Lymphknoten, Schmerzen, Übel- und Schlaflosigkeit

Nach Wochen des Wartens habe ich endlich den Bericht aus der Hautklinik bekommen. Natürlich wieder einmal ohne die Blutergebnisse. Abgesehen von den B-Lymphozyten, die von 27 auf 32 gestiegen, aber immer noch zu niedrig sind. Deshalb soll ich zur Hämatologie. Die T-Zellen seien im Referenzbereich, Zahlen dazu fehlen. Vermutlich bekomme ich die kompletten Ergebnisse ausgedruckt, wenn ich wieder in der Klinik bin, was schneller der Fall sein kann, als ursprünglich geplant. Aber dazu später mehr.

In dem Bericht steht: mSWAT 2, kein durchgreifender Befundwandel, tendenziell größenregredient. Das Wort “größenregredient” war mir unbekannt, bedeutet aber, wie ich später herausfinde, dass die Lymphknoten sich verkleinert haben. So weit, so gut. Dummerweise ist ein Lymphknoten in der linken Achsel seit vier Tagen vergrößert, schmerzhaft und scheint zu wachsen. Das habe ich durchaus gelegentlich, doch diesmal fühlt es sich anders an.

Normalerweise bessert sich das innerhalb von sechs Tagen. Dieses Mal allerdings nicht. Der Lymphknoten ist nicht geschrumpft, tut weiter weh und ist deutlich gerötet. Somit ist klar, dass ich am Montag zunächst einen Termin bei meiner Hausärztin vereinbaren muss.

Und dann tritt wieder ein nächtliches Problem auf, welches ich seit Wochen zu ignorieren versuche: Sobald ich mich auf die rechte Seite drehe, bekomme ich Schmerzen unterhalb des rechten Rippenbogens. Drehe ich mich nicht schnell wieder auf den Rücken, wird mir richtig übel. Dann hilft es auch nicht mehr, wenn ich mich wieder auf den Rücken drehe. Die Übelkeit bleibt. Dennoch versuche ich in dieser Nacht möglichst lange auf der rechten Seite zu liegen, weil ich hoffe, dass mein Körper es einsieht und sich der Zustand verbessert. Tut er aber nicht. Stattdessen ist mir so schlecht, dass ich die nächsten vier Stunden nicht mehr schlafen kann.

Irgendwas ist ganz und gar nicht in Ordnung. Verdrängen, ablenken und so tun, als wird alles wieder gut – nichts davon funktioniert. Es fühlt sich an wie eine Endlosschleife mit immer neuen Problemen und einer Verschlimmerung alter Probleme. Und ich muss gestehen: ich habe keine Lust mehr, da es anstatt besser letztlich immer schlechter wird. Und dazu kommt: ich kann nicht mehr. Es ist zermürbend, denn nichts wird besser. Nie komme ich zur Ruhe. Immer und immer wieder nur Probleme. Der Kopf kreist von Problem zu Problem. Und ich sehe nirgendwo ein Ende. Selbst scheinbar gute Nachrichten führen am Ende zu schlechten. Wozu tu ich mir das überhaupt noch an? Am besten wäre es, nicht mehr aufzustehen, weil letztlich alles vollkommen sinnlos ist.

Am Vormittag erreiche ich die Hausarztpraxis. In sieben Tagen kann ich vorbeikommen, und ich habe da schon jetzt keine Lust drauf.

4 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  1. Haben Sie mal ne Dunkelfeldmikroskopie des Blutes machen lassen? Da sieht man Sachen… Klingt nach Ihrer Beschreibung als schwingt irgendein hartnäckiger Keim mit, Borrelien, Ringelröteln o. ä.

    • Nein. Ich hatte mich damit beschäftigt, bin aber dann zu dem Entschluss gekommen, dass das keine Option ist. Ich weiß aber nicht mehr, warum ich so entschieden habe.