Akupunktur 2026 – II

Beim heutigen Termin dehnt und biegt und drückt die Heilpraktikerin an meinem Daumengelenk herum. Es knackt und knirscht zunächst, doch nach einigen Handgriffen ist davon nichts mehr zu hören oder zu spüren. Dann nimmt sie sich das nächste Gelenk vor. Faszinierend. Sie zeigt mir die deutlichen Unterschiede zwischen beiden Händen. Die Muskulatur am rechten Daumen ist schwächer, er ist auch dünner. Sieht man tatsächlich, wenn man genauer hinschaut. Als Nächstes ist das rechte Knie dran. Aus ihrer Sicht verursacht die Sehne die Probleme. Auch hier sieht und fühlt man deutlich die Unterschiede bei den Beinen. Die Muskulatur am rechten Bein ist ebenfalls schwächer. Sie weist aber darauf hin, dass keine gravierenden Schäden erkennbar sind. Nachdem der Teil der Behandlung abgeschlossen ist, werden dreißig Akupunkturnadeln um Handgelenk, Ellenbogen und Knie gesetzt. Dann verschwindet sie für gut 45 Minuten und ich bleibe recht entspannt auf der Liege.

Als sie zurück ist, erklärt sie noch einiges und zeigt mir noch einmal, was sich durch die Behandlung bereits verbessert hat. Aus ihrer Sicht benötigen wir insgesamt sechs bis zwölf Termine, bis die Behandlung fürs Erste abgeschlossen ist. Sie klebt noch ein Kräuterpflaster aufs Handgelenk und gibt mir zwei Pflaster fürs Knie mit. Allerdings soll ich da vorher die Haare abrasieren, um mir Schmerzen beim Entfernen des Pflasters zu sparen.

Außerdem bekomme ich noch Kräuter, die ich morgens und abends einnehmen soll. Merilex Form. Die hatte ich bisher noch nicht.

Merilex Form

Da ich Urlaub habe, steht Ende der Woche direkt der nächste Termin an. Das muss man ausnutzen und ich habe das Gefühl, dass mir die Behandlung guttut.

Wenn ich allerdings über die Kosten nachdenke, wird mir klar, dass es besser gewesen wäre, etwas Anständiges zu lernen und in Vollzeit zu arbeiten. Aber man kann nicht alles haben. Und noch kann ich es mir offensichtlich leisten. Warum also darauf verzichten? Spätestens wenn ich Rentner bin, ist so etwas nicht mehr möglich. Und sollte ich irgendwann wieder arbeitslos sein, wäre vermutlich ebenfalls Schluss mit dem Luxus. Aber jetzt noch nicht.

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