Fast könnte man glauben, es sei Herbst. Einige der Teilnehmer fehlen, weil sie erkältet sind, andere fehlen zum Glück nicht und gefährden meine Gesundheit mit ihren Erkältungsviren. Ständig putzt sich irgendwer die Rotznase. Es ist Anfang August, fühlt sich aber nicht so an und sieht auch nicht so aus. Während sich also viele ihren Erkältungen hingeben, werde ich von einer depressiven Phase überrollt. Quasi aus dem Nichts überfällt mich eine schwere Leere; alles erscheint mühselig, sinnlos, freudlos. Ich gerate in eine Art Dämmerzustand. Eine graue Wolke hat es sich über meinem Kopf gemütlich gemacht, senkt sich langsam und hüllt mich ein. Ich kann nichts dagegen tun. Auch wenn es immer wieder vorkommt, ist der Zeitpunkt für mich überraschend – obwohl irgendwie auch nicht. Die ganzen grauen Tage haben mich zuletzt ohnehin schon gequält, da ist es vermutlich einfach logisch, dass ich in ein Loch fallen musste.
Auf dem Weg zur Arbeit höre ich Musik, nehme sie aber immer weniger wahr. Bin völlig abwesend, fahre fast mechanisch. Ein Blick auf die Instrumententafel, die plötzlich total hell aufleuchtet, erschreckt mich. Es scheint, als würde irgendwas von hinten auf die Instrumententafel strahlen. Reflexartig schaue ich in den Spiegel, ob hinter mir ein Fahrzeug mit Lichthupe drängelt. Doch da ist niemand. Noch einmal blitzt die Instrumententafel auf. Irgendwoher muss das Licht doch kommen. Die Wolkendecke ist geschlossen, die Sonne kann es also nicht sein. Straßenbeleuchtung ist aus. Was zum Teufel war das?
Vielleicht werde ich verrückt. Ausschließen sollte man das nicht. Alles scheint möglich. Ohne weitere Zwischenfälle setze ich die Fahrt zum Büro fort. Vielleicht habe ich mittlerweile auch Halluzinationen und es geht wirklich langsam zu Ende mit mir. Sehen so Halluzinationen bei depressiven Verstimmungen aus?
Die 🔆 ist auf dem Weg. 🥺
Sehr gut. Und dann hierlassen. 😎
Hoffentlich nicht zu viel Sonne… sonst gehts dann wieder Richtung Fata Morgana! 😉
Ja, irgendwas ist immer. 😳