieder eine andere Telefonnummer, weil ich angeblich dort falsch bin. Die Nummer, die man mir gibt, ist die gleiche, die ich zuerst angerufen habe. Ich finde das merkwürdig, rufe aber dennoch an. Eine Bandansage teilt mir mit, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten, 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr, anrufe. Es ist 09.27 Uhr. Ich fühle mich verarscht und gebe für heute auf.

Das deutsche Gesundheitssystem ist so ineffizient, und man hat das Gefühl, es interessiert niemanden. Oder es steckt ein Plan dahinter, den nur wenige begreifen.

12 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  1. Ich hoffe, es klappt bald und dass Du einen relativ zeitnahen Termin bekommst. 🍀💚

  2. Um mit diesem Gesundheitssystem halbwegs klar zu kommen, muss man kerngesund und top fit sein. Es ist in vielen Situationen einfacher einen Weg drum herum zu gehen, wenn man kann.
    Es ist das drittteuerste System der Welt (nach der USA und der Schweiz).

  3. Suchen Sie sich nen gescheiten Heilpraktiker und machen Sie zuerst mal ne Darm- & Leberreinigung. Dann lassen Sie sich nen ordentlichen Ernährungsplan erstellen, ohne verarbeitete ‚Lebensmittel‘ und fangen morgens mit basischen Wasser an. Entweder Ionisator installieren oder EM’s, wenn zu teuer frisch gepresste Zitrone. Fastentherapie kann auch viel bewirken. Aber das alles entscheidende – glauben Sie diesen ‚ärzten‘ kein Wort!
    Mit den besten Wünschen
    M. Sobol :*

    • Der Heilpraktiker war dieses Mal leider nicht so hilfreich.
      Ernährung ist umgestellt.
      Was sind EMs?
      Ich fürchte, wenn ich faste ist nichts mehr von mir übrig.
      Danke, für die Tipps. 🙂

  4. EM’s sind effektive Microorganismen. Im beten Falle Lichtmikroben (weil eben Lichtbeständig) die sozusagen negative Wasserstoffionen in den Körper transportieren und somit (positiv geladene) freie Radikale binden und in der Kombination mit niedrig minerlisiertem Wasser (Lauretana, Plose, Black Forrest als Beispiele) entgiften können (über die Nieren).
    Eine vollständige, echte Entgiftung funzt nur durch Verzicht! Wenn man ihren Urlaubsspeiseplan so anschaut, schwierig… Ich versteh es ja – es sollte auch schmecken, aber suchen Sie mal einen anderen HP auf. Da gibt’s leider massive Kompetenz- & Qualitätsunterschiede. Wir wollen schließlich hier noch lange von Ihnen lesen! :*

    • Interessant. Da muss ich mich einlesen.

      Im Urlaub esse ich etwas schlechter als zu Hause. Aber meine Ernährung ist immer ein Thema.

      Ich versuche noch ein paar Jahre zu schreiben. 🙂

  5. Glatt vergessen… Probieren Sie mal Kokosölauf der juckenden Haut. Das pflegt (durch Vitamin E), ist antiparasitär und antifunghizid. Auch ein Teelöffel zur Einnahme fördert die Wirkung, vor dem Schläfen fördert es selbigen (wichtige gesättigte Fettsäuren fürs Hirn und Melathonin), Walnüsse haben ähnlichen Effekt. Braten Sie niemals mit Saatenölen auch wenn auf dem Etikett empfohlen! Ausschließlich Kokosöl und geklärte Butter (Butterschmalz, Ghi) sind hocherhitzbar. Ein bitteres hochqualitatives Olivenöl kann man mal zum andünsten (bis max. 100 Grad) nehmen.
    LG M. Sobol

    • Ich nehme das Kokosöl nicht nur als Deo. Es wird grundsätzlich auch überall auf der Haut verteilt und zum Kochen nehme ich nichts anderes. Allzweckwaffe. ☻️