Ein abgesagter MRT-Termin und seine Folgen

Schon als ich die Nummer auf dem Display sehe, ahne ich, ohne die Nummer zu kennen, dass der Anruf wegen des MRT-Termins ist. Es ist kurz vor 09.00 Uhr und ich habe Recht, der Termin kann nicht stattfinden. Man kann mir einen Ersatztermin in etwa zwei Wochen anbieten. Ich weise auf die bevorstehende Reha hin. Man teilt mir mit, dass ich dann von meiner Hausärztin einen neuen Überweisungsschein mit einem Dringlichkeits-Code benötige, um diese Woche noch einen Termin zu bekommen. Ich war für meine Verhältnisse bis zu diesem Anruf recht entspannt, jetzt bin ich es nicht mehr. Ein einziger Anruf genügt, um meine mühsam erkämpfte Ruhe zu zerstören.

Runter zur Hausärztin. Sie meint, so dringend ist das mit dem Termin nicht. Als ich darauf hinweise, dass ich am Montag zur Reha fahre, sieht es direkt anders aus und ich bekomme eine neue Überweisung mit Code. So lange kann dann doch nicht gewartet werden.

Da ich telefonisch niemanden erreichen kann, fahre ich zum medizinischen Versorgungszentrum, um einen neuen Termin zu bekommen. Kaum lege ich die neue Überweisung vor, werde ich darauf hingewiesen, dass man mit so einer Überweisung unter einer bestimmten Telefonnummer einen Termin vereinbaren muss. Hier geht das nicht. Ich bin mittlerweile leider ziemlich gestresst, lasse es mir aber nicht anmerken und bleibe ruhig. Zum Glück bin ich an zwei kompetente Mitarbeiterinnen geraten, die versuchen, an einem anderen Standort einen Termin für mich zu bekommen. Ohne diese Dringlichkeitsüberweisung, weil ich heute eigentlich einen Termin hatte. Eine der beiden findet einen möglichen Platz in Lünen am Donnerstag um 08.00 Uhr. Die andere ruft dort an, es wird ein wenig diskutiert, dann kann man mir einen Termin morgen um 10.15 Uhr anbieten, den ich natürlich sofort annehme.

Ich glaube nicht, dass ich morgen noch so ruhig und entspannt sein werde, wie ich es heute war. Offensichtlich ist auch, dass der Stress nicht gut war, denn ich habe Stiche unterhalb der Rippen, die in den letzten Tagen nicht da waren. Und nun glaube ich auch nicht mehr an etwas Harmloses. So schnell kann die Stimmung kippen, obwohl die Gesamtsituation unverändert ist.

Ich glaube auch nicht daran, dass ich tatsächlich nächste Woche zur Reha fahre. Aus meiner Sicht spricht einfach rein gar nichts dafür, dass derzeit eine Reha möglich ist. Vielleicht irgendwann, aber nicht jetzt. Vielleicht auch niemals.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert