Gelesen: Kolonien der Liebe | Zeit des Erwachens | Spiel ab!

Hier nun die Kritiken zu den nächsten drei von mir gelesenen Büchern:

Elke Heidenreich: Kolonien der Liebe
Der Titel gefällt mir gut, und ich frage mich, ob er für mich vielleicht sogar das Beste an diesem Buch ist.

Wieder einmal sind es Erzählungen von Elke Heidenreich. Dieses Mal konnten sie mich allerdings nicht so begeistern. Hatte ich zu viel erwartet? Vermutlich habe ich einfach nur andere Geschichten erwartet. Vielleicht war ich auch nicht in der Stimmung für Erzählungen, als ich mit dem Buch begonnen habe.

Die letzten beiden Geschichten haben mir nämlich gut gefallen. Daher könnte es durchaus sein, dass die vorherigen Erzählungen interessanter sind, als ich es beim Lesen empfand.

Oliver Sacks: Zeit des Erwachens
Direkt zu Beginn gibt es ein Vorwort – und dann noch ein Vorwort. Das war mir bereits etwas zu viel, weshalb ich nicht alles gelesen habe. Die Fallgeschichten hingegen fand ich sehr interessant. Besonders gefallen hat mir, dass später noch einmal beschrieben wird, wie es mit den Betroffenen weiterging.

Es gibt aber auch sehr viel, was mir zu lang, zu medizinisch ist. Das fand ich anstrengend zu lesen, zumal es mich auch nicht in der Tiefe interessiert hat. Auch im hinteren Teil habe ich einige Seiten ausgelassen.

Letztlich muss ich das Buch differenziert betrachten. Die Fallgeschichten fand ich interessant und auch faszinierend. Die theoretischen Abschnitte waren mir zu lang und zu theoretisch, fast wie ein medizinisches Fachbuch.

Frank Goosen: Spiel ab!
Das Buch von Frank Goosen liest sich gewohnt angenehm und bietet den erwarteten Humor. Allerdings, aber das wusste ich schon vorher, kann ich mit dem Thema Jugendfußball und alles, was dazugehört, nicht so viel anfangen.

Die Kabinengespräche waren mir manchmal zu flach, der angedeutete Rassismus und die Jugendsprache ich anstrengend. Manches wirkt arg konstruiert, auch wenn es vermutlich durchaus der Realität entspricht. Diese Art von Humor spricht mich jedenfalls wirklich nicht an. Stellenweise wirkt sie etwas spießig.

Wenn das Buch nicht von Frank Goosen wäre, hätte ich es auch nicht lesen wollen. Insgesamt konnte es mich nicht überzeugen. Es ist nett durchzulesen, aber letztlich hätte ich es mir auch sparen können.


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