Früher als erwartet musste ein Parfum aus meiner Sammlung ersetzt werden: Armaf Niche Oud.
Komplimentemagnete waren meine Düfte bisher nicht. Daran wird der neue Duft sicher auch nichts ändern. Es ist gut möglich, dass es nicht an den Düften liegt, sondern dass ich das Problem bin.
Hier ein Blick auf meine neu geordnete Sammlung:
Althaïr von Parfums de Marly wird als süß-gourmand beschrieben und hat eine gute Haltbarkeit. Möglicherweise ein Duft, der mich bis an mein Lebensende begleiten wird. Wobei das natürlich auch davon abhängt, wann dieses Ende kommt. Es ist, obwohl er mir gut gefällt, immer noch der Duft, den ich am wenigsten trage. So, als wollte ich nicht, dass er irgendwann zu Ende geht. Vermutlich, weil ich auch noch nicht will, dass es mit mir zu Ende geht. Da ich den Duft beim ersten Date mit Karo getragen habe und sie ihn gut fand, trage ich ihn immer, wenn wir uns treffen.
Arabians Tonka von Montale wird als orientalisch-süß beschrieben. Bei „süß“ bin ich mir weiterhin nicht sicher. Der Duft ist stark – man sollte nicht zu viel davon aufsprühen – mit einer für meine Nase irgendwie ledrigen Note. Er hat eine besondere Note, mit langer Haltbarkeit und heftiger Ausstrahlung. Wie gut er mir gefällt, ist tagesformabhängig. An manchen Tagen finde ich ihn anstrengend. Obwohl er sehr stark ist, hat mich noch keine Frau auf den Duft angesprochen.
Bianco Latte von Giardini di Toscana ist weiterhin für meine Nase der haltbarste Duft in der Sammlung. Ebenfalls als süß-gourmand beschrieben, bleibt er Tage auf der Kleidung haften. Selbst nach dem Duschen bleibt er auf der Haut wahrnehmbar. Und das Handtuch, mit dem ich mich nach dem Duschen abtrockne, riecht tagelang, als hätte ich es mit Bianco Latte eingesprüht. Den Duft habe ich mal getragen, als ich meinen jüngsten Freund besuchte. Seitdem verbindet er den Duft mit mir und ich trage ihn immer, wenn ich ihn besuche. Er mag den Duft auch. Bemerkt haben ihn ansonsten noch Petra und Manni. Damit ist er mein auffälligster Duft.
Club Black von Mercedes-Benz wird ebenfalls als süß-gourmand beschrieben und erinnert mich gelegentlich irgendwie an einen Vanillepudding. Gewürzt ist er mit rauchigen Noten, weshalb er als Vanillepudding nicht wirklich taugt. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Althaïr und passt prima zu Benz. Ich weiß nicht, ob ich ihn, wenn er aufgebraucht ist, durch einen anderen Duft ersetzen kann. Ich werde zu gegebener Zeit darüber nachdenken.
Orange Flamingo von Marc Gebauer ist der frischeste Duft in meiner Sammlung. Ein frischer Duft für die heißen Tage ist für mich Pflicht, obwohl ich ihn zu jeder Jahreszeit passend finde. Er riecht durchaus nach frischer Wäsche und hält lange an, was mir immer sehr wichtig ist. Ich sehe zu dem Duft, der als blumig-frisch bezeichnet wird, weiterhin keine frische Alternative, die den Platz irgendwann einnehmen könnte. Bisher hat lediglich Karo den Duft an mir wahrgenommen. Zumindest ist sie die Einzige, die dazu etwas gesagt hat.
Oud Republic von Pana Dora ist der Ersatz für Armaf Niche Oud. Vor ein paar Monaten hatte ich mir die Probe bestellt, sie einmal benutzt und beschlossen, dass der Duft gut, aber nichts für mich ist. Anfang Januar entdeckte ich die vergessene Probe wieder, testete erneut und war begeistert. Ob es an der Jahreszeit liegt, der Duft nachgereift ist oder ich beim ersten Mal verwirrt war, weiß ich nicht. Jedenfalls ist das mein Duft. Eine Komposition, wie für mich gemacht. Der Duft wird als holzig-süß beschrieben. Dieses Video beschreibt den Duft aus meiner Sicht treffend. Obwohl er laut Bewertung eine gute Sillage hat, hat ihn bisher niemand an mir wahrgenommen – selbst auf Nachfrage nicht. Ich nehme ihn allerdings viele Stunden wahr.
Perseus von Parfums de Marly ist der Duft, der mir aus meiner Sammlung am wenigsten gefällt und definitiv ersetzt wird, sobald er aufgebraucht ist. Der Duft ist angenehm sanft, zitrisch-frisch, aber meine Nase registriert ihn kaum. Etwas mehr als die Hälfte habe ich mittlerweile verbraucht. Er sollte spätestens Ende des Jahres aufgebraucht sein.
