Vom Augenarzt zur Hausärztin

Die Frage am Montag: Arbeiten oder zu irgendeiner ärztlichen Untersuchung? Nachdem ich an den letzten beiden Montagen arbeiten war, kann es nur eine Antwort geben. Und weil es so viel Spaß macht, setze ich das an den nächsten Montagen fort.

Den Anfang macht der Termin beim Augenarzt. Neues Personal am Empfang. Eine Frau? Oder doch ein Mann? Zunächst tippe ich auf eine Frau, doch die Stimme gehört eindeutig zu einem Mann. Durch die ganzen irren Diskussionen sehe ich mich nicht in der Lage, die Frage ordnungsgemäß zu beantworten. Dieser ganze Gender-Irrsinn bringt einen nur durcheinander.

Nachdem der Augendruck gemessen wurde, folgt der Sehtest. Wie üblich eine Farce. Ich erkenne fast keine Zahlen, habe auch nicht wirklich den Ehrgeiz, die Zahlen zu erkennen und weiß, dass meine Brille zu schwach ist. Also sage ich meist so etwas: „Irgendwas, 9, 4, keine Ahnung.” Nächste Zeile. „Da erkenne ich nichts.” Immerhin erkenne ich die drei großen Zahlen. Es ist offensichtlich, dass ich den Sehtest nicht ernst nehme. Darum ist er schnell vorbei.

Weiter zur Gesichtsfeldmessung. Hier weiß ich nicht, was ich mit dem zugeklebten Auge machen soll. Öffne ich es, sehe ich die Punkte mit dem anderen Auge schlechter, kneife ich es zu, bin ich unzufrieden. Meine Konzentration ist mies, manchmal drücke ich zu spät, manchmal gar nicht, weil ich unsicher bin. Als das andere Auge dran ist, drücke ich, wenn ich das Gefühl habe, ich habe schon zu lange nicht gedrückt. Offensichtlich ist nur, dass ich mich nicht konzentrieren kann und nicht bei der Sache bin.

Als mich später der Arzt fragt, ob alles in Ordnung ist, sage ich ja. Die Untersuchungsergebnisse sind wohl auch gut. Ich frage nicht nach irgendwelchen Werten, und er sagt dazu auch nichts. Solange keine Medikamente ins Spiel kommen, finde ich die Regelung großartig. Keine Panik, keine Diskussionen. Einfach nur alle sechs Monate ein kurzer Check. Er untersucht noch die Augen, leuchtet hinein, betrachtet das Innenleben. Auch hier scheint es keinen Grund zur Besorgnis zu geben. Das war es für heute.

Der Termin, auf den ich keine Lust habe und auf den ich gerne verzichtet hätte, findet um 16.10 Uhr statt. Zunächst liest sich die Hausärztin den Bericht der Klinik durch und fragt mich dann, warum ich da bin. Wegen des Lymphknotens, der es sich vor zwei Wochen unter der Achsel gemütlich gemacht hat und eine Weile wehtat. Mittlerweile hat er damit aufgehört und ist tatsächlich ziemlich geschrumpft. Laut Ärztin kein Grund zur Sorge. Wir werden sehen.

Grund Nummer zwei ist da schon verwirrender. Ich kann seit Monaten nicht auf der rechten liegen. Da bekomme ich erst Schmerzen, dann wird mir schlecht. Üble Übelkeit. Vermutung: Leber. Nächsten Montag Blutuntersuchung. Dienstag Ultraschall. So hören meine Arzttermine einfach nicht auf. Am Montag nach der Blutentnahme habe ich direkt noch einen Termin, um zu erfahren, wie ich meine Killerzellen unterstützen kann.

Mein Leben ist so aufregend und ausgefüllt, dass ich echt froh sein kann, dass ich nicht noch irgendwelche Dates mit entzückenden Frauen habe. Meine Zeit ist begrenzt und ich muss Prioritäten setzen.

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