Die Rache der Polly McClusky

Polly (Ana Sophia Heger) wird verspätet von ihrem Vater Nathan (Taron Egerton), der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, abgeholt. Dieser wird verdächtigt, Pollys Mutter und ihren Freund ermordet zu haben.
Zusammen fliehen die beiden vor der Polizei und der Bande, die wirklich für die Morde verantwortlich ist.

Es gibt zwar immer wieder spannende Phasen, im Großen und Ganzen ist der Film jedoch ziemlich durchschnittlich und wird leider mit jeder Minute schlechter.

Wenn man denkt, der Titel würde irgendetwas über den Film aussagen, ist man auf der falschen Fährte, denn Pollys Rache lässt auf sich warten. Es sei denn, man bezeichnet den Moment als Rache, als sie Sheriff Hauser (John Carroll Lynch), der sich selbst Gott nennt und für unsterblich hält, ein paarmal mit dem Baseballschläger schlägt. Dummerweise führen ihre Schläge nicht zum Tod des Sheriffs. Die Schläge bringen ihn auch nicht zum Nachdenken. Stattdessen wird er wenig später zusammen mit Nate erschossen, was auch keinen Sinn ergibt, aber wohl so im schwachen Drehbuch stand. Zu allem Überfluss kommt Polly danach in ein Heim und tanzt.

Im Original heißt der Film „She Rides Shotgun“, was übersetzt „Sie fährt auf dem Beifahrersitz“ bedeutet und viel besser passt, weil sie dort tatsächlich häufig sitzt. Was die Verantwortlichen sich bei dem deutschen Titel gedacht haben – falls sie überhaupt gedacht haben – wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben

Fazit: Da lässt man sich besser zwei Stunden auf dem Beifahrersitz durch den Feierabendverkehr kutschieren.

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