Mein Januar 2026

Ich mag die ersten beiden Monate eines Jahres nicht, besonders die ersten Tage sind meist dunkel, trostlos und ernüchternd. Dementsprechend war meine Stimmung von Jahresbeginn an angemessen finster.

Da Petra erstmals seit langer Zeit krankheitsbedingt ausgefallen ist, fielen die ersten beiden traditionellen Filmabende aus. Am 08. habe ich erstmals privat jemanden getroffen. Es tut mir wohl nicht gut, wenn ich zu viel alleine zu Hause sitze, aber manchmal muss es einfach sein. Mit voller Trägheit ins neue Jahr. Das kann ich wohl.

Dazu war es mir zu kalt und zur Kälte gesellte sich Schnee. Schnee mag ich nur, wenn ich Urlaub habe und nirgends hin muss. Sonst nicht. Kaum war der Schnee weg, gab es zur Abwechslung Regen und viel Wind. Dazu stiegen die Temperaturen dermaßen, dass ein Hauch von Frühling zu spüren war. Experten mussten Alarm schlagen, der jüngste Tag stand kurz bevor und wir alle sind dafür verantwortlich, weil wir nicht den offiziellen Vorschriften zum Beenden der Klimakatastrophe nachgekommen sind. Wer jetzt noch nicht begriffen hat, dass uns nur Millionen von Elektrofahrzeugen, die alte Spritschlampen ersetzen, retten können, dem ist nicht zu helfen. Nur die sofortige Verschrottung aller Verbrennungsmotoren lässt uns hoffen. Auch die Tatsache, dass dafür die Politiker und Klimaaktivisten mit ihren Flugzeugen ständig um die Welt fliegen müssen, ist nur eine Folge uneinsichtiger und unkooperativer Bürger. Begreift es endlich, sonst sind 15 Grad im Januar bald keine Ausnahme mehr, sondern eine tödliche Alltäglichkeit.
Zum Glück hat es nach der ersten kurzen Hitzephase zur Überraschung aller Experten nochmal geschneit. Und dann nochmal. Der Schnee war aber viel wärmer als der Durchschnittsschnee. Der Klimawandel macht auch vor dem Schnee nicht halt. Der Januar war letztlich viel zu warm. Möglicherweise werden wir im Februar verglühen.

Meinen Medienkonsum habe ich weiter eingeschränkt. Ich muss mich allerdings noch mehr anstrengen, noch weniger von Politik und Medien mitzubekommen, denn das ist alles ganz und gar nicht gut für mein Gemüt. Nutzlose Informationen. Brauche ich nicht. Braucht eigentlich niemand.
Immerhin habe ich es geschafft, an Wochenenden zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr das Internet nicht zu nutzen. Noch brauche ich dazu einen Alarm, der mir sagt, dass die internetfreie Zeit beginnt. Das ist okay. Wenn es für mich völlig normal ist, in der Zeit nicht mehr online zu sein, dann lässt sich das sicher ausbauen. Die zwei Stunden am Samstag nutze ich aktuell dafür, um die Wohnung zu putzen oder Sachen zu sortieren. Sonntags lese ich. Das ist wirklich sehr angenehm und auch die Zeit bei Instagram habe ich eingeschränkt. Das ist aber auch noch erweiterbar. Ich glaube auch nicht, dass mir irgendeine der Maßnahmen schadet. Und zu einem körperlichen Schaden führte es bisher auch nicht.

Auf Küsse habe ich den ganzen Monat verzichtet. Das war nicht klug, aber manchmal ist das so. Ab März wird es spätestens besser. Möglicherweise.

Ausgehen:
Einmal war ich mit Kirsten und Jörg essen.
Einmal war ich mit der Großen frühstücken.
Für einen Januar nicht schlecht.

Bücher:
Drei Bücher habe ich diesen Monat gelesen. Ein guter Einstieg ins Lesejahr.
Mehr über die Bücher gibt es hier:

Bücher 2026


Coupés:
Auf Werkstattbesuche habe ich verzichtet, obwohl das Coupé regelmäßig Startschwierigkeiten hat und demnächst überprüft werden sollte.
Den Benz habe ich nur einmal besucht, um etwas Kühlerfrostschutz einzufüllen.

Filme:
Im Januar habe ich 21 Filme und die vierte Staffel von The Blacklist geschaut.

Längster Film: Mission: Impossible -The Final Reckoning

Positiv: Sleepers
Negativ: 28 Years Later

Der Schauspieler, von dem ich in diesem Jahr bisher die meisten Filme gesehen habe: Jean-Pierre Marielle.

Finanzen:
Finanziell hat sich die Leistungszulage, die ich im Dezember bekommen habe, sehr gelohnt. Ich bin nicht im Minus gelandet und konnte sogar schon einen der Jahresurlaube bezahlen.

Gesundheit:
Keine Arztbesuche, somit auch keine Ausgaben. Für Februar habe ich aber schon Arzttermine vereinbart.

Meiner Haut geht es mit der UVB-Behandlung gut. So kann es gerne bleiben.
Dennoch muss weiter am Immunsystem gearbeitet werden.

Momente des Monats:
Der Besuch beim jüngsten Freund, der sich schon Tage vorher unglaublich darauf gefreut hat. Unglaublich, wie Kinder sich noch freuen können. Und was ein Glück, dass ich ein Auslöser dafür sein kann.

Eine Karte mit einem Geschenk von Karo hat mich sehr überrascht und sehr gefreut.

Meine Brieffreundin – sie hat sich den Namen selbst gegeben – hat mir acht Bücher geschickt. Auch das kam unerwartet und hat mich gefreut.

Natürlich gab es auch noch andere tolle Momente, aber ich habe entschieden, dass ich drei Momente pro Monat spontan aussuche. Das ist keine Reihenfolge und sagt nichts über die Wertigkeit aus.

Luxus des Monats:
Ein neues Parfum. Das bisher teuerste in meiner Sammlung. Ab und zu muss ich mir etwas Luxus gönnen, denn die Zeit ist begrenzt und das letzte Hemd hat keine Taschen, wie es so schön und treffend heißt.

Mal schauen, ob diese Form des Monatsrückblicks eine Zukunft hat.

2 Kommentare

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  1. Spritschlampe…. passt so gar nicht zum Vehikel, eher noch Panzerfahrzeug. Was es nicht besser macht. 😬

    Die Art von Rückblick gefällt mir gut. Ist doch alles in allem recht positiv ausgefallen. Karo ist weiterhin am Start, prima. 😊

    • Egal, alle Fahrzeuge gegen Elektromobile austauschen. Sonst alles verloren. 🤷

      Am Start. Klingt lustig. Voll die Puppe am Start. 😎