XCOM – Enemy Within oder wie ich, das spielende Genie, scheinbar der Spielsucht verfiel

Meine Versuche bei Red Dead Redemption wirklich weiterzukommen, musste ich mittlerweile aufgeben, denn ich schaffe gewisse Missionen einfach nicht und irgendwie ist es frustrierend, wenn man immer wieder von vorne anfangen muss. Vor allem, wenn man weiß, dass man eh scheitern wird. Daher war es nur logisch, dass ich irgendwann aufgegeben habe und ein anderes altes Spiel reanimiert habe. XCOM – Enemy within, ein Spiel ganz nach meinem Geschmack. Also theoretisch. Praktisch gibt es da gelegentliche Zweifel, denn es ist für mich schon fast etwas unübersichtlich, was man da alles beachten und tun muss. Und da ich nie weiß, was tatsächlich wichtig ist, setze ich mitunter falsche Prioritäten. Nichtsdestotrotz habe ich meinen Spaß und es vergeht tatsächlich kaum ein Tag an dem ich nicht spiele. Nach der Arbeit geht es meist schon los, am Wochenende auch gerne mal bis in die Nacht. Immer ganz nach dem Motto „Nur noch diese eine Mission“. Wie damals als ich noch scheinbar jung war und die Zukunft noch vor mir hatte. Besonders gut gefällt mir, dass man seine Soldaten optisch umgestalten und auch Wunschnamen geben kann. So habe ich einen Soldaten ganz in Pink kreiert, der sogar einen pinkfarbenen Hut trägt. Dass er sich Pink Panther nennt, ist da nur konsequent. Zusammen mit Whitey Weissman bildet er ein unwiderstehliches Duo. Andere Soldaten haben Namen von Leuten mit denen ich im täglichen Leben zu tun habe. Das ist so herrlich bescheuert, dass es keinen Zweifel mehr daran geben kann, dass ich in diesem Leben nicht mal im Ansatz erwachsen werden könnte. Abgesehen davon scheint es so als würde es gut für meinen Gemütszustand sein, wenn ich derart abgelenkt bin. Nachteil ist allerdings, dass ich seitdem wieder verspannter bin, weil ich während des Spielens zumeist vor statt auf dem Sofa sitze. Aber was spielt das bei einem mittelalten Mann, der niemals auf den Zug des Erwachsenwerdens aufgesprungen ist für eine Rolle? Möglicherweise gar keine.

2 Kommentare on "XCOM – Enemy Within oder wie ich, das spielende Genie, scheinbar der Spielsucht verfiel"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.