Sechster Kontrolltermin in der Hautklinik

Obwohl ich das Gefühl habe, dass es meiner Haut derzeit sehr gut geht, gibt es drei neue Stellen, die ich unbedingt mit dem Arzt besprechen muss. Es fällt mir natürlich schwer zu glauben, dass an allen drei Stellen irgendwas Harmloses ist.

Da ich noch einmal zur Toilette muss, fahre ich später als geplant los und sehe, wie mein Zeitfenster immer kleiner wird. Wenn ich keinen Parkplatz finde, werde ich es nicht pünktlich schaffen. Den Stress habe ich selbst verursacht. Die freien Parkplätze in der Nähe sind kostenpflichtig, was nicht das Problem ist. Mein Problem ist, dass ich kein Kleingeld habe. Zum Glück gibt es noch einen Parkplatz an der Hauptstraße. Ich habe noch gut zehn Minuten bis zu meinem Termin. Drei Minuten vor meinem Termin bin ich bei der Anmeldung. Ich muss das besser koordinieren.

Es ist unfassbar voll, aber da ich einen Termin in der Lymphom-Sprechstunde habe, ist meine Wartezeit überschaubar. Fast als wäre ich eine Art Patienten-Promi.
Aus Sicht des Arztes ist meine Haut etwas schlechter als vor sechs Monaten. Ich zeige ihm die kleine Wunde an meiner Stirn, die nicht heilt. Vermutlich handelt es sich nicht um weißen Hautkrebs, sondern um eine aktinische Keratose. Ich soll die Stelle drei Wochen mit Solaraze-Gel behandeln. Wenn dann noch etwas zu sehen ist, soll ich mich melden. Fast wie damals, da hatte ich so etwas am Ohr. Bei der weiteren Untersuchung fällt ein Muttermal unangenehm auf. Es ist nicht klar zu erkennen, ob sich da was entwickelt hat, oder ob es nur so aussieht. Darum wird vereinbart, es entfernen zu lassen. Das ist bisher ein ziemlich abwechslungsreicher Termin. Ich weise den Arzt noch auf weiße Hautstellen hin, die sich immer mehr verbreiten. Das kann viele Ursachen haben, weshalb an einer Stelle eine Hautprobe genommen werden soll. Da ich das erwartet habe, bin ich nicht überrascht. Da ich keine großen Probleme erwarte, bin ich auch nicht beunruhigt. Möglicherweise ist das naiv, aber es würde auch nichts ändern, wenn ich jetzt schon durchdrehe. Spätestens, wenn etwas Unangenehmes festgestellt wird, beginnt mein Durchdrehen zwangsläufig.
Zum Schluss werden noch die Lymphknoten untersucht. Hier ist alles in Ordnung. Etwas anderes hätte ich auch nicht verkraftet. Da so weit alles in Ordnung ist, kann abermals auf eine Blutuntersuchung verzichtet werden. Das finde ich sehr überraschend, aber werte es als gutes Zeichen.

Ich bekomme einen Termin für die nächste Kontrolluntersuchung in sechs Monaten und einen für die beiden kleinen Proben für nächsten Montag. Meine Montage auf durchgehend angenehme Weise zu verbringen, kommt mir offensichtlich auch weiterhin nicht in den Sinn.

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