Mitte der Woche greift der Mangel an verfügbaren Fachkräften bei uns um sich. Resi wird hier abgezogen. Was bedeutet, dass wir die 42 geplanten Wochentermine à drei Stunden ab nächster Woche zu zweit stemmen müssen. Noch schöner wird es, wenn Jörg übernächste Woche Urlaub hat, denn dann gehören alle Termine mir. Dazu gönne ich mir zwei 5-Tage Wochen. Obendrein muss ich den nächsten Urlaub noch ein Stück nach hinten verschieben. Jörg hatte genau das erwartet, ich habe zum Glück nur wenige Erwartungen und Hoffnungen. Meine Resignation schützt mich in der Regel vor längeren Gefühlsausbrüchen. Eine kurze Erregung, dann ist es vorbei. Wie früher beim Sex. Ist aber lange her. Irgendwie geht es im Job ja immer weiter. Das eine oder andere Mal werde ich es noch beklagen, aber mehr aus Routine, um ein Gefühl zu simulieren. Letztlich ist es vollkommen egal. Vor der Reha nochmal richtig auslasten und dann einen Kurschatten nach dem anderen vernaschen, um mich zu spüren und etwas runterzukommen. Ich liebe es, wenn ich mich derart belüge. Kurschatten. Herrlich.
Zu meiner Überraschung wird der vor Weihnachten beantragte Urlaub ohne Erklärung abgelehnt. So gehe ich halt mit elf Tagen Resturlaub ins neue Jahr. Es gibt schlimmeres.
Die Quote liegt am Ende der Woche bei 44%. Tendenz fallend. Auch das nur eine Randnotiz