Der rosarote Panther

Der rosarote Panther ist eine Krimikomödie aus dem Jahr 1963. Darin taucht zum ersten Mal Inspektor Clouseau (Peter Sellers) auf. Im Gegensatz zu den folgenden Filmen ist er hier noch nicht so präsent, man erkennt aber schon seine Trotteligkeit. Leider ist die deutsche Synchronstimme (Harald Juhnke) nicht wirklich passend, sodass allein schon deshalb Inspektor Clouseau nicht richtig zur Geltung kommt. Insgesamt ist der erste Film mit Clouseau zwar recht unterhaltsam, aber noch kein wirklicher Clouseau-Film.

Ein Schuss im Dunkeln
Dies ist der erste Film, in dem es sich komplett um den Inspektor dreht, der einen Mordfall zu lösen hat. Sobald er auf dem Bildschirm auftaucht, beginnt der Spaß, denn dieses Mal hat er eine Synchronstimme, die einfach perfekt passt und viel dazu beiträgt, dass der spezielle Humor gut zur Geltung kommt. Chefinspektor Dreyfuß (Herbert Lom) wird eingeführt und von Clouseau in den Wahnsinn getrieben. Auch Herbert Lom spielt seine Rolle großartig. Clouseaus Butler Kato (Burt Kwouk) kommt erstmals zum Einsatz. Die Aufklärung des Mordfalls erinnert ein wenig an Agatha-Christie-Verfilmungen. Insgesamt ist Ein Schuss im Dunkeln einfach köstlich und ein echtes Feuerwerk an Gags nach meinem Geschmack. Mit dieser Art von Humor kann bei mir nichts schiefgehen und dieser Film ist ein echtes Highlight.

Der rosarote Panther kehrt zurück
Hier geht es wieder um den Diamanten – den rosaroten Panther – der erneut gestohlen wird und den Inspektor Clouseau zurückholen soll. Abermals sorgt Clouseau dabei für ein ordentliches Chaos. Erneut versucht Chefinspektor Dreyfuß Clouseau zu töten, scheitert kläglich und wird unterdessen immer verrückter. Hin und wieder sind die Tollpatschigkeiten des Inspektors allerdings etwas zu überzogen, und dieser Teil reicht absolut nicht an Ein Schuss im Dunkeln heran, ist aber doch auf seine verschrobene Art witzig, absurd und unterhaltsam.

Der beste Mann bei Interpol
Dieses Mal geht es nicht um den berühmten Diamanten, sondern dreht sich vielmehr um den verrückten Ex-Oberinspektor Dreyfuß, der alles daran setzt, endlich Inspektor Clouseau zu töten. Mir gefällt der Teil besser als der vorige, aber an Ein Schuss im Dunkeln kommt auch er nicht ran. Das Ende mit dem sich auflösenden Dreyfuß ist allerdings selbst mir zu schräg. Letztlich kommt es aber auf den speziellen Humor an, und es gibt durchaus wieder köstliche Szenen, auch wenn sich irgendwie alles wiederholt.

Der irre Flic mit dem heißen Blick
Eigentlich ist es der Abschluss dieser Reihe, obwohl es noch einen weiteren Film gibt. Dieser wurde jedoch nach dem Tod von Peter Sellers gedreht und kann nicht wirklich dazugezählt werden. Von der Geschichte ist dieser Teil nicht schlecht, aber insgesamt dann doch oft zu albern. Besonders zum Ende hin ist der Klamauk deutlich zu übertrieben und beliebig. Es geht drunter und drüber, ein mieser Gag jagt den nächsten, und der Spaß geht vollkommen verloren. Das Finale wirkt tatsächlich wie ein lustlos hingeklatschter Klamauk. Wirklich schade.

Der rosarote Panther wird gejagt
Dies ist der Abschluss dieser Reihe und nicht nur überflüssig, sondern auch enttäuschend. Es gibt Rückblicke, ein paar neue alte Szenen am Anfang und keine wirkliche Geschichte. Ganz selten ist mal etwas witzig, meist ist es nur albern und unwitzig. Selten war eine Fortsetzung so unsinnig und unnötig, wie in diesem Fall. Doch wie sollte es auch funktionieren, wenn der Hauptdarsteller längst verstorben ist und nicht mehr an der Geschichte teilnehmen kann? Logischerweise ist dies der schlechteste Teil der Reihe und lohnt sich vermutlich nur für eingefleichte Fans, die sich nichts entgehen lassen und nie genug bekommen. Für mich ist das nichts und ich werde diesen Teil sicher nie wieder anschauen.

Es gibt noch weitere Filme mit beziehungsweise über den Sohn von Inspektor Clouseau, die aber nicht der Rede wert sind. Ebenso existiert eine Neuauflage mit Steve Martin. Diese ist zwar gelegentlich durchaus witzig, aber letztlich ebenfalls überflüssig und etwas, auf das man getrost verzichten kann.

Fazit: Die Reihe lebt ganz klar von Peter Sellers als Inspektor Clouseau. Sobald er fehlt, verliert das Ganze schnell seinen Reiz.

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