Recht schnell ist klar, wohin der erste Urlaub des Jahres gehen soll, doch dann habe ich ein Problem, denn ich kann mich zwischen zwei Ferienwohnungen nicht entscheiden. Der Preis ist nahezu identisch. Die Lage spricht eindeutig für die erste Wohnung. Nur wenige Meter von der Lahn entfernt, die Brücke über die Lahn in unmittelbarer Nähe. Eigentlich wie für mich gemacht, doch dann entdecke ich eine andere Wohnung. Die Lage ist schlechter. Fünfzehn bis zwanzig Minuten von der Brücke entfernt, aber sie hat eine Badewanne. Und eine Badewanne ist ein wichtiges Argument. Ich bin maximal überfordert, wäge ab, überlege, gebe auf und beschließe zu warten, bis eine der Wohnungen nicht mehr verfügbar ist. So kann ich mir nicht vorwerfen, mich falsch entschieden zu haben.
Möglicherweise sind aber auch bald beide Wohnungen weg und dann muss ich mir für den ersten Urlaub des Jahres auch noch einen anderen Ort aussuchen. Es bleibt spannend. Unnötig spannend.
Als nächstes schaue ich nach einem Reiseziel für den zweiten Jahresurlaub. Auch hier sagt mir keine Unterkunft zu. Lediglich der Ort wird während der Suche immer klarer, was aber zu keiner Buchung führt, weil ich nicht auf mein Bauchgefühl hören will.
Ohne zu wissen warum, lande ich nochmal bei einer der beiden Ferienwohnungen für den ersten Urlaub. Die Ferienwohnung mit der Badewanne ist plötzlich 65 € günstiger. Möglicherweise habe ich vorhin etwas falsch eingegeben. Oder was auch immer. Ich bin durchaus verwirrt, aber 65 € reichen, um mich zu überzeugen. Wenig später ist der erste Urlaub gebucht. Es geht nach Lahnstein.
Nachdem ich auf mein Bauchgefühl gehört habe und Cuxhaven als zweiter Urlaubsort feststeht, überfällt mich eine totale Entscheidungsunfreudigkeit. Ich kann mich nicht erinnern, wann es mir je zuvor so schwer gefallen ist, eine Unterkunft zu buchen, wenn der Ort längst feststeht. Hin und her, her und hin. Fast gebucht, dann verworfen. Ich verliere vollkommen den Faden.
Tage später schaffe ich es, meine Suche auf vier Unterkünfte einzuschränken. Entscheiden kann ich mich allerdings nicht. Ich beschließe, dass ich die Wohnung nehme, die als letzte noch verfügbar ist.
Am Abend schaue ich, ob schon eine der Ferienwohnungen gebucht wurde. Tatsächlich. Dummerweise sagt mein Bauchgefühl jetzt, dass ich genau dort wohnen will. Hätte ich meinem Bauchgefühl doch heute Mittag nur etwas mehr Raum gegeben. Ich schaue nach anderen Reisedaten und habe Glück. Eine Woche später als geplant ist sie noch frei. Sofort buche ich, weil alles andere albern wäre.
Bleibt noch der dritte Urlaub. Auch hier versuche ich, nach irgendwelchen Kriterien vorzugehen, obwohl mein Gefühl an die Mosel will. Da war ich auch schon länger nicht.
Trotzdem stehe ich mir noch gut eine Stunde selbst im Weg, dann höre ich in mich hinein und schon ist alles klar. Ich will nach Kobern-Gondorf. Sofort buche ich die einzige Unterkunft, die ich dort auf meiner Merkliste habe. So muss das laufen und nicht anders. Ich muss mehr auf mein Bauchgefühl hören, sonst verschwende ich die ohnehin knappe Lebenszeit noch weiter.
Es ist erst der 23. Januar, dafür bist Du doch schnell unterwegs. Die Reiseziele finde ich ganz hervorragend. Ich hoffe, Du wirst es in Kobern-Gondorf auf den höchsten Berg schaffen. Die Aussicht ist wunderbar.
Mir gefallen die Ziele auch.
Für eine gute Aussicht bin ich immer zu haben.
Holy Moly, Du willst also nach Lahnstein! Gute Wahl! Eine Stadt der Extreme, der Glückseligkeit, der Historie und des Wahnsinns. Lucky you, ich bin natural born Lahnsteiner und wohne auch in diesem bezaubernden Ort. Wenn Du also Fremdenführung von einem Bloggerkollegen brauchst, dann sag‘ bescheid, da lässt sich was eintüten. Ich kenne den heißen Shizzle, die Places To Be, einfach alles. Ja, wirklich. Alles!
Du hast meine Mail…
Es gibt da heißen Shizzle? Das wird ja immer besser. 😎
Aber sowas von! Sag‘ bescheid, wenn wir Dir fremdenverkehrsmäßig etwas bieten sollen.
Sehr gut. Ich muss mich nur noch an das Angebot erinnern in ein paar Monaten. 😄
Badewanne ist immer und überall ein Argument!
Absolut. 🛁