Ultraschall, Panik und ein MRT, das keiner will

Die Untersuchung beginnt pünktlich und bietet direkt die erste Überraschung, die der Ärztin Rätsel aufgibt. Später wird sie es als ‚unklar erweiterte Lebergefäße‘ auf der Überweisung zur MRT-Untersuchung vermerken. Sie sucht weiter, erkennt keine Gallensteine und auch eine Fettleber schließt sie aus. Die erweiterten Lebergefäße (Ø 2 cm) kann sie nicht erklären, weshalb die Überweisung folgt. Ich frage noch nach den Leberwerten. Diese sind alle in Ordnung.

Später füttere ich Google mit meinen Informationen und danach bin ich nur noch deprimiert und vollkommen von der Rolle. Je nach Quelle ist es sehr bedrohlich oder noch nicht so bedrohlich, jedenfalls muss es am besten sofort untersucht werden.

Im Büro bin ich zu nichts zu gebrauchen, kann mich kaum konzentrieren und mache einen Fehler nach dem anderen. Eigentlich sollte ich gar nicht hier sein. Mein Gedankenkarussell bestätigt mir, dass ich eh nicht mehr lange hier sein werde. Wenn es nicht die Leber ist, kann es auch die Bauchspeicheldrüse sein. Seit der Krebserkrankung meines Vaters, Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine meiner größten Ängste. Ich schalte in den üblichen Panikmodus. Es gibt einfach keine guten Nachrichten mehr.

MRT-Termine gibt es teilweise erst ab November, außer man ist Privatpatient. Bis zum MRT-Termin werde ich nun Angst haben, dass die Gefäße platzen. Und wenn man nach der Untersuchung, wie üblich, nicht direkt mit mir redet, werde ich bis zum nächsten Termin bei der Hausärztin meine Panik aufrechterhalten. Zwischenzeitlich steht auch noch die Reha an, die unter diesen Umständen eigentlich keinen Sinn ergibt.

Als ich versuche einen MRT-Termin zu bekommen, sage ich dummerweise, dass ich zur Reha fahre. Während einer stationären Reha sind keine Untersuchungen möglich. Einen Termin könnte ich am ersten Rehatag bekommen und nehme ihn einfach an. Entweder ich kann die Kur um einen Tag verschieben, oder sie fällt aus. Die Untersuchung ist wichtiger als die Reha. Und ob die Reha nach den Untersuchungsergebnissen überhaupt noch relevant ist, wage ich zu bezweifeln. Ich werde mich morgen bei der Fachklinik und der Krankenkasse erkundigen, ob eine Verschiebung möglich ist.

Früher habe ich oft Tests gemacht, die einem gesagt haben, wie alt man wird. Bei mir kam mehrmals 76 Jahre raus. Im Moment erscheint mir das utopisch. Vermutlich hätte ich mir sogar die Urlaubsplanung 2026 sparen können.

19 Kommentare

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  1. Reha verschieben aus Gründen geht! Wünsche gute und schnell kommunizierte Ergebnisse, keep on..

  2. Ich glaube, ich täte zumindest vorübergehend mal aufhören mit dem Einhüllen in Duftwolken.
    Da sind so viele schädliche Stoffe drin, einige davon möglicherweise karzinogen. Auch für die Haut kann das doch nicht gut sein, und einatmen tun Sie es auch.
    Vielen Menschen gehen die Düfte ohnehin auf den Keks. In Kanada ist man schon weiter, auf vielen Events sind Düfte lverboten. Bei privaten Einladungen wird man gebeten, auf Parfüm zu verzichten.
    Frauen beeindrucken Sie damit ohnehin nicht.

    • Ja, das ist eine gute Option.
      Ich habe die zwar sorgsam bezüglich der Inhaltsstoffe ausgewählt. Aber sicher sein kann man ja nie.

      Frauen beeindrucke ich eh schon lange nicht mehr. 🤷‍♂️

  3. Lieber Herr Dr. Schwein.

    Es wird Zeit für das Ivermectin/Fenbendazol-Protokoll von Herrn Dr. Makis (auf Twitter zu finden). Die Dosierung ist erst einmal nicht kriegsentscheidend; falls die erste Dosierung nicht funktioniert, kann man ohne Probleme die Dosierung einfach verdoppeln (weil eben die Nebenwirkungen von Ivermectin praktisch nicht existent sind).

    Also: Kopf aus dem (negativen) Sand ziehen, igrendwelche „Ängste“ zum Teufel schicken und anfangen.

    Beste Grüße,

    ein Fan (der mal Professor war)

  4. Ja verdammt, alt werden (76 oder weniger) ist kein Schleck. Gehe davon aus, dass es auch diesmal beim Streifschuss bleibt, bis zur Bestätigung dessen halt einfach weitermachen und dir mal eine schöne Fahrt im Benz gönnen!

  5. Wenn mal ein schneller MRT-Termin o. ä. gefragt ist, gern mich über die Mail-Adresse anschreiben. Wenn Sie es mal hierher schaffen, dann gibt es gleich noch eine ordentliche Vorstellung bei einem HP – auch onkologisch arbeitend inkl. Dunkelfeldmikroskopie und Bio-Resonanzuntersuchung. Über die Kosten machen Sie sich mal keine Gedanken – datt regeln wir schon.
    Ansonsten denke ich, Sie sollten aus der Mühle dieses ‚Krankheitssystems‘ raus und sich nach echtem Befinden richten. Ihr Körper zeigt Ihnen schon wo es lang geht, wenn Sie ihn verstehen lernen…
    Ich drück alle zehn Daumen, die ich habe. Bleiben Sie aufrecht, erhobenen Hauptes.
    LG
    M. Sobol

    • Was den MRT-Termin angeht, kann ich nicht klagen, denke ich. Innerhalb einer Woche ist schon gut, denke ich.
      Ein guter HP, der viel abdeckt, ist schwer zu finden. In meiner Nähe ist mir keiner bekannt bisher.

      Die Mühle des ‚Krankheitssystems‘ nutze ich hauptsächlich für Untersuchungen. Und ich hoffe, die werfen mich am Dienstag nicht aus der Bahn.

      Ist dieses ‚hierher‘ ein Ort, der für Urlaub geeignet ist?